The Prague Post - Ozean-Konferenz in Nizza: Weltmeere sollen "nicht zum Wilden Westen werden"

EUR -
AED 4.294921
AFN 73.67711
ALL 96.319622
AMD 441.762663
ANG 2.093057
AOA 1072.414335
ARS 1630.270744
AUD 1.645511
AWG 2.10799
AZN 1.980997
BAM 1.955626
BBD 2.363091
BDT 143.36727
BGN 1.926891
BHD 0.441378
BIF 3482.146146
BMD 1.169481
BND 1.491848
BOB 8.124244
BRL 6.048568
BSD 1.173256
BTN 107.322929
BWP 15.533351
BYN 3.399643
BYR 22921.830698
BZD 2.359691
CAD 1.598055
CDF 2602.095438
CHF 0.912037
CLF 0.026157
CLP 1032.827306
CNY 8.048957
CNH 8.047603
COP 4407.294997
CRC 552.1793
CUC 1.169481
CUP 30.991251
CVE 110.255681
CZK 24.2589
DJF 208.930381
DKK 7.470529
DOP 70.457359
DZD 152.533325
EGP 57.563615
ERN 17.542217
ETB 183.659315
FJD 2.571456
FKP 0.867347
GBP 0.87231
GEL 3.158106
GGP 0.867347
GHS 12.582829
GIP 0.867347
GMD 85.372332
GNF 10290.526233
GTQ 8.999239
GYD 245.457156
HKD 9.145284
HNL 31.048836
HRK 7.532977
HTG 153.655043
HUF 379.751581
IDR 19719.791287
ILS 3.614375
IMP 0.867347
INR 107.181486
IQD 1537.029236
IRR 1537335.608716
ISK 143.682485
JEP 0.867347
JMD 183.813109
JOD 0.829146
JPY 183.890396
KES 151.471129
KGS 102.265512
KHR 4706.521726
KMF 487.673703
KPW 1052.53305
KRW 1712.283968
KWD 0.35916
KYD 0.977755
KZT 584.49309
LAK 25115.843687
LBP 105068.213537
LKR 362.813296
LRD 215.291804
LSL 18.843452
LTL 3.453174
LVL 0.707408
LYD 7.443657
MAD 10.808094
MDL 20.133987
MGA 4899.837262
MKD 61.652969
MMK 2455.784922
MNT 4173.102654
MOP 9.453965
MRU 46.780246
MUR 54.696327
MVR 18.079828
MWK 2034.632424
MXN 20.236866
MYR 4.589042
MZN 74.735693
NAD 18.843532
NGN 1602.513656
NIO 43.175982
NOK 11.174258
NPR 171.724562
NZD 1.966658
OMR 0.449677
PAB 1.173291
PEN 3.94405
PGK 5.048811
PHP 68.135727
PKR 327.8479
PLN 4.237611
PYG 7573.651315
QAR 4.290837
RON 5.09648
RSD 117.364469
RUB 90.610216
RWF 1714.843045
SAR 4.389049
SBD 9.416265
SCR 16.059192
SDG 703.443972
SEK 10.709805
SGD 1.488036
SHP 0.877414
SLE 28.739984
SLL 24523.434384
SOS 670.574861
SRD 44.148048
STD 24205.898798
STN 24.499082
SVC 10.266527
SYP 129.256881
SZL 18.832061
THB 36.756979
TJS 11.169451
TMT 4.104879
TND 3.415811
TOP 2.81583
TRY 51.422673
TTD 7.950634
TWD 36.939228
TZS 2982.176655
UAH 50.769214
UGX 4258.603658
USD 1.169481
UYU 45.116573
UZS 14301.974669
VES 490.553254
VND 30638.652119
VUV 139.149396
WST 3.176202
XAF 655.935214
XAG 0.012996
XAU 0.000218
XCD 3.160581
XCG 2.114603
XDR 0.815773
XOF 655.926802
XPF 119.331742
YER 278.979575
ZAR 18.79631
ZMK 10526.732669
ZMW 22.409968
ZWL 376.572456
  • Goldpreis

    49.4000

    5361

    +0.92%

  • EUR/USD

    -0.0021

    1.1671

    -0.18%

  • DAX

    -646.2600

    24638

    -2.62%

  • Euro STOXX 50

    -151.4800

    5986.93

    -2.53%

  • SDAX

    -329.4400

    17865.52

    -1.84%

  • TecDAX

    -66.0600

    3721.86

    -1.77%

  • MDAX

    -697.2200

    30863.12

    -2.26%

Ozean-Konferenz in Nizza: Weltmeere sollen "nicht zum Wilden Westen werden"
Ozean-Konferenz in Nizza: Weltmeere sollen "nicht zum Wilden Westen werden" / Foto: Valery HACHE - AFP/Archiv

Ozean-Konferenz in Nizza: Weltmeere sollen "nicht zum Wilden Westen werden"

Mit einem dringenden Appell von UN-Generalsekretär António Guterres, die Weltmeere nicht zum "Wilden Westen" verkommen zu lassen, hat die internationale Ozeankonferenz in Nizza begonnen. Sie wird überschattet von der Entscheidung von US-Präsidenten Donald Trump, Tiefsee-Bergbau in internationalen Gewässern voranzutreiben. Gut 30 Staaten forderten zum Auftakt der Konferenz am Montag, "zumindest eine vorsorgliche Pause" bei dieser Art der Meeresausbeutung durchzusetzen.

Textgröße:

"Die Meeresböden dürfen nicht zum Wilden Westen werden", warnte Guterres. "Die Mineralien, die sich auf dem Meeresboden außerhalb der nationalen Gewässer befinden, sind gemeinsames Erbe der Menschheit", hieß es zudem in einer Erklärung von 33 Staaten, die auch Deutschland unterzeichnete. Der Abbau von Mineralien drohe, die Artenvielfalt zu zerstören, klimaschädliches CO2 freizusetzen und Schwermetalle in die Nahrungskette zu bringen. Deshalb müsse "zumindest eine vorsorgliche Pause" beim Tiefsee-Bergbau eingelegt werden.

Während Frankreich für ein komplettes Verbot des Tiefsee-Bergbaus eintritt, fordert Deutschland lediglich eine vorsorgliche Pause. "Der Druck zur Rohstoffnutzung in der internationalen Tiefsee wächst. Deshalb müssen in den kommenden Jahren strenge Umweltstandards als Teil des 'Mining Code' (Abbaugesetz) verhandelt werden", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider in seiner Auftaktrede auf dem deutschen Forschungsschiff Meteor in Nizza.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teilte zum Auftakt der UN-Konferenz Seitenhiebe an die USA aus: "Der Meeresgrund steht nicht zum Verkauf, genau so wenig wie Grönland zu haben ist", sagte er mit Blick auf Trumps Ansprüche auf die Insel. "Die erste Antwort heißt: Multilateralität."

Macron stellte zum Auftakt der UN-Ozeankonferenz zudem die Ratifizierung des 2023 beschlossenen Hochseeabkommens bis Ende des Jahres in Aussicht. Etwa 15 weitere Länder hätten sich kurz vor Beginn der Konferenz verpflichtet, das Abkommen zu ratifizieren. Damit werde die Schwelle von 60 Ländern erreicht, so dass die Vereinbarung in Kraft treten könne. Sie ermöglicht unter anderem, Schutzgebiete in internationalen Gewässern auszuweisen, die bislang weitgehend rechtsfreier Raum waren.

Ob Deutschland das Hochseeabkommen bis zum Ende des Jahres ratifiziert, ist unklar - dazu müssen noch zwei Gesetze verabschiedet werden. Ziel sei es aber, bei der ersten Vertragsstaatenkonferenz im August 2026 in New York dabei zu sein, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums.

Zur Eröffnung der UN-Konferenz waren mehr als 60 Staats- und Regierungschefs nach Nizza gekommen, unter ihnen der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der chinesische Vizepräsident Han Zheng und der argentinische Präsident Javier Milei. Die USA entsandten nach langem Zögern den Chef der Umwelt-Taskforce im Weißen Haus, Edward Russo. Es ist das erste Mal, dass so viele Politiker und Wissenschaftler zusammenkommen, um den Meeresschutz zu verbessern.

Bundesumweltminister Schneider will in Nizza mehrere Initiativen der Bundesregierung vorstellen. Dazu zählt etwa ein Meeresnaturschutzfonds, der mit Mitteln der Offshore-Windindustrie und 400 Millionen Euro der Bundesregierung finanziert wird. Zudem will Deutschland weiterhin Altmunition aus den Weltkriegen aus der Nord- und Ostsee bergen. Gemeinsam mit Partnerländern des sogenannten globalen Südens will Deutschland das Ausweisen von Schutzgebieten auf der Hohen See vorbereiten.

Auf der UN-Konferenz geht es außerdem darum, die im August anstehende Verhandlungsrunde für ein Plastikabkommen vorzubereiten. "Was wir Menschen den Meeren zurückgeben, ist viel zu oft nur unser Plastikmüll. Das muss sich ändern", betonte Schneider. Es sei gut, dass der Ozean mit der UN-Konferenz "endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient".

Frankreich und Großbritannien kündigten beide Einschränkungen der Schleppnetzfischerei an, allerdings in ungleichem Ausmaß. Während Großbritannien die Schutzgebiete, in denen diese umweltschädliche Art von Fischerei verboten ist, von derzeit 18.000 Quadratkilometer auf 48.000 Quadratkilometer ausweitet, will Frankreich seine Schutzgebiete nur auf 15.000 Quadratkilometer erweitern. Dies entspricht vier Prozent der französischen Gewässer. Umweltschützer bezeichneten dies als unzureichend.

M.Jelinek--TPP