The Prague Post - Warnungen vor Holocaust-Relativierung bei Gedenken an Befreiung von Bergen-Belsen

EUR -
AED 4.314625
AFN 76.93948
ALL 96.739599
AMD 445.297082
ANG 2.102768
AOA 1077.180698
ARS 1678.923786
AUD 1.717354
AWG 2.116184
AZN 1.995653
BAM 1.962816
BBD 2.365354
BDT 143.663495
BGN 1.97272
BHD 0.442839
BIF 3477.048793
BMD 1.174679
BND 1.507349
BOB 8.132653
BRL 6.210877
BSD 1.174398
BTN 107.527469
BWP 15.609797
BYN 3.321759
BYR 23023.701467
BZD 2.362022
CAD 1.619847
CDF 2560.799435
CHF 0.928137
CLF 0.025946
CLP 1024.496297
CNY 8.180345
CNH 8.181672
COP 4274.585113
CRC 579.571559
CUC 1.174679
CUP 31.128984
CVE 110.660061
CZK 24.254706
DJF 208.763872
DKK 7.469499
DOP 74.115286
DZD 152.348982
EGP 55.267481
ERN 17.62018
ETB 183.251535
FJD 2.657713
FKP 0.874834
GBP 0.870567
GEL 3.15407
GGP 0.874834
GHS 12.774619
GIP 0.874834
GMD 86.341223
GNF 10287.771515
GTQ 9.007659
GYD 245.69249
HKD 9.158923
HNL 30.976875
HRK 7.534507
HTG 153.845962
HUF 381.839862
IDR 19781.823339
ILS 3.684409
IMP 0.874834
INR 107.579244
IQD 1538.492475
IRR 49483.338159
ISK 146.024034
JEP 0.874834
JMD 184.920962
JOD 0.832815
JPY 185.949255
KES 151.533412
KGS 102.725842
KHR 4726.875119
KMF 495.714717
KPW 1057.11835
KRW 1718.572434
KWD 0.36072
KYD 0.978707
KZT 594.271572
LAK 25375.403019
LBP 105164.216219
LKR 363.808811
LRD 216.664132
LSL 19.045439
LTL 3.468521
LVL 0.710551
LYD 7.474525
MAD 10.782895
MDL 20.046372
MGA 5419.092632
MKD 61.83734
MMK 2466.796661
MNT 4190.016543
MOP 9.432211
MRU 46.54637
MUR 54.17176
MVR 18.160014
MWK 2036.348492
MXN 20.543749
MYR 4.745875
MZN 75.073836
NAD 19.045439
NGN 1669.86386
NIO 43.211877
NOK 11.583277
NPR 172.05424
NZD 1.988948
OMR 0.451683
PAB 1.174337
PEN 3.941152
PGK 5.020925
PHP 69.337171
PKR 328.602122
PLN 4.197785
PYG 7914.287988
QAR 4.293035
RON 5.09223
RSD 117.40677
RUB 89.264978
RWF 1712.761525
SAR 4.404832
SBD 9.550391
SCR 16.51895
SDG 706.569603
SEK 10.580648
SGD 1.504752
SHP 0.881313
SLE 28.894029
SLL 24632.423012
SOS 669.95183
SRD 44.891527
STD 24313.476311
STN 24.587884
SVC 10.275685
SYP 12991.446466
SZL 19.041981
THB 36.508607
TJS 10.956756
TMT 4.123122
TND 3.428254
TOP 2.828344
TRY 50.833285
TTD 7.972496
TWD 37.110472
TZS 2989.556447
UAH 50.747771
UGX 4104.425837
USD 1.174679
UYU 44.900296
UZS 14236.886812
VES 407.42439
VND 30858.220698
VUV 141.556518
WST 3.250161
XAF 658.307181
XAG 0.01218
XAU 0.000239
XCD 3.174628
XCG 2.116556
XDR 0.819868
XOF 658.293121
XPF 119.331742
YER 279.925265
ZAR 18.958902
ZMK 10573.499151
ZMW 23.457646
ZWL 378.246045
  • MDAX

    741.7400

    31687.04

    +2.34%

  • SDAX

    620.8900

    18345.85

    +3.38%

  • DAX

    295.4900

    24856.47

    +1.19%

  • Goldpreis

    75.3000

    4912.8

    +1.53%

  • Euro STOXX 50

    73.2900

    5956.17

    +1.23%

  • TecDAX

    63.4900

    3704.99

    +1.71%

  • EUR/USD

    0.0057

    1.1747

    +0.49%

Warnungen vor Holocaust-Relativierung bei Gedenken an Befreiung von Bergen-Belsen
Warnungen vor Holocaust-Relativierung bei Gedenken an Befreiung von Bergen-Belsen / Foto: FOCKE STRANGMANN - AFP/Archiv

Warnungen vor Holocaust-Relativierung bei Gedenken an Befreiung von Bergen-Belsen

Mit Warnungen vor einer Relativierung des Holocausts ist am Sonntag in Niedersachsen der Befreiung des NS-Konzentrationslagers Bergen-Belsen durch britische Truppen vor 80 Jahren gedacht worden. "80 Jahre nach dem Grauen der Schoa droht der Blick auf die Geschichte zu verblassen", sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, bei der Gedenkzeremonie. "Wir erleben tagtäglich Relativierungen dieses unvorstellbaren Verbrechens - auch in deutschen Parlamenten".

Textgröße:

An der Gedenkveranstaltung in dem ehemaligen Konzentrationslager in der Lüneburger Heide nahmen auch die britische Vizepremierministerin Angela Rayner, der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, sowie Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) teil. In Bergen-Belsen starben während des Zweiten Weltkriegs mindestens rund 20.000 Kriegsgefangene und 52.000 zumeist jüdische KZ-Häftlinge, darunter das für sein Tagebuch weltbekannte Mädchen Anne Frank.

Deutschlandweit wird in diesen Tagen in dichter Folge der Befreiung von NS-Konzentrationslagern durch alliierte Truppen kurz vor Kriegsende 1945 gedacht - darunter am Sonntag auch im bayerischen Flossenbürg. Kommenden Sonntag wird in den früheren Konzentrationslagern im bayerischen Dachau und Sachsenhausen in Brandenburg des 80. Jahrestags der Befreiung gedacht.

Deutschland stehe 80 Jahre nach dem Holocaust "an einer Wegmarke unserer Erinnerungskultur", sagte Schuster. Immer weniger Zeitzeugen seien noch am Leben, immer mehr Menschen in Deutschland hätten keinen familiären Bezug zur NS-Zeit. Die Folge sei "steigende Indifferenz". 40 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen wüssten nicht, dass sechs Millionen Juden im Holocaust getötet wurden.

Niedersachsen Ministerpräsident Weil sagte, für Deutschland sei das "Nie wieder" eine "besondere Verpflichtung". Der Auftrag, Gedenken und Erinnerung an die Ermordung von Millionen Menschen wach zu halten, sei unvermindet aktuell. Denn auch in Deutschland gebe es heute wieder Rassismus und Antisemitismus.

In Bergen-Belsen waren zunächst vor allem sowjetische Kriegsgefangene und später insbesondere jüdische KZ-Häftlinge unter extrem lebensfeindlichen Bedingungen eingesperrt. Zehntausende starben dort an Hunger, Seuchen und Kälte. Als britische Truppen Bergen-Belsen am 15. April erreichen, fanden sie tausende unbestattete Leichen und tausende todkranke Menschen, die nicht mehr zu retten waren. Bilder aus dem befreiten Lager gingen um die Welt und wurden zu einem der ersten Belege für die NS-Vernichtungspolitik.

Vor der Gedenkveranstaltung kündigten nach Angaben der Landesregierung in Hannover einige Vertreter von Verbänden Protestaktionen an, teilweise mit Verweis auf das israelische Vorgehen im Gazastreifen. Die Landesregierung ist Mitveranstalter des Gedenkens. Bei den Protestierenden handelte es sich demnach um Kinder von Überlebenden sowie Vertreter eines jüdischen Vereins.

In einer vorab verbreiteten Erklärung begründete der in Berlin ansässige Verein Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost seine Kritik mit der Beteiligung britischer und israelischer Regierungsvertreter. Dieses sei der Versuch einer politischen Instrumentalisierung der Gedenkfeier.

Die Organisatoren um die Landesregierung baten vorab um Rücksicht auf die im Mittelpunkt des Gedenkens stehenden Überlebenden und ihre Angehörigen, von denen insgesamt 56 anwesend sein sollten. "Bei allem Respekt vor der Meinungsfreiheit bitten wir, die Ehre der Toten zu achten", teilte diese mit. Als Veranstalter behielten sie sich vor, Aktionen "zu unterbinden".

Y.Havel--TPP