The Prague Post - Alarmstufe rot: Zerstörung tropischer Urwälder laut Studie auf höchstem Stand seit 2002

EUR -
AED 4.290251
AFN 73.597192
ALL 95.327012
AMD 434.376173
ANG 2.090961
AOA 1072.417422
ARS 1627.038867
AUD 1.638903
AWG 2.104239
AZN 1.983981
BAM 1.95596
BBD 2.353102
BDT 143.351691
BGN 1.948694
BHD 0.441125
BIF 3463.743448
BMD 1.16821
BND 1.492222
BOB 8.073693
BRL 5.872124
BSD 1.1683
BTN 109.86143
BWP 15.791288
BYN 3.298869
BYR 22896.921277
BZD 2.349802
CAD 1.601359
CDF 2702.070359
CHF 0.919171
CLF 0.026565
CLP 1045.513248
CNY 7.974788
CNH 7.985845
COP 4167.192944
CRC 531.945658
CUC 1.16821
CUP 30.957572
CVE 110.45444
CZK 24.358878
DJF 207.614006
DKK 7.473222
DOP 69.695394
DZD 154.889654
EGP 61.472277
ERN 17.523154
ETB 182.943529
FJD 2.576079
FKP 0.865097
GBP 0.86742
GEL 3.136612
GGP 0.865097
GHS 12.955464
GIP 0.865097
GMD 85.86428
GNF 10251.045077
GTQ 8.931728
GYD 244.452028
HKD 9.152536
HNL 31.09803
HRK 7.534024
HTG 153.052482
HUF 366.316279
IDR 20191.346294
ILS 3.506155
IMP 0.865097
INR 110.147274
IQD 1530.355453
IRR 1539759.545571
ISK 143.818343
JEP 0.865097
JMD 184.435041
JOD 0.828266
JPY 186.614597
KES 151.037468
KGS 102.119454
KHR 4684.523734
KMF 492.984311
KPW 1051.330855
KRW 1731.59137
KWD 0.359587
KYD 0.973679
KZT 542.756586
LAK 25618.851512
LBP 104552.590108
LKR 370.540218
LRD 215.271964
LSL 19.450475
LTL 3.449422
LVL 0.706639
LYD 7.417768
MAD 10.817494
MDL 20.270653
MGA 4842.231576
MKD 61.638444
MMK 2452.962395
MNT 4181.137819
MOP 9.426009
MRU 46.739656
MUR 54.707701
MVR 18.06022
MWK 2029.181056
MXN 20.351506
MYR 4.636047
MZN 74.652681
NAD 19.450876
NGN 1578.625762
NIO 42.885366
NOK 10.912076
NPR 175.777335
NZD 1.995899
OMR 0.449179
PAB 1.1683
PEN 4.049033
PGK 4.979788
PHP 70.961767
PKR 325.693861
PLN 4.241152
PYG 7397.603285
QAR 4.258708
RON 5.091175
RSD 117.4063
RUB 88.637932
RWF 1706.755203
SAR 4.381459
SBD 9.402437
SCR 16.722726
SDG 701.512386
SEK 10.815811
SGD 1.493183
SHP 0.872187
SLE 28.698453
SLL 24496.780762
SOS 667.626749
SRD 43.689915
STD 24179.593966
STN 24.760217
SVC 10.222834
SYP 129.241954
SZL 19.451384
THB 37.94055
TJS 10.982343
TMT 4.094577
TND 3.367362
TOP 2.81277
TRY 52.598381
TTD 7.92068
TWD 36.795138
TZS 3051.947273
UAH 51.323686
UGX 4346.354452
USD 1.16821
UYU 46.203768
UZS 14076.933545
VES 563.934495
VND 30744.373761
VUV 137.88675
WST 3.183839
XAF 656.010499
XAG 0.015565
XAU 0.000249
XCD 3.157147
XCG 2.105681
XDR 0.813777
XOF 653.029202
XPF 119.331742
YER 278.764134
ZAR 19.435689
ZMK 10515.294516
ZMW 21.876878
ZWL 376.16323
  • Goldpreis

    -36.2000

    4687.8

    -0.77%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1686

    -0.02%

  • TecDAX

    -22.6800

    3648.09

    -0.62%

  • DAX

    -39.4500

    24155.45

    -0.16%

  • SDAX

    -158.9000

    17882.83

    -0.89%

  • Euro STOXX 50

    -11.4900

    5894.73

    -0.19%

  • MDAX

    -324.9000

    30851.74

    -1.05%

Alarmstufe rot: Zerstörung tropischer Urwälder laut Studie auf höchstem Stand seit 2002
Alarmstufe rot: Zerstörung tropischer Urwälder laut Studie auf höchstem Stand seit 2002 / Foto: Pablo PORCIUNCULA - AFP

Alarmstufe rot: Zerstörung tropischer Urwälder laut Studie auf höchstem Stand seit 2002

"Alarmstufe rot": Angesichts des fortschreitenden Klimawandels hat die Zerstörung tropischer Urwälder laut einer Studie im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten erreicht. Wie die Forschungsorganisation World Resources Institute (WRI) am Mittwoch mitteilte, wurden 2024 insgesamt 6,7 Millionen Hektar Tropen-Urwald zerstört und damit eine Fläche von der Größe Panamas. Dies sei der höchste Stand seit dem Beginn der Erhebung entsprechender Daten im Jahr 2002.

Textgröße:

"Dieses Ausmaß der Zerstörung tropischer Wälder ist vollkommen beispiellos in mehr als 20 Jahren der Datenerhebung", erklärte WRI-Co-Direktorin Elizabeth Goldman. "Das ist weltweit Alarmstufe rot."

Der Bericht konzentriert sich auf Tropenwälder, die am stärksten bedroht und besonders wichtig für die Artenvielfalt und die Speicherung des Treibhausgases CO2 sind. Das WRI wertete dafür zusammen mit der University of Maryland aktuelle Daten der Plattform Global Forest Watch aus, die seit 2002 Information zur Zerstörung tropischer Urwälder zusammenträgt. Demnach wurde vergangenes Jahr minütlich eine Fläche von der Größe von 18 Fußballfeldern zerstört. Im Vergleich zu 2023 sei dies ein Anstieg um 80 Prozent.

Fast die Hälfte der Zerstörungen geht der Studie zufolge auf Brände zurück. Sie sind damit erstmals ein wichtigerer Faktor für die Tropenwaldzerstörung als die Landwirtschaft. Durch die Waldbrände wurden nach Erkenntnissen der Experten 3,1 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre freigesetzt. Das ist etwas mehr als die jährlichen Emissionen des Energiesektors von Indien.

Auch wenn Waldbrände durchaus natürliche Ursachen haben können, werden laut WRI die meisten Feuer in Tropenwäldern vom Menschen verursacht. Überdies trägt der von Menschen gemachte Klimawandel zu häufigeren und intensiveren Waldbränden bei.

2024 war weltweit das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Wissenschaftler führen die Rekordtemperaturen auf den fortschreitenden Klimawandel zurück, der insbesondere durch die weiterhin massive Nutzung fossiler Energieträger verursacht wird, sowie auf das Klimaphänomen El Niño.

Allein Brasilien registrierte vergangenes Jahr die Zerstörung von 2,8 Millionen Hektar Urwald, zwei Drittel davon durch Brände. Diese würden oft gelegt, um Platz für den Anbau von Soja oder für Viehweiden zu machen, erläuterte das WRI.

2023 hatte Brasilien noch relativ gute Daten zur Waldentwicklung vorlegen können, weil Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva im ersten Jahr seiner neuen Amtszeit Schutzmaßnahmen verfügte. "Dieser Fortschritt wird weiter durch die Expansion der Landwirtschaft bedroht", warnte WRI-Forscherin Sarah Carter. Besonders stark von den Waldzerstörungen betroffen war das brasilianische Amazonas-Gebiet. Dort erreichten die Zerstörungen den größten Umfang seit 2016.

Die WRI-Zahlen, die alle Ursachen für die Waldzerstörung einbeziehen, stehen im Widerspruch zu denen des brasilianischen Waldmonitors MapBiomas, die vergangenen Donnerstag vorgelegt worden waren. Demnach war die Entwaldung in Brasilien 2024 zurückgegangen. Der Schutz der Wälder als wichtige CO2-Speicher gehört zu den Prioritäten der brasilianischen Präsidentschaft bei der diesjährigen UN-Klimakonferenz (COP30), die im November in der Amazonas-Metropole Belém stattfindet.

Den zweiten Platz auf der Rangliste der weltweiten Tropenwald-Zerstörung belegt laut WRI Brasiliens Nachbarland Bolivien, wo vergangenes Jahr drei Mal so viel Wald zerstört worden sei wie im Vorjahr. Hauptfaktor seien auch dort Brände gewesen. Ein Großteil davon seien gelegt worden, um Platz für "Bauernhöfe von industriellem Ausmaß" zu machen, heißt es in der Studie.

Auch im Kongo und in der Demokratischen Republik Kongo hat sich die Lage der Studie zufolge 2024 deutlich verschlechtert. Immerhin in den südostasiatischen Ländern Indonesien und Malaysia verbesserte sich der Schutz der Tropenwälder.

Die Verdrängung von Tropenwäldern ist historisch gesehen insbesondere auf vier Produkte zurückzuführen: Palmöl, Soja, Rindfleisch und Holz. Während es in manchen Bereichen wie dem Palmöl Verbesserungen in puncto Walderhalt gab, treten mit der erhöhten Nachfrage nach anderen Produkten wie Avocados aus Mexiko oder dem vermehrten Anbau von Kakaobohnen und Kaffeebohnen neue Probleme auf.

Die Ursachen für die Waldzerstörung blieben also "nicht immer dieselben", erklärte Rod Taylor, Leiter des WRI-Waldprogramms. So bereiteten mittlerweile auch der Bergbau und die Nachfrage nach bestimmten Metallen verstärkt Probleme.

D.Dvorak--TPP