The Prague Post - Ex-Stasi-Mitarbeiter kommt wegen Mordes an Berliner Sektorengrenze vor Gericht

EUR -
AED 4.287277
AFN 73.534047
ALL 95.535658
AMD 433.255886
ANG 2.089168
AOA 1071.497689
ARS 1623.031705
AUD 1.640733
AWG 2.103893
AZN 1.98615
BAM 1.9502
BBD 2.351647
BDT 143.258643
BGN 1.947023
BHD 0.440496
BIF 3473.612335
BMD 1.167208
BND 1.490913
BOB 8.067834
BRL 5.859973
BSD 1.167547
BTN 110.683181
BWP 15.781617
BYN 3.28766
BYR 22877.28554
BZD 2.348257
CAD 1.597803
CDF 2707.923829
CHF 0.923496
CLF 0.02684
CLP 1056.335279
CNY 7.981663
CNH 7.990435
COP 4243.981581
CRC 530.975343
CUC 1.167208
CUP 30.931024
CVE 110.738925
CZK 24.385788
DJF 207.435635
DKK 7.471182
DOP 69.303018
DZD 154.880392
EGP 61.854227
ERN 17.508127
ETB 183.251225
FJD 2.576732
FKP 0.863876
GBP 0.866074
GEL 3.139661
GGP 0.863876
GHS 13.060425
GIP 0.863876
GMD 85.206348
GNF 10242.25367
GTQ 8.920348
GYD 244.277528
HKD 9.147354
HNL 31.059053
HRK 7.532224
HTG 152.920899
HUF 366.01964
IDR 20253.109151
ILS 3.469468
IMP 0.863876
INR 110.785298
IQD 1529.043064
IRR 1535462.710691
ISK 143.765356
JEP 0.863876
JMD 183.084287
JOD 0.827541
JPY 187.221423
KES 150.72194
KGS 102.04822
KHR 4680.505971
KMF 492.561567
KPW 1050.448694
KRW 1737.635283
KWD 0.359488
KYD 0.973002
KZT 540.79714
LAK 25649.405231
LBP 104931.24418
LKR 373.038846
LRD 214.6205
LSL 19.690933
LTL 3.446463
LVL 0.706033
LYD 7.412088
MAD 10.812727
MDL 20.100198
MGA 4843.914897
MKD 61.616412
MMK 2451.113911
MNT 4177.306165
MOP 9.425236
MRU 46.664671
MUR 54.648196
MVR 18.039184
MWK 2032.68877
MXN 20.467466
MYR 4.613742
MZN 74.590422
NAD 19.690846
NGN 1605.681849
NIO 42.848653
NOK 10.885626
NPR 177.092732
NZD 2.001657
OMR 0.448622
PAB 1.167547
PEN 4.113233
PGK 5.065655
PHP 72.057606
PKR 325.505215
PLN 4.261974
PYG 7264.141546
QAR 4.252722
RON 5.101285
RSD 117.426982
RUB 87.223313
RWF 1705.291539
SAR 4.377744
SBD 9.383002
SCR 16.262421
SDG 700.904949
SEK 10.88224
SGD 1.496013
SHP 0.871439
SLE 28.708195
SLL 24475.773032
SOS 667.061996
SRD 43.724768
STD 24158.858246
STN 24.744819
SVC 10.216664
SYP 129.250943
SZL 19.667131
THB 38.249799
TJS 10.946022
TMT 4.091066
TND 3.375859
TOP 2.810358
TRY 52.675186
TTD 7.939203
TWD 36.93222
TZS 3028.905729
UAH 51.46223
UGX 4349.510697
USD 1.167208
UYU 46.466575
UZS 14064.861924
VES 566.782129
VND 30762.945801
VUV 138.164995
WST 3.169993
XAF 654.076066
XAG 0.016361
XAU 0.000257
XCD 3.154439
XCG 2.104258
XDR 0.814383
XOF 652.469442
XPF 119.331742
YER 278.525117
ZAR 19.64992
ZMK 10506.279751
ZMW 22.03772
ZWL 375.840643
  • Euro STOXX 50

    -19.6200

    5816.48

    -0.34%

  • DAX

    -63.7000

    23954.56

    -0.27%

  • TecDAX

    28.3000

    3624.95

    +0.78%

  • SDAX

    50.9600

    17641.57

    +0.29%

  • MDAX

    -46.6800

    30010.78

    -0.16%

  • Goldpreis

    0.9000

    4562.4

    +0.02%

  • EUR/USD

    -0.0037

    1.1681

    -0.32%

Ex-Stasi-Mitarbeiter kommt wegen Mordes an Berliner Sektorengrenze vor Gericht
Ex-Stasi-Mitarbeiter kommt wegen Mordes an Berliner Sektorengrenze vor Gericht / Foto: JOHN MACDOUGALL - AFP/Archiv

Ex-Stasi-Mitarbeiter kommt wegen Mordes an Berliner Sektorengrenze vor Gericht

Am Donnerstag kommender Woche beginnt am Landgericht Berlin ein Prozess gegen einen 80-jährigen mutmaßlichen früheren Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit (Stasi) wegen eines Mordes an der Sektorengrenze vor knapp 50 Jahren. Laut Anklage soll er Ende März 1974 bei einem Spezialeinsatz der Stasi an einem Kontrollpunkt im Transitbereich am Bahnhof Friedrichstraße einen Mann aus einem Versteck heraus heimtückisch mit einer Pistole erschossen haben.

Textgröße:

Bei dem Opfer handelte es sich laut Staatsanwaltschaft um einen polnischen Staatsbürger, der zuvor mit einer Bombenattrappe in die polnische Botschaft im damaligen Ost-Berlin eingedrungen war, um seine Ausreise in den Westen zu erzwingen. Einsatzkräfte der Stasi sollen entschieden haben, den Mann zum Schein ausreisen zu lassen. Zugleich sollen sie beschlossen haben, den 38-Jährigen währenddessen zu töten.

Die Tatausführung übernahm er damals 31-jährige Angeklagte, der Mitglied einer sogenannten Operativgruppe der Stasi war. Laut Anklage wartete er im Innern des Transitbereichs am letzten Kontrollpunkt hinter einer Sichtblende und schoss dem Opfer aus einem Abstand von knapp zwei Metern in den Rücken.

Der Mann aus Polen wurde durch den Schuss schwer verletzt und starb später in einem Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft stuft die Tat als Heimtückemord ein, weil sich der Getötete nach Passieren des letzten Kontrollpunkts in Sicherheit wähnte. Die rechtliche Einstufung als Mord ist für eine etwaige Verurteilung entscheidend. Totschlag verjährt nach deutschen Recht 20 Jahre nach der Tat. Mord verjährt hingegen nicht.

Da die Tat während des Bestehens der DDR auf deren Staatsgebiet geschah, birgt der Fall außerdem andere juristische Besonderheiten. Die Berliner Staatsanwaltschaft stützte ihre Anklage nach eigenen Angaben zunächst auf das zum Tatzeitpunkt für den Angeklagten geltende Strafgesetzbuch der DDR, das für den Fall von Heimtückemorden sogar die Todesstrafe vorsah.

Allerdings wurde bei der deutschen Wiedervereinigung geregelt, dass bei der juristischen Aufarbeitung früherer Verbrechen aus DDR-Zeiten künftig die Strafvorschriften aus dem bundesdeutschen Strafgesetzbuch angewendet werden. Dieses kennt die Todesstrafe nicht, das Grundgesetz verbietet sie.

Für den Prozess sind nach Gerichtsangaben sieben Verhandlungstermine bis zum 23. Mai angesetzt. Am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin-Mitte befand sich einer der wenigen Grenzübergänge zwischen den hermetisch voneinander abgeschotteten Ost- und Westteilen Berlins. Menschen aus Ostblockstaaten hatten keine Reisefreiheit und konnten die Grenze nur in Ausnahmefällen passieren.

B.Barton--TPP