The Prague Post - IPCC-Bericht: Zeit im Kampf gegen die Erderwärmung drängt mehr denn je

EUR -
AED 4.203144
AFN 75.536119
ALL 93.447923
AMD 419.536608
ANG 2.048935
AOA 1050.643499
ARS 1688.712374
AUD 1.635245
AWG 2.060085
AZN 1.94583
BAM 1.953056
BBD 2.304871
BDT 141.068075
BGN 1.965674
BHD 0.431553
BIF 3413.446719
BMD 1.144492
BND 1.475134
BOB 7.92427
BRL 5.85419
BSD 1.144397
BTN 110.255552
BWP 15.510341
BYN 3.315556
BYR 22432.038792
BZD 2.301566
CAD 1.606843
CDF 2586.551774
CHF 0.92532
CLF 0.026888
CLP 1058.231173
CNY 7.751929
CNH 7.752077
COP 3709.01172
CRC 520.071474
CUC 1.144492
CUP 30.329032
CVE 110.300346
CZK 24.214929
DJF 203.399042
DKK 7.475592
DOP 67.010172
DZD 152.24597
EGP 57.73595
ERN 17.167377
ETB 181.945581
FJD 2.566237
FKP 0.848033
GBP 0.849345
GEL 3.004345
GGP 0.848033
GHS 13.207748
GIP 0.848033
GMD 84.692623
GNF 10048.637886
GTQ 8.73077
GYD 239.423565
HKD 8.972987
HNL 30.72998
HRK 7.534993
HTG 149.570479
HUF 361.954683
IDR 20591.696017
ILS 3.458597
IMP 0.848033
INR 110.618049
IQD 1499.284225
IRR 1573676.190602
ISK 143.198564
JEP 0.848033
JMD 181.510978
JOD 0.811418
JPY 185.872902
KES 147.988207
KGS 100.085407
KHR 4603.146094
KMF 490.98698
KPW 1030.042675
KRW 1694.900443
KWD 0.353751
KYD 0.95366
KZT 538.865148
LAK 25836.901537
LBP 102489.238196
LKR 384.627846
LRD 207.609646
LSL 18.781133
LTL 3.379387
LVL 0.692292
LYD 7.313512
MAD 10.690741
MDL 20.089945
MGA 4921.314189
MKD 61.645904
MMK 2402.711543
MNT 4103.417768
MOP 9.240815
MRU 45.905034
MUR 53.825217
MVR 17.693922
MWK 1986.837831
MXN 19.937791
MYR 4.661628
MZN 73.144438
NAD 18.666635
NGN 1580.794687
NIO 41.945393
NOK 11.061341
NPR 176.409653
NZD 1.959259
OMR 0.440046
PAB 1.144392
PEN 3.871249
PGK 5.032307
PHP 70.588795
PKR 318.295088
PLN 4.330036
PYG 6940.09627
QAR 4.172833
RON 5.24074
RSD 117.355078
RUB 89.386396
RWF 1677.824942
SAR 4.28264
SBD 9.237607
SCR 15.391217
SDG 687.269505
SEK 11.036008
SGD 1.476617
SHP 0.854479
SLE 27.897004
SLL 23999.428685
SOS 654.075923
SRD 43.045527
STD 23688.669025
STN 24.721022
SVC 10.012712
SYP 126.503077
SZL 18.666558
THB 38.454351
TJS 10.556866
TMT 4.017166
TND 3.351931
TOP 2.755662
TRY 53.961069
TTD 7.77411
TWD 36.94282
TZS 3008.254282
UAH 51.072518
UGX 4223.084227
USD 1.144492
UYU 45.965209
UZS 13828.894631
VES 829.573183
VND 30046.914817
VUV 137.422655
WST 3.146795
XAF 655.039409
XAG 0.020599
XAU 0.000287
XCD 3.093046
XCG 2.062511
XDR 0.813754
XOF 655.794356
XPF 119.331742
YER 273.078233
ZAR 18.770621
ZMK 10301.804477
ZMW 20.970532
ZWL 368.525885
  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1443

    -0.01%

  • Euro STOXX 50

    18.0300

    6283.61

    +0.29%

  • SDAX

    67.3900

    18329.52

    +0.37%

  • DAX

    -84.0400

    24915.49

    -0.34%

  • MDAX

    -60.9200

    32039.83

    -0.19%

  • Goldpreis

    1.3000

    3993.4

    +0.03%

  • TecDAX

    -27.4100

    3782.28

    -0.72%

IPCC-Bericht: Zeit im Kampf gegen die Erderwärmung drängt mehr denn je
IPCC-Bericht: Zeit im Kampf gegen die Erderwärmung drängt mehr denn je / Foto: SANJAY KANOJIA - AFP/Archiv

IPCC-Bericht: Zeit im Kampf gegen die Erderwärmung drängt mehr denn je

Der Kampf gegen die Erderwärmung drängt mehr denn je - doch die Menschheit kann noch umsteuern und damit zugleich die Wirtschaft ankurbeln und Gesundheitsschäden verringern. Das ist die Botschaft des neuen Berichts des Weltklimarats IPCC, der am Montag im schweizerischen Interlaken vorgestellt wurde. Das UN-Gremium rechnet demnach damit, dass die im Pariser Klimaabkommen vereinbarte 1,5-Grad-Grenze für die Erderwärmung bereits im Zeitraum 2030 bis 2035 erreicht wird.

Textgröße:

"Effektive und gerechte Klimamaßnahmen zu etablieren, wird nicht nur die Verluste und Schäden für Natur und Menschen verringern, es wird auch weiterreichende Vorteile bringen", erklärte der IPCC-Vorsitzende Hoesung Lee. Der neue Sachstandsbericht seines Gremiums zeige, dass "wenn wir jetzt handeln, wir immer noch eine lebenswerte nachhaltige Zukunft für alle sicherstellen können".

Um einen Klimawandel mit katastrophalen Folgen abzuwenden, hatte die Weltgemeinschaft 2015 im Pariser Klimaabkommen vereinbart, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst aber auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Durch den Treibhausgas-Ausstoß der Menschheit, insbesondere durch die Nutzung fossiler Energieträger wie Erdöl und Erdgas, hat sich die Erde bereits um rund 1,1 Grad erwärmt. Und die Chancen, die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten, stehen angesichts weiterhin zunehmender Treibhausgasemissionen schlecht.

Die Auswertungen der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ergab nach Angaben der Autoren, dass die Auswirkungen des Klimawandels noch größer sind als im vorherigen Sachstandsbericht aus dem Jahr 2014 angenommen. Dies zeige sich an "häufigeren und intensiveren Extremwetterereignissen" wie Hitzewellen und Stürmen. Laut IPCC werden die derzeit heißesten Jahre künftig zu den kühlsten innerhalb einer Generation zählen.

In seinem nun vorgelegten Synthesebericht erklärt der Weltklimarat, fast alle Szenarien für den kurzfristigen Treibhausgasstoß der Menschheit sagten voraus, dass die 1,5-Grad-Grenze schon im Zeitraum 2030 bis 2035 erreicht werde. Durch eine "tiefgreifende, schnelle und anhaltende Verringerung der Emissionen" könne die internationale Gemeinschaft aber "eine sichtbare Verlangsamung der Erderwärmung" erreichen.

Ein solches umfassendes Umsteuern sei im eigenen Interesse der Menschheit. "Der wirtschaftliche und soziale Nutzen einer Begrenzung des Klimawandels auf zwei Grad übersteigt die Kosten der dafür umzusetzenden Maßnahmen", heißt es in dem IPCC-Bericht. So schaffe die Umstellung auf klimafreundliche Energien und Verkehrsmittel nicht nur Arbeitsplätze, sondern verringere auch die Luftverschmutzung und dadurch verursachte Leiden. Und der wirtschaftliche Nutzen hieraus sei mindestens in etwa so groß wie die Kosten der Maßnahmen zur Emissionsminderung.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) erklärte, der IPCC-Bericht mache "mit brutaler Klarheit deutlich, dass wir an dem Ast sägen, auf dem wir als Weltgemeinschaft sitzen". Es sei aber "weiterhin möglich, die 1,5 Grad in Reichweite zu halten, wenn wir in den nächsten sieben Jahren die globalen Emissionen halbieren". Die Bundesregierung setze sich "für eine ambitionierte globale Klimapolitik ein".

Umwelt- und Entwicklungsorganisationen kritisierten die Klimapolitik der Bundesregierung als unzureichend. Der IPCC-Bericht warne "vor einem sich rapide schließenden Zeitfenster", erklärte Christoph Bals von Germanwatch. Dies bedeute, dass die Bundesregierung "keine weitere Zeit verlieren" dürfe und den klimafreundlichen "Umbau des Verkehrs- und Gebäudesystems" bewerkstelligen müsse.

Der IPCC-Bericht sei "Auftrag zum unverzüglichen Handeln", erklärte die Entwicklungsorganisation Brot für die Welt. Insbesondere "die ärmsten Bevölkerungsgruppen im Globalen Süden, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben", bräuchten Unterstützung.

Der sogenannte Synthesebericht fasst die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Ursachen und Folgen der Erderwärmung zusammen und gibt Regierungen und anderen politischen Entscheidungsträgern Handlungsempfehlungen. Außer den drei Teilen des Sechsten IPCC-Sachstandsberichts, die der Weltklimarat seit August 2021 veröffentlicht hat, sind in den Synthesebericht auch weitere IPCC-Erkenntnisse aus früheren IPCC-Sonderberichten eingeflossen.

C.Zeman--TPP