The Prague Post - Neue Datenschutzbeauftragte fordert anderen Umgang mit Einwilligungen im Netz

EUR -
AED 4.28945
AFN 73.571842
ALL 95.234633
AMD 433.475814
ANG 2.09023
AOA 1072.041347
ARS 1624.391249
AUD 1.63948
AWG 2.104962
AZN 1.985679
BAM 1.951191
BBD 2.352842
BDT 143.331446
BGN 1.948012
BHD 0.440853
BIF 3475.37759
BMD 1.167802
BND 1.49167
BOB 8.071934
BRL 5.862249
BSD 1.168141
BTN 110.739429
BWP 15.789637
BYN 3.28933
BYR 22888.911546
BZD 2.349451
CAD 1.598171
CDF 2709.29965
CHF 0.923947
CLF 0.026847
CLP 1056.61498
CNY 7.984784
CNH 7.995079
COP 4246.173364
CRC 531.245179
CUC 1.167802
CUP 30.946743
CVE 110.238003
CZK 24.385326
DJF 207.542203
DKK 7.473761
DOP 69.192348
DZD 154.731664
EGP 61.902945
ERN 17.517024
ETB 183.782725
FJD 2.577453
FKP 0.864315
GBP 0.866456
GEL 3.147281
GGP 0.864315
GHS 13.009401
GIP 0.864315
GMD 85.836974
GNF 10250.380504
GTQ 8.924881
GYD 244.401668
HKD 9.151303
HNL 31.08704
HRK 7.532207
HTG 152.998612
HUF 365.531834
IDR 20288.217362
ILS 3.471232
IMP 0.864315
INR 110.84078
IQD 1529.820108
IRR 1536243.017503
ISK 143.803427
JEP 0.864315
JMD 183.177328
JOD 0.827996
JPY 187.244728
KES 150.771721
KGS 102.100071
KHR 4682.884489
KMF 491.64417
KPW 1050.982522
KRW 1739.416936
KWD 0.359648
KYD 0.973496
KZT 541.071968
LAK 25627.405944
LBP 104635.024073
LKR 373.228421
LRD 214.583882
LSL 19.309587
LTL 3.448215
LVL 0.706391
LYD 7.409667
MAD 10.809464
MDL 20.110412
MGA 4845.208656
MKD 61.610792
MMK 2452.359542
MNT 4179.42903
MOP 9.430026
MRU 46.711865
MUR 54.630429
MVR 18.042542
MWK 2033.142946
MXN 20.457169
MYR 4.615735
MZN 74.634209
NAD 19.32738
NGN 1603.543663
NIO 42.875791
NOK 10.88359
NPR 177.182729
NZD 2.003478
OMR 0.449007
PAB 1.168141
PEN 4.105967
PGK 5.073806
PHP 72.145608
PKR 325.495479
PLN 4.260432
PYG 7267.83311
QAR 4.254594
RON 5.101777
RSD 117.409615
RUB 87.268186
RWF 1705.574251
SAR 4.379685
SBD 9.3727
SCR 16.566391
SDG 701.272768
SEK 10.875182
SGD 1.495884
SHP 0.871882
SLE 28.757092
SLL 24488.211373
SOS 667.396854
SRD 43.746999
STD 24171.135535
STN 24.815784
SVC 10.221856
SYP 129.316627
SZL 19.32667
THB 38.282925
TJS 10.951585
TMT 4.093145
TND 3.367648
TOP 2.811786
TRY 52.631242
TTD 7.943238
TWD 36.957187
TZS 3030.445445
UAH 51.488383
UGX 4351.721074
USD 1.167802
UYU 46.490188
UZS 14095.365366
VES 565.93834
VND 30778.57922
VUV 138.235209
WST 3.171604
XAF 654.408461
XAG 0.016386
XAU 0.000257
XCD 3.156043
XCG 2.105327
XDR 0.814796
XOF 653.381544
XPF 119.331742
YER 278.695642
ZAR 19.627206
ZMK 10511.623057
ZMW 22.04892
ZWL 376.031642
  • DAX

    -63.7000

    23954.56

    -0.27%

  • Euro STOXX 50

    -19.6200

    5816.48

    -0.34%

  • Goldpreis

    -68.9000

    4539.5

    -1.52%

  • MDAX

    -46.6800

    30010.78

    -0.16%

  • TecDAX

    28.3000

    3624.95

    +0.78%

  • SDAX

    50.9600

    17641.57

    +0.29%

  • EUR/USD

    -0.0036

    1.1682

    -0.31%

Neue Datenschutzbeauftragte fordert anderen Umgang mit Einwilligungen im Netz
Neue Datenschutzbeauftragte fordert anderen Umgang mit Einwilligungen im Netz / Foto: Oli SCARFF - AFP

Neue Datenschutzbeauftragte fordert anderen Umgang mit Einwilligungen im Netz

Die neue Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider sieht große Herausforderungen für die Sicherheit von personenbezogenen Daten bei fortschreitender Digitalisierung. Diese würden damit "zahlreicher, als sie ohnehin schon sind", sagte Specht-Riemenschneider nach ihrer Ernennung am Dienstag in Berlin. Sie wünsche sich etwa einen anderen gesetzlichen Umgang mit Datenschutzerklärungen im Netz. Handlungsbedarf sieht sie auch bei der Künstlichen Intelligenz (KI), der Datennutzung durch Sicherheitsbehörden und im Gesundheitsbereich.

Textgröße:

Am Dienstag war die parteilose 39-Jährige von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ernannt worden. Als Datenschutzbeauftragte sind sie und ihre Behörde zuständig für die Einhaltung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung bei öffentlichen Stellen und Unternehmen. Der Bundestag hatte die Bonner Zivilrechtsprofessorin bereits Mitte Mai gewählt. Ihre Amtszeit beträgt fünf Jahre, eine Verlängerung ist möglich. Specht-Riemenschneider ist die bisher jüngste Amtsinhaberin und die zweite Frau auf dem 1978 geschaffenen Posten.

Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt als Datenschutzbeauftragte mahnte Specht-Riemenschneider bei einer Pressekonferenz einen verbrauchernahen Umgang mit Datenschutzerklärungen im Netz an. Diese seien oft zu lang, unübersichtlich und unverständlich. Sie wünsche sich, dass der Gesetzgeber hier Verantwortung übernehme und "mehr rote Linien" ziehe. Möglich seien etwa abgestufte Informationen und Piktogramme in den Erklärungen, die Grundlage für die Erhebung der meisten Daten auf Internetseiten sind.

Insgesamt stehe sie für "einen Datenschutz, der rote Linien klar aufzeigt, aber unterhalb dieser roten Linien konstruktive Lösungen" anbiete, sagte Specht-Riemenschneider. "Ich will noch früher und intensiver in den Dialog mit Gesellschaft, Gesetzgeber, Forschung und Wirtschaft kommen, um eine grundrechtssensible Digitalisierung zu ermöglichen." Sie wolle ein "'So geht's' zum Leitgedanken machen", sagte Specht-Riemenschneider. "Ich möchte dafür zuhören, möchte erklären, mitnehmen und Prozesse mitgestalten, statt auf die Rolle der Neinsagerin beschränkt zu werden."

Die Expertin für Urheber- und Datenrecht sowie informationelle Selbstbestimmung löst den SPD-Politiker Ulrich Kelber ab. Dessen fünfjährige Amtszeit war zum Jahreswechsel ausgelaufen. Die Ampel-Regierung schlug den SPD-Politiker nicht erneut vor und einigte sich erst nach monatelanger Unklarheit auf die parteilose Juristin Specht-Riemenschneider. FDP und Grüne hatten das Vorschlagsrecht für die Personalie.

Für ihr Amt sieht sie mit der Gesundheit, der KI und der Sicherheit drei große Themenfelder. Bei der Gesundheit würden "Datenschutz und Digitalisierung oft gegeneinander gedacht", monierte Specht-Riemenschneider. Gerade hier sei es "extrem wichtig, Datenschutz von vornherein mitzudenken", da "besonders sensible, personenbezogene Daten von uns allen verarbeitet werden, die auch ein besonderes Angriffspotenzial bieten".

In der Künstlichen Intelligenz sieht sie große Anwendungsmöglichkeiten, auch etwa in der Gesundheit. Die KI berge aber ebenso "erhebliche Datenschutzrisiken".

Bei der Sicherheit mahnte Specht-Riemenschneider die Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden zur Einhaltung des Datenschutzes. Das "Risikopotenzial eines falschen Verdachts" steige, je mehr Daten erhoben würden, sagte sie. "Der Preis unserer Sicherheit darf niemals unsere Freiheit sein". Gleichzeitig müsse aber die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet werden.

Der Präsident des Branchenverbandes Bitkom, Ralf Wintergerst, begrüßt, "dass mit Louisa Specht-Riemenschneider eine ausgewiesene Datenschutzexpertin an die Spitze rückt". Die Datenschutzbeauftragte habe "große Ermessensspielräume und sie ist eine gewichtige Stimme in der öffentlichen Diskussion um den Datenschutz". Es müsse nun "weiterhin darum gehen, die Risiken der Datennutzung zu minimieren und gleichzeitig ihren Nutzen zu maximieren".

M.Soucek--TPP