The Prague Post - COP29 unter schwierigen Vorzeichen: UN-Klimakonferenz in Baku eröffnet

EUR -
AED 4.298638
AFN 73.741103
ALL 95.412163
AMD 435.164258
ANG 2.095049
AOA 1074.513295
ARS 1636.62903
AUD 1.63937
AWG 2.108352
AZN 2.014654
BAM 1.955673
BBD 2.356996
BDT 143.588206
BGN 1.952503
BHD 0.442232
BIF 3480.914097
BMD 1.170494
BND 1.494877
BOB 8.086336
BRL 5.88466
BSD 1.170199
BTN 110.230475
BWP 15.850698
BYN 3.315028
BYR 22941.679697
BZD 2.353597
CAD 1.601745
CDF 2707.352932
CHF 0.920178
CLF 0.026656
CLP 1049.055039
CNY 7.990375
CNH 7.999781
COP 4172.45947
CRC 532.553984
CUC 1.170494
CUP 31.018087
CVE 110.257828
CZK 24.375125
DJF 208.391994
DKK 7.472872
DOP 69.714274
DZD 155.138433
EGP 61.598994
ERN 17.557408
ETB 180.908741
FJD 2.580529
FKP 0.86737
GBP 0.866967
GEL 3.142751
GGP 0.86737
GHS 12.991933
GIP 0.86737
GMD 86.034519
GNF 10272.156302
GTQ 8.946265
GYD 244.828845
HKD 9.17038
HNL 31.096313
HRK 7.532093
HTG 153.207416
HUF 365.04424
IDR 20179.606806
ILS 3.495154
IMP 0.86737
INR 110.256718
IQD 1532.967542
IRR 1542769.435177
ISK 143.806416
JEP 0.86737
JMD 184.681931
JOD 0.829868
JPY 186.756942
KES 151.403273
KGS 102.304907
KHR 4688.614903
KMF 493.948151
KPW 1053.474841
KRW 1731.94499
KWD 0.360277
KYD 0.97522
KZT 543.59303
LAK 25642.784305
LBP 104793.992801
LKR 373.017769
LRD 214.732363
LSL 19.459302
LTL 3.456164
LVL 0.70802
LYD 7.425676
MAD 10.827342
MDL 20.350329
MGA 4862.579843
MKD 61.625726
MMK 2457.87697
MNT 4190.879267
MOP 9.443724
MRU 46.706164
MUR 54.814251
MVR 18.095365
MWK 2029.23333
MXN 20.383507
MYR 4.640988
MZN 74.81594
NAD 19.459302
NGN 1586.265152
NIO 43.066279
NOK 10.935157
NPR 176.368761
NZD 1.994047
OMR 0.450042
PAB 1.170199
PEN 4.057349
PGK 5.079691
PHP 71.064155
PKR 326.229212
PLN 4.241695
PYG 7420.39053
QAR 4.266023
RON 5.090245
RSD 117.406458
RUB 88.075562
RWF 1710.459512
SAR 4.390195
SBD 9.420817
SCR 16.781729
SDG 702.881082
SEK 10.82025
SGD 1.494715
SHP 0.873892
SLE 28.873343
SLL 24544.666554
SOS 668.745073
SRD 43.850798
STD 24226.859728
STN 24.497883
SVC 10.239159
SYP 129.412597
SZL 19.451402
THB 37.873688
TJS 11.00015
TMT 4.102581
TND 3.417205
TOP 2.818269
TRY 52.701483
TTD 7.947347
TWD 36.834854
TZS 3046.211504
UAH 51.568147
UGX 4353.62382
USD 1.170494
UYU 46.356193
UZS 14059.845202
VES 565.036862
VND 30853.047711
VUV 137.9191
WST 3.174694
XAF 655.903128
XAG 0.015448
XAU 0.000248
XCD 3.163318
XCG 2.109018
XDR 0.815367
XOF 655.928343
XPF 119.331742
YER 279.309113
ZAR 19.391379
ZMK 10535.85442
ZMW 22.146181
ZWL 376.898546
  • Euro STOXX 50

    -11.2500

    5883.48

    -0.19%

  • TecDAX

    16.2100

    3664.3

    +0.44%

  • Goldpreis

    13.1000

    4737.1

    +0.28%

  • SDAX

    -155.5000

    17727.33

    -0.88%

  • MDAX

    -601.8100

    30249.93

    -1.99%

  • DAX

    -26.4700

    24128.98

    -0.11%

  • EUR/USD

    0.0030

    1.1718

    +0.26%

COP29 unter schwierigen Vorzeichen: UN-Klimakonferenz in Baku eröffnet
COP29 unter schwierigen Vorzeichen: UN-Klimakonferenz in Baku eröffnet / Foto: Alexander NEMENOV - AFP

COP29 unter schwierigen Vorzeichen: UN-Klimakonferenz in Baku eröffnet

Überschattet vom Wahlsieg des Klimawandel-Leugners Donald Trump in den USA und zunehmenden Klima-Katastrophen in aller Welt hat in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku die 29. UN-Klimakonferenz (COP29) begonnen. COP29-Präsident Muchtar Babajew sprach am Montag zum Auftakt der zweiwöchigen Verhandlungen mit Blick auf die Ziele des Pariser Klimaabkommens von einem "Moment der Wahrheit". Dieses Jahr steht bei der Weltklimakonferenz das schwierige Thema Klimafinanzierung im Mittelpunkt.

Textgröße:

Wenige Tage vor Konferenzbeginn hatte Trump die US-Präsidentschaftswahl gewonnen, am 20. Januar tritt er sein Amt an. Es wird erwartet, dass die USA unter ihm erneut aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen. Außerdem will der Republikaner die Förderung von klimaschädlichem Erdöl und Erdgas im eigenen Land massiv ausweiten. "Keine Klimakonferenz ist unter schlechteren Vorzeichen gestartet", erklärte Martin Kaiser von Greenpeace Deutschland dazu.

Der bevorstehende Machtwechsel in Washington schränkt nicht nur den Handlungsspielraum der US-Delegation in Baku ein. Er führte in den vorausgegangenen Verhandlungen auch dazu, dass viele Länder eine abwartende Haltung einnahmen.

"Die Klimakrise interessiert sich nicht für Wahlen und stoppt auch nicht, wenn manche sie einfach wegreden wollen", mahnte die deutsche Klima-Beauftragte Jennifer Morgan in Baku. Sie setzt darauf, dass die USA auch unter Trump weiter in einen klimafreundlichen Umbau ihrer Wirtschaft investieren. Auch die Vereinigten Staaten hätten ein "Interesse an nachhaltigem Wachstum" mit neuen Jobs, die Energiewende sei "nicht mehr aufzuhalten", sagte Morgan.

UN-Klimasekretär Simon Stiell verlangte von der internationalen Gemeinschaft einen Beweis dafür, dass die weltweite Zusammenarbeit beim Klimaschutz "nicht an einem toten Punkt" angekommen sei. Zum Konferenzauftakt verzögerte sich allerdings der Beschluss der Agenda stundenlang, unter anderem weil China auch im Namen Brasiliens, Indiens und Südafrikas die Berücksichtigung einseitiger Handelsbarrieren mit Klimabezug forderte. Dieses Vorgehen der großen Schwellenländer richtet sich gegen die EU.

Zentrale Aufgabe der Delegationen aus fast 200 Ländern in Baku ist es, einen neuen Rahmen für die internationale Klimafinanzierung für die Zeit nach 2025 festlegen. Bislang gilt für die Förderung von Klimaschutz und Klimaanpassung eine Zusage der reichen Industrieländer von mindestens 100 Milliarden Dollar (93,29 Milliarden Euro) pro Jahr. Das Geld, vielfach rückzahlbare Kredite sowie privatwirtschaftliche Investitionen, fließt etwa in den Ausbau erneuerbarer Energien oder den Bau von Schutzdeichen.

Nach Expertenschätzungen wären künftig mindestens eine Billion Dollar pro Jahr notwendig, um Länder des globalen Südens beim Klimaschutz und der Anpassung an die Folgen der Erderwärmung zu unterstützen. Einige Berechnungen kommen sogar auf 2,4 Billionen Dollar.

Der aserbaidschanische Umweltminister und COP29-Präsident Babajew sprach in seiner Eröffnungsrede von "hunderten Milliarden" Dollar. Die Südafrikanerin Tasneem Essop, die das Climate Action Network (CAN) aus tausenden Nichtregierungsorganisation weltweit leitet, erinnerte die Industrieländer an ihre "Klima-Schuld".

Deutschland und andere Industriestaaten dringen darauf, dass sich künftig auch reiche Schwellenländer wie China und die Golfstaaten an den Klimahilfen beteiligen. Alle Länder, "die viel emittiert haben, die viel verdient haben", müssten sich beteiligen, forderte die Klima-Beauftragte Morgan.

In Baku geht es auch um die dringend notwendige Reduzierung der weltweiten Treibhausgasemissionen. "Wir sind auf dem Weg in den Ruin", sagte COP29-Präsident Babajew dazu im Konferenzplenum. Die Weltmeteorologieorganisation (WMO) warnte in einem zum Konferenzbeginn vorgestellten Bericht, dass die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens "in großer Gefahr" sei.

Laut WMO-Bericht ist 2024 mit nahezu absoluter Sicherheit das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen - und der Zeitraum 2015 bis 2024 das heißeste Jahrzehnt. Das Paris-Abkommen sieht vor, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif sagte der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Montagsausgabe), die 1,5-Grad-Grenze sei "de facto doch längst gerissen". Gegenwärtig sei die Menschheit "auf einem Erwärmungspfad von etwa drei Grad".

Morgan sagte, in Baku stünden "vielleicht die schwierigsten" Klima-Verhandlungen seit der Aushandlung des Paris-Abkommens 2015 an. Zunehmende Extremwettersituationen wie unlängst die zerstörerischen Überschwemmungen im Osten Spaniens machten aber allen die Gefahren durch die fortschreitende Erderwärmung deutlich."Wir sehen es alle: Die Klimakrise ist da und nicht nur in fernen Ländern", sagte die deutsche Klima-Beauftragte. Es gehe global um die "größte Sicherheitsherausforderung unserer Zeit".

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) reist wegen des Bruchs der Ampel-Koalition nicht nach Baku, auch einige andere einflussreiche Staats- und Regierungschefs nehmen nicht teil. Zudem ist die Ausrichtung der COP29 in Aserbaidschan wegen der dortigen autoritären Regierung, der Unterdrückung von Klima- und Menschenrechtsaktivisten sowie Aserbaidschans Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas umstritten.

An der Weltklimakonferenz nehmen dieses Jahr etwa 51.000 Menschen teil, deutlich weniger als vergangenes Jahr in Dubai. Die Verhandlungen sollen am Freitag kommender Woche enden, eine Verlängerung wie in den Vorjahren wäre aber keine Überraschung.

M.Soucek--TPP