The Prague Post - Streit um Grönland: Trump-Regierung verschärft Ton gegenüber Europäern

EUR -
AED 4.276817
AFN 76.261554
ALL 96.613338
AMD 441.236772
ANG 2.084639
AOA 1066.728755
ARS 1672.281238
AUD 1.734254
AWG 2.096192
AZN 1.983283
BAM 1.958072
BBD 2.344741
BDT 142.389091
BGN 1.955712
BHD 0.439053
BIF 3446.443057
BMD 1.164551
BND 1.496355
BOB 8.073471
BRL 6.249678
BSD 1.164161
BTN 105.740045
BWP 15.5993
BYN 3.351031
BYR 22825.202471
BZD 2.341347
CAD 1.615145
CDF 2532.898715
CHF 0.928665
CLF 0.026184
CLP 1033.877085
CNY 8.115583
CNH 8.101923
COP 4280.074829
CRC 567.365582
CUC 1.164551
CUP 30.860605
CVE 110.388336
CZK 24.298709
DJF 206.964134
DKK 7.471452
DOP 74.086594
DZD 151.531667
EGP 55.211218
ERN 17.468267
ETB 181.674624
FJD 2.646795
FKP 0.871026
GBP 0.867294
GEL 3.132493
GGP 0.871026
GHS 12.578756
GIP 0.871026
GMD 86.176534
GNF 10191.38678
GTQ 8.926433
GYD 243.558858
HKD 9.079615
HNL 30.701885
HRK 7.535227
HTG 152.448839
HUF 385.352345
IDR 19751.719085
ILS 3.674567
IMP 0.871026
INR 105.863287
IQD 1525.082542
IRR 49056.717229
ISK 146.209214
JEP 0.871026
JMD 183.713149
JOD 0.825672
JPY 184.146952
KES 150.180339
KGS 101.839675
KHR 4688.500126
KMF 494.934006
KPW 1048.094979
KRW 1715.744746
KWD 0.358658
KYD 0.970138
KZT 592.174686
LAK 25174.532494
LBP 104249.896587
LKR 360.593015
LRD 210.707183
LSL 19.182821
LTL 3.438617
LVL 0.704425
LYD 6.326068
MAD 10.730589
MDL 19.883325
MGA 5278.191899
MKD 61.55246
MMK 2445.242919
MNT 4150.500968
MOP 9.350289
MRU 46.471918
MUR 53.895033
MVR 18.003437
MWK 2018.66812
MXN 20.469251
MYR 4.722231
MZN 74.411824
NAD 19.182821
NGN 1653.010703
NIO 42.840072
NOK 11.716043
NPR 169.184472
NZD 2.00958
OMR 0.447764
PAB 1.164166
PEN 3.91027
PGK 4.973557
PHP 69.222069
PKR 325.759151
PLN 4.224066
PYG 7761.004546
QAR 4.255755
RON 5.092462
RSD 117.333135
RUB 90.253151
RWF 1697.913709
SAR 4.367073
SBD 9.46036
SCR 15.532883
SDG 700.479703
SEK 10.721283
SGD 1.496466
SHP 0.873715
SLE 28.124261
SLL 24420.054413
SOS 664.179155
SRD 44.592416
STD 24103.857513
STN 24.52867
SVC 10.18538
SYP 12879.440623
SZL 19.176496
THB 36.392326
TJS 10.850068
TMT 4.087575
TND 3.410186
TOP 2.803959
TRY 50.381924
TTD 7.901269
TWD 36.750323
TZS 2940.849131
UAH 50.377782
UGX 4056.741586
USD 1.164551
UYU 44.950223
UZS 13926.157538
VES 397.479125
VND 30586.935863
VUV 140.136426
WST 3.249318
XAF 656.727413
XAG 0.012346
XAU 0.000249
XCD 3.147257
XCG 2.098061
XDR 0.817461
XOF 656.690717
XPF 119.331742
YER 277.716351
ZAR 19.074131
ZMK 10482.333354
ZMW 23.312348
ZWL 374.984994
  • DAX

    -338.0700

    24959.06

    -1.35%

  • TecDAX

    -77.2000

    3673.9

    -2.1%

  • Euro STOXX 50

    -103.6300

    5925.82

    -1.75%

  • MDAX

    -513.6900

    31385.57

    -1.64%

  • SDAX

    -318.4600

    18010.89

    -1.77%

  • EUR/USD

    0.0047

    1.1651

    +0.4%

  • Goldpreis

    81.3000

    4676.7

    +1.74%

Streit um Grönland: Trump-Regierung verschärft Ton gegenüber Europäern
Streit um Grönland: Trump-Regierung verschärft Ton gegenüber Europäern / Foto: Mads Claus Rasmussen - Ritzau Scanpix/AFP

Streit um Grönland: Trump-Regierung verschärft Ton gegenüber Europäern

Im Streit um Grönland haben die USA den Ton gegenüber den Europäern verschärft. US-Präsident Donald Trump fühlt sich angesichts des nicht erhaltenen Friedensnobelpreises nicht mehr verpflichtet, "nur an den Frieden" zu denken, wie aus am Montag veröffentlichten Äußerungen hervorgeht. Sein Finanzminister Scott Bessent warnte europäische Staaten vor Vergeltungszöllen im Zollstreit mit den USA wegen Grönland. Kopenhagen und Nuuk schlugen derweil eine Nato-Mission für die autonome Arktis-Insel vor.

Textgröße:

Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Meist war von einem Kauf der zum EU- und Nato-Land Dänemark gehörenden autonomen Insel die Rede, aber auch militärische Gewalt schloss Trump nicht aus.

Am Montag legte Trump noch einmal nach: In einer Mitteilung an Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Störe erklärte er: "Die Welt ist nicht sicher, bis wir die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben." Er fühle sich "nicht mehr verpflichtet, ausschließlich an den Frieden zu denken", erklärte der US-Präsident mit Verweis auf den Friedensnobelpreis, den er nicht erhalten hatte, obwohl er ihm aus seiner Sicht zugestanden hätte.

Der Frieden sei zwar weiterhin "vorrangig". Er könne aber "jetzt darüber nachdenken, was für die Vereinigten Staaten von Amerika gut und richtig ist".

Laut Gahr Störe ging Trumps Mitteilung ein gemeinsam mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb verfasstes Schreiben an den US-Präsidenten voraus. Darin hätten beide Staatenlenker "unsere Ablehnung" gegenüber Trumps Zollandrohungen zum Ausdruck gebracht, erklärte Gahr Störe. Zudem habe er klargemacht, dass der Nobelpreis von einem unabhängigen Komitee verliehen werde - und nicht von der norwegischen Regierung.

Trumps Finanzminister wies dagegen jeglichen Zusammenhang zwischen dem Nobelpreis und Trumps Plänen für Grönland zurück. Er wisse nichts "von dem Brief des Präsidenten an Norwegen", sagte Scott Bessent beim Weltwirtschaftsforum in Davos vor Journalisten. Eine solche Mutmaßung eines Zusammenhangs sei aber eine "komplette Falschmeldung".

Europäische Staaten warnte Bessent im Zuge des Grönland-Konflikts vor Vergeltungszöllen. "Ich halte das für sehr unklug", sagte er. Der US-Präsident strebe die Kontrolle über Grönland an, weil er die Insel als "strategischen Posten" betrachte. Die USA würden ihre "hemisphärische Sicherheit an niemand anderen auslagern".

Trump hatte die US-Besitzansprüche für Grönland am Samstag erneut bekräftigt. Er kündigte neue Zölle für acht europäische Länder an, weil diese sich weigerten, seinen Forderungen nachzukommen, darunter auch Deutschland. Die Länder sollen ab dem 1. Februar zusätzliche Zölle von zehn Prozent zahlen, ab Juni dann von 25 Prozent, wenn sie der Übernahme Grönlands durch die USA nicht zustimmen.

Die EU signalisierte am Montag Gesprächsbereitschaft - und kündigte zugleich die Vorbereitung von Gegenmaßnahmen an. Brüssel sei bereit, "alles Notwendige zu tun, um die wirtschaftlichen Interessen der EU zu beschützen", sagte ein Sprecher der EU-Kommission. Die Priorität der EU sei es, ins Gespräch zu kommen und nicht "zu eskalieren". Sollten die USA die angedrohten Zölle tatsächlich einführen, stünden der EU jedoch verschiedene "Werkzeuge" zur Verfügung.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte an, Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos treffen zu wollen, um eine Eskalation zu vermeiden. Der britische Premierminister Keir Starmer nannte den Einsatz von Zöllen gegen Verbündete "vollkommen falsch". Er habe den US-Präsidenten in einem Telefonat aufgefordert, eine Lösung auf Basis von "Partnerschaft, Fakten und gegenseitigem Respekt" zu finden.

EU-Ratspräsident António Costa lud die 27 Staats- und Regierungschefs der EU für Donnerstagabend zu einem Sondergipfel zu den transatlantischen Beziehungen nach Brüssel. Sie wollen dann über ein Antwort auf Trumps Drohungen beraten.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verlangte am Montag bei einem Treffen mit einer Delegation des US-Kongresses am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos die Achtung der Souveränität Grönlands und Dänemarks. "Dies ist für unsere transatlantischen Beziehungen von größter Bedeutung", erklärte von der Leyen in Onlinenetzwerken.

Derweil schlugen Dänemark und Grönland eine Nato-Mission für das arktische Autonomiegebiet vorgeschlagen. "Wir haben es vorgeschlagen, der Generalsekretär hat davon Kenntnis genommen und wir denken, wir können nun - hoffentlich - den Rahmen bestimmen, in dem das konkretisiert werden kann", sagte der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen am Montagabend im Beisein der grönländischen Außenministerin Vivian Motzfeldt nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte im dänischen Fernsehen.

Da Dänemark wie die USA der Nato angehört, droht der Konflikt um Grönland das Verteidigungsbündnis zu spalten. Vor dem Hintergrund von Trumps Drohungen hatte auf Einladung Dänemarks in dieser Woche eine Erkundungsmission mehrerer Nato-Länder in Grönland stattgefunden, an der sich auch die Bundeswehr mit 15 Soldatinnen und Soldaten beteiligte.

Z.Marek--TPP