The Prague Post - Habecks Ministerium sorgt mit abruptem Ende von E-Auto-Bonus für Unmut

EUR -
AED 4.275673
AFN 73.918765
ALL 96.094532
AMD 439.334199
ANG 2.083383
AOA 1067.457821
ARS 1628.900938
AUD 1.627192
AWG 2.095337
AZN 1.980505
BAM 1.957719
BBD 2.346461
BDT 142.70358
BGN 1.917986
BHD 0.439427
BIF 3273.964376
BMD 1.164076
BND 1.481591
BOB 8.050203
BRL 5.988591
BSD 1.165072
BTN 106.968463
BWP 15.568798
BYN 3.421743
BYR 22815.893966
BZD 2.343108
CAD 1.579582
CDF 2531.865889
CHF 0.904575
CLF 0.026162
CLP 1033.012959
CNY 8.005317
CNH 7.9953
COP 4316.126896
CRC 550.153531
CUC 1.164076
CUP 30.84802
CVE 110.761685
CZK 24.386291
DJF 206.880116
DKK 7.472054
DOP 70.601617
DZD 152.919869
EGP 60.511593
ERN 17.461143
ETB 182.236593
FJD 2.554565
FKP 0.869004
GBP 0.864949
GEL 3.166187
GGP 0.869004
GHS 12.629982
GIP 0.869004
GMD 84.977474
GNF 10217.683678
GTQ 8.932988
GYD 243.748386
HKD 9.108483
HNL 30.929385
HRK 7.532716
HTG 152.764358
HUF 382.811699
IDR 19590.238752
ILS 3.582549
IMP 0.869004
INR 106.859694
IQD 1524.939852
IRR 1538559.543585
ISK 145.660663
JEP 0.869004
JMD 182.79921
JOD 0.825339
JPY 183.538776
KES 150.457205
KGS 101.798101
KHR 4673.765578
KMF 492.404806
KPW 1047.702904
KRW 1706.466369
KWD 0.357325
KYD 0.970885
KZT 567.709002
LAK 24940.333039
LBP 104243.025749
LKR 362.138139
LRD 213.317079
LSL 19.056188
LTL 3.437214
LVL 0.704138
LYD 7.407599
MAD 10.866625
MDL 20.050346
MGA 4854.197677
MKD 61.550465
MMK 2444.488627
MNT 4174.702804
MOP 9.387702
MRU 46.714121
MUR 53.489881
MVR 17.996797
MWK 2021.411797
MXN 20.396647
MYR 4.567809
MZN 74.381123
NAD 19.055473
NGN 1623.909909
NIO 42.745119
NOK 11.197604
NPR 171.138839
NZD 1.955032
OMR 0.447592
PAB 1.165097
PEN 3.996859
PGK 5.010769
PHP 68.562961
PKR 325.250143
PLN 4.251852
PYG 7585.143008
QAR 4.238378
RON 5.089809
RSD 117.42046
RUB 92.02342
RWF 1697.805171
SAR 4.368788
SBD 9.372746
SCR 16.137333
SDG 699.609741
SEK 10.639348
SGD 1.479395
SHP 0.873359
SLE 28.632862
SLL 24410.095597
SOS 665.2692
SRD 43.698237
STD 24094.02755
STN 24.524675
SVC 10.193994
SYP 128.696612
SZL 19.05602
THB 36.614878
TJS 11.149314
TMT 4.085908
TND 3.377568
TOP 2.802817
TRY 51.259745
TTD 7.905055
TWD 36.964041
TZS 3021.941692
UAH 51.117653
UGX 4316.342842
USD 1.164076
UYU 46.986468
UZS 14166.807907
VES 507.184047
VND 30539.539703
VUV 139.449022
WST 3.183172
XAF 656.617649
XAG 0.013069
XAU 0.000223
XCD 3.145974
XCG 2.099613
XDR 0.817222
XOF 655.375239
XPF 119.331742
YER 277.743231
ZAR 18.861352
ZMK 10478.084546
ZMW 22.602032
ZWL 374.832069
  • Euro STOXX 50

    151.9700

    5837.17

    +2.6%

  • SDAX

    440.3600

    17316.11

    +2.54%

  • TecDAX

    60.6100

    3626.02

    +1.67%

  • DAX

    559.2600

    23968.63

    +2.33%

  • MDAX

    847.9800

    29723.08

    +2.85%

  • Goldpreis

    94.6000

    5198.3

    +1.82%

  • EUR/USD

    -0.0019

    1.1617

    -0.16%

Habecks Ministerium sorgt mit abruptem Ende von E-Auto-Bonus für Unmut
Habecks Ministerium sorgt mit abruptem Ende von E-Auto-Bonus für Unmut / Foto: Hector RETAMAL - AFP/Archiv

Habecks Ministerium sorgt mit abruptem Ende von E-Auto-Bonus für Unmut

Das Bundeswirtschaftsministerium hat mit einer Entscheidung zum abrupten Ende der staatlichen Kaufprämie für E-Autos für Entrüstung gesorgt - und für neuen Streit innerhalb der Koalition. Am Samstag gab das Ministerium bekannt, dass Anträge für die Förderprämie nur noch bis Sonntag 24.00 Uhr angenommen werden könnten. Grund seien die Sparzwänge im Haushalt. Die SPD kritisierte das kurzfristige Ende als "äußerst unglücklich" und forderte eine Übergangslösung.

Textgröße:

Der Schritt des Ministeriums betrifft die sogenannte Umweltprämie, über die Käufer von E-Autos auf Antrag mehrere tausend Euro Zuschuss vom Staat bekommen konnten. Die Koalitionsspitzen hatten vergangene Woche in ihrer Einigung zum Etat 2024 beschlossen, die Förderung auslaufen zu lassen. Dass der Antragsstopp bereits am Sonntag greifen sollte, kam aber für viele überraschend.

Die stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Detlef Müller, Matthias Miersch und Verena Hubertz forderten am Sonntag Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) auf, "einen verlässlicheren Übergang zu organisieren". Die meisten Menschen müssten "bei der Anschaffung eines neuen Pkw sehr genau rechnen, wie sie sich das leisten können, und haben die Prämie sicher eingeplant."

Das Wirtschaftsministerium wies dies umgehend zurück: Für eine Übergangslösung sei kein Geld da. Ein Ministeriumssprecher räumte ein, dass das Auslaufen der Förderung eine "missliche Situation" für all jene schaffe, die mit einer Prämie gerechnet hätten. Das kurzfristige Auslaufen des Förderprogramms sei aber notwendig geworden, "weil nicht mehr ausreichend Geld zur Verfügung steht, um Anträge, die nach dem Sonntag eingehen, noch berücksichtigen zu können". Diese Situation sei "eine unmittelbare Konsequenz" aus dem Haushalts-Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

Bereits zugesagte Förderungen seien aber vom Ende der Förderung nicht betroffen und würden ausgezahlt. Vorliegende Anträge, die bis einschließlich 17. Dezember eingehen, würden in der Reihenfolge ihres Eingangs weiterbearbeitet, und - sofern die Fördervoraussetzungen vorliegen - bewilligt, erklärte das Ministerium.

Die Entscheidung für das kurzfristige Förderende sei "gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt festgelegt" worden, betonte am Sonntag ein Ministeriumssprecher. "Die einseitige Kritik dazu weisen wir daher zurück." Der Vorwurf der "einseitigen Kritik" bezog sich nach Angaben aus Ministeriumskreisen auch auf die kritischen Äußerungen aus der SPD-Bundestagsfraktion.

Schon jetzt seien "alle Mittel, die im Haushaltsjahr 2023 zur Verfügung standen, ausgeschöpft", hieß es weiter aus Habecks Ministerium. Die für 2024 noch angesetzten Mittel von 209 Millionen Euro "reichen nur noch aus, wenn die Förderung mit sofortiger Wirkung ausläuft".

Nach AFP-Informationen gingen zuletzt täglich rund 1400 Anträge ein bei einer durchschnittlichen Fördersumme von 4000 Euro. Jeder weitere Tag der Antragstellung kostet demnach den Staat etwa 5,6 Millionen Euro. Bei einem Antragstopp zum Jahresende, wie er zunächst erwartet worden war, wären demnach zusätzliche Mittel von rund 80 Millionen Euro nötig gewesen.

Unterstützung bekam Habecks Ministerium vom Koalitionspartner FDP. FDP-Fraktionschef Christian Dürr bezeichnete es gegenüber den Funke-Zeitungen als "richtig, dass diese kostspielige Förderung früher ausläuft als geplant". Dies trage "zur dringend notwendigen Konsolidierung des Bundeshaushalts bei".

Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer hingegen warnte vor dramatische Folgen für die deutsche Automobilwirtschaft. "Die Konkurrenzfähigkeit der Hersteller wird jetzt sehr stark geschädigt", sagte Dudenhöffer der "Rheinischen Post". Ohne hohe Investitionen ins Elektro-Auto verliere die deutsche Industrie entscheidende Vorteile: "Die Chinesen bauen ihre Autoindustrie massiv aus, weil sie Kunden haben. Unser Hersteller haben jetzt keine mehr."

Die CDU warf der Ampelregierung vor, zehntausende Autokäufer im Stich zu lassen. Vizefraktionschef Ulrich Lange forderte in den Funke-Zeitungen eine Übergangslösung. Die Ampel richte mit dem kurzfristigen Stopp der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos "erneut ihr typisches Förderchaos" an und zerstöre damit Vertrauen.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wurden über den Umweltbonus seit 2016 insgesamt etwa zehn Milliarden Euro für rund 2,1 Millionen Elektrofahrzeuge ausgezahlt. Mit der Förderung wollte die Bundesregierung ihr Ziel stützen, bis 2030 insgesamt 15 Millionen vollelektrischen Pkw auf die Straßen zu bringen.

O.Holub--TPP