The Prague Post - Großdemonstration zur Halbzeit der Weltklimakonferenz - Stockende Verhandlungen in Belém

EUR -
AED 4.320613
AFN 74.117478
ALL 96.442418
AMD 442.965175
ANG 2.105578
AOA 1078.829709
ARS 1631.774443
AUD 1.668892
AWG 2.11766
AZN 2.003369
BAM 1.955679
BBD 2.369854
BDT 143.792973
BGN 1.938418
BHD 0.443537
BIF 3489.384994
BMD 1.176478
BND 1.493183
BOB 8.130361
BRL 6.111998
BSD 1.176627
BTN 107.004588
BWP 15.579775
BYN 3.374149
BYR 23058.95917
BZD 2.366454
CAD 1.612345
CDF 2670.603737
CHF 0.913588
CLF 0.025881
CLP 1021.970374
CNY 8.127989
CNH 8.122983
COP 4344.566733
CRC 561.565398
CUC 1.176478
CUP 31.176654
CVE 110.259612
CZK 24.223667
DJF 209.533527
DKK 7.470983
DOP 72.325236
DZD 153.079714
EGP 55.958211
ERN 17.647163
ETB 183.110239
FJD 2.614428
FKP 0.875093
GBP 0.873288
GEL 3.152572
GGP 0.875093
GHS 12.930983
GIP 0.875093
GMD 86.485823
GNF 10323.495518
GTQ 9.028559
GYD 246.13065
HKD 9.194331
HNL 31.12895
HRK 7.53334
HTG 154.232463
HUF 379.81224
IDR 19863.646257
ILS 3.670574
IMP 0.875093
INR 106.960044
IQD 1541.498466
IRR 49559.115239
ISK 144.91877
JEP 0.875093
JMD 183.341041
JOD 0.834151
JPY 182.819978
KES 151.671279
KGS 102.882918
KHR 4731.628013
KMF 492.944817
KPW 1058.861969
KRW 1706.039445
KWD 0.360938
KYD 0.980523
KZT 587.303796
LAK 25213.446417
LBP 105367.416314
LKR 364.057568
LRD 217.092933
LSL 18.956474
LTL 3.473832
LVL 0.711639
LYD 7.443636
MAD 10.789373
MDL 20.208411
MGA 5035.689715
MKD 61.642991
MMK 2470.337876
MNT 4199.737452
MOP 9.471855
MRU 47.113698
MUR 54.612663
MVR 18.119725
MWK 2040.339594
MXN 20.22159
MYR 4.591822
MZN 75.188638
NAD 18.956151
NGN 1583.197898
NIO 43.297332
NOK 11.234642
NPR 171.213361
NZD 1.977153
OMR 0.452319
PAB 1.176622
PEN 3.952456
PGK 5.131749
PHP 68.26278
PKR 328.84913
PLN 4.222384
PYG 7607.498915
QAR 4.28889
RON 5.09568
RSD 117.427716
RUB 90.373636
RWF 1718.464899
SAR 4.4134
SBD 9.472597
SCR 15.643158
SDG 707.661228
SEK 10.671156
SGD 1.493066
SHP 0.882663
SLE 28.855141
SLL 24670.144354
SOS 671.27005
SRD 44.262655
STD 24350.709131
STN 24.49849
SVC 10.295497
SYP 13011.341119
SZL 18.949832
THB 36.715509
TJS 11.148624
TMT 4.129436
TND 3.416289
TOP 2.832676
TRY 51.582427
TTD 7.964509
TWD 37.189046
TZS 3035.311843
UAH 50.930528
UGX 4235.793008
USD 1.176478
UYU 45.657769
UZS 14370.297762
VES 468.528838
VND 30553.120901
VUV 140.037401
WST 3.177924
XAF 655.905435
XAG 0.014621
XAU 0.000235
XCD 3.179489
XCG 2.120669
XDR 0.816215
XOF 655.924947
XPF 119.331742
YER 280.592146
ZAR 18.926641
ZMK 10589.710396
ZMW 22.279248
ZWL 378.825278
  • Goldpreis

    124.0000

    5121.4

    +2.42%

  • MDAX

    344.3800

    31823.39

    +1.08%

  • Euro STOXX 50

    71.6900

    6131.31

    +1.17%

  • SDAX

    40.8700

    18023.92

    +0.23%

  • TecDAX

    23.3000

    3721.5

    +0.63%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.179

    +0.14%

  • DAX

    217.1200

    25260.69

    +0.86%

Großdemonstration zur Halbzeit der Weltklimakonferenz - Stockende Verhandlungen in Belém
Großdemonstration zur Halbzeit der Weltklimakonferenz - Stockende Verhandlungen in Belém / Foto: Mauro PIMENTEL - AFP

Großdemonstration zur Halbzeit der Weltklimakonferenz - Stockende Verhandlungen in Belém

Zur Halbzeit der UN-Klimakonferenz in Brasilien sind zehntausende Klimaschützer und Indigene in der Konferenzstadt Belém auf die Straße gegangen. Mit einer riesigen aufblasbaren Weltkugel und viel Musik zogen die Menschen am Samstag durch das Stadtzentrum der Amazonas-Metropole. Sie forderten eine Abkehr von klimaschädlichen fossilen Energien und einen besseren Schutz indigener Gemeinschaften im Amazonasgebiet. COP30-Präsident André Corrêa do Lago rief die Konferenzteilnehmer auf, die festgefahrenen Verhandlungen nicht zu verschleppen.

Textgröße:

"Geschützter Amazonas" stand auf einer riesigen brasilianischen Flagge, die beim "Großen Marsch der Völker" durch Belém getragen wurde. Die Zerstörung des Amazonas-Regenwalds komme einem "Massaker" gleich, sagte der 50-jährige Benedito Huni Kuin vom indigenen Volk der Huni Kuin. Er sei aus seiner Heimat im Westen Brasiliens nach Belém im Nordosten gekommen, um bei der Klimakonferenz "unseren Stimmen aus dem Amazonasgebiet Gehör zu verschaffen und Ergebnisse zu fordern".

"Wir sind hier, um Druck auszuüben", sagte auch die 28-jährige Txai Suruí, die eine der bekanntesten indigenen Aktivistinnen in Brasilien ist. Die junge Frau lief mit traditionellem Federschmuck bei dem Protestzug mit und forderte die Delegierten der Klimakonferenz auf, zu bereits gemachten Zusagen zu stehen und "Rückschritte" beim Klimaschutz unbedingt zu verhindern.

Die fossilen Energien Kohle, Öl und Gas wurden bei der Demonstration symbolisch zu Grabe getragen - schwarz gekleidete Demonstrantinnen gingen als trauernde Witwen neben den Särgen her.

Der 4,5 Kilometer lange Protestzug führte vom Stadtzentrum bis in die Nähe des Konferenzgeländes, das am Samstag mit Stacheldrahtabsperrungen abgeriegelt war und von Soldaten bewacht wurde. Kurz darauf ging die Demonstration friedlich zu Ende, nach Angaben der Organisatoren hatten insgesamt etwa 50.000 Menschen daran teilgenommen.

Am Freitag hatten Indigene friedlich den Haupteingang des Konferenzgeländes blockiert, um für den Schutz des Amazonas-Regenwalds zu demonstrieren. Am Dienstagabend hatten sich andere protestierende Indigene gewaltsam Zutritt zum Eingangsbereich der sogenannten Blauen Zone verschafft. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften.

Zum ersten Mal seit der COP26 im schottischen Glasgow 2021 sind bei der COP30 in Belém wieder größere Proteste möglich. Bei den drei vorherigen Klimakonferenzen in Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Aserbaidschan konnten Aktivisten wegen drohender Repressionen nur innerhalb des Konferenzgeländes demonstrieren, das von der UNO verwaltet und bewacht wird.

Die Verhandlungen in Belém befinden sich zur Halbzeit in einer Sackgasse. COP30-Präsident Corrêa do Lago mahnte am Samstag Fortschritte bei den Gesprächen an. "Es steht zu viel auf dem Spiel, als dass wir zulassen könnten, dass verfahrenstechnische Taktiken oder festgefahrene Diskussionen den Fortschritt behindern", sagte er.

Der COP30-Präsident kündigte an, am Sonntag eine Zusammenfassung der verschiedenen Positionen zu veröffentlichen, um die Verhandlungen "zu strukturieren". Für die zweite Verhandlungswoche der COP30 sollten am Wochenende die Minister zahlreicher Länder in Belém eintreffen, darunter Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD).

Zu den großen Streitfragen bei der COP30 gehören die dringend notwendige Verringerung der Treibhausgas-Emissionen und die Finanzhilfen zur Unterstützung der Entwicklungsländer bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Anpassung an die Erderwärmung.

Brasilien hat einen Fahrplan für die Abkehr von den klimaschädlichen fossilen Energien vorgelegt, der von Ländern wie Deutschland, Dänemark, Großbritannien und Kenia unterstützt wird. Saudi-Arabien und andere ölreichen Staaten lehnen das Vorhaben ab.

Y.Blaha--TPP