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Kimi Antonelli zeigt in Austin eine weltmeisterliche Leistung und darf die große Titel-Party für Mexiko planen. Max Verstappen kassiert nach zwei Siegen einen Dämpfer, Ferrari trauert dem verpatzten Qualifying hinterher. Die Erkenntnisse der 18. WM-Station:
KIMI ANTONELLI: Toto Wolff wählte den wohl treffendsten Kommentar für den designierten Weltmeister. "Was für ein Junge!", sagte der Teamchef des Mercedes-Rennstalls bei Sky. Unbekümmert, abgeklärt, schnell – und bald der jüngste Formel-1-Champion der Geschichte. Der 20-jährige Italiener machte in Texas den vorentscheidenden Schritt in Richtung Titel. Antonelli siegte, weil er im Qualifying entgegen aller Erwartungen eine Fabelrunde für die Pole Position auf den Circuit of The Americas brannte, weil er im Rennen herausragend startete, in der Folge keine Fehler machte und sein Team eine erfolgreiche Ein-Stopp-Strategie fuhr. In der Höhenluft von Mexiko-Stadt muss Antonelli am kommenden Sonntag nur Neunter werden, um Sebastian Vettel als jüngsten Weltmeister der Königsklasse abzulösen. Die Fiesta Mexicana kann kommen.
MAX VERSTAPPEN: Zwei Siege in Asien hatten die Stimmung beim Niederländer zuletzt merklich aufgehellt, dieses Mal war der Erfolg im Red Bull aber außer Reichweite. Es fehlte die Pace im Rennen, auch die Reifen bauten zu schnell ab, um Antonelli ernsthaft in Gefahr zu bringen. "Wir müssen das verstehen", sagte der viermalige Weltmeister, der mit etwas Glück dennoch ein versöhnliches Ergebnis feierte. Ohne das Virtual Safety Car in der Schlussphase wären wohl auch Rang drei und das Podium verloren gegangen.
FERRARI: Auf diesem stand in Charles Leclerc nur ein Roter. In der Summe war der zweite Platz des Monegassen und Rang vier für Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton aber zu wenig. Das Training hatte die Scuderia dominiert, auch im Rennen stimmte die Pace. Warum es nicht für den Sieg reichte? Das lag an Antonelli, aber nicht zuletzt am verpatzten Qualifying. Die letzte schnelle Runde bei der Zeitenjagd verpatzten Leclerc und Hamilton. Das Handicap der zweiten und dritten Startreihe war zu groß für den erträumten Sieg.
NICO HÜLKENBERG: Es war nicht das Wochenende des Deutschen, der ohne Punkte blieb. Platz elf, sagte der Audi-Pilot hinterher, sei "das höchste der Gefühle" gewesen. Das lag in erster Linie am völlig verkorksten Start, den sich "Hulk" so nicht erklären konnte. Der dadurch entstandene Rückstand auf die Punkteränge war nicht mehr einzufahren. Schon das Training war durchwachsen verlaufen. Im Qualifying hatte Hülkenberg dann trotz des Windschattens seines Teamkollegen Gabriel Bortoleto das Q3 und eine bessere Ausgangslage verpasst.
U.Pospisil--TPP