The Prague Post - Bundesregierung einigt sich mit EU im Grundsatz auf Kraftwerksstrategie

EUR -
AED 4.26747
AFN 76.110697
ALL 96.757988
AMD 442.191612
ANG 2.080085
AOA 1066.722093
ARS 1675.62112
AUD 1.733278
AWG 2.094517
AZN 1.97605
BAM 1.957977
BBD 2.345117
BDT 142.408324
BGN 1.95144
BHD 0.438127
BIF 3446.932167
BMD 1.162007
BND 1.499267
BOB 8.045945
BRL 6.244739
BSD 1.1644
BTN 105.206965
BWP 15.548353
BYN 3.38678
BYR 22775.334744
BZD 2.341814
CAD 1.613958
CDF 2562.225044
CHF 0.93161
CLF 0.0262
CLP 1027.818157
CNY 8.09501
CNH 8.093419
COP 4282.994659
CRC 576.04042
CUC 1.162007
CUP 30.793182
CVE 110.387725
CZK 24.283329
DJF 207.341406
DKK 7.471524
DOP 74.262562
DZD 151.310751
EGP 54.895878
ERN 17.430103
ETB 181.137281
FJD 2.648793
FKP 0.868089
GBP 0.866816
GEL 3.131634
GGP 0.868089
GHS 12.580987
GIP 0.868089
GMD 85.42264
GNF 10193.332556
GTQ 8.927926
GYD 243.600826
HKD 9.063462
HNL 30.707139
HRK 7.533984
HTG 152.55961
HUF 385.180298
IDR 19662.260226
ILS 3.645797
IMP 0.868089
INR 105.491655
IQD 1525.295765
IRR 48949.539779
ISK 146.204134
JEP 0.868089
JMD 183.574881
JOD 0.823837
JPY 183.787673
KES 149.899083
KGS 101.617344
KHR 4682.205496
KMF 492.691202
KPW 1045.816558
KRW 1711.560536
KWD 0.357945
KYD 0.970279
KZT 594.941433
LAK 25179.994152
LBP 104269.771796
LKR 360.310579
LRD 209.583006
LSL 19.058188
LTL 3.431104
LVL 0.702886
LYD 6.327061
MAD 10.735936
MDL 19.922149
MGA 5406.033482
MKD 61.54689
MMK 2439.995367
MNT 4139.311018
MOP 9.353899
MRU 46.236404
MUR 53.805531
MVR 17.952654
MWK 2018.635556
MXN 20.530798
MYR 4.714846
MZN 74.264048
NAD 19.058188
NGN 1653.280084
NIO 42.847636
NOK 11.714609
NPR 168.331144
NZD 2.016448
OMR 0.446798
PAB 1.164395
PEN 3.912049
PGK 4.972528
PHP 69.001173
PKR 325.85017
PLN 4.224711
PYG 7863.776482
QAR 4.257133
RON 5.09063
RSD 117.374473
RUB 90.344858
RWF 1697.694737
SAR 4.357445
SBD 9.447366
SCR 15.802977
SDG 698.3658
SEK 10.713041
SGD 1.49632
SHP 0.871806
SLE 28.033426
SLL 24366.702307
SOS 664.241336
SRD 44.458152
STD 24051.196223
STN 24.527268
SVC 10.188327
SYP 12851.302059
SZL 19.050261
THB 36.488155
TJS 10.846058
TMT 4.067024
TND 3.411793
TOP 2.797833
TRY 50.290378
TTD 7.903787
TWD 36.706662
TZS 2925.353781
UAH 50.644523
UGX 4133.595573
USD 1.162007
UYU 44.959985
UZS 13974.536354
VES 393.601418
VND 30531.730632
VUV 140.672893
WST 3.236795
XAF 656.689908
XAG 0.012782
XAU 0.000252
XCD 3.140382
XCG 2.098533
XDR 0.816712
XOF 656.689908
XPF 119.331742
YER 277.051487
ZAR 19.031819
ZMK 10459.453922
ZMW 23.025698
ZWL 374.16574
  • Euro STOXX 50

    -29.9400

    6011.2

    -0.5%

  • SDAX

    -32.5500

    18304.38

    -0.18%

  • MDAX

    -119.9600

    31823.64

    -0.38%

  • TecDAX

    -20.9400

    3750.85

    -0.56%

  • Goldpreis

    -67.5000

    4556.2

    -1.48%

  • DAX

    -99.5100

    25252.88

    -0.39%

  • EUR/USD

    -0.0014

    1.1596

    -0.12%

Bundesregierung einigt sich mit EU im Grundsatz auf Kraftwerksstrategie
Bundesregierung einigt sich mit EU im Grundsatz auf Kraftwerksstrategie / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Bundesregierung einigt sich mit EU im Grundsatz auf Kraftwerksstrategie

Deutschland und die Europäische Union haben sich im Grundsatz zu Ausschreibungen für neue Kraftwerke geeinigt. Die EU-Kommission beabsichtige, "diese Maßnahmen so bald wie möglich zu genehmigen", sobald Deutschland die entsprechenden Gesetzesentwürfe vorgelegt habe, sagte ein Kommissionssprecher am Freitag in Brüssel und bestätigte die grundsätzliche Einigung. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte die Übereinkunft am Donnerstag verkündet. Umweltschutzorganisationen kritisierten die Eckpunkte als klimaschädlich.

Textgröße:

Im Rahmen der Kraftwerksstrategie sollen angesichts des steigenden Anteils erneuerbarer Energien zur langfristig stabilen Energieversorgung auch neue Kraftwerke gebaut werden. Sie sollen sogenannte Dunkelflauten ausgleichen, wenn Wind- und Solarstrom nicht hinreichend zur Verfügung stehen. Da die Kraftwerke als Back-up allerdings nur begrenzte Betriebszeiten haben sollen, benötigen sie für einen wirtschaftlichen Betrieb staatliche Fördermittel. Solche Subventionen müssen auf EU-Ebene beihilferechtlich genehmigt werden, weil sie einen Eingriff in den europäischen Strommarkt darstellen.

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums kann nach der Grundsatzeinigung mit der EU noch in diesem Jahr eine Kraftwerksleistung von zwölf Gigawatt neu ausgeschrieben werden. Mit "kurzfristigen Ausschreibungen über zwölf Gigawatt neuer, zusätzlicher steuerbarer Leistung schaffen wir auch für die Zukunft die Grundlage für eine gesicherte Stromversorgung in Deutschland", erklärte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Die Kraftwerke sollen bis 2031 in Betrieb gehen.

Für zehn Gigawatt davon ist laut Ministerium ein "Langfristkriterium" vorgesehen, die Kraftwerke müssten "aus Gründen der Versorgungssicherheit über einen längeren Zeitraum am Stück Strom erzeugen können". Hier könnten insbesondere auch Gaskraftwerke zum Zuge kommen, hieß es aus Ministeriumskreisen. Für die weiteren zwei Gigawatt sind demnach technologieoffene Ausschreibungen ohne dieses Langzeitkriterium vorgesehen. Das könnten etwa auch Batteriespeicher sein.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisierte, dass nur die Ausschreibungen für zwei Gigawatt Leistung technologieoffen erfolgen sollen. Mit dem Langfristkriterium würden "Technologien wie Batteriespeicher de facto ausgeschlossen", erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. Bei den restlichen zehn Gigawatt habe sich "Reiche mit ihrer planwirtschaftlichen Vorfestlegung auf Gaskraftwerke durchgesetzt". Das sei "eine schlechte Nachricht für Stromkunden und Klimaziele", führte Müller-Kraenner aus. "Es drohen unnötige Kosten und CO2-Emissionen."

2027 sowie 2029/2030 sollen "weitere Auschreibungen für steuerbare Kapazitäten" erfolgen, teilte das Ministerium weiter mit. Diese würden auch für bestehende Kraftwerke offen sein.

Die Kraftwerke müssen den Angaben nach allesamt in Zukunft auch auf Wasserstoff umgestellt werden können und bis 2045 "vollständig dekarbonisieren". Zudem soll es Anreize geben, die Kraftwerke schon früher umzustellen.

Die Strategie trage dazu bei, "die Stromversorgungssicherheit in Deutschland zu sichern sowie zugleich das deutsche Ziel der Klimaneutralität in 2045 einzuhalten", erklärte das Ministerium weiter. Der gesetzlich verankerte Kohleausstieg bis spätestens 2038 werde abgesichert "und die gesetzliche Vorgabe unterstützt, dass bis 2045 alle Kraftwerke emissionsfrei betrieben werden müssen".

Die SPD drang auf rasche Umsetzung. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Armand Zorn sagte der AFP, es komme "nun darauf an, dass nach dieser inhaltlichen Einigung schnellstmöglich die Gesetzesvorlage präsentiert wird, damit die formelle beihilferechtliche Genehmigung erteilt werden kann und die Ausschreibungen endlich starten". Zudem brauche es "jetzt zügig einen neuen Rahmen für die Erneuerbaren Energien, damit auch hier der Ausbau weiter an Dynamik gewinnt".

Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) rief zum raschen Handeln auf. "Damit die Energiewirtschaft mit der Planung beginnen kann, muss die Bundesregierung jetzt Tempo machen und das Gesetz schnell, also möglichst noch vor diesem Sommer, das parlamentarische Verfahren durchlaufen", erklärte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung Kerstin Andreae.

Kritik an den Plänen kam auch vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Die Einigung bedeutet, dass in Deutschland in den nächsten Jahren sehr viele neue klimaschädliche Gaskraftwerke gebaut werden", erklärte Verena Graichen vom BUND. "Smarte Lösungen" wie Speicher bekämen nur eine "Feigenblatt-Förderung." "Das ist eine Energiepolitik von gestern, die klimagerechte, kostengünstige Lösungen vernachlässigt und fossile Geschäftsmodelle subventioniert", fuhr Graichen fort. Sie warnte vor hohen Kosten für die Allgemeinheit.

X.Vanek--TPP