The Prague Post - Streit um "grüne Verbrenner" und Atomkraft prägt EU-Gipfel in Brüssel

EUR -
AED 4.119861
AFN 72.348922
ALL 90.821276
AMD 405.32556
ANG 2.007544
AOA 1028.569136
ARS 1709.706642
AUD 1.606767
AWG 2.019002
AZN 1.905101
BAM 1.95408
BBD 2.257273
BDT 138.636122
BGN 1.960486
BHD 0.423335
BIF 3359.394868
BMD 1.121668
BND 1.433757
BOB 13.095649
BRL 5.668014
BSD 1.120694
BTN 106.332305
BWP 15.36668
BYN 3.343797
BYR 21984.687619
BZD 2.253976
CAD 1.581283
CDF 2594.967176
CHF 0.926279
CLF 0.027958
CLP 1100.33292
CNY 7.505306
CNH 7.495388
COP 3556.595273
CRC 509.042876
CUC 1.121668
CUP 26.897965
CVE 110.167051
CZK 24.327405
DJF 199.343213
DKK 7.474452
DOP 68.928102
DZD 150.784704
EGP 60.461928
ERN 16.825016
ETB 183.063108
FJD 2.534352
FKP 0.841977
GBP 0.842765
GEL 2.904794
GGP 0.841977
GHS 13.096648
GIP 0.841977
GMD 82.439846
GNF 9920.135879
GTQ 8.568458
GYD 234.43679
HKD 8.803129
HNL 30.084118
HRK 7.535029
HTG 146.608345
HUF 362.636545
IDR 20243.859293
ILS 3.481095
IMP 0.841977
INR 106.450923
IQD 1699.074221
IRR 2014377.841555
ISK 136.203849
JEP 0.841977
JMD 178.103238
JOD 0.795243
JPY 177.720961
KES 145.559269
KGS 98.089896
KHR 4563.044742
KMF 493.534233
KPW 1009.500919
KRW 1493.668784
KWD 0.348738
KYD 0.93399
KZT 506.683064
LAK 25217.354664
LBP 100364.603715
LKR 371.409783
LRD 191.094359
LSL 18.42282
LTL 3.311993
LVL 0.678485
LYD 7.192669
MAD 10.960757
MDL 19.983678
MGA 5080.437736
MKD 61.596334
MMK 2354.956968
MNT 4033.979094
MOP 9.060247
MRU 44.870106
MUR 52.998098
MVR 17.341034
MWK 1943.424098
MXN 20.658993
MYR 4.579212
MZN 71.671684
NAD 18.422738
NGN 1492.345412
NIO 41.243882
NOK 10.556952
NPR 170.13053
NZD 1.980052
OMR 0.431275
PAB 1.120694
PEN 3.866414
PGK 5.097422
PHP 70.665626
PKR 310.246397
PLN 4.370287
PYG 6464.223903
QAR 4.08515
RON 5.326125
RSD 117.397088
RUB 92.815516
RWF 1656.464173
SAR 4.221454
SBD 9.045855
SCR 15.729636
SDG 674.685109
SEK 11.118055
SGD 1.435752
SHP 0.846574
SLE 27.682997
SLL 23520.816516
SOS 640.544774
SRD 42.282742
STD 23216.25749
STN 24.478019
SVC 9.806238
SYP 14583.923545
SZL 18.41679
THB 37.677395
TJS 10.322253
TMT 3.937054
TND 3.345611
TOP 2.700706
TRY 55.580771
TTD 7.603172
TWD 36.433229
TZS 2972.383555
UAH 50.533672
UGX 4661.938239
USD 1.121668
UYU 45.000793
UZS 13498.877927
VES 985.845666
VND 29045.025181
VUV 133.447424
WST 3.127011
XAF 655.957
XAG 0.01956
XAU 0.000270399967
XCD 3.031363
XCG 2.019922
XDR 0.793077
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.881849
ZAR 18.41677
ZMK 10096.358025
ZMW 22.387594
ZWL 361.176553
SSP 6450.458794
MXV 2.332189
  • Euro STOXX 50

    -59.4200

    6144.81

    -0.97%

  • DAX

    -302.8400

    25319.77

    -1.2%

  • MDAX

    -143.3900

    30513.26

    -0.47%

  • TecDAX

    -4.3100

    4010.9

    -0.11%

  • SDAX

    11.9500

    18210.22

    +0.07%

  • Goldpreis

    -22.8000

    4158.3

    -0.55%

  • EUR/USD

    -0.0031

    1.1213

    -0.28%

Streit um "grüne Verbrenner" und Atomkraft prägt EU-Gipfel in Brüssel
Streit um "grüne Verbrenner" und Atomkraft prägt EU-Gipfel in Brüssel / Foto: NICOLAS MAETERLINCK - BELGA/AFP

Streit um "grüne Verbrenner" und Atomkraft prägt EU-Gipfel in Brüssel

Autos mit Verbrennermotor in Europa ab 2035 schrittweise verbieten oder nicht - der erbitterte Streit zwischen den Grünen und der FDP um dieses Thema hat am Donnerstag den EU-Gipfel in Brüssel erreicht. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) äußerte sich zum Auftakt des Treffens optimistisch hinsichtlich einer Ausnahmeregel für Verbrenner, die sogenannte E-Fuels tanken, wie es die FDP fordert. Von den EU-Partnern kam hingegen teils scharfe Kritik an der deutschen Haltung.

Textgröße:

"Es ist verstörend, wenn eine Regierung nach anfänglicher Zustimmung plötzlich den Rückwärtsgang einlegt", sagte der lettische Regierungschef Krisjanis Karins. "Das ist ein sehr schwieriges Zeichen für die Zukunft." Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer sprach sich dagegen für "grüne Verbrenner" und E-Fuels aus.

Das Auto-Thema steht offiziell nicht auf der Tagesordnung des zweitägigen Gipfels, wurde aber von mehreren Staats- und Regierungschefs angesprochen. Das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten hatten sich im Oktober geeinigt, dass von 2035 an keine Autos mit Verbrennermotor mehr neu zugelassen werden dürfen. Deutschland bremste den Beschluss jedoch in letzter Minute aus, um eine Ausnahme für synthetische Kraftstoffe auszuhandeln. Diese gelten allerdings als teuer und ineffizient.

Der belgische Ministerpräsident Alexander De Croo sagte, er wolle Druck auf Scholz machen: "Die meisten Länder sagen, wir haben diese Hürde genommen und können den Kurs nicht einfach ändern." Auch EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola sagte in Brüssel: "Wir können den Deal nicht mehr aufschnüren." Dies sei eine Frage der "Glaubwürdigkeit" der EU.

Scholz betonte dagegen, die Gespräche zwischen der Bundesregierung und der EU-Kommission seien "auf gutem Weg". Er verwies auf die Zusage der Kommission, eine Lösung für synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels, zu prüfen. "Es geht jetzt eigentlich nur noch ganz pragmatisch darum, den richtigen Weg zu finden, diese von der Kommission ja längst gegebene Zusage umzusetzen", fügte Scholz hinzu.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte zuvor die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch gedämpft. Eine rechtlich saubere Lösung "könnte noch Zeit brauchen", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagsausgabe).

Zweites Streitthema auf dem Gipfel war die Atomkraft: Der französische Präsident Emmanuel Macron wollte sich dafür einsetzen, Kernenergie als saubere Technologie zum Klimaschutz einzustufen, wie es aus seinem Umfeld hieß. Ziel sei es, "die Diskriminierung" der Atomkraft in Europa zu beenden.

Macron stört sich unter anderem am jüngsten EU-Gesetzesvorschlag zur Förderung grüner Technologien, dem sogenannten Netto-Null-Industriegesetz. Die EU-Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen will Atomkraft zwar als "sauber" einstufen, stellt sie aber unter anderem wegen deutschen Widerstands nicht mit erneuerbaren Energien auf dieselbe Stufe.

Österreich und Luxemburg warnten bei dem Gipfel vor Zugeständnissen an Macron: Dass Atomkraft "nicht sicher ist, haben wir bei Fukushima gesehen", sagte Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel. Auch Österreichs Kanzler Nehammer sagte, Atomenergie könne wegen ihrer "Gefährlichkeit" nicht als Zukunftstechnologie gelten.

Die eigentlichen Gipfelthemen rückten zunächst in den Hintergrund. Der per Video zugeschaltete ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte von den Staats- und Regierungschefs erneut Kampfflugzeuge und Raketen mit größerer Reichweite, wie ein EU-Beamter mitteilte. Von den EU-Ländern haben bisher allein Polen und die Slowakei Kampfjets sowjetischer Bauart an die Ukraine geliefert.

Die EU-Spitzen wollen bei dem Gipfel milliardenschwere Munitionslieferungen an die Ukraine billigen. Binnen eines Jahres sollen eine Million Schuss Artillerie-Munition an Kiew geliefert werden, wie aus dem Entwurf der Gipfel-Schlussfolgerungen hervorgeht.

Sondergast auf dem EU-Gipfel war UN-Generalsekretär António Guterres. Er rief zu einem entschiedeneren Kampf gegen den Klimawandel aufrief. "Der jüngste Bericht des Weltklimarats zeigt, wie dramatisch die Lage ist", sagte Guterres. Bei den Bemühungen um eine Begrenzung der Erderwärmung setze er auf die "Führungsrolle der EU."

L.Bartos--TPP