The Prague Post - Nicht klagen, sondern machen: UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém eröffnet

EUR -
AED 4.233409
AFN 72.047708
ALL 95.273164
AMD 424.828059
ANG 2.063921
AOA 1058.208702
ARS 1671.179414
AUD 1.635035
AWG 2.077801
AZN 1.962765
BAM 1.937351
BBD 2.322504
BDT 141.5322
BGN 1.924971
BHD 0.434724
BIF 3438.601399
BMD 1.152733
BND 1.479389
BOB 7.967027
BRL 5.961821
BSD 1.153079
BTN 109.422453
BWP 15.491542
BYN 3.234566
BYR 22593.559312
BZD 2.319026
CAD 1.607829
CDF 2651.284868
CHF 0.919391
CLF 0.02681
CLP 1055.176557
CNY 7.798985
CNH 7.822115
COP 4157.503096
CRC 530.376869
CUC 1.152733
CUP 30.547414
CVE 110.835197
CZK 24.1958
DJF 204.863931
DKK 7.473794
DOP 67.146436
DZD 155.283574
EGP 60.051494
ERN 17.290989
ETB 183.055054
FJD 2.558258
FKP 0.864088
GBP 0.864325
GEL 3.066311
GGP 0.864088
GHS 13.619569
GIP 0.864088
GMD 84.149601
GNF 10118.116923
GTQ 8.7893
GYD 241.164456
HKD 9.031257
HNL 30.743093
HRK 7.532989
HTG 150.772057
HUF 355.871685
IDR 20927.860679
ILS 3.377679
IMP 0.864088
INR 109.877894
IQD 1510.079729
IRR 1585151.441754
ISK 143.596216
JEP 0.864088
JMD 182.303934
JOD 0.817262
JPY 184.887365
KES 149.094749
KGS 100.806331
KHR 4625.341369
KMF 493.370015
KPW 1037.292497
KRW 1785.703846
KWD 0.356563
KYD 0.960854
KZT 561.07612
LAK 25360.117842
LBP 104104.809026
LKR 388.005058
LRD 210.402524
LSL 19.077575
LTL 3.403719
LVL 0.697277
LYD 7.32562
MAD 10.675489
MDL 19.993688
MGA 4841.476552
MKD 61.695619
MMK 2419.717615
MNT 4123.37444
MOP 9.303444
MRU 46.14967
MUR 54.835632
MVR 17.80977
MWK 2002.296578
MXN 20.113628
MYR 4.692201
MZN 73.670973
NAD 19.077493
NGN 1567.785773
NIO 42.20191
NOK 10.89292
NPR 175.083804
NZD 1.986913
OMR 0.446459
PAB 1.153025
PEN 4.001423
PGK 5.026182
PHP 71.135275
PKR 321.052023
PLN 4.244938
PYG 7047.883559
QAR 4.193062
RON 5.247249
RSD 116.623121
RUB 84.90432
RWF 1686.44782
SAR 4.332219
SBD 9.277864
SCR 15.918847
SDG 692.18474
SEK 10.914729
SGD 1.487941
SHP 0.860631
SLE 28.357924
SLL 24172.229058
SOS 658.210636
SRD 43.010183
STD 23859.237833
STN 24.783751
SVC 10.088924
SYP 127.413954
SZL 19.077713
THB 37.87419
TJS 10.757999
TMT 4.034564
TND 3.363095
TOP 2.775503
TRY 53.137635
TTD 7.812013
TWD 36.457477
TZS 3028.80837
UAH 51.146536
UGX 4344.626464
USD 1.152733
UYU 46.556645
UZS 13795.331171
VES 648.510178
VND 30367.588087
VUV 137.096299
WST 3.143515
XAF 649.760923
XAG 0.017121
XAU 0.000268
XCD 3.115317
XCG 2.078217
XDR 0.816602
XOF 650.720943
XPF 119.331742
YER 275.070769
ZAR 19.07242
ZMK 10375.972064
ZMW 20.271048
ZWL 371.179433
  • Euro STOXX 50

    -41.2600

    6062.07

    -0.68%

  • Goldpreis

    -29.5000

    4335.8

    -0.68%

  • MDAX

    -335.0000

    32466.6

    -1.03%

  • DAX

    -185.8500

    24759.05

    -0.75%

  • EUR/USD

    0.0008

    1.1535

    +0.07%

  • SDAX

    -325.7800

    18433.82

    -1.77%

  • TecDAX

    -134.4500

    4074.14

    -3.3%

Nicht klagen, sondern machen: UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém eröffnet
Nicht klagen, sondern machen: UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém eröffnet / Foto: MAURO PIMENTEL - AFP

Nicht klagen, sondern machen: UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém eröffnet

Die UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém hat mit Appellen begonnen, ungeachtet des Ausscherens der USA die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Erderwärmung zu stärken. "Zu klagen ist keine Strategie. Wir brauchen Lösungen", sagte UN-Klimachef Simon Stiell am Montag zur Eröffnung der zweiwöchigen Verhandlungen im Amazonas-Gebiet. Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva rief die Delegationen aus mehr als 190 Ländern auf, den Leugnern des Klimawandels eine "neue Niederlage" zu bereiten.

Textgröße:

Die Länder müssten "viel, viel schneller" den klimaschädlichen Treibhausgasausstoß senken und die Anpassung an die Folgen der Erderwärmung vorantreiben, mahnte Stiell. Auch wenn die Erderwärmung die im Pariser Klimaabkommen vereinbarte 1,5-Grad-Grenze überschreiten sollte, könne die internationale Gemeinschaft diese Überschreitung noch möglichst gering und kurz halten.

Der UN-Klimasekretär warb für Multilateralismus: "In dieser COP30-Arena ist es nicht Ihre Aufgabe, einander zu bekämpfen - Ihre Aufgabe ist es, diese Klimakrise gemeinsam zu bekämpfen", sagte Stiell. Dies liegt aus seiner Sicht auch im Eigeninteresse der Staaten, da die fortschreitende Energiewende und andere Maßnahmen nicht nur dem Klimaschutz dienten, sondern auch Menschenleben retteten und der Wirtschaft nutzten.

Lula rief in seiner Eröffnungsrede der sogenannten COP30 dazu auf, die Bremser im Klimaschutz zu isolieren. "Es ist Zeit, den Leugnern eine neue Niederlage beizubringen", sagte er. Auch wenn einige die wissenschaftlichen Belege für den menschengemachten Klimawandel anzweifelten, Druck auf die Wissenschaft ausübten und "Angst" verbreiteten, gelte: "Der Klimawandel ist nicht mehr eine Bedrohung der Zukunft. Er ist eine Tragödie der Gegenwart."

Die USA wollen sich unter US-Präsident Donald Trump nicht mehr an das Pariser Klimaabkommen halten und haben keine hochrangige Delegation nach Belém geschickt. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, übte daran offen Kritik. "Wir wollen zeigen, es geht auch ohne die USA", sagte er in Belém. Washington habe "sich entschieden, unsolidarisch mit der Welt zu sein, sich abzuwenden". Umso mehr müssten die übrigen Staaten nun "zusammenstehen".

Immerhin begann die Konferenz anders als in den vergangenen Jahren ohne einen offenen Streit über die Verhandlungsagenda. Bill Hare, Leiter der Denkabrik Climate Analytics, betonte allerdings mit Blick auf die USA sowie zahlreiche internationale Konflikte und das Erstarken rechtsnationaler Bewegungen: "Der geopolitische Kontext ist der schwierigste aller COPs." Flasbarth sicherte für Deutschland zu, in Belém "eine maximal vorantreibende Position einzunehmen".

Zentrale Themen der Weltklimakonferenz mit ihren rund 50.000 Teilnehmern sind die Finanzhilfen für ärmere Länder für Klimaschutz sowie die Anpassung an die Erderwärmung. Überschattet werden die zweiwöchigen Verhandlungen von den bislang völlig unzureichenden nationalen Klimaschutzzusagen zur Begrenzung der Erderwärmung.

Der Chef des Weltklimarats IPCC, Jim Skea, sagte am Montag in einer Video-Botschaft, es sei "fast unvermeidlich", dass die Erderwärmung die 1,5-Grad-Grenze in naher Zukunft dauerhaft überschreite. Es sei aber "immer noch möglich", auf den 1,5-Grad-Pfad zurückzukehren. Dies erfordere eine sofortige, umfassende und nachhaltige Verringerung der weltweiten Treibhausgas-Emissionen.

Gastgeber Brasilien macht den Waldschutz zu einer seiner Prioritäten und hat dazu beim Klimagipfel im Vorfeld der COP30 am Donnerstag den globalen Tropenwaldschutz-Fonds TFFF gestartet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte am Freitag in seiner Gipfel-Rede einen "namhaften" deutschen Beitrag zum TFFF zu und betonte zugleich, dass Klimaschutz und Wirtschaftswachstum "Hand in Hand" gehen müssten.

Noch während des vorgeschalteten Treffens der Staats- und Regierungschefs war an der Fertigstellung des Konferenzgeländes in Belém gearbeitet worden. In der Nacht zu Montag waren Arbeiter weiter mit der Feststellung der Länderpavillons beschäftigt. Am Morgen mussten mehrere Delegationen feststellen, dass ihre Büros noch nicht fertig sind.

Die Wahl von Belém als Ort der COP30 war umstritten, da die Stadt nicht über die nötigen Hotelkapazitäten zur Unterbringung der zehntausenden Konferenzteilnehmer verfügt. Zur Verringerung des massiven Bettenmangels ankern derzeit zwei Kreuzfahrtschiffe mit Platz für 6000 Konferenzgäste in Beléms Flusshafen Outeiro.

S.Janousek--TPP