The Prague Post - Merz und Söder ringen mit Junger Union im Rentenstreit

EUR -
AED 4.251552
AFN 76.406525
ALL 92.613573
AMD 421.989952
ANG 2.071981
AOA 1061.5848
ARS 1730.593456
AUD 1.634175
AWG 2.083809
AZN 1.965468
BAM 1.956217
BBD 2.331997
BDT 141.260111
BGN 1.963835
BHD 0.436593
BIF 3460.237591
BMD 1.157672
BND 1.479615
BOB 13.401857
BRL 6.038993
BSD 1.157847
BTN 110.730604
BWP 15.629332
BYN 3.521751
BYR 22690.366723
BZD 2.328696
CAD 1.608267
CDF 2627.9152
CHF 0.940374
CLF 0.027162
CLP 1069.040652
CNY 7.806525
CNH 7.809897
COP 3596.72412
CRC 520.110868
CUC 1.157672
CUP 30.678302
CVE 110.288509
CZK 24.205292
DJF 206.183951
DKK 7.476594
DOP 68.014498
DZD 153.864978
EGP 58.495532
ERN 17.365077
ETB 185.806013
FJD 2.556776
FKP 0.853644
GBP 0.855467
GEL 3.015714
GGP 0.853644
GHS 12.794727
GIP 0.853644
GMD 85.667882
GNF 10171.168106
GTQ 8.831883
GYD 242.241637
HKD 9.080372
HNL 31.044618
HRK 7.536079
HTG 151.452284
HUF 365.302576
IDR 20629.247901
ILS 3.466646
IMP 0.853644
INR 110.927472
IQD 1517.128857
IRR 1591306.675246
ISK 142.219915
JEP 0.853644
JMD 182.948998
JOD 0.820809
JPY 184.804907
KES 149.929906
KGS 101.238832
KHR 4683.99845
KMF 493.168544
KPW 1041.904934
KRW 1635.338673
KWD 0.357466
KYD 0.964906
KZT 534.773993
LAK 26094.562368
LBP 103686.301975
LKR 384.321923
LRD 210.154797
LSL 18.783604
LTL 3.418303
LVL 0.700264
LYD 7.377573
MAD 10.771556
MDL 19.973258
MGA 4987.063052
MKD 61.538118
MMK 2430.880808
MNT 4163.995329
MOP 9.354194
MRU 46.436899
MUR 54.410951
MVR 17.897971
MWK 2010.875715
MXN 19.755095
MYR 4.699038
MZN 73.980982
NAD 18.846491
NGN 1563.030153
NIO 42.609083
NOK 10.909835
NPR 177.168766
NZD 1.96836
OMR 0.445134
PAB 1.157847
PEN 3.89846
PGK 5.087678
PHP 71.494329
PKR 321.334896
PLN 4.323731
PYG 6985.489041
QAR 4.220293
RON 5.248649
RSD 117.393682
RUB 98.288288
RWF 1706.063668
SAR 4.337317
SBD 9.291255
SCR 16.549099
SDG 696.33622
SEK 11.044906
SGD 1.479966
SHP 0.85768
SLE 28.536389
SLL 24275.797319
SOS 661.60662
SRD 43.953309
STD 23961.468342
STN 24.505224
SVC 10.13116
SYP 15052.048265
SZL 18.846559
THB 38.307719
TJS 10.698581
TMT 4.051851
TND 3.378954
TOP 2.787396
TRY 55.490183
TTD 7.851674
TWD 36.971751
TZS 3068.091838
UAH 51.867156
UGX 4318.92063
USD 1.157672
UYU 46.709957
UZS 13685.917317
VES 893.232739
VND 30304.373965
VUV 136.997248
WST 3.156174
XAF 656.096855
XAG 0.018276
XAU 0.000267
XCD 3.128665
XCG 2.086745
XDR 0.818534
XOF 656.096855
XPF 119.331742
YER 274.487632
ZAR 18.807825
ZMK 10420.439589
ZMW 21.622609
ZWL 372.769838
  • EUR/USD

    0.0000

    1.1577

    0%

  • DAX

    -210.2500

    26128.36

    -0.8%

  • MDAX

    -517.1500

    31839.83

    -1.62%

  • TecDAX

    -41.2800

    4051.96

    -1.02%

  • Euro STOXX 50

    -62.2800

    6468.17

    -0.96%

  • SDAX

    -60.7300

    18425.59

    -0.33%

  • Goldpreis

    -37.8000

    4382.8

    -0.86%

Merz und Söder ringen mit Junger Union im Rentenstreit
Merz und Söder ringen mit Junger Union im Rentenstreit / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Merz und Söder ringen mit Junger Union im Rentenstreit

CDU-Chef Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder haben im Rentenstreitder Union den Parteinachwuchs zu Lösungsbereitschaft aufgefordert. Während Merz die Junge Union in Rust zur konstruktiven Mitwirkung bei einer Rentenreform aufforderte, warnte Söder am Sonntag vor einem drohenden Bruch der Koalition mit der SPD. Die CDU/CSU-Nachwuchsorganisation bekräftigte indes ihre Ablehnung des Rentenpakets in einem einstimmigen Beschluss.

Textgröße:

Merz rief die Delegierten des "Deutschlandtags" der Jungen Union zur Mäßigung im Rentenstreit auf. Er wolle den Nachwuchs "herzlich bitten: Nehmt an dieser Debatte bitte konstruktiv und aktiv teil - aber nicht, indem ihr einfach nur sagt, was nicht geht", sagte der CDU-Chef. "Glaubt jemand ernsthaft, dass wir einen Unterbietungswettkampf gewinnen, wer das niedrigste Rentenniveau anbietet?" Merz rief den Delegierten zu: "Damit gewinnen wir keine Wahl."

Söder forderte die JU auf, stärker die politische Verantwortung des Kanzlers mitzubedenken: "Friedrich Merz muss auch eine Koalition zusammenhalten." Die Koalition mit der SPD könne an dem Streit zerbrechen. Manche würden auf eine dann regierende Minderheitsregierung hoffen, er könne nur davor warnen. In solch einer Minderheitsregierung wäre Merz ein Bundeskanzler ohne Macht, dies wäre wie in der Weimarer Republik und eine Vorstufe der Radikalen, mahnte der CSU-Chef. "Das darf uns nicht passieren."

Merz und Söder machten der JU keinerlei inhaltliche Zugeständnisse. Merz wies die Aufforderung der Jungen Union, die Rentenvorlage aus dem SPD-geführten Bundessozialministerium im Bundestag wegen der hohen Folgekosten abzulehnen, zurück: Er werde der Vorlage im Bundestag "mit gutem Gewissen" zustimmen. In den Koalitionsverhandlungen habe die Union noch weiter reichende Rentenforderungen der SPD abwehren können.

Söder hob zwar hervor, die JU habe "gute Argumente" - mehr, als mit der SPD darüber diskutieren zu wollen, versprach der CSU-Chef aber nicht. Auch an der von der CSU als Teil des umstrittenen Rentenpakets geplanten Mütterrente hielt Söder fest - trotz erneuter Kritik von JU-Delegierten an der Mütterrente erhielt der CSU-Chef in Rust aber viel Applaus.

Mit großem Beifall bedachten die Delegierten zudem all jene Wortmeldungen beim "Deutschlandtag", die das Rentenpaket kritisierten und generell einen härteren Kurs in der Sozialpolitik forderten. Der Chef der Senioren-Union, Hubert Hüppe, äußerte Verständnis für den Parteinachwuchs. "Die Sorgen der Jungen Union sind berechtigt, insbesondere mit Blick auf die Finanzierung der Rente und den demografischen Wandel", sagte Hüppe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Einstimmig nahmen die JU-Delegierten kurz vor Merz' Auftritt einen Initiativantrag der Landesvorsitzenden an, der die Unionsfraktion im Bundestag auffordert, dem Rentenpaket in der derzeitigen Fassung nicht zuzustimmen. Die vom Bundeskabinett beschlossene Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent dürfe nur bis 2031 gelten - und wegen der hohen Kosten nicht über jenes Jahr hinaus, heißt es in dem Beschluss.

Der Vorsitzende der Jungen Gruppe der Unionsabgeordneten im Bundestag, Pascal Redding, bekräftigte bei dem JU-Treffen, dass der bereits vom Bundeskabinett verabschiedete Entwurf zur Renten-Stabilisierung "von uns in dieser Form keine Zustimmung bekommen" werde. Einen Kompromiss lehnte er ab: "Ihr könnt euch darauf verlassen: Wir bleiben in dieser Frage stehen."

Sollte die Junge Gruppe der Union im Bundestag mit ihren 18 Abgeordneten das Rentengesetz tatsächlich blockieren, hätte die schwarz-rote Koalition dafür keine eigene parlamentarische Mehrheit.

Der Unionsnachwuchs begründet seinen Widerstand damit, dass die von der SPD gewünschte Festschreibung des Rentenniveaus über 2031 hinaus Folgekosten von rund 120 Milliarden Euro nach sich ziehen würde. Der Kanzler zweifelte diese Zahl in Rust an: "Diese Berechnungen werden sich als unzutreffend erweisen."

Unionsfraktionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) bot der Jungen Gruppe in der Fraktion Gespräche "in den nächsten Tagen" an, um eine "akzeptable Lösung" im Rentenstreit zu finden. Spahn zeigte Verständnis für die Kritik an dem Rentenpaket. "Ich verstehe gut, dass ihr es euch anders wünscht", sagte er. "Es ist im Ergebnis eben ein Kompromiss."

K.Dudek--TPP