The Prague Post - COP30-Beschlussentwurf ohne Fahrplan zur Abkehr von Fossilen - harter Endspurt in Brasilien

EUR -
AED 4.32583
AFN 73.02972
ALL 96.223216
AMD 445.013651
ANG 2.108121
AOA 1080.132513
ARS 1645.537524
AUD 1.671311
AWG 2.123161
AZN 1.999754
BAM 1.953226
BBD 2.380464
BDT 144.4297
BGN 1.940759
BHD 0.444118
BIF 3503.18421
BMD 1.177898
BND 1.493932
BOB 8.167239
BRL 6.185025
BSD 1.181943
BTN 107.115864
BWP 15.567488
BYN 3.376851
BYR 23086.800865
BZD 2.377068
CAD 1.612395
CDF 2679.718386
CHF 0.911812
CLF 0.025756
CLP 1016.867257
CNY 8.137503
CNH 8.126277
COP 4337.432713
CRC 569.549562
CUC 1.177898
CUP 31.214297
CVE 110.119906
CZK 24.240139
DJF 210.472682
DKK 7.471484
DOP 72.714192
DZD 152.983649
EGP 56.057582
ERN 17.66847
ETB 181.653953
FJD 2.592316
FKP 0.870209
GBP 0.874731
GEL 3.1447
GGP 0.870209
GHS 13.006862
GIP 0.870209
GMD 87.164253
GNF 10374.330797
GTQ 9.065056
GYD 247.274192
HKD 9.204507
HNL 31.260811
HRK 7.53419
HTG 154.92587
HUF 379.475148
IDR 19921.78893
ILS 3.698617
IMP 0.870209
INR 107.314695
IQD 1548.359883
IRR 49618.953576
ISK 144.892785
JEP 0.870209
JMD 184.037512
JOD 0.835144
JPY 182.090885
KES 151.948932
KGS 103.006872
KHR 4747.744379
KMF 491.184091
KPW 1060.10472
KRW 1706.697623
KWD 0.361332
KYD 0.984902
KZT 578.008417
LAK 25323.633618
LBP 105839.645839
LKR 365.588301
LRD 219.241128
LSL 18.91288
LTL 3.478026
LVL 0.712499
LYD 7.462168
MAD 10.798971
MDL 20.157441
MGA 5142.224612
MKD 61.643064
MMK 2473.114374
MNT 4205.491816
MOP 9.515962
MRU 47.087957
MUR 54.421916
MVR 18.145525
MWK 2049.399714
MXN 20.315331
MYR 4.603811
MZN 75.257891
NAD 18.91288
NGN 1584.53208
NIO 43.492694
NOK 11.245487
NPR 171.385183
NZD 1.973049
OMR 0.452904
PAB 1.181943
PEN 3.953191
PGK 5.151213
PHP 68.401672
PKR 330.342541
PLN 4.220544
PYG 7724.821786
QAR 4.297338
RON 5.096179
RSD 117.413325
RUB 90.40406
RWF 1726.125659
SAR 4.418343
SBD 9.476404
SCR 16.144013
SDG 708.494332
SEK 10.671208
SGD 1.493357
SHP 0.883729
SLE 28.876433
SLL 24699.931416
SOS 674.311528
SRD 44.407911
STD 24380.110502
STN 24.467761
SVC 10.341374
SYP 13027.051186
SZL 18.92107
THB 36.756285
TJS 11.145415
TMT 4.122643
TND 3.413303
TOP 2.836096
TRY 51.557068
TTD 8.008448
TWD 37.185413
TZS 3040.040504
UAH 51.188954
UGX 4183.487843
USD 1.177898
UYU 45.919497
UZS 14346.097603
VES 466.296827
VND 30590.011147
VUV 139.631257
WST 3.181773
XAF 655.093849
XAG 0.015176
XAU 0.000236
XCD 3.183329
XCG 2.130093
XDR 0.814727
XOF 655.093849
XPF 119.331742
YER 280.840306
ZAR 19.066869
ZMK 10602.491589
ZMW 22.107871
ZWL 379.282676
  • Euro STOXX 50

    -73.1900

    6030.18

    -1.21%

  • TecDAX

    -21.5800

    3700.24

    -0.58%

  • DAX

    -290.0400

    24988.17

    -1.16%

  • MDAX

    -372.5600

    31369.66

    -1.19%

  • SDAX

    -128.1400

    17964.89

    -0.71%

  • EUR/USD

    -0.0032

    1.1756

    -0.27%

  • Goldpreis

    4.7000

    5014.2

    +0.09%

COP30-Beschlussentwurf ohne Fahrplan zur Abkehr von Fossilen - harter Endspurt in Brasilien
COP30-Beschlussentwurf ohne Fahrplan zur Abkehr von Fossilen - harter Endspurt in Brasilien / Foto: Pablo PORCIUNCULA - AFP

COP30-Beschlussentwurf ohne Fahrplan zur Abkehr von Fossilen - harter Endspurt in Brasilien

Bei den den teils chaotischen Verhandlungen auf der Zielgeraden der Weltklimakonferenz in Brasilien ist zunächst keine Einigung beim Streit um die fossilen Energieträger in Sicht gewesen. Die COP30-Präsidentschaft legte am Freitag am Konferenzort Belém einen neuen Beschlussentwurf vor, der weder das Wort "fossile" noch den von vielen Staaten geforderten Fahrplan für eine Abkehr von fossilen Brennstoffen enthält. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) erwartete "harte Verhandlungen". Am Vortag waren die Verhandlungen durch ein Feuer auf dem Konferenzgelände stundenlang unterbrochen worden.

Textgröße:

Schneider wies den neuen Beschlussentwurf zurück. "So kann der Text nicht bleiben", erklärte der Bundesumweltminister. Es brauche mehr konkrete Fortschritte für den Klimaschutz. "Das werden noch harte Verhandlungen", fügte er hinzu.

Paris warf Ölförderstaaten derweil vor, eine Einigung bei der Weltklimakonferenz zu blockieren. "Wer blockiert am meisten? Das wissen wir alle", sagte die französische Ministerin für ökologischen Wandel, Monique Barbut, der Nachrichtenagentur AFP. "Es sind natürlich die Ölförderländer Russland, Indien, Saudi-Arabien." Aber auch viele Schwellenländer schlössen sich den Ölförderern an, fügte sie hinzu.

Nach Angaben eines Verhandlers, der nicht namentlich genannt werden wollte, stellen sich mehrere Staaten einem Beschluss über den Fahrplan entgegen. Dabei handele es sich um China, Indien, Saudi-Arabien, Nigeria und Russland. Bei der Weltklimakonferenz müssen Beschlüsse der rund 190 Staaten im Konsens getroffen werden.

Die Europäische Union reagierte ebenfalls "enttäuscht" auf den Beschlussentwurf. "Dies reicht nicht annähernd an die Ambition heran, die wir bei der Emissionsminderung brauchen", erklärte EU-Kommissar Wopke Hoekstra gegenüber AFP. Ministerin Barbut erklärte, fossile Energien seien zu mehr als 80 Prozent für den Klimawandel verantwortlich. Diese in dem Beschlusstext nicht zu erwähnen sei daher eine "unbegreifliche Unterlassung" mitten in der Klimakrise.

Zuvor hatten rund 30 Staaten, darunter Deutschland, in einem Brief an die COP-Präsidentschaft gedroht, einem Beschluss ohne einen solchen Ausstiegsfahrplan nicht zuzustimmen. "Lassen Sie uns ehrlich sein: In seiner jetzigen Form erfüllt der Vorschlag nicht einmal die Minimalbedingungen für ein glaubwürdiges Ergebnis der COP", erklärten in dem Schreiben vom Donnerstag Staaten wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Kolumbien. "Wir können kein Ergebnis unterstützen, das keinen Fahrplan für die Umsetzung eines gerechten, geordneten und fairen Übergangs weg von fossilen Energieträgern enthält."

Kritik am neuen Beschlussentwurf kam auch von Greenpeace Deutschland. Dieser ignoriere "in einer zynischen Art und Weise die Hauptdebatte der letzten zwei Wochen", erklärte Vorstand Martin Kaiser. "Diesen Verhandlungstext kann und darf Umweltminister Carsten Schneider und die Europäische Union nicht hinnehmen", forderte er. Viviane Raddatz von WWF Deutschland äußerte sich ebenfalls enttäuscht, es sei aber "noch Zeit", ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Der Fahrplan zum Ausstieg aus den fossilen Energien war ursprünglich von Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva vorgeschlagen worden und eines der zentralen Themen der zweiwöchigen Verhandlungen bei der UN-Klimakonferenz in Belém. Am Mittwoch hatte Lula allerdings bei einem Besuch am Konferenzort gesagt, die Länder sollten den Ausstieg aus den klimaschädlichen Energien entsprechend ihrer "Möglichkeiten" vollziehen. Dies solle erfolgen, "ohne irgendjemandem etwas vorzuschreiben, ohne eine Frist festzulegen".

Uneinigkeit herrscht zwischen den Verhandlern auch bei Beschlüssen zu Handelsmaßnahmen und zur Klimafinanzierung für Entwicklungsländer. "Der Mangel an Finanzmitteln aus reicheren Ländern bleibt in diesen letzten Tagen ein Hindernis für das Erreichen mutiger und gerechter Ergebnisse", sagte die hochrangige Vertreterin der Vereinigung besorgter Wissenschaftler, Rachel Cleetus, AFP.

Die EU zeigte sich prinzipiell offen beim Thema der Klimafinanzierung. Brüssel sei bereit, "ehrgeizige Anpassungsmaßnahmen zu ergreifen", erklärte EU-Kommissar Hoekstra. Jegliche Vereinbarung müsse sich jedoch "voll und ganz" an die bei der COP29 im vergangenen Jahr in Baku getroffenen Vereinbarungen halten. Dabei hatten die Industrienationen sich darauf verständigt, jährlich 300 Milliarden Dollar (267 Milliarden Euro) für den Klimaschutz bereitzustellen.

Am Donnerstagnachmittag waren die Verhandlungen in Belém durch ein Feuer auf dem Konferenzgelände unterbrochen worden, in dessen Folge alle Teilnehmer evakuiert wurden. Am Abend wurde das Gelände wieder geöffnet, die Verhandlungen im Plenum wurden aber auf Freitag verschoben. Offiziell sollen die Verhandlungen am Freitag zu Ende gehen. UN-Klimakonferenzen werden jedoch häufig verlängert.

U.Ptacek--TPP