The Prague Post - EU-Abholzungsgesetz: Brüssel schlägt Ausnahme für zahlreiche Unternehmen vor

EUR -
AED 4.230892
AFN 72.005817
ALL 95.216617
AMD 424.575565
ANG 2.062693
AOA 1057.57826
ARS 1659.774657
AUD 1.636627
AWG 2.076563
AZN 1.957066
BAM 1.936197
BBD 2.321121
BDT 141.447934
BGN 1.923825
BHD 0.434465
BIF 3436.55411
BMD 1.152046
BND 1.478508
BOB 7.962284
BRL 5.956888
BSD 1.152393
BTN 109.357305
BWP 15.482319
BYN 3.23264
BYR 22580.107459
BZD 2.317645
CAD 1.606765
CDF 2649.706458
CHF 0.918889
CLF 0.026794
CLP 1054.548399
CNY 7.794342
CNH 7.818742
COP 4155.027784
CRC 530.061091
CUC 1.152046
CUP 30.529227
CVE 110.769052
CZK 24.216702
DJF 204.741912
DKK 7.47405
DOP 67.106986
DZD 154.065368
EGP 59.698575
ERN 17.280694
ETB 182.951812
FJD 2.557315
FKP 0.863573
GBP 0.864547
GEL 3.064209
GGP 0.863573
GHS 13.611436
GIP 0.863573
GMD 84.099343
GNF 10112.083115
GTQ 8.784067
GYD 241.02087
HKD 9.026162
HNL 30.72489
HRK 7.532892
HTG 150.68229
HUF 356.424726
IDR 20953.418085
ILS 3.429095
IMP 0.863573
INR 110.141273
IQD 1509.180652
IRR 1584207.666692
ISK 143.602642
JEP 0.863573
JMD 182.195393
JOD 0.81678
JPY 184.650176
KES 149.063795
KGS 100.746357
KHR 4622.588781
KMF 493.076034
KPW 1036.674909
KRW 1774.15162
KWD 0.356293
KYD 0.960282
KZT 560.742064
LAK 25345.018327
LBP 104042.826649
LKR 387.774046
LRD 210.277236
LSL 19.066644
LTL 3.401693
LVL 0.696861
LYD 7.321251
MAD 10.669113
MDL 19.981784
MGA 4838.594253
MKD 61.576654
MMK 2418.276953
MNT 4120.919448
MOP 9.297905
MRU 46.122159
MUR 55.194618
MVR 17.799598
MWK 2001.104257
MXN 20.136853
MYR 4.688714
MZN 73.627484
NAD 19.066614
NGN 1567.266415
NIO 42.176374
NOK 10.893522
NPR 174.979562
NZD 1.987505
OMR 0.442956
PAB 1.152338
PEN 3.999041
PGK 5.023184
PHP 71.086438
PKR 320.839155
PLN 4.246178
PYG 7043.687359
QAR 4.190565
RON 5.245958
RSD 117.350867
RUB 84.904315
RWF 1685.443735
SAR 4.32964
SBD 9.27234
SCR 16.991255
SDG 691.801546
SEK 10.922032
SGD 1.487125
SHP 0.860119
SLE 28.338663
SLL 24157.837291
SOS 657.818156
SRD 42.984574
STD 23845.032416
STN 24.768995
SVC 10.082917
SYP 127.338094
SZL 19.066289
THB 37.914958
TJS 10.751594
TMT 4.032162
TND 3.361096
TOP 2.773851
TRY 53.109208
TTD 7.807362
TWD 36.408696
TZS 3024.119249
UAH 51.116084
UGX 4342.039741
USD 1.152046
UYU 46.528926
UZS 13787.11507
VES 648.124065
VND 30350.659746
VUV 137.014674
WST 3.141644
XAF 649.374065
XAG 0.017203
XAU 0.000268
XCD 3.113462
XCG 2.07698
XDR 0.816116
XOF 650.330363
XPF 119.331742
YER 274.907037
ZAR 19.124821
ZMK 10369.800751
ZMW 20.258979
ZWL 370.958438
  • Goldpreis

    -36.2000

    4329.1

    -0.84%

  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1526

    -0.01%

  • SDAX

    -325.7800

    18433.82

    -1.77%

  • Euro STOXX 50

    -41.2600

    6062.07

    -0.68%

  • TecDAX

    -134.4500

    4074.14

    -3.3%

  • DAX

    -185.8500

    24759.05

    -0.75%

  • MDAX

    -335.0000

    32466.6

    -1.03%

EU-Abholzungsgesetz: Brüssel schlägt Ausnahme für zahlreiche Unternehmen vor
EU-Abholzungsgesetz: Brüssel schlägt Ausnahme für zahlreiche Unternehmen vor / Foto: STR - AFP/Archiv

EU-Abholzungsgesetz: Brüssel schlägt Ausnahme für zahlreiche Unternehmen vor

Im Streit um ein Gesetz gegen Abholzung will die EU-Kommission zahlreiche Unternehmen aus der Verantwortung nehmen. Brüssel schlug am Dienstag eine Gesetzesänderung vor, nach der nur der erste Importeur auf den EU-Markt Angaben zur Herkunft von Produkten wie Kakao- oder Kaffeebohnen machen müsste. Ein bereits angekündigter Aufschub der Regeln soll jedoch nur für kleine Firmen gelten.

Textgröße:

Das EU-Gesetz für entwaldungsfreie Lieferketten verbietet den Verkauf von Produkten, deren Anbaugebiete nach 2020 abgeholzt wurden. Neben Kaffee, Kakao und Palmöl gilt dies auch für Soja, Kautschuk und Rindfleisch. Unternehmen sollen die Einhaltung mit Hilfe von satellitengestützten Ortsdaten in den Anbauländern sicherstellen und an Brüssel berichten.

Die Vorschriften greifen derzeit noch nicht, stehen aber seit Monaten in der Kritik. Waldbesitzer und Unternehmen der Lebensmittelindustrie befürchten einen zu hohen Verwaltungsaufwand. International hagelte es Beschwerden von Handelspartnern der EU, darunter Brasilien und Indonesien, weil die Anforderungen aus Brüssel am Ende bei den Bauern vor Ort liegen.

Auf Druck der Handelspartner und der EU-Länder selbst war das Gesetz schon einmal aufgeschoben worden, neuer Stichtag ist der 30. Dezember dieses Jahres. Roswall schlug nun vor, die Frist für kleine Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von bis zu zehn Millionen Euro um ein weiteres Jahr zu verschieben. Alle anderen Unternehmen sollen eine Übergangsfrist bis Mitte des kommenden Jahres bekommen, in denen keine Strafen fällig würden.

Mit den vorgeschlagenen Änderungen beträfen die Vorschriften insgesamt deutlich weniger Unternehmen. Bislang sieht das Gesetz eine Dokumentationspflicht für die gesamte Lieferkette vor. Verkauft ein Supermarkt Schokoladenkekse, müsste er in Brüssel also Angaben zur Herkunft der Zutaten machen - egal, ob die Keksfabrik oder der Kakaoimporteur die Informationen schon geliefert hat. Dies will Roswall nun ändern.

Außerdem will sie kleinen Firmen die Umsetzung erleichtern. Anstatt jedes Produkt zu dokumentieren, sollen sie sich nur einmal registrieren müssen. Wenn ein kleines Unternehmen schon in einer nationalen Datenbank eines EU-Mitgliedslands ist, muss es sich nicht noch einmal bei der EU-Kommission anmelden. Damit will Brüssel vor allem Waldbesitzern in der EU entgegenkommen - mehr als 95 Prozent von ihnen könnten nach Einschätzung eines Kommissionsbeamten von der Änderung profitieren.

Die Änderungen gehen nun in die Verhandlungen im Europaparlament und zwischen den 27 EU-Regierungen. Beide Seiten können weitere Änderungen einbringen. Eine Reihe von EU-Ländern sowie die Europäische Volkspartei (EVP), die größte Fraktion im Europaparlament, fordern seit langem Ausnahmen für ganze Länder. Sie wollen eine sogenannte Nullrisiko-Kategorie für Staaten einführen, aus denen keine Ortsdaten verlangt werden - darunter alle EU-Länder.

Bislang ist unklar, ob eine solche Ausnahme mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) konform wäre. Das Gesetz sieht in seiner aktuellen Form bereits drei verschiedene Risiko-Kategorien vor. Alle EU-Länder werden einem niedrigen Risiko zugeordnet, Unternehmen müssen also weniger Informationen an die Kommission liefern. In der höchsten Kategorie befinden sich derzeit nur Nordkorea, Russland, Belarus und Myanmar, für die ohnehin Handelssanktionen gelten.

Die Zeit für die Verhandlungen wird knapp: Bis zum Stichtag Ende Dezember soll die endgültige Version des Gesetzes stehen, das die Unternehmen anwenden sollen.

X.Vanek--TPP