The Prague Post - Nicht klagen, sondern machen: UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém eröffnet

EUR -
AED 4.292015
AFN 73.614204
ALL 95.349144
AMD 434.477644
ANG 2.09145
AOA 1072.668337
ARS 1628.102336
AUD 1.638138
AWG 2.104731
AZN 1.987608
BAM 1.956417
BBD 2.353652
BDT 143.385214
BGN 1.94915
BHD 0.441494
BIF 3464.553462
BMD 1.168483
BND 1.492571
BOB 8.075581
BRL 5.878176
BSD 1.168573
BTN 109.887121
BWP 15.794981
BYN 3.29964
BYR 22902.275838
BZD 2.350351
CAD 1.60136
CDF 2702.702572
CHF 0.918073
CLF 0.026572
CLP 1045.79242
CNY 7.976656
CNH 7.986561
COP 4167.36121
CRC 532.070056
CUC 1.168483
CUP 30.964812
CVE 110.480686
CZK 24.366342
DJF 207.662266
DKK 7.47292
DOP 69.712108
DZD 155.010378
EGP 61.51479
ERN 17.527252
ETB 182.988915
FJD 2.591576
FKP 0.865299
GBP 0.867453
GEL 3.137409
GGP 0.865299
GHS 12.958476
GIP 0.865299
GMD 85.881986
GNF 10253.442414
GTQ 8.933817
GYD 244.509194
HKD 9.152439
HNL 31.105664
HRK 7.532396
HTG 153.088274
HUF 366.845767
IDR 20257.997765
ILS 3.489565
IMP 0.865299
INR 110.005181
IQD 1530.713334
IRR 1540119.625667
ISK 143.770338
JEP 0.865299
JMD 184.478172
JOD 0.828485
JPY 186.532002
KES 151.096639
KGS 102.143335
KHR 4685.618377
KMF 493.100323
KPW 1051.576714
KRW 1731.633598
KWD 0.359612
KYD 0.973907
KZT 542.883512
LAK 25624.842509
LBP 104637.693932
LKR 370.626871
LRD 215.322281
LSL 19.455608
LTL 3.450228
LVL 0.706804
LYD 7.419252
MAD 10.819864
MDL 20.275393
MGA 4843.364179
MKD 61.657583
MMK 2453.536033
MNT 4182.115599
MOP 9.428213
MRU 46.750855
MUR 54.626638
MVR 18.064369
MWK 2029.655735
MXN 20.362462
MYR 4.631287
MZN 74.665256
NAD 19.455622
NGN 1579.918263
NIO 42.895223
NOK 10.918079
NPR 175.818441
NZD 1.994274
OMR 0.449527
PAB 1.168573
PEN 4.049916
PGK 4.980953
PHP 71.036818
PKR 325.773764
PLN 4.243161
PYG 7399.333252
QAR 4.259708
RON 5.090966
RSD 117.418559
RUB 88.697145
RWF 1707.154337
SAR 4.382694
SBD 9.404636
SCR 16.577241
SDG 701.676726
SEK 10.821261
SGD 1.493309
SHP 0.872391
SLE 28.735601
SLL 24502.509458
SOS 667.790131
SRD 43.700116
STD 24185.248486
STN 24.766007
SVC 10.225224
SYP 129.272178
SZL 19.455172
THB 37.951868
TJS 10.984911
TMT 4.095535
TND 3.368157
TOP 2.813428
TRY 52.54281
TTD 7.922532
TWD 36.87719
TZS 3038.057213
UAH 51.335688
UGX 4347.370868
USD 1.168483
UYU 46.214573
UZS 14080.225335
VES 564.066374
VND 30762.66408
VUV 137.918996
WST 3.184584
XAF 656.16391
XAG 0.015491
XAU 0.000249
XCD 3.157885
XCG 2.106173
XDR 0.813967
XOF 653.182102
XPF 119.331742
YER 278.82935
ZAR 19.443624
ZMK 10517.753954
ZMW 21.881994
ZWL 376.251198
  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1686

    -0.02%

  • Euro STOXX 50

    -11.4900

    5894.73

    -0.19%

  • TecDAX

    -22.6800

    3648.09

    -0.62%

  • DAX

    -39.4500

    24155.45

    -0.16%

  • SDAX

    -158.9000

    17882.83

    -0.89%

  • MDAX

    -324.9000

    30851.74

    -1.05%

  • Goldpreis

    -19.4000

    4704.6

    -0.41%

Nicht klagen, sondern machen: UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém eröffnet
Nicht klagen, sondern machen: UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém eröffnet / Foto: MAURO PIMENTEL - AFP

Nicht klagen, sondern machen: UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém eröffnet

Die UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém hat mit Appellen begonnen, ungeachtet des Ausscherens der USA die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Erderwärmung zu stärken. "Zu klagen ist keine Strategie. Wir brauchen Lösungen", sagte UN-Klimachef Simon Stiell am Montag zur Eröffnung der zweiwöchigen Verhandlungen im Amazonas-Gebiet. Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva rief die Delegationen aus mehr als 190 Ländern auf, den Leugnern des Klimawandels eine "neue Niederlage" zu bereiten.

Textgröße:

Die Länder müssten "viel, viel schneller" den klimaschädlichen Treibhausgasausstoß senken und die Anpassung an die Folgen der Erderwärmung vorantreiben, mahnte Stiell. Auch wenn die Erderwärmung die im Pariser Klimaabkommen vereinbarte 1,5-Grad-Grenze überschreiten sollte, könne die internationale Gemeinschaft diese Überschreitung noch möglichst gering und kurz halten.

Der UN-Klimasekretär warb für Multilateralismus: "In dieser COP30-Arena ist es nicht Ihre Aufgabe, einander zu bekämpfen - Ihre Aufgabe ist es, diese Klimakrise gemeinsam zu bekämpfen", sagte Stiell. Dies liegt aus seiner Sicht auch im Eigeninteresse der Staaten, da die fortschreitende Energiewende und andere Maßnahmen nicht nur dem Klimaschutz dienten, sondern auch Menschenleben retteten und der Wirtschaft nutzten.

Lula rief in seiner Eröffnungsrede der sogenannten COP30 dazu auf, die Bremser im Klimaschutz zu isolieren. "Es ist Zeit, den Leugnern eine neue Niederlage beizubringen", sagte er. Auch wenn einige die wissenschaftlichen Belege für den menschengemachten Klimawandel anzweifelten, Druck auf die Wissenschaft ausübten und "Angst" verbreiteten, gelte: "Der Klimawandel ist nicht mehr eine Bedrohung der Zukunft. Er ist eine Tragödie der Gegenwart."

Die USA wollen sich unter US-Präsident Donald Trump nicht mehr an das Pariser Klimaabkommen halten und haben keine hochrangige Delegation nach Belém geschickt. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, übte daran offen Kritik. "Wir wollen zeigen, es geht auch ohne die USA", sagte er in Belém. Washington habe "sich entschieden, unsolidarisch mit der Welt zu sein, sich abzuwenden". Umso mehr müssten die übrigen Staaten nun "zusammenstehen".

Immerhin begann die Konferenz anders als in den vergangenen Jahren ohne einen offenen Streit über die Verhandlungsagenda. Bill Hare, Leiter der Denkabrik Climate Analytics, betonte allerdings mit Blick auf die USA sowie zahlreiche internationale Konflikte und das Erstarken rechtsnationaler Bewegungen: "Der geopolitische Kontext ist der schwierigste aller COPs." Flasbarth sicherte für Deutschland zu, in Belém "eine maximal vorantreibende Position einzunehmen".

Zentrale Themen der Weltklimakonferenz mit ihren rund 50.000 Teilnehmern sind die Finanzhilfen für ärmere Länder für Klimaschutz sowie die Anpassung an die Erderwärmung. Überschattet werden die zweiwöchigen Verhandlungen von den bislang völlig unzureichenden nationalen Klimaschutzzusagen zur Begrenzung der Erderwärmung.

Der Chef des Weltklimarats IPCC, Jim Skea, sagte am Montag in einer Video-Botschaft, es sei "fast unvermeidlich", dass die Erderwärmung die 1,5-Grad-Grenze in naher Zukunft dauerhaft überschreite. Es sei aber "immer noch möglich", auf den 1,5-Grad-Pfad zurückzukehren. Dies erfordere eine sofortige, umfassende und nachhaltige Verringerung der weltweiten Treibhausgas-Emissionen.

Gastgeber Brasilien macht den Waldschutz zu einer seiner Prioritäten und hat dazu beim Klimagipfel im Vorfeld der COP30 am Donnerstag den globalen Tropenwaldschutz-Fonds TFFF gestartet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte am Freitag in seiner Gipfel-Rede einen "namhaften" deutschen Beitrag zum TFFF zu und betonte zugleich, dass Klimaschutz und Wirtschaftswachstum "Hand in Hand" gehen müssten.

Noch während des vorgeschalteten Treffens der Staats- und Regierungschefs war an der Fertigstellung des Konferenzgeländes in Belém gearbeitet worden. In der Nacht zu Montag waren Arbeiter weiter mit der Feststellung der Länderpavillons beschäftigt. Am Morgen mussten mehrere Delegationen feststellen, dass ihre Büros noch nicht fertig sind.

Die Wahl von Belém als Ort der COP30 war umstritten, da die Stadt nicht über die nötigen Hotelkapazitäten zur Unterbringung der zehntausenden Konferenzteilnehmer verfügt. Zur Verringerung des massiven Bettenmangels ankern derzeit zwei Kreuzfahrtschiffe mit Platz für 6000 Konferenzgäste in Beléms Flusshafen Outeiro.

S.Janousek--TPP