The Prague Post - Unkrautvernichter Glyphosat wird in der EU für weitere zehn Jahre zugelassen

EUR -
AED 4.119921
AFN 72.36347
ALL 90.834432
AMD 405.384773
ANG 2.007835
AOA 1028.718177
ARS 1709.948691
AUD 1.605826
AWG 2.019294
AZN 1.899943
BAM 1.954363
BBD 2.2576
BDT 138.656204
BGN 1.96077
BHD 0.423659
BIF 3359.881488
BMD 1.12183
BND 1.433965
BOB 13.097546
BRL 5.653017
BSD 1.120856
BTN 106.347707
BWP 15.368906
BYN 3.344282
BYR 21987.872175
BZD 2.254302
CAD 1.581646
CDF 2595.350762
CHF 0.926918
CLF 0.027966
CLP 1100.649535
CNY 7.506388
CNH 7.494864
COP 3545.622916
CRC 509.116613
CUC 1.12183
CUP 26.901862
CVE 110.18301
CZK 24.334517
DJF 199.371302
DKK 7.475344
DOP 68.938087
DZD 150.805571
EGP 60.4708
ERN 16.827453
ETB 183.089626
FJD 2.533037
FKP 0.842099
GBP 0.842523
GEL 2.905332
GGP 0.842099
GHS 13.108582
GIP 0.842099
GMD 82.456608
GNF 9921.572844
GTQ 8.569699
GYD 234.470749
HKD 8.804067
HNL 30.088476
HRK 7.53679
HTG 146.629582
HUF 362.671439
IDR 20249.035345
ILS 3.481604
IMP 0.842099
INR 106.56798
IQD 1699.320338
IRR 2014669.634991
ISK 136.22352
JEP 0.842099
JMD 178.129037
JOD 0.795331
JPY 177.84655
KES 145.610475
KGS 98.10417
KHR 4563.705714
KMF 493.605777
KPW 1009.647148
KRW 1488.36549
KWD 0.348822
KYD 0.934126
KZT 506.756459
LAK 25221.007484
LBP 100379.141869
LKR 371.463583
LRD 191.12204
LSL 18.425489
LTL 3.312473
LVL 0.678584
LYD 7.193711
MAD 10.962345
MDL 19.986573
MGA 5081.173655
MKD 61.668374
MMK 2355.298091
MNT 4034.56343
MOP 9.061559
MRU 44.876606
MUR 53.00669
MVR 17.343432
MWK 1943.70561
MXN 20.663473
MYR 4.579869
MZN 71.686231
NAD 18.425407
NGN 1496.083925
NIO 41.249856
NOK 10.565548
NPR 170.155174
NZD 1.978836
OMR 0.43134
PAB 1.120856
PEN 3.866974
PGK 5.098161
PHP 70.682039
PKR 310.291337
PLN 4.369731
PYG 6465.160268
QAR 4.085741
RON 5.326341
RSD 117.408918
RUB 92.830224
RWF 1656.704117
SAR 4.222065
SBD 9.047165
SCR 15.606889
SDG 674.780942
SEK 11.121623
SGD 1.435354
SHP 0.846696
SLE 27.686755
SLL 23524.223586
SOS 640.637559
SRD 42.288397
STD 23219.620444
STN 24.481564
SVC 9.807658
SYP 14586.036076
SZL 18.419458
THB 37.682661
TJS 10.323748
TMT 3.937624
TND 3.346095
TOP 2.701098
TRY 55.61081
TTD 7.604274
TWD 36.452641
TZS 2972.814147
UAH 50.540992
UGX 4662.613537
USD 1.12183
UYU 45.007311
UZS 13500.833285
VES 985.988462
VND 29049.232451
VUV 133.466754
WST 3.127464
XAF 655.957
XAG 0.019691
XAU 0.000271191286
XCD 3.031802
XCG 2.020215
XDR 0.793192
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.920298
ZAR 18.414059
ZMK 10097.815477
ZMW 22.390837
ZWL 361.228871
SSP 6451.393165
MXV 2.332695
  • EUR/USD

    0.0015

    1.1232

    +0.13%

  • Euro STOXX 50

    -59.4200

    6144.81

    -0.97%

  • TecDAX

    -4.3100

    4010.9

    -0.11%

  • DAX

    -302.8300

    25319.77

    -1.2%

  • SDAX

    11.9200

    18210.22

    +0.07%

  • MDAX

    -143.4400

    30513.26

    -0.47%

  • Goldpreis

    3.5000

    4163.6

    +0.08%

Unkrautvernichter Glyphosat wird in der EU für weitere zehn Jahre zugelassen

Unkrautvernichter Glyphosat wird in der EU für weitere zehn Jahre zugelassen

Landwirte in der EU können für weitere zehn Jahre mit einer Zulassung für den Unkrautvernichter Glyphosat rechnen. Die EU-Kommission kündigte am Donnerstag an, den Einsatz des Mittels bis 2033 zu erlauben. Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedstaaten konnten sich zuvor erneut nicht auf eine gemeinsame Position zu dem Vorschlag der Kommission einigen - nach geltendem EU-Recht kann die Behörde dann im Alleingang entscheiden.

Textgröße:

Deutschland hatte sich in den Verhandlungen enthalten, weil sich die Ampelkoalition nicht auf eine gemeinsame Position einigen konnte. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) erklärte, er hätte gern "gemäß unserer Koalitionsvereinbarung" mit einem klaren Nein gestimmt.

Er kritisierte, die EU-Kommission müsse den Willen der Mitgliedstaaten in ihre Entscheidung zumindest einbeziehen. "Man reibt sich schon die Augen, dass die Kommission ihren Plan für eine zehnjährige Verlängerung von Glyphosat weiter durchziehen will", erklärte Özdemir. Er kündigte an, eine möglichst strenge nationale Umsetzung der Zulassung aus Brüssel zu prüfen.

Der agrarpolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Gero Hocker, begrüßte die Entscheidung der EU-Kommission als "Sieg für Umweltschutz und Landwirtschaft". Wissenschaftliche Erkenntnisse hätten sich damit durchgesetzt.

Laut Vorschlag der EU-Kommission wird die Verwendung von Glyphosat künftig an mehrere Bedingungen geknüpft. Unter anderem sollen Landwirte mindestens fünf Meter breite Pufferstreifen einhalten. Die Mitgliedstaaten sollen zudem Menge und Häufigkeit für den Einsatz des Mittels beschränken können.

Umweltorganisationen riefen die Behörde auf, ihren Entwurf zurückzunehmen. "Es ist nicht hinnehmbar, dass die Kommission angesichts der zahlreichen gesundheitlichen Auswirkungen des Mittels trotzdem an ihrem Vorschlag festhält", erklärte etwa Natacha Cingotti von der Organisation Health and Environment Alliance. Greenpeace sprach von einem "schwarzen Tag für die Artenvielfalt". Die EU opfere den Schutz von Mensch, Umwelt und Artenvielfalt den wirtschaftlichen Interessen von Agrarkonzernen.

Glyphosat kann die Umwelt beeinträchtigen und steht im Verdacht, krebserregend zu wirken. Verbraucher- und Umweltorganisationen protestieren deshalb seit Jahren gegen den Einsatz des Unkrautvernichters.

Weltweit ist Glyphosat der am meisten verwendete Inhaltsstoff in Pestiziden und steckt vor allem in Unkrautbekämpfungsmitteln wie dem Mittel Roundup des Herstellers Bayer. Der Konzern begrüßte die Entscheidung der Kommission für eine Neuzulassung. Landwirten in der EU stehe damit weiter eine "wichtige Technologie" zur Verfügung.

Neben Deutschland enthielten sich am Donnerstag nach Diplomatenangaben sechs weitere Mitgliedsländer, darunter Frankreich und die Niederlande. Österreich, Luxemburg und Kroatien lehnten eine Neuzulassung ab. Damit gab es im Berufungsausschuss weder eine Mehrheit für den Vorschlag der Kommission - noch eine dagegen.

Frankreich hatte sich zuletzt noch für Änderungen an dem Text eingesetzt. Paris wollte unter anderem erreichen, dass Glyphosat verboten wird, sobald eine Alternative auf dem Markt ist. Das Landwirtschaftsministerium in Paris erklärte am Donnerstag, die Regierung bedauere, dass die Vorschläge nicht berücksichtigt wurden.

Für eine Entscheidung unter den Mitgliedstaaten wird eine sogenannte qualifizierte Mehrheit benötigt. Dafür müssen mindestens 15 der 27 Mitgliedstaaten zustimmen, die zusammen mindestens 65 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Die Stimmen bevölkerungsreicher EU-Länder wie Deutschland und Frankreich fallen also stärker ins Gewicht. Nach einem Patt im Berufungsausschuss sieht das EU-Recht vor, dass die Kommission im Alleingang entscheidet. Die aktuelle Zulassung für Glyphosat läuft zum 15. Dezember aus.

O.Holub--TPP