The Prague Post - Streit um Ökosiegel für Atomkraft überschattet Treffen der EU-Umweltminister

EUR -
AED 4.272137
AFN 76.77647
ALL 92.130938
AMD 423.653707
ANG 2.082014
AOA 1067.88867
ARS 1754.389659
AUD 1.6145
AWG 2.093899
AZN 1.993509
BAM 1.959231
BBD 2.3413
BDT 142.857707
BGN 1.973344
BHD 0.438271
BIF 3473.983408
BMD 1.163277
BND 1.474708
BOB 14.129621
BRL 5.935153
BSD 1.162436
BTN 109.767274
BWP 15.617281
BYN 3.587544
BYR 22800.230239
BZD 2.337874
CAD 1.603804
CDF 2645.291658
CHF 0.938421
CLF 0.027575
CLP 1085.291363
CNY 7.816233
CNH 7.814628
COP 3669.010724
CRC 526.83161
CUC 1.163277
CUP 30.826842
CVE 110.458903
CZK 24.164719
DJF 206.737031
DKK 7.474601
DOP 68.199133
DZD 154.881676
EGP 59.137613
ERN 17.449156
ETB 189.753052
FJD 2.551706
FKP 0.861623
GBP 0.859144
GEL 3.030291
GGP 0.861623
GHS 13.15893
GIP 0.861623
GMD 86.082283
GNF 10217.936887
GTQ 8.873653
GYD 243.193774
HKD 9.120139
HNL 31.187479
HRK 7.533265
HTG 152.018819
HUF 361.56686
IDR 20501.594782
ILS 3.501068
IMP 0.861623
INR 109.966732
IQD 1522.76001
IRR 1599040.637407
ISK 140.80256
JEP 0.861623
JMD 184.262668
JOD 0.824729
JPY 180.809894
KES 150.574834
KGS 101.727185
KHR 4707.182206
KMF 495.556016
KPW 1046.949689
KRW 1577.141924
KWD 0.359209
KYD 0.968692
KZT 530.233067
LAK 26054.400751
LBP 104095.189693
LKR 381.561605
LRD 206.91144
LSL 18.669012
LTL 3.434855
LVL 0.703655
LYD 7.378763
MAD 10.894944
MDL 20.12215
MGA 4988.692981
MKD 61.637936
MMK 2442.098992
MNT 4183.259043
MOP 9.389061
MRU 46.543704
MUR 54.565652
MVR 17.984393
MWK 2015.612278
MXN 19.700155
MYR 4.703249
MZN 74.329969
NAD 18.668771
NGN 1539.562193
NIO 42.774168
NOK 10.804139
NPR 175.630307
NZD 1.976937
OMR 0.44728
PAB 1.162426
PEN 3.906373
PGK 5.15692
PHP 72.666446
PKR 322.366865
PLN 4.322057
PYG 6919.998865
QAR 4.248867
RON 5.253127
RSD 117.287429
RUB 100.798011
RWF 1713.994065
SAR 4.336559
SBD 9.317829
SCR 15.954965
SDG 699.724003
SEK 11.098442
SGD 1.473232
SHP 0.861832
SLE 28.675193
SLL 24393.337264
SOS 664.366249
SRD 43.938715
STD 24077.48635
STN 24.542978
SVC 10.171856
SYP 15124.928134
SZL 18.663683
THB 38.275891
TJS 10.740816
TMT 4.07147
TND 3.395446
TOP 2.800892
TRY 56.201771
TTD 7.87192
TWD 36.868324
TZS 3076.87129
UAH 52.044218
UGX 4399.704468
USD 1.163277
UYU 46.79214
UZS 13716.784085
VES 930.82382
VND 30329.540965
VUV 137.760189
WST 3.14828
XAF 657.099195
XAG 0.017343
XAU 0.000259
XCD 3.143815
XCG 2.094932
XDR 0.822497
XOF 657.110512
XPF 119.331742
YER 275.755124
ZAR 18.598124
ZMK 10470.888993
ZMW 22.086487
ZWL 374.574736
  • Goldpreis

    112.0000

    4526.6

    +2.47%

  • MDAX

    298.6800

    32257.09

    +0.93%

  • DAX

    163.9900

    26003.32

    +0.63%

  • SDAX

    138.0600

    18597.03

    +0.74%

  • TecDAX

    14.7300

    4027.43

    +0.37%

  • Euro STOXX 50

    20.4400

    6382.59

    +0.32%

  • EUR/USD

    0.0040

    1.1632

    +0.34%

Streit um Ökosiegel für Atomkraft überschattet Treffen der EU-Umweltminister
Streit um Ökosiegel für Atomkraft überschattet Treffen der EU-Umweltminister

Streit um Ökosiegel für Atomkraft überschattet Treffen der EU-Umweltminister

Der Streit um das Ökosiegel für Atomkraft und Gas hat die Beratungen der europäischen Umwelt- und Energieminister am Freitag in Amiens überschattet. Während Österreich und Luxemburg bereits rechtliche Schritte planen, will Deutschland erst den offiziellen Vorschlag der Kommission abwarten. "Dann werden wir den juristisch analysieren", sagte Wirtschafts-Staatssekretär Sven Giegold der Nachrichtenagentur AFP. Weitere Themen des Treffens waren Pflanzenschutzmittel und der Schutz von Wäldern.

Textgröße:

Die geplante Aufnahme von Atomkraft und Gas in die Liste nachhaltiger Investitionen stand nicht auf dem Programm, bestimmte aber zahlreiche bilaterale Gespräche in Amiens. In der Nacht zu Samstag endete die Frist für die Stellungnahmen der Mitgliedsstaaten zu einem ersten Entwurf der Kommission.

Österreich wollte der Kommission seine "schwerwiegenden Bedenken" übermitteln. "Wir untergraben die Glaubwürdigkeit der Taxonomie. Es ist irreführend, wenn wir Energien als nachhaltig bezeichnen, die es nicht sind", sagte Umweltministerin Leonore Gewessler. Atomenergie sei zu teuer und zu langsam, um einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten. Österreich hatte bereits zuvor mit rechtlichen Schritten gedroht, falls die Kommission Atomkraft und Gas als nachhaltig einstufe.

Luxemburg will in dem Fall ebenfalls vor Gericht ziehen. Der luxemburgische Energieminister Claude Turmes warf EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen "massiven Machtmissbrauch" vor. Die gewählte Form eines delegierten Rechtsaktes sei nur für die Ergänzung nicht wesentlicher Vorschriften gedacht. Dies treffe nicht auf die Debatte um die Einstufung von Atomkraft und Gas zu.

"Wir würden es begrüßen, wenn Deutschland sich beteiligen würde", sagte die luxemburgische Umweltministerin Carole Dieschbourg mit Blick auf die geplante Klage. Die Einstufung von Atomkraft als nachhaltig würde zudem ein falsches Signal senden. "Wenn es dazu kommt, ist es Greenwashing", sagte sie.

Frankreichs Umweltministerin Barbara Pompili, die Giegold am Vorabend zu einem Zweiergespräch getroffen hatte, bestätigte, dass es beim Thema Taxonomie weiterhin Unstimmigkeiten mit Deutschland gebe. Dafür gehe es aber bei andern Themen des "Green Deal" voran. So wollen die Mitgliedsstaaten sich etwa für ein Exportverbot von Pflanzenschutzmittel einsetzen, die in der EU bereits verboten sind.

Auch bei der Frage eines Importverbots für Produkte, für deren Herstellung Wälder gerodet werden, gebe es Fortschritte. Ein entsprechender Texte könnte noch während der französischen EU-Ratspräsidentschaft verabschiedet werden. "Die Importe der EU sind für 16 Prozent der importierten Abholzung verantwortlich", sagte Pompili. Damit liege Europa an zweiter Stelle bei der Zerstörung der Regenwälder.

Pompili hatte mit einer Gruppe von Ministern am Morgen ein Unternehmen in der Region besucht, das Proteine aus Mehlwürmern herstellt. Mehrere Minister probierten die mit Schokolade überzogenen Proteinriegel auf Käferbasis und zeigten sich positiv überrascht. "Wir wollen zeigen, dass es Lösungen gibt, Tiere zu ernähren, ohne dafür wertvolle Anbauflächen zu nutzen", betonte Pompili. Ein Kilo Tierfutter aus Insekten bedeute 98 Prozent weniger Anbaufläche, beispielsweise für Soja.

Am Samstag, dem dritten und letzten Tag des Treffens in Amiens, wollten die Minister unter anderem über die stark gestiegenen Energiepreise beraten.

O.Holub--TPP