The Prague Post - Strengere Regeln: RBB scheitert in Karlsruhe mit Beschwerde gegen neuen Staatsvertrag

EUR -
AED 4.35028
AFN 75.216997
ALL 96.488551
AMD 446.639581
ANG 2.120035
AOA 1086.236435
ARS 1657.536407
AUD 1.676866
AWG 2.132199
AZN 2.019688
BAM 1.955973
BBD 2.389212
BDT 145.092858
BGN 1.951727
BHD 0.446604
BIF 3506.96276
BMD 1.184555
BND 1.497069
BOB 8.226729
BRL 6.211566
BSD 1.186205
BTN 107.508527
BWP 15.592382
BYN 3.381529
BYR 23217.277527
BZD 2.385811
CAD 1.615685
CDF 2671.171242
CHF 0.911071
CLF 0.025884
CLP 1022.057316
CNY 8.183675
CNH 8.158694
COP 4335.364602
CRC 572.028963
CUC 1.184555
CUP 31.390707
CVE 110.274773
CZK 24.263007
DJF 211.23872
DKK 7.471101
DOP 73.843739
DZD 153.693645
EGP 55.431129
ERN 17.768325
ETB 184.521543
FJD 2.621953
FKP 0.868061
GBP 0.870358
GEL 3.168715
GGP 0.868061
GHS 13.043156
GIP 0.868061
GMD 87.06606
GNF 10411.483203
GTQ 9.098806
GYD 248.181994
HKD 9.257658
HNL 31.348587
HRK 7.537314
HTG 155.267206
HUF 377.616585
IDR 19959.751343
ILS 3.670604
IMP 0.868061
INR 107.502512
IQD 1554.03772
IRR 49899.378544
ISK 145.02537
JEP 0.868061
JMD 185.52861
JOD 0.839803
JPY 181.114879
KES 152.74822
KGS 103.589372
KHR 4767.221249
KMF 491.590601
KPW 1066.108258
KRW 1712.890241
KWD 0.363125
KYD 0.988588
KZT 582.861653
LAK 25409.961631
LBP 106210.079903
LKR 366.850572
LRD 220.639553
LSL 18.938681
LTL 3.497683
LVL 0.716525
LYD 7.479663
MAD 10.845261
MDL 20.121386
MGA 5176.45874
MKD 61.665041
MMK 2487.15687
MNT 4223.612986
MOP 9.551546
MRU 47.341397
MUR 54.406834
MVR 18.248113
MWK 2056.886779
MXN 20.356992
MYR 4.62078
MZN 75.704505
NAD 18.941879
NGN 1604.905648
NIO 43.652026
NOK 11.274393
NPR 172.006709
NZD 1.963216
OMR 0.455458
PAB 1.186305
PEN 3.978553
PGK 5.095236
PHP 68.603489
PKR 331.64379
PLN 4.216364
PYG 7753.687136
QAR 4.323483
RON 5.09643
RSD 117.445088
RUB 90.903882
RWF 1732.473092
SAR 4.442325
SBD 9.529961
SCR 16.694426
SDG 712.508288
SEK 10.603591
SGD 1.495498
SHP 0.888723
SLE 28.962078
SLL 24839.524797
SOS 676.731407
SRD 44.766731
STD 24517.896393
STN 24.501137
SVC 10.37992
SYP 13100.674472
SZL 18.933678
THB 37.041068
TJS 11.192192
TMT 4.145942
TND 3.421303
TOP 2.852124
TRY 51.793949
TTD 8.043713
TWD 37.238616
TZS 3087.933161
UAH 51.268061
UGX 4199.37215
USD 1.184555
UYU 45.964073
UZS 14497.284757
VES 465.210358
VND 30762.892723
VUV 141.054658
WST 3.212769
XAF 655.984676
XAG 0.015903
XAU 0.000242
XCD 3.201319
XCG 2.137889
XDR 0.815872
XOF 656.015136
XPF 119.331742
YER 282.338522
ZAR 18.993806
ZMK 10662.411239
ZMW 21.799932
ZWL 381.426219
  • Euro STOXX 50

    -1.0800

    5977.8

    -0.02%

  • DAX

    -26.1500

    24774.76

    -0.11%

  • SDAX

    -101.9400

    17695.69

    -0.58%

  • TecDAX

    -26.0600

    3627.94

    -0.72%

  • MDAX

    -276.9900

    31087.57

    -0.89%

  • Goldpreis

    -102.6000

    4943.7

    -2.08%

  • EUR/USD

    -0.0004

    1.1846

    -0.03%

Strengere Regeln: RBB scheitert in Karlsruhe mit Beschwerde gegen neuen Staatsvertrag
Strengere Regeln: RBB scheitert in Karlsruhe mit Beschwerde gegen neuen Staatsvertrag / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Strengere Regeln: RBB scheitert in Karlsruhe mit Beschwerde gegen neuen Staatsvertrag

Die Länder Berlin und Brandenburg dürfen dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) strengere Vorgaben zur Organisation machen. Der neue Staatsvertrag verletzt den Sender nicht in seiner Rundfunkfreiheit, wie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Donnerstag erklärte. Die Verfassungsbeschwerde des RBB wurde zurückgewiesen. (Az. 1 BvR 2578/24)

Textgröße:

Die Struktur der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Länder wird in Staatsverträgen geregelt. Für den RBB war der neue Staatsvertrag nach dem Skandal um die frühere Intendantin Patricia Schlesinger beschlossen worden. Gegen Schlesinger wurden Vorwürfe hinsichtlich ihrer Amtsführung und der Verschwendung von Gebührengeldern erhoben, woraufhin sie im Sommer 2022 zuerst den ARD-Vorsitz abgab und wenig später auch als RBB-Intendantin zurücktrat. Später kündigte der Verwaltungsrat des Senders ihr fristlos.

Mit dem neuen RBB-Staatsvertrag wollten die Länder Brandenburg und Berlin "Konsequenzen aus den im Jahr 2022 bekannt gewordenen Versäumnissen" ziehen und strukturellen Defiziten entgegenwirken, wie das Verfassungsgericht formulierte. Er gilt seit dem Jahreswechsel 2023/2024.

Der RBB wehrte sich vor dem Verfassungsgericht gegen fünf Neuregelungen. Dabei ging es zum einen um Personalfragen. So wird zusätzlich zur Intendanz noch ein Direktorium geschaffen, die Landesangebote bekommen einzelne Leitungen. Die öffentliche Ausschreibung von Stellen wurde erstmals ohne Ausnahmen festgelegt, um die Personalpolitik transparenter zu machen. Außerdem befasst sich der Staatsvertrag mit Haftungsfragen für die Mitglieder von Rundfunk- und Verwaltungsrat sowie der Intendanz.

Zum anderen geht es um die regionale Verteilung der Ressourcen. So legt der Staatsvertrag fest, dass in Cottbus und Frankfurt an der Oder Regionalstudios betrieben werden müssen. In Brandenburg an der Havel, Prenzlau und Perleberg muss es kleinere Regionalbüros geben. Berlin und Brandenburg müssen jeweils täglich mindestens für eine Stunde ein eigenes regionales Fernsehprogramm bekommen.

Die Beschwerde des RBB gegen diese Bestimmungen ist unbegründet, wie das Verfassungsgericht entschied. Die Medienanstalt sei in ihrer Rundfunkfreiheit nicht verletzt. Die Gesetzgeber der Länder hätten sich an die verfassungsrechtlichen Anforderungen gehalten.

Eine begrenzte Mindestzahl an Standorten festzulegen, sei mit der Rundfunkfreiheit vereinbar. Das diene der regionalen Vielfalt im Programm, erklärte das Gericht. Auch getrennte Programme für Berlin und Brandenburg von jeweils mindestens einer Stunde sind zulässig, da der Zeitraum eng begrenzt sei und Spielraum für das Programm lasse.

Das Mindestzeitfenster "für die Identifikation mit Landesthemen" sei im Verhältnis zum Gesamtprogramm zeitlich eher eng bemessen, führte das Gericht aus. Wie die 60 Minuten verteilt werden und wann sie gesendet werden, sei dem RBB überlassen. Inhalte würden nicht vorgegeben.

Auch gegen die neu gestaltete Organisation der Geschäftsleitung hatte Karlsruhe keine Einwände. Diese gefährde weder die Funktionsfähigkeit noch die Erfüllung der Aufgaben des RBB. Mit Blick auf die Pflicht zur öffentlichen Ausschreibung von Stellen und zu den Haftungsfragen war die Beschwerde unzulässig. Hier reichten die Ausführungen des RBB nicht aus.

Sowohl die Politik als auch der RBB selbst begrüßten, dass nach der Entscheidung aus Karlsruhe nun Klarheit herrscht. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich zufrieden. "Der Staatsvertrag macht den rbb zukunftsfest und verlangt eine ausgewogene Berichterstattung aus allen Landesteilen Brandenburgs", erklärte er.

RBB-Intendantin Ulrike Demmer betonte: "Der RBB war und ist mit den grundsätzlichen Zielen, die die Länder mit dem neuen RBB-Staatsvertrag verbunden haben, einig: Das gilt für die Stärkung der Regionalität ebenso wie für verbesserte Kontrolle und größere Transparenz." Strittig sei gewesen, wie detailliert der Gesetzgeber dem Sender den Weg vorgeben könne. Darüber sei nun abschließend entschieden.

E.Cerny--TPP