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Die Lehrerproteste in Mexiko-Stadt haben kurz vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft eine neue Dimension erreicht. Demonstranten in Mexiko stürmten am Mittwoch ein Regierungsgebäude, dabei setzten sie Laternenmasten als Rammböcke ein, um sich gewaltsam Zutritt zur Zentrale des Bildungsministeriums in der Hauptstadt zu verschaffen.
Bereits am Dienstag hatte eine abgespaltene Gruppe der Lehrergewerkschaft CNTE riesige Plastikstatuen von Spielern mit Hilfe von Seilen umgerissen, ihnen die Trikots ausgezogen und diese verbrannt. Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum bekräftigte indes, sie werde nicht in die "Falle" tappen, Demonstrationen gewaltsam niederzuschlagen. "Sie wollen, dass wir im Vorfeld der Weltmeisterschaft auf Repression zurückgreifen", sagte sie auf ihrer täglichen Pressekonferenz und versprach zugleich, genau dies nicht zu tun.
CNTE droht mit Massendemonstrationen bei der Eröffnung der WM am 11. Juni, falls die Regierung ihre Forderungen nach Gehaltserhöhungen und neuen Verhandlungen über das Rentensystem nicht erfüllt. Sheinbaum hat einen Dialog mit den Demonstranten angeboten.
Ihre Regierung hat sich mit der CNTE auf eine Gehaltserhöhung von neun Prozent geeinigt – ein Wert, der weit unter der von den protestierenden Lehrern geforderten Steigerung von 100 Prozent liegt. Das monatliche Brutto-Einstiegsgehalt eines Lehrers an einer öffentlichen Schule in Mexiko entspricht umgerechnet 833 Euro.
Y.Blaha--TPP