The Prague Post - Welthungerhilfe: Wieder mehr Hunger weltweit durch Kriege und Krisen

EUR -
AED 4.253867
AFN 72.963974
ALL 96.152102
AMD 436.961614
ANG 2.072791
AOA 1062.030552
ARS 1646.964696
AUD 1.64572
AWG 2.08758
AZN 1.97404
BAM 1.959307
BBD 2.332775
BDT 141.653545
BGN 1.908234
BHD 0.437131
BIF 3260.214714
BMD 1.158158
BND 1.483155
BOB 8.03196
BRL 6.07581
BSD 1.158233
BTN 106.842236
BWP 15.739356
BYN 3.38546
BYR 22699.896408
BZD 2.329269
CAD 1.573375
CDF 2501.621323
CHF 0.901887
CLF 0.026852
CLP 1060.282523
CNY 7.987526
CNH 8.00707
COP 4351.396418
CRC 551.367847
CUC 1.158158
CUP 30.691186
CVE 110.463672
CZK 24.404821
DJF 206.250948
DKK 7.471046
DOP 69.173814
DZD 152.545787
EGP 61.129547
ERN 17.37237
ETB 177.866562
FJD 2.560111
FKP 0.863496
GBP 0.86482
GEL 3.155989
GGP 0.863496
GHS 12.4847
GIP 0.863496
GMD 85.116253
GNF 10153.173103
GTQ 8.883594
GYD 242.315812
HKD 9.054938
HNL 30.656873
HRK 7.531389
HTG 151.736351
HUF 393.902304
IDR 19633.094077
ILS 3.591459
IMP 0.863496
INR 106.796871
IQD 1517.315834
IRR 1529579.244453
ISK 145.082185
JEP 0.863496
JMD 181.445552
JOD 0.821102
JPY 183.337542
KES 149.762234
KGS 101.280872
KHR 4648.299896
KMF 491.059478
KPW 1042.341836
KRW 1715.967383
KWD 0.356573
KYD 0.965236
KZT 576.762343
LAK 24811.409793
LBP 103713.463081
LKR 360.728781
LRD 211.378345
LSL 19.418987
LTL 3.419739
LVL 0.700558
LYD 7.397272
MAD 10.877063
MDL 20.0721
MGA 4810.402436
MKD 61.676579
MMK 2432.214139
MNT 4133.573994
MOP 9.324248
MRU 46.238762
MUR 54.351915
MVR 17.905049
MWK 2008.394814
MXN 20.572366
MYR 4.589758
MZN 74.023534
NAD 19.419659
NGN 1619.105173
NIO 42.626297
NOK 11.175547
NPR 170.947979
NZD 1.959215
OMR 0.445307
PAB 1.158273
PEN 4.032418
PGK 4.990976
PHP 68.866965
PKR 325.634451
PLN 4.274558
PYG 7453.405161
QAR 4.223997
RON 5.097978
RSD 117.399013
RUB 90.741275
RWF 1693.34553
SAR 4.347826
SBD 9.317592
SCR 16.0631
SDG 696.632314
SEK 10.694106
SGD 1.480421
SHP 0.868918
SLE 28.403784
SLL 24285.993009
SOS 660.782731
SRD 43.612179
STD 23971.531874
STN 24.543082
SVC 10.134227
SYP 128.069013
SZL 19.432783
THB 37.068587
TJS 11.101283
TMT 4.065135
TND 3.406597
TOP 2.788567
TRY 51.057165
TTD 7.859067
TWD 36.859534
TZS 2988.047608
UAH 50.901648
UGX 4360.805379
USD 1.158158
UYU 46.333332
UZS 14120.395933
VES 492.381606
VND 30433.496319
VUV 138.254728
WST 3.173919
XAF 657.133199
XAG 0.01375
XAU 0.000228
XCD 3.12998
XCG 2.087436
XDR 0.820848
XOF 657.138883
XPF 119.331742
YER 276.220365
ZAR 19.172859
ZMK 10424.811064
ZMW 22.384065
ZWL 372.926397
  • Goldpreis

    -42.8000

    5115.9

    -0.84%

  • SDAX

    -313.2600

    16919.43

    -1.85%

  • MDAX

    -551.7700

    28931.01

    -1.91%

  • Euro STOXX 50

    -33.6600

    5686.24

    -0.59%

  • TecDAX

    -37.0500

    3570.43

    -1.04%

  • DAX

    -178.3400

    23412.69

    -0.76%

  • EUR/USD

    -0.0021

    1.16

    -0.18%

Welthungerhilfe: Wieder mehr Hunger weltweit durch Kriege und Krisen
Welthungerhilfe: Wieder mehr Hunger weltweit durch Kriege und Krisen / Foto: Omar AL-QATTAA - AFP

Welthungerhilfe: Wieder mehr Hunger weltweit durch Kriege und Krisen

Durch Kriege, Krisen und Klimawandel sind wieder mehr Menschen weltweit von Hunger betroffen - jeder elfte Mensch nach Angaben der Hilfsorganisation Welthungerhilfe. "Wir beobachten eine Zunahme globaler Krisen, fragiler Staaten und bewaffneter Konflikte und gleichzeitig den Verlust von demokratischen Werten", prangerte Welthungerhilfe-Präsidentin Marlehn Thieme in dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht 2024 der Organisation an. Massive Budgetkürzungen bei Hilfsorganisationen drohten nun zudem, bereits erreichte Fortschritte zunichte zu machen. Mehr als 750 Millionen Menschen hungerten laut UNO im Jahr 2023.

Textgröße:

Die private Hilfsorganisation Welthungerhilfe leistet Nothilfe und konzentriert sich zudem darauf, in Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort die Nahrungsmittelproduktion in den betroffenen Ländern und Gebieten selbst zu fördern - etwa im Südsudan, in Syrien oder im Ostkongo und im Gazastreifen. "Das humanitäre Völkerrecht wird in all diesen Ländern täglich verletzt", erklärte Thieme. "Die betroffenen und vertriebenen Menschen brauchen unsere Unterstützung dringender als zuvor."

Der Südsudan in Ostafrika, eines der ärmsten Länder der Welt, war dem Bericht zufolge im Jahr 2024 mit 60,6 Millionen Euro das Land mit der höchsten Projektförderung. An zweiter Stelle folgte Syrien mit Projekten in Höhe von 25,6 Millionen Euro. Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 weitete die Organisation ihre dortige Arbeit aus. "Rund 40.000 Menschen erreichen wir mit Brotverteilungen im Nordwesten Syriens pro Monat", heißt es in dem Bericht.

Ein besonderes Augenmerk lag zudem auf der Lage im Nahen Osten. "Der Krieg in Gaza stellt uns und alle anderen Organisationen täglich vor große Herausforderungen", erklärte Welthungerhilfe-Generalsekretär Mathias Mogge. Die Hilfe müsse "die große Zahl an Bedürftigen in Gaza jederzeit und unmittelbar erreichen, unabhängig von politischen Umständen". Demnach leistete die Organisation im Gazastreifen Nothilfe in Form von Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und der Einrichtung von Ernährungszentren.

Jeder Mensch habe das Recht auf angemessene, ausreichende und gesunde Ernährung, erklärte Mogge weiter: "Hunger ist eines der größten und lösbaren Probleme der Menschheit." Zunehmende Ungleichheit, Herausforderungen der Klimakrise und anhaltende Konflikte bedrohten jedoch Fortschritte im Kampf gegen den Hunger.

Die massiven Etatkürzungen bei der weltweiten Entwicklungszusammenarbeit insbesondere in den USA gefährden derzeit zusätzlich die Arbeit der Hilfsorganisationen. Auch werde humanitäre Hilfe insgesamt stärker hinterfragt. "Auf diese Veränderungen haben wir mit einer neuen Strategie reagiert", erklärte Welthungerhilfe-Präsidentin Thieme. Die Organisation setze nun vermehrt auf die Stärkung lokaler Gemeinschaften, innovative Ansätze und bessere Vernetzung mit internationalen Partnern. So könne die Welthungerhilfe trotz schwieriger Bedingungen wirksam bleiben und ihren "Auftrag mit Zuversicht erfüllen".

Im Jahr 2024 kooperierte die Welthungerhilfe mit insgesamt 318 nationalen Hilfsorganisationen und unterstützte nach eigenen Angaben in 37 Ländern mit 649 Auslandsprojekten rund 18,7 Millionen Menschen. Der Großteil der Hilfen, insgesamt 224,2 Millionen Euro, floss in Projekte in Afrika, gefolgt von Asien, Europa und Südamerika sowie die Karibik.

US-Präsident Donald Trump hatte unmittelbar nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar per Dekret die US-Auslandshilfen eingefroren und anschließend mehr als 80 Prozent der Programme der Entwicklungshilfebehörde USAID gestrichen. Die massiven Kürzungen sorgten bei Hilfsorganisationen weltweit für Entsetzen.

Die US-Kürzungen sind besonders einschneidend, weil die USA international bisher einer der größten Geldgeber für Entwicklungshilfeprojekte waren. Hinzu kommen weitere Kürzungen auch anderer Länder, darunter Deutschland, vor allem wegen der schwierigen Wirtschaftslage und wachsender Militärausgaben.

Nach Angaben der UNO kam es bereits in den vergangenen Jahren zu Rückschritten beim Kampf gegen den Hunger: 2023 waren bis zu 757 Millionen Menschen und damit rund neun Prozent der Weltbevölkerung mangelernährt. 2019 waren es demnach noch 713 Millionen Menschen, damals 7,5 Prozent der Weltbevölkerung.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland, politisch und konfessionell unabhängig und vorwiegend durch Spenden finanziert. Sie wurde 1962 als deutsche Sektion der "Freedom from Hunger Campaign" gegründet, einer der ersten weltweiten Initiativen zur Hungerbekämpfung der UNO.

U.Ptacek--TPP