The Prague Post - "Keine Zeit für Hinhaltetaktiken": Entscheidende Verhandlungswoche bei UN-Klimakonferenz

EUR -
AED 4.324146
AFN 75.356088
ALL 95.431906
AMD 439.007982
ANG 2.107481
AOA 1080.889884
ARS 1621.033493
AUD 1.643597
AWG 2.119392
AZN 2.002786
BAM 1.954464
BBD 2.36901
BDT 144.331305
BGN 1.96409
BHD 0.444245
BIF 3503.415074
BMD 1.17744
BND 1.495014
BOB 8.157422
BRL 5.833509
BSD 1.176261
BTN 109.624694
BWP 15.769748
BYN 3.336319
BYR 23077.821208
BZD 2.365612
CAD 1.607329
CDF 2721.063472
CHF 0.917108
CLF 0.026378
CLP 1038.172079
CNY 8.027491
CNH 8.023146
COP 4215.305336
CRC 535.922153
CUC 1.17744
CUP 31.202156
CVE 110.189651
CZK 24.295273
DJF 209.460543
DKK 7.47314
DOP 70.770104
DZD 155.5963
EGP 61.166465
ERN 17.661598
ETB 182.980437
FJD 2.584421
FKP 0.87088
GBP 0.870581
GEL 3.161404
GGP 0.87088
GHS 12.998112
GIP 0.87088
GMD 85.953266
GNF 10319.680388
GTQ 8.999954
GYD 246.091721
HKD 9.221367
HNL 31.2527
HRK 7.531027
HTG 154.022905
HUF 361.960904
IDR 20166.130184
ILS 3.512658
IMP 0.87088
INR 109.980538
IQD 1540.900516
IRR 1557752.931232
ISK 143.200556
JEP 0.87088
JMD 186.327049
JOD 0.8348
JPY 187.081086
KES 152.010224
KGS 102.96764
KHR 4710.478892
KMF 492.170222
KPW 1059.694323
KRW 1730.041877
KWD 0.36317
KYD 0.980201
KZT 548.618542
LAK 25951.482755
LBP 105330.743014
LKR 372.214413
LRD 216.943457
LSL 19.261256
LTL 3.476674
LVL 0.712221
LYD 7.454681
MAD 10.863571
MDL 20.148623
MGA 4866.527571
MKD 61.606215
MMK 2472.340222
MNT 4208.37663
MOP 9.487031
MRU 46.942903
MUR 54.598001
MVR 18.191997
MWK 2039.544717
MXN 20.375738
MYR 4.6579
MZN 75.303164
NAD 19.261256
NGN 1584.210122
NIO 43.289295
NOK 10.982159
NPR 175.256948
NZD 1.993011
OMR 0.452728
PAB 1.176296
PEN 4.038538
PGK 5.171376
PHP 70.561593
PKR 327.960489
PLN 4.231872
PYG 7499.648751
QAR 4.288224
RON 5.099256
RSD 117.354194
RUB 88.248765
RWF 1723.170461
SAR 4.416586
SBD 9.465104
SCR 16.45931
SDG 707.641326
SEK 10.758563
SGD 1.496555
SHP 0.879078
SLE 29.023661
SLL 24690.320578
SOS 672.220348
SRD 44.093912
STD 24370.627809
STN 24.482843
SVC 10.291657
SYP 130.161957
SZL 19.25626
THB 37.748824
TJS 11.147982
TMT 4.126927
TND 3.399859
TOP 2.834993
TRY 52.857582
TTD 7.982304
TWD 37.011637
TZS 3058.900462
UAH 51.954129
UGX 4358.019952
USD 1.17744
UYU 46.794763
UZS 14229.846532
VES 565.914226
VND 30994.33809
VUV 137.686615
WST 3.19697
XAF 655.489287
XAG 0.014927
XAU 0.000246
XCD 3.18209
XCG 2.119887
XDR 0.815218
XOF 655.489287
XPF 119.331742
YER 280.996123
ZAR 19.2861
ZMK 10598.367839
ZMW 22.260117
ZWL 379.135154
  • Euro STOXX 50

    20.3600

    6002.99

    +0.34%

  • MDAX

    202.6200

    31707.94

    +0.64%

  • TecDAX

    19.6100

    3730.97

    +0.53%

  • Goldpreis

    -24.9000

    4803.9

    -0.52%

  • DAX

    150.3200

    24568.12

    +0.61%

  • EUR/USD

    -0.0021

    1.1767

    -0.18%

  • SDAX

    123.9800

    18202.1

    +0.68%

"Keine Zeit für Hinhaltetaktiken": Entscheidende Verhandlungswoche bei UN-Klimakonferenz
"Keine Zeit für Hinhaltetaktiken": Entscheidende Verhandlungswoche bei UN-Klimakonferenz / Foto: Mauro PIMENTEL - AFP

"Keine Zeit für Hinhaltetaktiken": Entscheidende Verhandlungswoche bei UN-Klimakonferenz

Zum Auftakt der zweiten und entscheidenden Woche der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém hat UN-Klimasekretär Simon Stiell vor "taktischen Verzögerungen und Hinhaltetaktiken" bei zentralen Verhandlungsthemen gewarnt. "Es liegt eine Menge Arbeit vor den Ministern und Verhandlern" und die Weltgemeinschaft könne es "sich absolut nicht leisten", Zeit zu verlieren, sagte Stiell am Montag. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) bekräftigte in Belém Deutschlands Bereitschaft, einen internationalen Fahrplan zum Ausstieg aus fossilen Energien zu unterstützen.

Textgröße:

Stiell rief die Verhandler aus mehr als 190 Ländern auf, "die schwierigsten Themen schnell" zu bewältigen. "Wenn diese Themen weit in die Verlängerung gehen, verlieren alle", warnte der UN-Klimasekretäter im Plenum. Offiziell soll die sogenannte COP30 am Freitagabend enden. In den vergangenen Jahren wurde bei den UN-Klimaverhandlungen jedoch immer bis mindestens Samstag überzogen.

In Belém gibt es drei große Knackpunkte: eine stärkere Verringerung der Treibhausgas-Emissionen, Klimahilfen für ärmere Staaten und ein Streit um einseitige klimapolitische Handelsmaßnahmen. Die besonders stark vom Klimawandel betroffenen Inselsaaten kämpfen unterstützt von der EU und lateinamerikanischen Ländern für eine starke Reaktion darauf, dass die bisher umgesetzten und für die Zukunft geplanten Klimaschutzmaßnahmen bei Weitem nicht ausreichen, um die Erderwärmung wie im Pariser Klimaabkommen vorgesehen möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Schneider sagte dazu, es bestehe "die Hoffnung", dass es "diese Woche Bewegung hin zu einem konkreten Fahrplan" für einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern gebe. Große Schwellenländer mit hohen Treibhausgas-Emissionen wie China und Saudi-Arabien kämpfen jedoch gegen einen Beschlusstext, der impliziert, dass sie nicht genügend für den Klimaschutz tun.

Bei der Klimafinanzierung werfen insbesondere afrikanische Staaten den Industrieländern vor, dass sie nicht genügend Geld bereitstellen für Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Industriestaaten wie Deutschland wollen angesichts von Haushaltsproblemen keine neuen Finanzierungsverpflichtungen eingehen, zumal die USA nach ihrer Abkehr vom Pariser Abkommen als ehemals großer Geber nicht mehr im Boot sind.

Gestritten wird auch über das Thema einseitige Handelsmaßnahmen. China, Indien und weitere Länder wollen eine Entscheidung gegen Handelsbarrieren erzwingen und zielen damit insbesondere auf den EU-Grenzausgleichsmechanismus CBAM, eine Art CO2-Steuer auf klimaschädlich produzierte Güter wie Stahl, Aluminium und Düngemittel. Die Maßnahme zum Schutz von europäischen Unternehmen, die im Rahmen des dortigen Emissionshandels Mehrkosten haben, wird derzeit getestet und soll ab kommendem Jahr vollständig gelten.

EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra hielt den Kritikern am Montag in seiner Rede vor dem Konferenzplenum entgegen, auf dem Weg zur Klimaneutralität sei die CO2-Besteuerung "eine Maßnahme, die wir mit so vielen wie möglich so schnell wie möglich umsetzen müssen".

Die Expertin für internationale Klimapolitik im Bundesumweltministerium, Heike Henn, sagte, China kritisiere das EU-Vorgehen, obwohl es selbst einseitige Handelsmaßnahmen ergreife. Laut Henn ist die Europäische Union grundsätzlich "offen für Gespräche" und bietet auch Unterstützungsmaßnahmen an, damit ärmere Staaten nicht übermäßig durch CBAM belastet würden. Eine "einseitige Sprache" zu CBAM in den Beschlusstexten der COP sei für die EU allerdings "nicht akzeptabel".

Umweltorganisationen forderten mehr Bewegung in den Verhandlungen. An einem Fahrplan zur Abkehr von Kohle, Öl und Gas führe "kein Weg vorbei" erklärte die Klimachefin von WWF Deutschland, Viviane Raddatz. Außerdem müsse die COP30 bei der Klimafinanzierung "klar abstecken, wie das Geld fließen soll". Der Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig erklärte, die Industrieländer müssten "bei der Frage der finanziellen Unterstützung mehr auf die Entwicklungsländer zugehen".

Außerhalb des COP-Geländes demonstrierten erneut Indigene für die Bewahrung der Erde. Südkorea verpflichtete sich derweil in Belém dazu, keine neuen Kohlekraftwerke mehr zu bauen und seinen Bestand an Kohlemeilern schrittweise zu reduzieren.

E.Soukup--TPP