The Prague Post - Israelische Siedler im Westjordanland: Sechs Länder verhängen Sanktionen

EUR -
AED 4.236995
AFN 75.564777
ALL 92.925304
AMD 422.338256
AOA 1057.950846
ARS 1720.186655
AUD 1.634576
AWG 2.076675
AZN 1.954279
BAM 1.95528
BBD 2.322983
BDT 142.38216
BHD 0.434894
BIF 3447.858408
BMD 1.153708
BND 1.477207
BOB 13.69636
BRL 5.975869
BSD 1.153294
BTN 110.017146
BWP 15.567863
BYN 3.419365
BYR 22612.684445
BZD 2.319634
CAD 1.606164
CDF 2619.559688
CHF 0.936743
CLF 0.026783
CLP 1054.109049
CNY 7.78476
CNH 7.784105
COP 3623.013531
CRC 522.972347
CUC 1.153708
CUP 30.573272
CVE 110.235704
CZK 24.259084
DJF 205.037586
DKK 7.475978
DOP 67.252127
DZD 153.435832
EGP 57.900816
ERN 17.305626
ETB 186.55832
FJD 2.550865
FKP 0.853025
GBP 0.854661
GEL 3.011003
GGP 0.853025
GHS 13.569394
GIP 0.853025
GMD 84.812008
GNF 10128.308297
GTQ 8.798662
GYD 241.545807
HKD 9.052971
HNL 30.913784
HRK 7.533829
HTG 150.799923
HUF 365.315418
IDR 20591.387346
ILS 3.45801
IMP 0.853025
INR 110.049993
IQD 1510.898463
IRR 1586031.766414
ISK 142.010199
JEP 0.853025
JMD 182.471506
JOD 0.818036
JPY 183.805935
KES 149.197336
KGS 100.892074
KHR 4672.758166
KMF 491.479148
KRW 1630.778433
KWD 0.356392
KYD 0.961145
KZT 537.888706
LAK 26022.084362
LBP 103281.951751
LKR 385.677502
LRD 208.174675
LSL 18.716326
LTL 3.406601
LVL 0.697867
LYD 7.355045
MAD 10.68546
MDL 20.033676
MGA 4962.681116
MKD 61.503655
MMK 2422.138913
MNT 4147.35178
MOP 9.321223
MRU 46.098749
MUR 54.27046
MVR 17.824855
MWK 1999.868514
MXN 19.733484
MYR 4.720861
MZN 73.727751
NAD 18.716326
NGN 1571.847041
NIO 42.438721
NOK 10.960702
NPR 176.02322
NZD 1.961933
OMR 0.443597
PAB 1.153294
PEN 3.899064
PGK 5.175625
PHP 70.640985
PKR 320.13932
PLN 4.302582
PYG 6867.174977
QAR 4.204383
RON 5.23876
RSD 117.319465
RUB 95.121228
RWF 1698.848513
SAR 4.321626
SBD 9.305462
SCR 15.863122
SDG 692.804035
SEK 10.989147
SGD 1.477168
SLE 28.403473
SOS 659.124831
SRD 43.778598
STD 23879.434346
STN 24.493491
SVC 10.091318
SZL 18.705434
THB 38.24947
TJS 10.628075
TMT 4.049516
TND 3.3864
TRY 55.075645
TTD 7.811093
TWD 37.209176
TZS 3063.093434
UAH 51.748047
UGX 4290.85966
USD 1.153708
UYU 46.437659
UZS 13713.355534
VES 871.929427
VND 30153.899336
VUV 137.115681
WST 3.15393
XAF 655.782719
XAG 0.017881
XAU 0.000264
XCD 3.117955
XCG 2.078693
XDR 0.815195
XOF 655.782719
XPF 119.331742
YER 275.046986
ZAR 18.710265
ZMK 10384.761593
ZMW 21.625253
ZWL 371.493631
  • TecDAX

    22.7600

    4090.18

    +0.56%

  • MDAX

    -26.2500

    32224.89

    -0.08%

  • Euro STOXX 50

    15.6000

    6551.22

    +0.24%

  • SDAX

    30.6000

    18571.14

    +0.16%

  • DAX

    67.5400

    26391.42

    +0.26%

  • Goldpreis

    6.9000

    4426.6

    +0.16%

  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1545

    -0.01%

Israelische Siedler im Westjordanland: Sechs Länder verhängen Sanktionen
Israelische Siedler im Westjordanland: Sechs Länder verhängen Sanktionen / Foto: Menahem KAHANA - AFP/Archiv

Israelische Siedler im Westjordanland: Sechs Länder verhängen Sanktionen

Aus Kritik an israelischen Siedlungen und Gewalt gegen Palästinenser im besetzten Westjordanland haben sechs Länder, darunter Frankreich und Großbritannien, verschiedene Sanktionen gegen Israel verhängt. Frankreich belegte den rechtsextremen israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich wegen seines Strebens nach Annexion des Westjordanlands am Dienstag mit einem Einreiseverbot. Britischen Unternehmen und Staatsbürgern ist es fortan untersagt, wirtschaftliche Aktivitäten mit Bezug zu israelischen Siedlungen im Westjordanland zu verfolgen. Israel verurteilte die Sanktionen als "schändlich".

Textgröße:

Smotrich setze sich offen für neue israelische Siedlungen im Westjordanland und im Gazastreifen sowie für den wirtschaftlichen Zusammenbruch der Palästinensischen Autonomiebehörde ein, schrieb Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot im Onlinedienst X. "Das ist eine Politik, die die große Mehrheit der internationalen Gemeinschaft, die an der Zweistaatenlösung festhält, nicht akzeptieren kann", betonte Barrot.

Smotrich ist der zweite israelische Minister, dem Paris die Einreise untersagt. Nach der Veröffentlichung eines Videos, auf dem er festgenommene Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte erniedrigend behandelt hatte, hatte Frankreich im Mai bereits dem israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir die Einreise verboten.

In den von Ben Gvir veröffentlichten Aufnahmen waren dutzende Aktivisten gefesselt und auf Knien auf dem Deck eines Militärschiffs zu sehen. Der rechtsextreme Minister wird darin gezeigt, wie er die Aktivisten verhöhnt und eine israelische Flagge schwenkt.

Ben Gvir und Smotrich gehören zur rechtsgerichteten Koalition von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Andere Länder haben den beiden Ministern bereits die Einreise verboten.

Frankreich verbiete zudem vier Verantwortlichen von Siedler-Organisationen und 21 gewalttätigen Siedlern die Einreise, erklärte Barrot weiter. Die Sanktionen erfolgten in Abstimmung mit Großbritannien, Kanada, Australien, Norwegen und Neuseeland und richteten sich gegen die Verantwortlichen, die die israelische Besiedlung des Westjordanlands und die Gewalt in der Region förderten.

Aus Norwegen hieß es, das skandinavische Land werde die gleichen Sanktionen wie die verhängen, auf die sich die EU im vergangenen Monat geeinigt hatte. Zudem werde ein Einreiseverbot gegen 20 "gewalttätige Siedler" erlassen.

Die britische Regierung untersagte Unternehmen und Staatsbürgern des Landes Investitionen in Siedlungen im Westjordanland. "Wenn Sie britischer Staatsbürger oder ein britisches Unternehmen sind, sollten Sie keine wirtschaftlichen und finanziellen Aktivitäten in illegalen israelischen Siedlungen vollziehen", erklärte Außenministerin Yvette Cooper.

"Wir sind der Ansicht, dass gewalttätige Siedlergruppen nicht von dem Land profitieren sollten, das sie den Palästinensern weggenommen haben", führte Cooper aus. Die israelische Regierung habe zwar einige von israelischen Siedlern begangene Gewalttaten verurteilt - doch dabei handele es sich lediglich um hohle Worte, "wenn es kaum Rechenschaftspflicht" gebe.

Israel verurteilte die Sanktionen umgehend. "Der eigentliche Kern dieser Schritte ist der Versuch, eine politische Haltung hinsichtlich des Rechts der Juden, sich im Land Israel anzusiedeln, und bezüglich des israelisch-palästinensischen Konflikts durchzusetzen - getarnt als Maßnahmen gegen Gewalt", erklärte Außenamtssprecher Oren Marmorstein

Israel hält das Westjordanland seit 1967 besetzt. Seit dem Großangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg hat die Gewalt auch im Westjordanland deutlich zugenommen. Seitdem wurden in dem Palästinensergebiet nach einer AFP-Zählung auf Grundlage von Zahlen des palästinensischen Gesundheitsministeriums mindestens 1080 Palästinenser durch israelische Soldaten oder Siedler getötet. Im selben Zeitraum wurden in dem Gebiet nach israelischen Angaben mindestens 46 Israelis - Soldaten und Zivilisten - getötet.

Einem von den Vereinten Nationen in Auftrag gegebenen Bericht zufolge sind palästinensische Zivilisten gefangen zwischen "Massen-Gräueltaten" der israelischen Armee, der Gewalt jüdischer Siedler sowie der brutalen Herrschaft der radikalislamischen Hamas. Mit Blick auf die Siedler hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht, die Gewalt durch sie sei "das direkte Ergebnis der israelischen Politik, die deren Handlungen unterstützt, ermöglicht und schützt".

Y.Havel--TPP