The Prague Post - Merz und Macron beraten mit ihren Regierungen über vertiefte Zusammenarbeit

EUR -
AED 4.198869
AFN 75.459174
ALL 93.82806
AMD 417.721269
ANG 2.04685
AOA 1049.573924
ARS 1686.960353
AUD 1.639402
AWG 2.057988
AZN 1.94314
BAM 1.956291
BBD 2.302178
BDT 140.894125
BGN 1.963673
BHD 0.431023
BIF 3399.872153
BMD 1.143327
BND 1.475828
BOB 7.916205
BRL 5.847427
BSD 1.143037
BTN 109.994933
BWP 15.56445
BYN 3.30736
BYR 22409.207647
BZD 2.298667
CAD 1.603453
CDF 2583.918432
CHF 0.922682
CLF 0.026865
CLP 1057.325588
CNY 7.744039
CNH 7.751002
COP 3707.786338
CRC 518.750599
CUC 1.143327
CUP 30.298163
CVE 110.297503
CZK 24.205947
DJF 203.53909
DKK 7.47542
DOP 66.989741
DZD 152.184791
EGP 57.794717
ERN 17.149904
ETB 184.478482
FJD 2.563625
FKP 0.847936
GBP 0.850973
GEL 3.00121
GGP 0.847936
GHS 13.189195
GIP 0.847936
GMD 84.605963
GNF 10024.515677
GTQ 8.72057
GYD 239.129422
HKD 8.963969
HNL 30.611021
HRK 7.535441
HTG 149.393371
HUF 363.571672
IDR 20513.571612
ILS 3.484232
IMP 0.847936
INR 110.049847
IQD 1497.341243
IRR 1572074.516319
ISK 143.396016
JEP 0.847936
JMD 181.055436
JOD 0.810617
JPY 185.639129
KES 147.729627
KGS 99.984186
KHR 4621.179906
KMF 490.487226
KPW 1028.994306
KRW 1698.309871
KWD 0.353368
KYD 0.952493
KZT 540.214468
LAK 25790.246555
LBP 102351.290108
LKR 384.09303
LRD 206.88368
LSL 18.862959
LTL 3.375947
LVL 0.691588
LYD 7.29715
MAD 10.663876
MDL 20.099835
MGA 4864.454753
MKD 61.658832
MMK 2400.296845
MNT 4102.40769
MOP 9.230257
MRU 45.560426
MUR 53.907692
MVR 17.675918
MWK 1981.97539
MXN 19.992562
MYR 4.681946
MZN 73.06976
NAD 18.862959
NGN 1577.585346
NIO 42.062947
NOK 11.039536
NPR 175.993632
NZD 1.960863
OMR 0.439604
PAB 1.142977
PEN 3.877293
PGK 5.108282
PHP 70.443782
PKR 317.797773
PLN 4.34626
PYG 6928.041587
QAR 4.178031
RON 5.241035
RSD 117.35109
RUB 89.600391
RWF 1683.118071
SAR 4.300126
SBD 9.228205
SCR 15.349496
SDG 686.57024
SEK 11.040759
SGD 1.476309
SHP 0.853609
SLE 27.86857
SLL 23975.002264
SOS 653.195343
SRD 43.001643
STD 23664.558892
STN 24.507222
SVC 10.00051
SYP 126.374323
SZL 18.848389
THB 38.463232
TJS 10.561366
TMT 4.013077
TND 3.374947
TOP 2.752857
TRY 53.924734
TTD 7.761914
TWD 36.998399
TZS 3009.475382
UAH 51.054412
UGX 4223.244525
USD 1.143327
UYU 45.941529
UZS 13727.444937
VES 828.728852
VND 30063.781382
VUV 136.48411
WST 3.13156
XAF 656.124525
XAG 0.020703
XAU 0.000287
XCD 3.089898
XCG 2.060007
XDR 0.814843
XOF 656.121655
XPF 119.331742
YER 272.865877
ZAR 18.87619
ZMK 10291.314859
ZMW 20.830045
ZWL 368.150802
  • DAX

    -186.9200

    24728.57

    -0.76%

  • MDAX

    -359.0300

    31680.8

    -1.13%

  • Goldpreis

    -18.9000

    3973.2

    -0.48%

  • Euro STOXX 50

    -77.3400

    6206.27

    -1.25%

  • TecDAX

    -16.6200

    3765.66

    -0.44%

  • SDAX

    -86.1700

    18243.35

    -0.47%

  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1429

    -0.13%

Merz und Macron beraten mit ihren Regierungen über vertiefte Zusammenarbeit
Merz und Macron beraten mit ihren Regierungen über vertiefte Zusammenarbeit / Foto: Ludovic MARIN - AFP

Merz und Macron beraten mit ihren Regierungen über vertiefte Zusammenarbeit

Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz, wichtigen Rohstoffen und der nuklearen Abschreckung - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben am Freitag mit ihren beiden Regierungen über den Ausbau der deutsch-französischen Partnerschaft beraten. Nach dem gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungsratsrat auf dem Fliegerhorst Nörvenich in Nordrhein-Westfalen begann auf dem Brühler Schloss Augustusburg der deutsch-französische Ministerrat. Nach dem Aus für den gemeinsamen FCAS-Kampfjet wollen beide Seiten unter anderem mit einer verstärkten Nuklearpartnerschaft eine positive Dynamik erzeugen.

Textgröße:

Nach Macrons Empfang mit militärischen Ehren und einem Überflug eines deutschen und eines französischen Kampfjets berieten Merz und der französische Präsident mit jeweils zehn Ministerinnen und Ministern beider Länder in Brühl über die deutsch-französische Zusammenarbeit. Dabei sollte es unter anderem um das europäische Satellitennetz Iris, um gemeinsame KI-Vorhaben und kritische Rohstoffe gehen. Beide Seiten wollten zudem die Verhandlungen für den mehrjährigen EU-Haushalt vorbereiten, um sie möglichst vor dem europäischen Superwahljahr 2027 abzuschließen.

Merz empfing Macron vor dem Schloss Augustusburg, wo der französische Präsident Charles de Gaulle Bundeskanzler Konrad Adenauer 1962 einen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag angeboten hatte. Daraus entstand der Elysée-Vertrag, der bis heute die Grundlage der Zusammenarbeit beider Länder ist. Kurz nach der Begrüßung überflogen ein französischer Rafale-Kampfjet und ein Eurofighter der Bundeswehr das Schloss.

Es ist das erste Treffen in diesem Format seit dem Aus des FCAS-Kampfjets, und beide Seiten zeigen sich bemüht, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Der Bundeskanzler und der Präsident waren zuvor auf dem Fliegerhorst Nörvenich im Format des binationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates zusammengetroffen. Dort stand unter anderem die verstärkte Nuklearpartnerschaft auf der Tagesordnung.

Der Sicherheits- und Verteidigungsrat tagte an einem Tisch mitten in einem Hangar, in dem je zwei Rafale und zwei Eurofighter ausgestellt waren. Die Kampfjets hatten am Vortag an einer gemeinsamen Betankungsübung in der Luft teilgenommen.

Deutschland und Frankreich hatten bereits im März eine engere Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung angekündigt. Es wird damit gerechnet, dass deutsche Soldaten im Herbst an einer französischen Nuklearübung teilnehmen.

Macron verweist darauf, dass die atomare Abschreckung Frankreichs immer schon eine "europäische Dimension" hatte. Deutschland betont seinerseits, dass die Nuklearpartnerschaft mit Frankreich die nukleare Teilhabe der Nato nicht ersetze, sondern nur ergänze.

Thema des Sicherheits- und Verteidigungsrats dürfte auch die geplante deutsch-französische Nuklear-Steuerungsgruppe gewesen sein. Frankreich erhofft sich von den Partnerländern, zu denen neben Deutschland noch sieben weitere zählen, vor allem eine Unterstützung im konventionellen Bereich, etwa bei Radarsystemen, weitreichenden Präzisionswaffen und Luftabwehr. Die Entscheidungsgewalt über die Atomwaffen behält Frankreich sich weiterhin vor.

Die Debatte über die nukleare Abschreckung dürfte auch dazu dienen, nach dem Scheitern des FCAS-Kampfjets eine neue Phase einzuleiten. Hintergrund des Scheiterns war das Zerwürfnis der beteiligten Unternehmen Dassault und Airbus. Es ist noch offen, welche mit dem Kampfjet verbundenen Vorhaben fortgesetzt werden.

In Berlin will man am "System der Systeme" festhalten, also der Vernetzung des Kampfjets mit Drohnen und anderen Bestandteilen des Luftkampfverbands. "Am guten deutsch-französischen Verhältnis ändert sich nichts; hier wurde aus rationalen Gründen eine Sachentscheidung getroffen", hieß es in deutschen Regierungskreisen zum Scheitern des gemeinsamen FCAS-Kampfjets.

Auch die Zukunft des geplanten Kampfpanzers MGSC ist noch ungewiss. Deutschland wolle an der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Frankreich festhalten, heißt es in Berlin. Mitte Juni hatte das Bundesverteidigungsministerium erklärt, dass es "einige Anpassungen" gegeben habe und sich beide Seiten auf den "Kern des Programms" konzentrieren wollten. Dies lässt die Entwicklung unterschiedlicher Modelle offen.

Bei der Plenarsitzung des Ministerrats sollte darum gehen, "unsere Wettbewerbsfähigkeit, unsere Sicherheit und unsere Verteidigung sowie die Widerstandskraft unserer Demokratien zu stärken", schrieb Macron am Freitag im Onlinedienst X. "Mehr denn je ist der deutsch-französische Reflex notwendig, um unsere Souveränitätsagenda umzusetzen", fügte er hinzu.

Zum Abschluss des Ministerrats gaben Merz und Macron am Nachmittag eine gemeinsame Pressekonferenz. Zudem sollten gemeinsame Erklärungen der beiden Gremien veröffentlicht werden. Es ist der zweite und zugleich letzte deutsch-französische Ministerrat von Merz und Macron, da der französische Präsident im Frühjahr 2027 aus dem Amt scheidet.

T.Musil--TPP