The Prague Post - Aktivisten bei COP27 fordern von Biden nach Midterms entschiedene Klimapolitik

EUR -
AED 4.179278
AFN 74.537554
ALL 93.555728
AMD 416.115961
AOA 1043.539341
ARS 1706.700655
AUD 1.639535
AWG 2.048388
AZN 1.942865
BAM 1.954432
BBD 2.291516
BDT 140.45166
BHD 0.429101
BIF 3399.005182
BMD 1.137993
BND 1.47029
BOB 12.942166
BRL 5.827433
BSD 1.137713
BTN 108.765324
BWP 15.652247
BYN 3.320419
BYR 22304.666923
BZD 2.288218
CAD 1.60502
CDF 2588.934431
CHF 0.933149
CLF 0.027026
CLP 1063.685539
CNY 7.705636
CNH 7.703122
COP 3652.525768
CRC 517.742042
CUC 1.137993
CUP 30.15682
CVE 110.188333
CZK 24.189924
DJF 202.610808
DKK 7.474925
DOP 66.003786
DZD 151.764091
EGP 57.731764
ERN 17.069898
ETB 183.638229
FJD 2.542502
FKP 0.855103
GBP 0.85638
GEL 2.987273
GGP 0.855103
GHS 13.305859
GIP 0.855103
GMD 83.642027
GNF 9988.050543
GTQ 8.680884
GYD 237.996499
HKD 8.924882
HNL 30.482657
HRK 7.532494
HTG 148.755845
HUF 362.144718
IDR 20564.675304
ILS 3.484171
IMP 0.855103
INR 108.867771
IQD 1490.456426
IRR 1564882.913665
ISK 142.593106
JEP 0.855103
JMD 179.834085
JOD 0.806836
JPY 186.266326
KES 147.313545
KGS 99.517433
KHR 4599.839957
KMF 492.751328
KRW 1652.912603
KWD 0.353572
KYD 0.948149
KZT 542.83231
LAK 25799.162886
LBP 101886.452713
LKR 382.222379
LRD 205.939427
LSL 19.077742
LTL 3.360198
LVL 0.688361
LYD 7.294924
MAD 10.674573
MDL 20.132169
MGA 4917.600053
MKD 61.477226
MMK 2389.061563
MNT 4093.171941
MOP 9.191326
MRU 45.487151
MUR 53.918088
MVR 17.582019
MWK 1972.844676
MXN 19.884827
MYR 4.65382
MZN 72.710067
NAD 19.077742
NGN 1553.656122
NIO 41.870867
NOK 10.998584
NPR 174.026446
NZD 1.970634
OMR 0.437545
PAB 1.137708
PEN 3.862596
PGK 5.092457
PHP 69.883752
PKR 315.979061
PLN 4.327048
PYG 6833.215582
QAR 4.148196
RON 5.235109
RSD 117.364583
RUB 90.471633
RWF 1674.749464
SAR 4.275857
SBD 9.196243
SCR 15.337763
SDG 682.79594
SEK 11.052224
SGD 1.471021
SLE 27.567877
SOS 650.253283
SRD 43.07475
STD 23554.161855
STN 24.483073
SVC 9.955073
SZL 19.072562
THB 38.151254
TJS 10.501486
TMT 3.982976
TND 3.372539
TRY 53.93813
TTD 7.728657
TWD 36.910015
TZS 2998.645793
UAH 51.010008
UGX 4249.043613
USD 1.137993
UYU 45.758163
UZS 13695.410873
VES 845.865918
VND 29954.82628
VUV 135.672436
WST 3.13413
XAF 655.506674
XAG 0.019733
XAU 0.000282
XCD 3.075483
XCG 2.050473
XDR 0.815007
XOF 655.500917
XPF 119.331742
YER 271.126434
ZAR 19.057887
ZMK 10243.30542
ZMW 21.247497
ZWL 366.433349
  • Euro STOXX 50

    -22.1900

    6267.32

    -0.35%

  • DAX

    44.0800

    25508.09

    +0.17%

  • MDAX

    22.8400

    32418.16

    +0.07%

  • TecDAX

    16.9200

    3854.03

    +0.44%

  • SDAX

    260.1400

    18612.69

    +1.4%

  • Goldpreis

    -6.2000

    4092.4

    -0.15%

  • EUR/USD

    -0.0009

    1.1386

    -0.08%

Aktivisten bei COP27 fordern von Biden nach Midterms entschiedene Klimapolitik
Aktivisten bei COP27 fordern von Biden nach Midterms entschiedene Klimapolitik / Foto: JOSEPH EID - AFP

Aktivisten bei COP27 fordern von Biden nach Midterms entschiedene Klimapolitik

Der Ausgang der Kongresswahlen in den USA hat am Mittwoch auch die Teilnehmer der Weltklimakonferenz in Scharm el-Scheich beschäftigt. Nachdem die Demokraten von US-Präsident Joe Biden nicht so schlecht abgeschnitten hätten wie befürchtet, müsse er nun als "Klima-Präsident" agieren, forderte die US-Umweltorganisation Center for Biological Diversity. Harjeet Singh vom Climate Action Network kritisierte, dass die USA auch unter Biden als "Quertreiber" bei den Klimaverhandlungen aufträten.

Textgröße:

Es wäre "ein katastrophaler Fehler, wenn Präsident Biden nicht die tatsächlich einmalig im Universum bestehende Gelegenheit nutzen würde, der Klima-Präsident zu sein, den die Welt braucht", sagte Jean Su vom Center for Biological Diversity. Biden müsse den Ausstieg der USA aus den fossilen Energien bewirken.

Su und andere Aktivisten zeigten sich optimistisch, dass Bidens 370-Milliarden-Dollar-Paket für Energiesicherheit und Klimaschutz auch dann Bestand hat, wenn die Republikaner in einer oder beiden Kongresskammern die Mehrheit erringen. Außerdem begrüßten sie, dass sich bei den als Midterms bezeichneten Kongree-Zwischenwahlen viele ausdrücklich klimafreundliche Politiker durchgesetzt hätten.

Der Chef der einflussreichen Nichtregierungsorganisation Sierra Club, Ramon Cruz, erinnerte allerdings daran, dass mit Ex-Präsident Donald Trump "ein großer Klima-Leugner" bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 antreten könnte. Unter Trump waren die USA aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen, Biden hatte dies unmittelbar nach seiner Amtsübernahme rückgängig gemacht.

Climate-Action-Network-Vertreter Singh kritisierte, auch unter Biden hätten die USA einen Finanzierungsmechanismus zur Bewältigung von Klimaschäden in Entwicklungsländern verhindert. Washington müsse seinen Kurs ändern und "konstruktiver" bei den UN-Klimaverhandlungen auftreten.

Dort stand am Nachmittag das Thema Klimafinanzierung mit den ersten Verhandlungen auf Ministerebene auf der Tagesordnung. 2009 hatten die Industriestaaten den Entwicklungsländern zugesagt, ihnen spätestens ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Erderhitzung bereitzustellen.

Tatsächlich blieben die Zahlungen der Industriestaaten bislang deutlich darunter. Bei den Verhandlungen am Mittwoch ging es nun darum, ein neues Finanzierungsziel für die Zeit nach 2025 festzulegen.

Ein neuer Klimafinanzierungsansatz sind die sogenannten Just Transition Energy Partnerships (JETP), die einen schnelleren und sozial gerechten Übergang von Entwicklungs- und Schwellenländern zu einer klimafreundlichen Wirtschaft ermöglichen sollen. Deutschland schloss eine solche Energiewende-Partnerschaft 2021 mit Südafrika, das noch rund 80 Prozent seines Stroms mit Kohle erzeugt.

Am Mittwoch wurde in Scharm el-Scheich verkündet, dass Deutschland und Frankreich im Rahmen des JETP-Projekts jeweils 300 Millionen Euro bereitstellen. Beide Länder wollen Südafrikas Kohleausstieg zusammen mit der EU, Großbritannien und den USA in den kommenden Jahren mit Krediten mit einem Gesamtumfang von 8,5 Milliarden Dollar fördern.

In Brüssel einigten sich derweil die Unterhändler der EU-Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments auf einen geringeren Treibhausgas-Ausstoß in bestimmten Bereichen wie Verkehr und Gebäude. Laut der nun vereinbarten sogenannten Lastenverteilungsordnung dürfen die einzelnen Länder jeweils weniger Treibhausgase ausstoßen. Das jeweilige nationale Emissionsbudget wird auf Grundlage der Wirtschaftskraft des jeweiligen Mitgliedsstaates festgelegt.

In den Bereichen Straßen- und Schiffsverkehr, Gebäude sowie Landwirtschaft und Abfall soll die gesamte EU bis 2030 laut der Vereinbarung 40 Prozent weniger Treibhausgasemissionen ausstoßen als 2005. Für Deutschland wurde das Reduktionsziel von 38 Prozent auf 50 Prozent bis 2030 angehoben.

Dass die Erderhitzung auch für Europa lebensgefährlich Folgen hat, machte am Mittwoch die Europäische Umweltagentur (EEA) deutlich. Ohne Maßnahmen gegen den Klimawandel werde es am Ende des Jahrhundert jährlich rund 90.000 Hitzetote in Europa geben, erklärte die EEA ausgehend von einer Erderwärmung bis 2100 um drei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. "Bei einer globalen Erwärmung von 1,5 Grad reduziert sich die Zahl auf 30.000 Todesfälle jährlich", hieß es weiter.

W.Urban--TPP