Goldpreis
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Miron Muslic war bei den Feierlichkeiten des neuen Tabellenführers mittendrin. Der Erfolgstrainer von Schalke 04 hüpfte gemeinsam mit seinen Spielern vor der bebenden Nordkurve, kostete mit einem breiten Grinsen im Gesicht den Statement-Sieg im Spitzenspiel in vollen Zügen aus. "Jeder Einzelne ist bereit, sich für Königsblau zu zerreißen, alles reinzuhauen, alles zu investieren", sagte Muslic am Sky-Mikrofon: "Und dann dürfen wir schon zur Kurve gehen und gemeinsam singen, springen und tanzen."
Durch den 2:1 (1:1)-Erfolg verdrängten die Königsblauen den SC Paderborn von der Spitze der 2. Bundesliga, grüßen einmal mehr von Platz eins. Laurin Curda (38.) brachte die Gäste in Führung, doch Schalkes Kapitän Kenan Karaman (45.+3) und der eingewechselte Bryan Lasme (86.) mit einem lässigen Lupfer drehten die Partie - und sorgten für blau-weiße Ekstase. "Dass er dann einen auf Raúl macht beim Abschluss, okay. Ich hätte ihn gekillt, wenn der nicht reingegangen wäre", scherzte Muslic in Richtung Lasme, der nach langer Verletzungspause sein Comeback gefeiert hatte: "Wir haben ihn stark vermisst."
Und so war dann doch bei allen Beteiligten auf Schalker Seite die Laune nach dem Sprung an die Spitze bestens. "Wir sind zurecht oben, weil wir vieles gut machen. Trotzdem gilt es, bodenständig, bescheiden zu bleiben", sagte Ron Schallenberg: "Es sah hier auch schon ganz anders aus. Von daher bin ich weit davon entfernt, jetzt durchzudrehen."
Das sah Coach Muslic aber dann doch ein wenig anders. "Die Jungs sind in der Kabine schon komplett durchgedreht und haben 'Drei Tage frei' gesungen", sagte der 43-Jährige lachend: "Ich habe mitgesungen. Ich muss mir das noch gut überlegen. Es war, glaube ich, ein Fehler."
O.Ruzicka--TPP