The Prague Post - Bundesregierung einigt sich auf mehr Tierschutz - Tierschützer dennoch enttäuscht

EUR -
AED 4.268269
AFN 76.707053
ALL 92.183853
AMD 421.817631
ANG 2.080128
AOA 1065.758917
ARS 1753.091418
AUD 1.613606
AWG 2.094908
AZN 1.974994
BAM 1.955882
BBD 2.340698
BDT 142.82597
BGN 1.971557
BHD 0.438118
BIF 3475.445268
BMD 1.162224
BND 1.472567
BOB 14.381725
BRL 5.941169
BSD 1.162149
BTN 109.749532
BWP 15.56065
BYN 3.579819
BYR 22779.582149
BZD 2.337398
CAD 1.603729
CDF 2666.141073
CHF 0.940353
CLF 0.027491
CLP 1081.98382
CNY 7.806366
CNH 7.797666
COP 3660.376673
CRC 527.122033
CUC 1.162224
CUP 30.798925
CVE 110.270558
CZK 24.189301
DJF 206.950431
DKK 7.474771
DOP 68.793467
DZD 154.804462
EGP 59.217031
ERN 17.433354
ETB 188.68471
FJD 2.551023
FKP 0.858849
GBP 0.858924
GEL 3.033741
GGP 0.858849
GHS 13.213666
GIP 0.858849
GMD 85.434442
GNF 10215.514888
GTQ 8.872371
GYD 243.142255
HKD 9.112216
HNL 31.198572
HRK 7.533997
HTG 151.986353
HUF 363.338404
IDR 20500.984711
ILS 3.495788
IMP 0.858849
INR 109.799736
IQD 1522.476737
IRR 1597563.476638
ISK 140.791863
JEP 0.858849
JMD 184.2177
JOD 0.823982
JPY 181.577098
KES 150.449849
KGS 101.635404
KHR 4703.196586
KMF 492.78305
KPW 1046.001562
KRW 1569.246315
KWD 0.359034
KYD 0.96854
KZT 529.302124
LAK 26060.089268
LBP 104073.14555
LKR 381.35594
LRD 203.378501
LSL 18.567476
LTL 3.431744
LVL 0.703017
LYD 7.374308
MAD 10.895249
MDL 20.018837
MGA 4986.208415
MKD 61.522572
MMK 2440.154139
MNT 4181.904766
MOP 9.384992
MRU 46.753954
MUR 54.427454
MVR 17.955654
MWK 2015.201571
MXN 19.64578
MYR 4.700387
MZN 74.277867
NAD 18.567636
NGN 1536.029189
NIO 42.771788
NOK 10.805378
NPR 175.586008
NZD 1.975751
OMR 0.446872
PAB 1.162149
PEN 3.897763
PGK 5.239219
PHP 72.817973
PKR 322.285971
PLN 4.315255
PYG 6953.350466
QAR 4.247778
RON 5.253486
RSD 117.347362
RUB 100.590413
RWF 1710.671503
SAR 4.426912
SBD 9.299128
SCR 15.94749
SDG 699.082725
SEK 11.101955
SGD 1.472555
SHP 0.861052
SLE 28.602233
SLL 24371.246441
SOS 664.233479
SRD 43.898924
STD 24055.681565
STN 24.499443
SVC 10.169513
SYP 15111.230865
SZL 18.570776
THB 38.261562
TJS 10.71524
TMT 4.079405
TND 3.391942
TOP 2.798355
TRY 56.300725
TTD 7.867329
TWD 36.815877
TZS 3068.273782
UAH 51.768209
UGX 4387.183377
USD 1.162224
UYU 46.781955
UZS 13707.572954
VES 937.190304
VND 30285.222022
VUV 137.48761
WST 3.168526
XAF 655.984419
XAG 0.017368
XAU 0.00026
XCD 3.140967
XCG 2.094488
XDR 0.821752
XOF 655.990064
XPF 119.331742
YER 275.446551
ZAR 18.558764
ZMK 10461.401435
ZMW 22.22712
ZWL 374.235518
  • SDAX

    87.3400

    18684.37

    +0.47%

  • MDAX

    122.2900

    32379.38

    +0.38%

  • Goldpreis

    -58.8000

    4481.1

    -1.31%

  • DAX

    16.3300

    26019.65

    +0.06%

  • TecDAX

    -3.9700

    4023.46

    -0.1%

  • Euro STOXX 50

    6.4700

    6389.06

    +0.1%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1624

    -0.06%

Bundesregierung einigt sich auf mehr Tierschutz - Tierschützer dennoch enttäuscht
Bundesregierung einigt sich auf mehr Tierschutz - Tierschützer dennoch enttäuscht / Foto: JENS SCHLUETER - AFP

Bundesregierung einigt sich auf mehr Tierschutz - Tierschützer dennoch enttäuscht

Die Bundesregierung hat sich auf strengere Vorgaben beim Tierschutz geeinigt. Verschärfte Regeln sollen etwa für die Haltung von Heim- und Nutztieren, die Zucht von Hunden oder den Onlinehandel mit Haustieren gelten, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium am Freitag erklärte. Der Tierschutzbund kritisierte den Gesetzentwurf scharf und warf Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) vor, gegen den Koalitionsvertrag zu verstoßen. Auch die Landwirte sind unzufrieden, ihnen gehen die Regeln zu weit.

Textgröße:

"Die allermeisten Tierhalterinnen und Tierhalter in Deutschland werden ihrer Verantwortung gegenüber den Tieren gerecht", erklärte Özdemir. "Doch noch immer gibt es beim Umgang mit und der Haltung von Tieren Defizite und deshalb leiden in Deutschland viele Tiere." Das Bundeskabinett habe nun die "umfangreichste Überarbeitung des Tierschutzgesetzes seit vielen Jahren" verabschiedet.

So soll unter anderem die Qualzucht beendet werden - wenn Tiere auch für Merkmale gezüchtet werden, die zu Schmerzen oder Krankheiten führen. Hier wird die bisherige Definition um weitere Leiden der Tiere erweitert, wie das Landwirtschaftsministerium ausführte. "Dazu gehören Symptome wie Blindheit, Taubheit oder Atemnot." Zur besseren Kontrolle müssen Verkäufer von Tieren im Internet ihre persönlichen Daten bei der jeweiligen Plattform hinterlegen.

Bei einem zentralen Thema, dem ursprünglich anvisierten Verbot der Anbindehaltung von Rindern, sollen künftig allerdings weitreichende Ausnahmen gelten. So soll es nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums erst nach einer Übergangszeit von zehn Jahren gänzlich verboten sein, Rinder das ganze Jahr über im Stall anzubinden. Für kleinere Betriebe bleibt zudem dauerhaft die saisonale Anbindehaltung möglich.

"Anbindehaltung ist Tierquälerei", sagte dazu Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Das Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung mit Übergangsfrist sei weitgehend bedeutungslos, weil diese Haltungsart ohnehin ein "Auslaufmodell" sei. Durch das Ermöglichen der saisonalen Anbindehaltung allerdings würden tausende Tiere weiterhin die meiste Zeit ihres Lebens angebunden verbringen. Damit verstoße Özdemir gegen den Koalitionsvertrag, der ein Verbot vorsehe.

Der Minister verwies auf "die wertvollen und artenreichen Kulturlandschaften in Süddeutschland mit den Bergbauern und Almen, Wiesen und Weiden". Tatsächlich wird die Anbindehaltung von Kühen vor allem in Baden-Württemberg und Bayern praktiziert. Tierschutzpräsident Schröder vermutet deshalb eine strategische Entscheidung Özdemirs mit Blick auf dessen politische Ambitionen in seiner Heimat Baden-Württemberg.

Weitere wichtige Punkte wie ein Verbot des Transports lebendiger Tiere in Länder außerhalb Europas, strengere Regeln für Tierversuche oder die Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang fehlten in dem Entwurf zudem gänzlich, kritisierte Schröder. Das Abschneiden der Ringelschwänze bei Ferkeln werde "nicht wirksam eingeschränkt", ergänzte Olaf Band, Vorsitzender des BUND. Auch fehle für die Qualzucht im Bereich landwirtschaftlich gehaltener Tiere weiterhin jede brauchbare Definition.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) prangerte den Gesetzentwurf dennoch als "wenig praktikabel und in handwerklicher Hinsicht sehr überarbeitungsbedürftig" an, besonders in der Schweinehaltung. Die Bundesregierung gehe mal wieder über EU-Vorgaben hinaus und schaffe neue Bürokratie, statt für Entlastung der Landwirte zu sorgen.

"Wir setzen jetzt auf das parlamentarische Verfahren und hoffen, dass dort mit Sachverstand vernünftige Lösungen gefunden werden", erklärte der beim DBV für die Nutztierhaltung zuständige Präsidiumsvertreter, Hubertus Beringmeier. Er hoffe, dass die Bundestagsfraktionen diesen "falschen" Beschluss korrigieren, sagte auch Tierschutzbundpräsident Schröder.

Weitere Regeln betreffen etwa Wildtiere in Zirkussen: Elefanten, Giraffen oder Nilpferde im Bestand eines Zirkus dürfen auch weiterhin gehalten, aber nicht neu angeschafft werden. Außerdem drohen bei schweren Verstößen gegen das Tierschutzrecht wie das grundlose Töten oder die Misshandlung von Tieren härtere Strafen.

J.Marek--TPP