The Prague Post - Steuerschätzer erwarten Milliarden-Mehreinnahmen - Klingbeil pocht auf Reformen

EUR -
AED 4.256248
AFN 76.490971
ALL 92.792124
AMD 422.44687
ANG 2.07427
AOA 1062.75707
ARS 1732.616553
AUD 1.63944
AWG 2.086111
AZN 1.994262
BAM 1.958344
BBD 2.334573
BDT 141.413674
BGN 1.966004
BHD 0.437066
BIF 3463.385781
BMD 1.15895
BND 1.480962
BOB 13.416426
BRL 6.041378
BSD 1.159126
BTN 110.850499
BWP 15.646593
BYN 3.525564
BYR 22715.425801
BZD 2.331218
CAD 1.608574
CDF 2630.817445
CHF 0.939851
CLF 0.027192
CLP 1070.221371
CNY 7.815148
CNH 7.813087
COP 3598.401595
CRC 520.674028
CUC 1.15895
CUP 30.712183
CVE 110.406496
CZK 24.190302
DJF 206.411659
DKK 7.475902
DOP 68.088142
DZD 154.035311
EGP 58.498248
ERN 17.384254
ETB 187.506533
FJD 2.561856
FKP 0.855763
GBP 0.855647
GEL 3.018996
GGP 0.855763
GHS 12.808692
GIP 0.855763
GMD 85.761892
GNF 10182.181139
GTQ 8.841446
GYD 242.506024
HKD 9.090841
HNL 31.078232
HRK 7.534797
HTG 151.620857
HUF 365.893933
IDR 20661.765877
ILS 3.46671
IMP 0.855763
INR 110.922611
IQD 1518.491938
IRR 1593064.10296
ISK 142.214963
JEP 0.855763
JMD 183.15421
JOD 0.821676
JPY 184.55878
KES 150.089338
KGS 101.350078
KHR 4689.211939
KMF 493.712694
KPW 1043.055607
KRW 1619.407026
KWD 0.357872
KYD 0.96595
KZT 535.353031
LAK 26123.155315
LBP 103798.570367
LKR 384.743041
LRD 210.382346
LSL 18.804348
LTL 3.422078
LVL 0.701037
LYD 7.38572
MAD 10.769935
MDL 19.994884
MGA 4992.570729
MKD 61.605015
MMK 2432.921723
MNT 4168.919085
MOP 9.364484
MRU 46.487179
MUR 54.447114
MVR 17.916871
MWK 2009.980023
MXN 19.771605
MYR 4.708772
MZN 74.062734
NAD 18.804267
NGN 1564.860938
NIO 42.647849
NOK 10.899064
NPR 177.360599
NZD 1.974069
OMR 0.445616
PAB 1.159105
PEN 3.903904
PGK 5.208743
PHP 71.65439
PKR 321.689776
PLN 4.326849
PYG 6993.203764
QAR 4.236985
RON 5.242977
RSD 117.314761
RUB 98.39405
RWF 1707.977346
SAR 4.342108
SBD 9.301517
SCR 16.064083
SDG 697.102722
SEK 11.043122
SGD 1.479823
SHP 0.858627
SLE 28.568026
SLL 24302.607335
SOS 662.483328
SRD 44.001839
STD 23987.931215
STN 24.531757
SVC 10.142085
SYP 15068.671639
SZL 18.790731
THB 38.397149
TJS 10.710165
TMT 4.056326
TND 3.394594
TOP 2.790474
TRY 55.554972
TTD 7.860277
TWD 36.971708
TZS 3068.872573
UAH 51.924438
UGX 4323.634381
USD 1.15895
UYU 46.760533
UZS 13700.913572
VES 894.219218
VND 30340.159798
VUV 137.005872
WST 3.14759
XAF 656.832793
XAG 0.018496
XAU 0.000267
XCD 3.132121
XCG 2.08904
XDR 0.819438
XOF 656.821444
XPF 119.331742
YER 274.776137
ZAR 18.842579
ZMK 10431.945789
ZMW 21.646489
ZWL 373.181522
  • Goldpreis

    -28.6000

    4392

    -0.65%

  • EUR/USD

    0.0023

    1.16

    +0.2%

  • Euro STOXX 50

    -62.2800

    6468.17

    -0.96%

  • SDAX

    -60.7100

    18425.59

    -0.33%

  • MDAX

    -517.1700

    31839.83

    -1.62%

  • DAX

    -210.2400

    26128.36

    -0.8%

  • TecDAX

    -41.2800

    4051.96

    -1.02%

Steuerschätzer erwarten Milliarden-Mehreinnahmen - Klingbeil pocht auf Reformen
Steuerschätzer erwarten Milliarden-Mehreinnahmen - Klingbeil pocht auf Reformen / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Steuerschätzer erwarten Milliarden-Mehreinnahmen - Klingbeil pocht auf Reformen

Jährliche Mehreinnahmen in Milliardenhöhe bis 2029, allerdings nur für Länder und Kommunen - das prognostiziert die am Donnerstag veröffentlichte Herbst-Steuerschätzung. Demnach steigen die Steuereinnahmen in diesem Zeitraum um voraussichtlich 33,6 Milliarden Euro. Anders als Länder und Kommunen muss der Bund aber nach leichten Zuwächsen in den kommenden Jahren ab 2028 sogar mit weniger Steuereinnahmen kalkulieren als bislang erwartet. Für Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sind die Zahlen daher kein Grund zur Entwarnung.

Textgröße:

Der Bund kann der Schätzung zufolge in diesem und den nächsten beiden Jahren etwas höhere Steuereinnahmen erwarten: 2025 liegt die erwartete Summe bei 390,9 Milliarden Euro - ein Plus von 1,8 Milliarden Euro im Vergleich zur Steuerschätzung vom Mai. 2026 liegt das Plus bei 4,9 Milliarden Euro, 2027 bei 1,0 Milliarden Euro.

Danach fallen die erwarteten Steuereinnahmen aber hinter die Frühjahrsprognose zurück: 2028 sind demnach 4,0 Milliarden Euro weniger zu erwarten, 2029 noch einmal 3,7 Milliarden Euro weniger. Für den gesamten Schätzzeitraum von 2025 bis 2029 halten sich somit für den Bund die Mehr- und Mindereinnahmen im Vergleich zur Frühjahrsschätzung die Waage. Die jährliche Gesamthöhe der Steuereinnahmen für den Bund liegt in den kommenden Jahren bei 392 bis 427,6 Milliarden Euro.

Die Länder können in diesem Jahr mit 7,8 Milliarden Euro Mehreinnahmen rechnen und 2026 mit 7,9 Milliarden Euro. Danach verlangsamt sich der Aufwärtstrend: 2028 steht ein Plus von 1,7 Milliarden Euro in der Schätzung, 2029 von 1,6 Milliarden. Auch die Kommunen profitieren und können im Vergleich zur Frühjahrsschätzung zwischen 1,8 und 4,0 Milliarden Euro jährlich mehr erwarten.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sprach zwar von einer "deutlichen wachstumsbedingten Mehreinnahme" gegenüber der Steuerschätzung vom Mai. Diese sieht er auch als Erfolg der Investitionspolitik. "Es bleibt richtig, dass wir massiv Geld in die Hand nehmen, um die Infrastruktur zu stärken und in die Sicherheit investieren", sagte Klingbeil.

Der Vizekanzler warnte allerdings vor zu hohen Erwartungen. Es gebe "überhaupt keinen Grund, sich zurückzulehnen", fügte er hinzu. "Angesichts der Haushaltslücke, die ab 2027 klafft, schafft uns diese wachstumsbedingte Mehreinnahme nur eine geringe Entlastung." Der Grund liegt laut Klingbeil vor allem darin, dass der Bund den Großteil der von der Regierung verabschiedeten Steuererleichterungen zu finanzieren habe.

In der Haushaltspolitik werde er seinen "klaren Konsolidierungskurs" fortsetzen, kündigte Klingbeil an. "Es entstehen keine strukturellen Spielräume für den Bundeshaushalt." Zu den Konsolidierungsbemühungen müsse jedes Ministerium beitragen.

Für die Grünen sind die prognostizierten Mehreinnahmen "kein Beweis erfolgreicher Politik". Sie gingen "vor allem auf höhere Lohnsteuereffekte und eine sehr optimistische Wirtschaftsprognose der Bundesregierung zurück", kritisierte der Grünen-Haushälter Sebastian Schäfer. Für den SPD-Haushälter Thorsten Rudolph hingegen zeigt die Prognose, dass "die Maßnahmen der Koalition wirken". "Der Investitionshaushalt, das Sondervermögen Infrastruktur und der Wachstumsbooster führen zu wirtschaftlichem Aufschwung in Deutschland", betonte Rudolph.

Angesichts der nur für Länder und Kommunen positiven Aussichten erteilte Klingbeil auch Forderungen der Länder eine Absage, absehbare Einbußen durch Steuererleichterungen für Pendler, Ehrenamtler und die Gastronomie zu kompensieren. "Die Diskussion ist mit diesen Zahlen beendet", sagte er.

Die Prognose zur Einnahmeentwicklung wurde vom Arbeitskreis Steuerschätzung ausgearbeitet. Das Gremium schätzt jeweils im Mai und Oktober jedes Jahres die künftigen Steuereinnahmen. Die Prognosen sind Grundlage der Haushaltsplanung von Bund, Ländern und Kommunen. Dem Arbeitskreis gehören neben Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen noch weitere Experten aus Wirtschaftsinstituten und Behörden an.

Die Beratungen für den Haushalt des kommenden Jahres sollen im November im Bundestag abgeschlossen werden. Klingbeil plant mit Ausgaben in Höhe von rund 520 Milliarden Euro. Ab 2027 klafft dann eine erhebliche Lücke in der mittelfristigen Haushaltsplanung. Klingbeil sagte nun, dass das Loch 2027 bei rund 30 Milliarden Euro liegt - und damit sieben bis acht Milliarden Euro kleiner ist als bisher erwartet.

X.Vanek--TPP