The Prague Post - Agora Energiewende: Deutsche Emissionsziele 2022 erneut verfehlt

EUR -
AED 4.299352
AFN 73.753055
ALL 95.660061
AMD 432.747364
ANG 2.095397
AOA 1074.691924
ARS 1644.545257
AUD 1.634446
AWG 2.108702
AZN 2.001372
BAM 1.956014
BBD 2.358658
BDT 143.685726
BGN 1.952827
BHD 0.441831
BIF 3484.066451
BMD 1.170688
BND 1.495357
BOB 8.091886
BRL 5.837515
BSD 1.171028
BTN 111.01315
BWP 15.828665
BYN 3.297461
BYR 22945.487384
BZD 2.355258
CAD 1.600846
CDF 2718.92081
CHF 0.923521
CLF 0.026502
CLP 1043.04829
CNY 8.004521
CNH 8.002789
COP 4227.436792
CRC 532.558289
CUC 1.170688
CUP 31.023235
CVE 110.27707
CZK 24.382977
DJF 208.531933
DKK 7.47451
DOP 69.187573
DZD 155.167019
EGP 62.047678
ERN 17.560322
ETB 182.852413
FJD 2.576444
FKP 0.866451
GBP 0.866491
GEL 3.155027
GGP 0.866451
GHS 13.104434
GIP 0.866451
GMD 86.046709
GNF 10276.124722
GTQ 8.946941
GYD 245.005769
HKD 9.174162
HNL 31.128407
HRK 7.536069
HTG 153.376787
HUF 363.870355
IDR 20312.960982
ILS 3.465179
IMP 0.866451
INR 110.898877
IQD 1534.167915
IRR 1540625.581816
ISK 143.607979
JEP 0.866451
JMD 183.630098
JOD 0.830009
JPY 187.125719
KES 151.186547
KGS 102.352442
KHR 4690.493342
KMF 492.859786
KPW 1053.580295
KRW 1730.499869
KWD 0.36035
KYD 0.975903
KZT 542.409367
LAK 25708.81383
LBP 104927.484316
LKR 374.150951
LRD 214.89352
LSL 19.419826
LTL 3.456738
LVL 0.708138
LYD 7.434814
MAD 10.835486
MDL 20.16012
MGA 4867.532752
MKD 61.667297
MMK 2458.42118
MNT 4189.759565
MOP 9.453335
MRU 46.678109
MUR 54.82358
MVR 18.087029
MWK 2030.622252
MXN 20.365409
MYR 4.627144
MZN 74.818927
NAD 19.419826
NGN 1614.285623
NIO 43.094717
NOK 10.86264
NPR 177.620682
NZD 1.998084
OMR 0.450142
PAB 1.171028
PEN 4.11455
PGK 5.087557
PHP 72.151261
PKR 326.405325
PLN 4.252115
PYG 7285.797431
QAR 4.268967
RON 5.098466
RSD 117.429391
RUB 87.801985
RWF 1716.180506
SAR 4.390862
SBD 9.395867
SCR 15.839951
SDG 702.995979
SEK 10.838992
SGD 1.495349
SHP 0.874037
SLE 28.828172
SLL 24548.740292
SOS 669.270393
SRD 43.859778
STD 24230.880719
STN 24.502682
SVC 10.247122
SYP 129.636266
SZL 19.413042
THB 38.223364
TJS 10.978655
TMT 4.103262
TND 3.416374
TOP 2.818736
TRY 52.762331
TTD 7.962872
TWD 36.984964
TZS 3046.859814
UAH 51.615649
UGX 4362.477473
USD 1.170688
UYU 46.605101
UZS 14026.535205
VES 567.337203
VND 30854.656403
VUV 138.576893
WST 3.179443
XAF 656.026
XAG 0.016107
XAU 0.000256
XCD 3.163843
XCG 2.110531
XDR 0.81681
XOF 656.028802
XPF 119.331742
YER 279.384771
ZAR 19.427923
ZMK 10537.593458
ZMW 22.103419
ZWL 376.961101
  • DAX

    13.2100

    24031.47

    +0.05%

  • Euro STOXX 50

    -7.1400

    5828.96

    -0.12%

  • MDAX

    28.9300

    30086.39

    +0.1%

  • Goldpreis

    -46.2000

    4562.2

    -1.01%

  • TecDAX

    25.1500

    3621.8

    +0.69%

  • EUR/USD

    -0.0022

    1.1696

    -0.19%

  • SDAX

    88.7300

    17679.34

    +0.5%

Agora Energiewende: Deutsche Emissionsziele 2022 erneut verfehlt
Agora Energiewende: Deutsche Emissionsziele 2022 erneut verfehlt / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Agora Energiewende: Deutsche Emissionsziele 2022 erneut verfehlt

Trotz eines gesunkenen Energieverbrauchs und eines hohen Anteils der Erneuerbaren hat Deutschland 2022 die Ziele zur Senkung der Treibhausgasemissionen erneut verfehlt. Grund dafür ist maßgeblich die gestiegene Kohleverstromung wegen der Rekordpreise für Erdgas, wie das Thinktank Agora Energiewende in seiner am Mittwoch veröffentlichten Auswertung mitteilte. Auch im Verkehrs- und Gebäudesektor wurden die Ziele erneut verfehlt, erklärte die Experten und Experten und forderten 2023 eine "Trendwende".

Textgröße:

Die Emissionen betrugen laut Agora Energiewende im vergangenen Jahr rund 761 Millionen Tonnen CO2 und stagnierten damit "auf hohem Niveau". Das Emissionsziel von 756 Millionen Tonnen CO2 wurde demnach um fünf Millionen Tonnen überschritten. Die Minderung der Emissionen lag zudem verglichen mit dem Referenzjahr 1990 bei knapp 39 Prozent - und damit zum zweiten Mal hinter dem 2020 erreichten Ziel von 40 Prozent.

Zwar sei der Energieverbrauch 2022 um 4,7 Prozent im Vergleich zu 2021 zurückgegangen und der Anteil der erneuerbaren Energien auf ein Rekordhoch von 46 Prozent gestiegen, hieß es weiter. Das lag unter anderem am günstigen Wetter.

Der aus Kosten- und Kapazitätsgründen wieder verstärkte Einsatz von Kohle und Öl habe die dadurch erreichten Emissionsminderungen jedoch zunichte gemacht. Stattdessen nahm der CO2-Ausstoß im Energiesektor sogar im Jahresvergleich um acht Millionen Tonnen zu. Ende 2022 waren laut Agora Energiewende zwei Gigawatt mehr Kohlekapazitäten im Markt als Ende 2021. Das stehe "im klaren Widerspruch zu den Klimazielen", erklärten die Expertinnen und Experten und forderten einen Ausstieg bis 2030.

"Das Rekordjahr für die Erneuerbaren Energien ist wetterbedingt und damit kein struktureller Beitrag zum Klimaschutz", ordnete Agora-Direktor Simon Müller die Ergebniss ein. Tatsächlich habe es etwa beim Ausbau bei der Windenergie keine großen Fortschritte gegeben. Die Regierung müsse hier "schnell nachbessern, denn wir brauchen ab 2023 eine Verdreifachung beim Zubau, um das 2030-Erneuerbaren-Ziel zu erreichen", fügte er hinzu. Vor allem der "schnelle Ausbau von Solarenergie" könne die Preise "zügig dämpfen".

Die Industrie verzeichnete trotz des verstärkten Einsatzes von Kohle und Öl als Ersatz für Erdgas einen leichten Emissionsrückgang um acht Millionen Tonnen, der laut Agora neben Sparmaßnahmen vor allem auf reduzierte Produktion zurückzuführen ist. So halte der Sektor zwar sein Klimaziel ein, ohne allerdings strukturelle Maßnahmen für nachhaltigen Klimaschutz zu unternehmen.

Erneut verfehlt wurden laut Agora Energiewende die Emissionsziele in den Bereichen Verkehr und Gebäude: Der Gebäudebereich überzog demnach mit 113 Millionen Tonnen CO2 das Sektorziel um fünf Millionen Tonnen - und das, obwohl die Energiekrise zu einem starken Verbrauchsrückgang besonders bei Erdgas führte. Die Agora-Experten kritisierten hier "jahrelange Versäumnisse bei der Wärmewende".

Im Verkehr lag der CO2-Ausstoß mit 150 Millionen Tonnen zudem "deutlich über dem erlaubten Wert von 139 Millionen Tonnen CO2", hieß es weiter. Es fehlten in diesem Sektor vor allem politische Maßnahmen zur Emissionsreduktion, kritisierte Agora Energiewende.

Der Deutsche Naturschutzring (DNR) bezeichnete es als "Skandal, dass Teile der Bundesregierung - trotz der absehbaren Zielverfehlung - weiterhin den Klimaschutz aktiv verhindern". So habe das Verkehrsministerium noch immer kein Sofortprogramm vorgelegt, um die Lücke im Verkehrssektor bis 2030 zu schließen.

Die Grünen-Politikerin Katharina Dröge forderte von Minister Volker Wissing (FDP) ebenfalls "dringend mehr Tempo und mehr Ambitionen, um endlich ausreichende und konkrete Vorschläge zur Einhaltung der Klimaziele zu liefern". Dabei reiche eine Maßnahme allein nicht aus, sagte sie zu AFP, nötig seien Reformen bei der Pendlerpauschale und beim Dienstwagenprivileg sowie mehr Investitionen in die Schiene und den Nahverkehr.

O.Holub--TPP