The Prague Post - Studie: Geplante Kindergrundsicherung zu niedrig - andere Berechnung gefordert

EUR -
AED 4.251083
AFN 74.08239
ALL 95.019512
AMD 426.497811
ANG 2.07247
AOA 1062.625575
ARS 1653.355313
AUD 1.642373
AWG 2.085345
AZN 1.970787
BAM 1.95579
BBD 2.331088
BDT 142.359269
BGN 1.957269
BHD 0.436198
BIF 3438.082351
BMD 1.157544
BND 1.485992
BOB 7.997959
BRL 5.858908
BSD 1.157394
BTN 110.027435
BWP 15.58092
BYN 3.202284
BYR 22687.863537
BZD 2.327788
CAD 1.619925
CDF 2656.563402
CHF 0.925481
CLF 0.026526
CLP 1047.464623
CNY 7.838308
CNH 7.829003
COP 4043.179245
CRC 526.497297
CUC 1.157544
CUP 30.674918
CVE 110.264434
CZK 24.163389
DJF 206.108942
DKK 7.479007
DOP 67.959651
DZD 154.093209
EGP 60.014692
ERN 17.363161
ETB 182.378464
FJD 2.564998
FKP 0.863395
GBP 0.866069
GEL 3.073309
GGP 0.863395
GHS 12.846934
GIP 0.863395
GMD 84.50101
GNF 10138.947954
GTQ 8.822955
GYD 242.148757
HKD 9.070573
HNL 30.948841
HRK 7.540009
HTG 151.329223
HUF 352.182562
IDR 20580.323071
ILS 3.380978
IMP 0.863395
INR 110.094596
IQD 1516.192217
IRR 1592638.824291
ISK 144.287703
JEP 0.863395
JMD 183.459058
JOD 0.820752
JPY 185.46753
KES 149.879231
KGS 101.227604
KHR 4649.97613
KMF 493.11366
KPW 1041.790057
KRW 1757.17526
KWD 0.357079
KYD 0.964595
KZT 565.967095
LAK 25485.869174
LBP 103650.567934
LKR 388.018008
LRD 210.648919
LSL 18.852303
LTL 3.417926
LVL 0.700186
LYD 7.376962
MAD 10.719745
MDL 20.213896
MGA 4829.975206
MKD 61.644684
MMK 2429.621781
MNT 4141.565227
MOP 9.341452
MRU 45.903764
MUR 54.693197
MVR 17.896013
MWK 2006.989698
MXN 19.936265
MYR 4.69685
MZN 73.970285
NAD 18.852303
NGN 1574.837995
NIO 42.589781
NOK 11.012292
NPR 176.044096
NZD 1.985326
OMR 0.444788
PAB 1.157394
PEN 3.93618
PGK 5.067974
PHP 70.345146
PKR 322.019447
PLN 4.248129
PYG 7086.963621
QAR 4.231078
RON 5.239158
RSD 117.359398
RUB 83.874369
RWF 1699.691275
SAR 4.345186
SBD 9.313105
SCR 16.281116
SDG 695.109697
SEK 10.972001
SGD 1.486866
SHP 0.864224
SLE 28.533708
SLL 24273.124366
SOS 661.496604
SRD 43.418898
STD 23958.824929
STN 24.499874
SVC 10.126948
SYP 127.945773
SZL 18.836903
THB 38.051883
TJS 10.787045
TMT 4.06298
TND 3.395583
TOP 2.787089
TRY 53.516154
TTD 7.86196
TWD 36.603276
TZS 3038.184404
UAH 51.862034
UGX 4339.977722
USD 1.157544
UYU 46.74976
UZS 13861.928843
VES 673.64184
VND 30454.984166
VUV 136.791375
WST 3.175711
XAF 655.953633
XAG 0.017014
XAU 0.000275
XCD 3.12832
XCG 2.085889
XDR 0.815796
XOF 655.953633
XPF 119.331742
YER 276.181789
ZAR 18.881026
ZMK 10419.284009
ZMW 20.219896
ZWL 372.728714
  • Goldpreis

    124.8000

    4238.8

    +2.94%

  • Euro STOXX 50

    130.6700

    6187.63

    +2.11%

  • MDAX

    627.0000

    32083.1

    +1.95%

  • TecDAX

    51.7500

    3979.5

    +1.3%

  • SDAX

    350.1000

    18377.2

    +1.91%

  • DAX

    425.6000

    24635.3

    +1.73%

  • EUR/USD

    -0.0009

    1.1573

    -0.08%

Studie: Geplante Kindergrundsicherung zu niedrig - andere Berechnung gefordert
Studie: Geplante Kindergrundsicherung zu niedrig - andere Berechnung gefordert / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Studie: Geplante Kindergrundsicherung zu niedrig - andere Berechnung gefordert

Die Höhe der geplanten Kindergrundsicherung reicht laut einer Studie nicht aus, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen. Die Zahlungen müssten je nach Alter sechs bis 30 Prozent höher sein, um Entwicklungsmöglichkeiten und soziokulturelle Teilhabe zu sichern, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie der Verteilungsforscherin Irene Becker für die gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Positiv wird darin aber die vorgesehene Vereinfachung von Antragsverfahren gewertet.

Textgröße:

Für ein angemessenes Niveau, das Kinderarmut nachhaltig verhindert, müssten die Beträge anders berechnet werden, heißt es in der Studie. Je nach Altersstufe der Kinder und Jugendlichen müssten diese zwischen 30 und 191 Euro pro Monat höher ausfallen als derzeit von der Bundesregierung geplant. Die derzeitigen gesetzlichen Verfahren zur Bemessung des soziokulturellen Existenzminimums kritisierte Becker als "in mehrfacher Hinsicht unzulänglich".

Die als ein zentrales Element der Kindergrundsicherung angestrebte Vereinfachung der Antragsverfahren kann laut Simulationsrechnungen der Böckler-Stiftung einen Beitrag leisten, um Kinderarmut zu bekämpfen. "Wenn dadurch alle aktuell 2,3 Millionen Kinder mit Unterstützungsanspruch auch wirklich Leistungen erhalten würden – statt wie bisher nur rund eine Million –, wirkt sich das vor allem längerfristig positiv aus", heißt es von Seiten der Stiftung.

"Das aktuelle Konzept der Bundesregierung stellt eine – in der Intention sinnvolle – Verwaltungsreform dar, aber das allein reicht nicht", erklärte dazu die wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Böckler-Stiftung, Bettina Kohlrausch. "Niedrigere bürokratische Hürden bei der Antragstellung sind wichtig, sie ändern jedoch nichts daran, dass die geplanten Leistungen absehbar zu niedrig sind", kritisierte sie weiter.

Der Erfolg einer Kindergrundsicherung bei der Bekämpfung von Kinderarmut "steht und fällt mit der Bemessung des zu sichernden Existenzminimums", betonte Becker. Notwendig sei dafür ein "normativ akzeptables und methodisch stringentes Verfahren". Derzeit werde aber das soziokulturelle Existenzminimum nach einem relativ komplexen Verfahren berechnet, in dem sich "objektive" Statistiken zu Konsumausgaben von Haushalten im untersten Einkommensbereich und zum Teil "willkürliche" politische Vorgaben mischten, kritisierte die Forscherin.

So seien aus der Berechnung diverse Ausgaben gestrichen worden, unter anderem für Taschen, Regenschirme, Eis in der Eisdiele, Pflanzen und Tierfutter. Dadurch werde der zur Sicherung des Existenzminimums notwendige finanzielle Bedarf rechnerisch "gedrückt". Diese Vorgehensweise führe "zu einer systematischen Bedarfsunterdeckung", erklärte Becker.

Sie rief dazu auf, stattdessen die Konsumausgaben in der Mitte der Einkommensverteilung als Bezugspunkt zu nehmen. Soziokulturelle Teilhabe sollte dann als gerade noch gegeben betrachtet werden, wenn Haushalte bei den Ausgaben für Grundbedürfnisse wie Ernährung, Bekleidung und Wohnen nicht mehr als 25 Prozent und bei sonstigen Bedürfnissen nicht mehr als 40 Prozent von der Mitte nach unten abweichen.

Haushalte, die aufgrund ihres niedrigen Einkommens Anspruch auf Grundsicherungsleistungen hätten, diesen jedoch nicht wahrnehmen, sollten generell aus den Berechnungen ausgeklammert werden, um Verzerrungen zu vermeiden. Weiter sprach sich Becker dafür aus, die Höhe der Kindergrundsicherung jeweils an die reale Entwicklung der Verbraucherpreise anzupassen. Bei hoher Inflation sollten zudem unterjährige Anpassungen vorgesehen werden.

Nach dem von Becker vorgeschlagenen Berechnungsmodell würde der Studie zufolge bei der Kindergrundsicherung der monatliche Höchstbetrag für Kinder in Haushalten mit sehr niedrigen Haushaltseinkommen im Startjahr 2025 für Kinder unter sechs Jahren bei 560 Euro liegen, für Kinder von sechs bis unter 14 Jahren bei 693 Euro und für Jugendliche bis unter 18 Jahren bei 827 Euro.

L.Bartos--TPP