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Versprechen eingelöst: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause haben zwei Tage nach der Kür der Landeshauptstadt zum deutschen Olympiabewerber eine rasante Runde auf der Achterbahn "Olympia Looping" auf dem Oktoberfest gedreht.
Grünen-Politiker Krause, 36 Jahre jung, hatte CSU-Chef Söder (59) im Vorfeld gekitzelt, Söder kam nach dem Sieg Münchens bei der Stichwahl in Baden-Baden gegen das Konzept von Köln/Rhein-Ruhr aus der Nummer nicht mehr raus. "Den Looping machen wir jetzt irgendwann die Woche. Davor werde ich mich nicht drücken können, befürchte ich", hatte Söder gesagt und sich in sein Schicksal gefügt. Er nahm die turbulente Fahrt am Montagabend mit Fassung hin.
Der "Olympic Looping", die größte transportable Achterbahn der Welt, ist seit 1989 fester Teil des Oktoberfestes. Die fünf Loopings haben die Farben der olympischen Ringe, sie sind ähnlich angeordnet, aber im Vergleich zur Vorlage oval und nicht rund. In der Spitze werden die Fahrzeuge auf der 1250 m langen Achterbahn 90 km/h schnell.
Für München begann am Wochenende mit der Wahl bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) die heiße Phase: Die Zahl der internationalen Mitbewerber um die Austragung der Sommerspiele 2036 ist groß, schon im kommenden März will das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Kreis der Anwärter auf eine Handvoll Top-Kandidaten verringern. Die Entscheidung über den Gastgeber in zehn Jahren soll Mitte 2029 fallen. "Der Moment der Freude ist ganz kurz. Jetzt heißt es: hart arbeiten", erklärte Söder am Samstag. Auch Krause blickte sogleich nach vorn und mahnte an, Planungen eilig voranzutreiben.
Der DOSB hat sich beim IOC – mit München – für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 beworben. Letzter deutscher Olympiagastgeber war München 1972.
F.Vit--TPP