The Prague Post - Opferbeauftragte fordert Entschädigung für DDR-Vertragsarbeiter aus Mosambik

EUR -
AED 4.251414
AFN 74.088646
ALL 95.026994
AMD 426.531394
ANG 2.072633
AOA 1062.709062
ARS 1653.556927
AUD 1.643668
AWG 2.085509
AZN 1.979337
BAM 1.955944
BBD 2.331272
BDT 142.370479
BGN 1.957423
BHD 0.436232
BIF 3438.353075
BMD 1.157635
BND 1.486109
BOB 7.998589
BRL 5.859372
BSD 1.157485
BTN 110.036099
BWP 15.582147
BYN 3.202536
BYR 22689.650041
BZD 2.327971
CAD 1.619821
CDF 2656.772889
CHF 0.922126
CLF 0.026528
CLP 1047.547103
CNY 7.838927
CNH 7.828265
COP 4043.497616
CRC 526.538755
CUC 1.157635
CUP 30.677333
CVE 110.273117
CZK 24.139001
DJF 206.125172
DKK 7.4747
DOP 67.965002
DZD 154.105343
EGP 60.02201
ERN 17.364528
ETB 182.392825
FJD 2.565199
FKP 0.863463
GBP 0.863585
GEL 3.073522
GGP 0.863463
GHS 12.847946
GIP 0.863463
GMD 84.50781
GNF 10139.746322
GTQ 8.823649
GYD 242.167824
HKD 9.070656
HNL 30.951278
HRK 7.540604
HTG 151.341139
HUF 352.573434
IDR 20581.943621
ILS 3.381244
IMP 0.863463
INR 110.103268
IQD 1516.311606
IRR 1592764.232717
ISK 144.299122
JEP 0.863463
JMD 183.473504
JOD 0.820785
JPY 185.381395
KES 149.891033
KGS 101.234862
KHR 4650.342282
KMF 493.152399
KPW 1041.872091
KRW 1757.313026
KWD 0.357107
KYD 0.964671
KZT 566.011661
LAK 25487.876001
LBP 103658.729662
LKR 388.048562
LRD 210.665506
LSL 18.853788
LTL 3.418196
LVL 0.700242
LYD 7.377543
MAD 10.720589
MDL 20.215488
MGA 4830.355532
MKD 61.649538
MMK 2429.813096
MNT 4141.891345
MOP 9.342188
MRU 45.907379
MUR 54.698502
MVR 17.897579
MWK 2007.147733
MXN 19.929268
MYR 4.697217
MZN 73.965579
NAD 18.853788
NGN 1574.962017
NIO 42.593135
NOK 11.033664
NPR 176.057959
NZD 1.985315
OMR 0.444823
PAB 1.157485
PEN 3.93649
PGK 5.068373
PHP 70.350654
PKR 322.044804
PLN 4.245604
PYG 7087.521668
QAR 4.231411
RON 5.239574
RSD 117.368639
RUB 83.884597
RWF 1699.825113
SAR 4.345525
SBD 9.313839
SCR 16.282398
SDG 695.164432
SEK 10.919853
SGD 1.486438
SHP 0.864292
SLE 28.535684
SLL 24275.035698
SOS 661.548692
SRD 43.422315
STD 23960.711512
STN 24.501803
SVC 10.127745
SYP 127.955848
SZL 18.838387
THB 38.054946
TJS 10.787894
TMT 4.0633
TND 3.39585
TOP 2.787308
TRY 53.552008
TTD 7.862579
TWD 36.606161
TZS 3038.423639
UAH 51.866118
UGX 4340.319463
USD 1.157635
UYU 46.753441
UZS 13863.020369
VES 673.694884
VND 30457.382275
VUV 136.802146
WST 3.175961
XAF 656.005284
XAG 0.017016
XAU 0.000275
XCD 3.128567
XCG 2.086054
XDR 0.81586
XOF 656.005284
XPF 119.331742
YER 276.230362
ZAR 18.868354
ZMK 10420.122858
ZMW 20.221488
ZWL 372.758064
  • Goldpreis

    81.1000

    4319.9

    +1.88%

  • MDAX

    627.0000

    32083.1

    +1.95%

  • EUR/USD

    0.0034

    1.1616

    +0.29%

  • DAX

    425.6000

    24635.3

    +1.73%

  • TecDAX

    51.7500

    3979.5

    +1.3%

  • Euro STOXX 50

    130.6700

    6187.63

    +2.11%

  • SDAX

    350.1000

    18377.2

    +1.91%

Opferbeauftragte fordert Entschädigung für DDR-Vertragsarbeiter aus Mosambik
Opferbeauftragte fordert Entschädigung für DDR-Vertragsarbeiter aus Mosambik / Foto: STR - AFP/Archiv

Opferbeauftragte fordert Entschädigung für DDR-Vertragsarbeiter aus Mosambik

Rund 20.000 Menschen aus dem afrikanischen Staat Mosambik haben als so genannte Vertragsarbeiter in der DDR gearbeitet. Viele von ihnen warten heute noch auf ihren Lohn, weil die DDR damals einen Teil der Gehälter ohne ihre Zustimmung einbehalten hat - zur Tilgung der mosambikanischen Staatsschulden. Die SED-Opferbeauftragte des Bundestages, Evelyn Zupke, stellte am Montag eine neue Initiative vor: Deutschland müsse das Unrecht anerkennen und die Betroffenen entschädigen.

Textgröße:

"Das ist Unrecht, das von deutschem Boden ausging", sagte Zupke in Berlin. "Es war der SED-Staat, der ganz bewusst die Menschen getäuscht hat, der ihnen Rechte genommen hat und der sie ausgebeutet hat", sagte sie. Es gehe hier um Menschen, "die tiefe Narben durch das Wirken der SED-Diktatur durch ihr Leben tragen". Deutschland müsse sich zu "dieser historischen Verantwortung bekennen".

Die am Montag vorgestellte Initiative hat zum Ziel, dass der Bundestag in einer Entschließung das Unrecht an den mosambikanischen Vertragsarbeitern anerkennt und aus dem Bundeshaushalt einen Entschädigungsfonds für die rund 10.000 noch lebenden Betroffenen finanziert. "Es würde auf eine Pauschalentschädigung hinauslaufen", sagte Zupke. Die individuellen Lohnansprüche ließen sich nach mehr als 30 Jahren nicht mehr rekonstruieren.

Eine Summe wollte Zupke nicht nennen. Michael Windfuhr vom Vorstand des Deutschen Instituts für Menschenrechte, das die Initiative unterstützt, schlug einen Betrag von 50 Millionen Euro vor. Die Betroffenen sollten - gestaffelt nach dem individuell erlittenen Unrecht - jeder 4000 bis 6000 Euro erhalten. "Das ist keine Summe, die den Haushalt sprengen würde", sagte Windfuhr. "Es ist die Geste, auf die es ankommt."

Die DDR hatte seit den späten 1970-er Jahren so genannte Vertragsarbeiter aus dem damals marxistisch regierten Mosambik - und anderen sozialistischen "Bruderstaaten" - angeworben, um dem Arbeitskräftemangel in der DDR entgegenzuwirken. Ihnen wurde eine Ausbildung und Lohn versprochen.

Oftmals wurden die Mosambikanerinnen und Mosambikaner dann aber in besonders beschwerlichen Branchen wie dem Tagebau oder der Fleischindustrie eingesetzt. Von dem versprochenen Lohn erhielten sie allenfalls einen Teil, weil die DDR den anderen Teil einbehielt als Abzahlung für die Schulden, die Mosambik bei der DDR hatte. Viele Betroffene kehrten nach dem Ende der DDR 1990 auch gänzlich ohne Lohn in ihre Heimat zurück.

"Ich fühle mich bis heute von beiden Ländern betrogen", sagte am Montag der ehemalige mosambikanische Vertragsarbeiter David Mocou, der von 1979 bis 1991 im Tagebau in Hoyerswerda gearbeitet hatte. Dort sei er 1991 zum Ziel rassistischer Übergriffe geworden und dann ohne Lohn nach Mosambik zurückgekehrt. Auch Leistungen aus der Sozialversicherung, in die er eingezahlt hatte, habe er nicht bekommen, berichtete er auf der Pressekonferenz.

"Wir haben Schulter an Schulter mit unseren deutschen Kollegen im Tagebau zwölf Stunden am Tag gearbeitet", betonte Mocou. "Wir haben dann erfahren, dass mit unserem Geld die Staatsschulden verrechnet wurden ohne unsere Kenntnis." Von der mosambikanischen Regierung sei keine Hilfe gekommen: "Wenn wir fragen, dann kommen die mit dem Gewehr und machen mit uns, was sie wollen", sagte Mocou. "Wir bitten das deutsche Volk um Unterstützung."

Nach der Wiedervereinigung überwies die Bundesrepublik im Jahr 1993 rund 75 Millionen Mark (38,4 Millionen Euro) als Pauschalzahlung für die Leistungen der Vertragsarbeiter an den mosambikanischen Staat. Bei den Betroffenen kam davon aber wenig an. Da Geld sei "zum großen Teil im Sumpf eines korrupten Staats versickert", sagte Opferbeauftragte Zupke. "Die meisten Betroffenen hat nichts erreicht."

A.Slezak--TPP