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Geteilte Punkte, doch nur einer jubelt: Australien ist in einem über weite Strecken ereignislosen Duell mit Paraguay in die K.o.-Phase der Fußball-Weltmeisterschaft eingezogen. Der Mannschaft von Trainer Tony Popovic reichte in Santa Clara ein fades 0:0, um sich den zweiten Platz in der Gruppe D zu sichern. Während die Socceroos nun Klarheit haben, müssen sich die Südamerikaner auf Rang drei mit guter Ausgangslage noch etwas gedulden.
Australien folgte durch das Remis Gruppensieger USA ins Sechzehntelfinale und trifft am kommenden Freitag in Dallas auf den Zweiten der Gruppe G. Die punktgleichen Paraguayer hatten aufgrund der schlechteren Tordifferenz das Nachsehen. Mit vier Zählern auf dem Konto stehen die Chancen, den Sprung unter die besten acht Drittplatzierten zu schaffen, jedoch gut - in der ersten K.o.-Runde käme das Team von Trainer Gustavo Alfaro derzeit auch als deutscher Gegner infrage.
Australien war mit dem Wissen in das Duell gestartet, dass auch ein Punkt das Weiterkommen hinter den USA garantieren würde. Paraguay hatte unter größerem Zugzwang gestanden. Die Südamerikaner mussten dabei auf den rotgesperrten Routinier Miguel Almiron verzichten, der sich bei einer Auseinandersetzung mit Mert Müldür während der Partie gegen die Türkei (1:0) den Mund zugehalten hatte.
Erstmals im Turnier stand Jackson Irvine in der Startelf Australiens. Der Mittelfeldspieler vom FC St. Pauli kam auch gleich zum ersten guten Abschluss, den Paraguays Keeper Orlando Gill jedoch noch über die Latte lenkte (4.). Die Socceroos kontrollierten das Geschehen, ohne wirklich gefährlich zu werden.
Das Spiel war geprägt von vielen robusten Zweikämpfen, wie auch Connor Metcalfe zu spüren bekam. Der 26-Jährige von St. Pauli wurde nach einem Zusammenstoß unabsichtlich vom Schuh seines Gegenspielers im Gesicht erwischt. Nach kurzer Behandlungspause ging es für den australischen Mittelfeldspieler aber mit einem Kopfverband weiter.
Gegen die kompakte Defensive Paraguays fanden Irvine und Co. keine Lösungen. Jordan Bos versuchte es aus der Distanz, jedoch ohne Erfolg (36.). Zwingende Offensivaktionen waren auf beiden Seiten kaum zu sehen, drei Schüsse von Australien auf das Tor und null von Paraguay sprachen zur Halbzeit eine deutliche Sprache.
Nach der Pause zeigte sich ein ähnliches Bild. Australien dominierte die Partie weitestgehend, auch wenn Paraguay nun etwas aktiver wurde.
X.Kadlec--TPP