The Prague Post - Mercosur-Abkommen: Von der Leyen optimistisch in Bezug auf Abschluss im Januar

EUR -
AED 4.248611
AFN 76.353238
ALL 92.699242
AMD 423.490275
ANG 2.070551
AOA 1062.009423
ARS 1721.341253
AUD 1.630351
AWG 2.085263
AZN 1.896238
BAM 1.953466
BBD 2.331423
BDT 142.047799
BGN 1.962479
BHD 0.436629
BIF 3456.587734
BMD 1.156873
BND 1.477813
BOB 13.445932
BRL 6.020477
BSD 1.157522
BTN 110.608741
BWP 15.585992
BYN 3.521587
BYR 22674.702087
BZD 2.328127
CAD 1.604964
CDF 2631.884559
CHF 0.93961
CLF 0.026893
CLP 1058.434086
CNY 7.798073
CNH 7.805489
COP 3626.598793
CRC 520.039247
CUC 1.156873
CUP 30.657123
CVE 110.654806
CZK 24.201888
DJF 206.136742
DKK 7.476265
DOP 67.966003
DZD 153.867543
EGP 58.099988
ERN 17.353088
ETB 187.292834
FJD 2.553333
FKP 0.853054
GBP 0.855409
GEL 2.977342
GGP 0.853054
GHS 12.725431
GIP 0.853054
GMD 85.032196
GNF 10170.813119
GTQ 8.833368
GYD 242.198483
HKD 9.075029
HNL 31.033084
HRK 7.532516
HTG 151.495989
HUF 364.436848
IDR 20655.959478
ILS 3.450083
IMP 0.853054
INR 110.662147
IQD 1514.924611
IRR 1590179.170828
ISK 142.214015
JEP 0.853054
JMD 183.410645
JOD 0.820176
JPY 184.782045
KES 149.81661
KGS 101.168011
KHR 4677.935609
KMF 491.670852
KPW 1041.18564
KRW 1633.052592
KWD 0.357208
KYD 0.96473
KZT 533.613116
LAK 26117.724628
LBP 103680.654041
LKR 384.15411
LRD 210.101679
LSL 18.715339
LTL 3.415944
LVL 0.69978
LYD 7.354607
MAD 10.753129
MDL 19.931422
MGA 4986.558386
MKD 61.451566
MMK 2429.202613
MNT 4161.120652
MOP 9.35446
MRU 46.41595
MUR 54.372841
MVR 17.873716
MWK 2008.33128
MXN 19.742551
MYR 4.693196
MZN 73.929947
NAD 18.712915
NGN 1564.346211
NIO 42.603877
NOK 10.907569
NPR 177.009133
NZD 1.969801
OMR 0.444815
PAB 1.157617
PEN 3.896476
PGK 5.117136
PHP 71.380166
PKR 321.314763
PLN 4.317315
PYG 6972.095921
QAR 4.231707
RON 5.240403
RSD 117.368883
RUB 98.332892
RWF 1699.053241
SAR 4.334323
SBD 9.292299
SCR 16.088708
SDG 695.858451
SEK 11.025576
SGD 1.478922
SHP 0.857088
SLE 28.430195
SLL 24259.038157
SOS 661.680796
SRD 43.711847
STD 23944.926181
STN 24.473082
SVC 10.129982
SYP 15041.656857
SZL 18.719572
THB 38.284967
TJS 10.679346
TMT 4.060623
TND 3.374018
TOP 2.785471
TRY 55.435893
TTD 7.84449
TWD 36.917544
TZS 3062.81775
UAH 51.790683
UGX 4306.816194
USD 1.156873
UYU 46.384571
UZS 13726.359914
VES 892.616082
VND 30281.139139
VUV 136.90267
WST 3.153995
XAF 655.244792
XAG 0.01779
XAU 0.000264
XCD 3.126506
XCG 2.086371
XDR 0.817969
XOF 655.120344
XPF 119.331742
YER 274.323403
ZAR 18.823815
ZMK 10413.240007
ZMW 21.80715
ZWL 372.512491
  • Goldpreis

    -20.5000

    4453.2

    -0.46%

  • TecDAX

    -21.2600

    4071.98

    -0.52%

  • Euro STOXX 50

    -16.6600

    6513.79

    -0.26%

  • MDAX

    -66.0000

    32290.98

    -0.2%

  • SDAX

    27.5000

    18513.82

    +0.15%

  • DAX

    -74.3200

    26264.29

    -0.28%

  • EUR/USD

    -0.0006

    1.1575

    -0.05%

Mercosur-Abkommen: Von der Leyen optimistisch in Bezug auf Abschluss im Januar
Mercosur-Abkommen: Von der Leyen optimistisch in Bezug auf Abschluss im Januar / Foto: NICOLAS TUCAT - AFP

Mercosur-Abkommen: Von der Leyen optimistisch in Bezug auf Abschluss im Januar

Das EU-Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten kommt frühestens im Januar. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verschob die Unterzeichnung nach Angaben ihrer Sprecherin beim EU-Gipfel am Donnerstag auf das kommende Jahr. Die EU und Brasilien planen einen Termin Anfang oder Mitte Januar, das Datum steht aber noch nicht fest. Von der Leyen und die Bundesregierung zeigten sich optimistisch, dass der Abschluss dann gelingt.

Textgröße:

Von der Leyen wollte das Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay eigentlich am Samstag bei einem Gipfeltreffen in Brasilien unterzeichnen. Sie braucht dafür jedoch grünes Licht aus dem Rat der 27 EU-Länder, wo sich eine Sperrminorität aus Frankreich, Italien, Polen und Ungarn abzeichnet.

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte sich am Donnerstag bereit gezeigt, der EU deshalb weitere Bedenkzeit einzuräumen. Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni habe ihn um "eine Woche, zehn Tage, maximal einen Monat" Bedenkzeit gebeten, danach sei Italien zu einer Unterzeichnung bereit, sagte Lula vor Journalisten. Lula gab die Bitte nach eigenen Angaben an die drei anderen Mercosur-Länder weiter.

Italiens Stimme gilt als entscheidend, weil die anderen Staaten ihre Meinung kaum ändern dürften. Meloni lehnt das Abkommen nicht kategorisch ab, hatte einer Unterzeichnung noch in dieser Woche aber eine Absage erteilt. Die italienische Regierung sei "bereit, das Abkommen zu unterzeichnen, sobald die Landwirte die notwendigen Antworten bekommen", teilte ihr Büro am Donnerstag mit. Diese könnten "in kurzer Zeit festgelegt werden".

Die Bundesregierung rechnet damit, dass Meloni zeitnah einlenkt. "Das wird zwar jetzt nicht mehr in diesem Jahr abgeschlossen, aber dafür scheint es ziemlich sicher zu sein, dass es kommt", hieß es aus Regierungskreisen. Mitte Januar solle das Abkommen "über die Hürden kommen".

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte beim Gipfel in Brüssel auf einen raschen Abschluss gedrungen, ebenso Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez und sein portugiesischer Amtskollege Luís Montenegro.

Auch EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen zeigte sich optimistisch mit Blick auf einen möglichen Abschluss im Januar. "Heute Abend haben wir einen Durchbruch erzielt, der den Weg für einen erfolgreichen Abschluss des Mercosur-Abkommens im Januar ebnet", sagte sie. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die erforderliche Mehrheit haben."

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dessen Land strikt gegen das Abkommen in seiner jetzigen Form ist, wollte sich in der Nacht zum Freitag nicht festlegen, ob Paris im Januar doch zustimmen könnte. Es sei noch zu früh, das zu sagen, sagte Macron. Es seien noch grundlegende Änderungen nötig. Eine breite Mehrheit in der französischen Bevölkerung und der Politik lehnt die Vereinbarung vehement ab.

Um auf die Bedenken einzugehen, hatten Vertreter aus dem Europaparlament und dem Rat der 27 EU-Länder bereits am Mittwochabend eine Zusatzregelung vereinbart. Steigen die Einfuhren von Produkten aus den Mercosur-Staaten stark an und drücken in der EU die Preise, kann die EU-Kommission die Zölle wieder einführen. Frankreich und Italien reichten diese Zusagen aber nicht aus.

In Brüssel demonstrierten tausende Landwirte gegen das Abkommen. Die Polizei sprach von rund 7300 Protestierenden und knapp tausend Traktoren, die über die Stadt verteilt Straßen blockierten. Der Demonstrationszug verlief weitgehend friedlich. AFP-Reporter beobachteten jedoch, wie eine Gruppe Demonstranten am Rande der Proteste Autoreifen anzündete und mit Kartoffeln warf. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein.

Die deutsche Wirtschaft fordert seit langer Zeit einen Abschluss des Abkommens, das vor allem für die Auto- und Chemieindustrie wichtig ist. Der Präsident des Chemieverbands VCI, Wolfgang Große Entrup, zeigte sich angesichts der Verschiebung frustriert. "Dass sich die scheinbar endlose Hängepartie fortsetzt, ist kein gutes Zeichen", erklärte er und forderte eine rasche Unterzeichnung im kommenden Jahr.

Das Mercosur-Abkommen soll die Zölle auf 91 Prozent aller zwischen der EU und dem Mercosur gehandelten Waren abschaffen. Nach Berechnungen der EU-Kommission könnten die jährlichen EU-Exporte nach Südamerika so um bis zu 39 Prozent wachsen. Während die Europäer unter anderem Autos und chemische Produkte über den Atlantik exportieren, liefern die Mercosur-Länder hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte und Rohstoffe.

V.Nemec--TPP