The Prague Post - Habeck warnt vor "dramatischem" Fachkräftemangel und gibt verhaltenen Ausblick

EUR -
AED 4.300395
AFN 73.771059
ALL 95.492494
AMD 434.89817
ANG 2.095907
AOA 1074.953577
ARS 1644.938934
AUD 1.634616
AWG 2.109216
AZN 1.987981
BAM 1.958138
BBD 2.357996
BDT 143.970693
BGN 1.953303
BHD 0.441779
BIF 3483.645619
BMD 1.170973
BND 1.494872
BOB 8.089626
BRL 5.850417
BSD 1.170688
BTN 110.624157
BWP 15.833773
BYN 3.303116
BYR 22951.07702
BZD 2.354602
CAD 1.60219
CDF 2719.585571
CHF 0.923494
CLF 0.026528
CLP 1044.062825
CNY 8.006471
CNH 8.006964
COP 4232.635282
CRC 532.531374
CUC 1.170973
CUP 31.030793
CVE 110.541334
CZK 24.360698
DJF 208.105235
DKK 7.473618
DOP 69.380325
DZD 155.173427
EGP 61.862199
ERN 17.5646
ETB 184.281899
FJD 2.576488
FKP 0.864136
GBP 0.866514
GEL 3.155807
GGP 0.864136
GHS 13.044631
GIP 0.864136
GMD 86.133089
GNF 10278.215614
GTQ 8.944605
GYD 244.932486
HKD 9.177327
HNL 31.171228
HRK 7.533928
HTG 153.361827
HUF 363.996829
IDR 20276.573963
ILS 3.461361
IMP 0.864136
INR 110.910966
IQD 1533.975046
IRR 1541000.885095
ISK 143.198065
JEP 0.864136
JMD 184.460273
JOD 0.830222
JPY 186.903149
KES 151.176503
KGS 102.377731
KHR 4695.603381
KMF 492.97925
KPW 1053.871083
KRW 1728.280527
KWD 0.36018
KYD 0.975657
KZT 536.626229
LAK 25697.009943
LBP 104850.588697
LKR 373.172437
LRD 215.166524
LSL 19.362015
LTL 3.45758
LVL 0.70831
LYD 7.429809
MAD 10.838821
MDL 20.248006
MGA 4858.368407
MKD 61.641492
MMK 2459.090039
MNT 4211.235716
MOP 9.450044
MRU 46.838679
MUR 54.777669
MVR 18.091763
MWK 2038.664498
MXN 20.372418
MYR 4.626554
MZN 74.836877
NAD 19.379494
NGN 1610.04165
NIO 42.992293
NOK 10.920567
NPR 176.998852
NZD 1.998887
OMR 0.450237
PAB 1.170693
PEN 4.117123
PGK 5.087586
PHP 72.020714
PKR 326.379512
PLN 4.249872
PYG 7338.700835
QAR 4.266148
RON 5.09561
RSD 117.421743
RUB 88.20729
RWF 1710.20653
SAR 4.392081
SBD 9.398156
SCR 16.001437
SDG 703.173879
SEK 10.855111
SGD 1.495093
SHP 0.87425
SLE 28.835202
SLL 24554.720488
SOS 669.207686
SRD 43.870506
STD 24236.783483
STN 24.883183
SVC 10.244146
SYP 129.450246
SZL 19.37966
THB 38.18662
TJS 10.981514
TMT 4.104261
TND 3.376795
TOP 2.819423
TRY 52.775901
TTD 7.960438
TWD 36.947137
TZS 3053.456924
UAH 51.59397
UGX 4355.163524
USD 1.170973
UYU 46.204781
UZS 14133.64802
VES 567.475409
VND 30855.146912
VUV 138.439027
WST 3.194196
XAF 656.735632
XAG 0.015868
XAU 0.000255
XCD 3.164614
XCG 2.109902
XDR 0.817009
XOF 655.16
XPF 119.331742
YER 279.452944
ZAR 19.385053
ZMK 10540.165858
ZMW 22.21243
ZWL 377.05293
  • Goldpreis

    1.4000

    4609.8

    +0.03%

  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1703

    -0.13%

  • SDAX

    -79.4000

    17590.61

    -0.45%

  • DAX

    -65.2700

    24018.26

    -0.27%

  • TecDAX

    -55.1000

    3596.65

    -1.53%

  • MDAX

    -304.5500

    30057.46

    -1.01%

  • Euro STOXX 50

    -24.2200

    5836.1

    -0.42%

Habeck warnt vor "dramatischem" Fachkräftemangel und gibt verhaltenen Ausblick
Habeck warnt vor "dramatischem" Fachkräftemangel und gibt verhaltenen Ausblick

Habeck warnt vor "dramatischem" Fachkräftemangel und gibt verhaltenen Ausblick

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat einen verhaltenen Ausblick auf die diesjährige Wirtschaftsentwicklung gegeben und mittelfristig vor einer "dramatischen Fach- und Arbeitskräftelücke" gewarnt. Nötig seien mehr Gegenmaßnahmen, sagte er am Freitag in seiner Regierungserklärung zum Jahreswirtschaftsbericht und verwies neben der Qualifizierung auf die Fachkräftezuwanderung. Zugleich kritisierte er die Union für ihre geplante Klage gegen den Nachtragshaushalt. Habeck fing sich wiederum erneut Kritik am KfW-Förderstopp für energieeffiziente Gebäude ein.

Textgröße:

Im Zusatzkapitel des Jahreswirtschaftsberichts finde sich die für ihn "erschreckendste Zahl", nämlich dass zehn Prozent derjenigen, die eine Schule besuchen, diese ohne einen Abschluss wieder verlassen, sagte Habeck im Bundestag. "Das kann so nicht bleiben", fügte er hinzu. "Wenn wir über Fachkräftemangel reden, ist das die erste Aufgabe, die wir angehen müssen." Zudem leide die Wirtschaft mittelfristig unter einem "Investitionsstau" - es gebe zu lange Planungszeiten und die Genehmigungsverfahren dauerten zu lang.

Den Jahreswirtschaftsbericht 2022 hatte Habeck am Mittwoch nach dem Beschluss durch das Kabinett vorgestellt - darin zeigt sich die Regierung vorsichtig optimistisch und geht in diesem Jahr von einem Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent aus. Bei der Inflation rechnet sie mit im Schnitt hohen 3,3 Prozent.

Die Wirtschaft bewege sich indes in einer "Zeit, die viele Unsicherheiten bereithält", sagte Habeck. Die Corona-Krise sei nicht vorbei, wenn Inzidenzen zurückgingen, sondern die Folgen seien nach zwei Jahren "wirtschaftlicher Erlahmung" noch immer gravierend. An die Union gerichtet sagte der Minister, diese möge ihre Klage gegen den Nachtragshaushalt überdenken. "Sie schaden damit tatsächlich dem Aufschwung der deutschen Wirtschaft."

Der Haushalt sieht vor, dass der Energie- und Klimafonds (EKF) um 60 Milliarden Euro aufgestockt wird, um zusätzliche Investitionen in Klimaschutz und Digitalisierung zu finanzieren. Dazu werden nicht benötigte Kreditermächtigungen verwendet. Die Unionsfraktion hält das Vorgehen für verfassungswidrig und will vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

Habeck ging vor den Abgeordneten auch auf die Pläne ein, den Fokus künftig auf die Entwicklung hin zu einer "sozial-ökologischen Marktwirtschaft" zu legen. Er spricht sich dafür aus, dass die wirtschaftliche Erholung zugleich mit effektivem Klimaschutz und nachhaltigem Fortschritt einhergehen müsse, um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Es sei durchaus möglich, "das BIP-Wachstum von den Treibhausgasemissionen zu entkoppeln", sagte Habeck im Bundestag. Die sozial-ökologische Marktwirtschaft sei ein ausgewogenes Wachstumsmodell, das unter anderem auf eine höhere Binnennachfrage abziele, verteidigte er den Ansatz.

Der CDU-Politiker und Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn sagte, in Zeiten "großer wirtschaftlicher Unsicherheit" brauche die Wirtschaft Sicherheit und Vertrauen. Stattdessen würden tausende "Häuslebauer über Nacht verunsichert und vor den Kopf gestoßen", fügte er mit Blick auf die gestoppte KfW-Förderung hinzu. Zudem forderte Spahn den Wirtschaftsminister auf, einen Plan gegen die hohe Inflation und für ein stabiles Wachstum vorzulegen. "Wir wollen Taten sehen."

Die ehemalige Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) kritisierte ebenfalls, dass für tausende Menschen die "Träume von den eigenen vier Wänden" nun geplatzt seien. Der Förderstopp sei "nicht verlässlich und nicht nachhaltig". Klöckner warf der Regierung zudem Versuche einer "staatlichen Lenkung" vor. Die soziale Marktwirtschaft "ist und bleibt ein Erfolgsmodell".

Der Linken-Politiker Christian Leye begrüßte es als "Fortschritt", dass im Jahreswirtschaftsbericht die soziale Ungleichheit skizziert werde. Dies müsse jedoch auch Folgen für die Politik haben. Die wirtschaftliche Transformation müsse auch "aus der Perspektive der Menschen mit niedrigen Einkommen gedacht werden, damit sie nachhaltig sein kann".

C.Sramek--TPP