The Prague Post - EU und Ukraine wollen bei Drohnenherstellung enger zusammenarbeiten

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EU und Ukraine wollen bei Drohnenherstellung enger zusammenarbeiten
EU und Ukraine wollen bei Drohnenherstellung enger zusammenarbeiten / Foto: Tetiana DZHAFAROVA - AFP

EU und Ukraine wollen bei Drohnenherstellung enger zusammenarbeiten

Die EU und die Ukraine wollen bei der Herstellung militärischer Drohnen künftig enger zusammenarbeiten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verkündete am Mittwoch bei einem Besuch in Kiew, beide Seiten hätten eine Vereinbarung für die Rüstungsindustrie unterzeichnet. Von der Leyen war für einen ukrainischen Nationalfeiertag nach Kiew gereist. Russland setzte derweil seine Angriffe im Süden und Nordosten der Ukraine fort.

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Die Ukraine habe in mehr als vier Jahren Krieg gegen Russland "einzigartiges" Wissen über Drohnen und Drohnenabwehrsysteme gewonnen, sagte von der Leyen. Dabei gehe es um die Herstellung der Drohnen, nötige Lieferketten, Sensoren und Radarsysteme. Beide Seiten müssten das Wissen ukrainischer Ingenieure und Europas industrielle Möglichkeiten "gemeinsam nutzen", fügte sie hinzu.

Ziel müsse es sein, dass "wir mehr und schneller produzieren können", erklärte von der Leyen. "Es ist ein besonderer Augenblick. Die Ukraine hat militärisch an Schwung gewonnen. Das Blatt wendet sich", schrieb von der Leyen zusätzlich im Onlinedienst X. Sie wolle in Kiew zudem über die Vorbereitungen für den kommenden Winter sprechen.

Neben von der Leyen reisten mehrere Staats- und Regierungschefs am Mittwoch nach Kiew, darunter Rumäniens Regierungschef Nicosur Dan. Für von der Leyen ist es der elfte Besuch in der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verlieh ihr als Dank für die europäische Unterstützung einen Orden, außerdem wohnte sie der Ehrung mehrerer Soldaten bei.

Die Ukraine hat bereits mit mehreren Staaten in Europa und der Golfregionen Verträge über eine Zusammenarbeit in der Drohnenproduktion geschlossen. Sie unterscheiden sich je nach Land; typischerweise teilt die Ukraine ihr Wissen im Gegenzug zu Lizenzgebühren und Investitionen in die Rüstungsindustrie im eigenen Land. Auch eine solche Vereinbarung mit Deutschland ist geplant.

Die russische Armee setzte derweil ihre Angriffe fort. In den Städten Sumy im Nordosten und Odessa im Süden der Ukraine wurden am Mittwoch nach Behördenangaben sechs Menschen getötet, mindestens 20 Menschen wurden verletzt. Der Gouverneur der Region Sumy im Nordosten der Ukraine, Oleh Grygorow, erklärte, bei einem russischen Angriff mit sechs Lenkbomben seien drei Menschen getötet und 17 Menschen verletzt worden.

Odessa sei den fünften Tag in Folge mit Drohnen und Raketen angegriffen worden, erklärte Gouverneur Oleh Kiper. Drei Menschen seien getötet und mindestens drei weitere verletzt worden. Laut den Behörden richteten sich die Angriffe gegen den Hafen der Schwarzmeerstadt und gegen die zivile Infrastruktur.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte im Onlinedienst Max, die Armee habe Angriffe auf die Häfen in Odessa, in Tschornomorsk in der Region Odessa sowie in Dnipro-Bug ausgeführt. Diese Häfen würden "für die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte genutzt". Es seien unter anderem Treibstofflagertanks und vier Versorgungsschiffe der ukrainischen Armee angegriffen worden.

Am Dienstag waren nach Angaben der ukrainischen Behörden bei russischen Angriffen in der Region und im Schwarzen Meer mindestens drei Menschen getötet worden. Die ukrainische Armee hatte in den vergangenen Tagen ihre Angriffe auf Schiffe im Asowschen Meer verstärkt.

P.Svatek--TPP