The Prague Post - Studie: Hälfte der Ukraine-Geflüchteten in Arbeit - aber strukturelle Grenzen

EUR -
AED 4.259955
AFN 75.974392
ALL 92.934645
AMD 423.502891
ANG 2.076077
AOA 1064.843662
ARS 1725.755112
AUD 1.628872
AWG 2.089378
AZN 1.976499
BAM 1.959204
BBD 2.33141
BDT 142.096864
BGN 1.967717
BHD 0.436555
BIF 3460.522451
BMD 1.15996
BND 1.480634
BOB 13.491206
BRL 6.050123
BSD 1.157526
BTN 110.396225
BWP 15.595093
BYN 3.520613
BYR 22735.219795
BZD 2.328104
CAD 1.607258
CDF 2636.589862
CHF 0.938448
CLF 0.026941
CLP 1060.319165
CNY 7.821846
CNH 7.816746
COP 3624.759609
CRC 520.800294
CUC 1.15996
CUP 30.738945
CVE 110.455942
CZK 24.215619
DJF 206.134562
DKK 7.475276
DOP 67.75713
DZD 153.948721
EGP 58.286758
ERN 17.399403
ETB 187.247612
FJD 2.553942
FKP 0.857207
GBP 0.855662
GEL 3.027802
GGP 0.857207
GHS 12.675913
GIP 0.857207
GMD 85.260998
GNF 10168.402535
GTQ 8.831658
GYD 242.138579
HKD 9.099412
HNL 31.03017
HRK 7.534408
HTG 151.409127
HUF 362.26251
IDR 20648.567403
ILS 3.419216
IMP 0.857207
INR 110.897704
IQD 1516.395208
IRR 1594466.779491
ISK 142.214602
JEP 0.857207
JMD 183.313729
JOD 0.822447
JPY 184.595482
KES 150.272676
KGS 101.438693
KHR 4684.056829
KMF 495.302681
KPW 1043.964515
KRW 1636.373249
KWD 0.358021
KYD 0.964651
KZT 537.129261
LAK 26125.938012
LBP 103652.839716
LKR 385.192552
LRD 210.088686
LSL 18.726911
LTL 3.425061
LVL 0.701648
LYD 7.370678
MAD 10.73656
MDL 20.071139
MGA 4983.658087
MKD 61.596433
MMK 2435.66965
MNT 4171.392224
MOP 9.356213
MRU 46.488363
MUR 54.437078
MVR 17.921542
MWK 2007.287251
MXN 19.726822
MYR 4.705612
MZN 74.132986
NAD 18.72675
NGN 1575.667053
NIO 42.603832
NOK 10.915515
NPR 176.637974
NZD 1.959011
OMR 0.446012
PAB 1.157591
PEN 3.904316
PGK 5.199967
PHP 71.348577
PKR 321.519575
PLN 4.307686
PYG 6947.950847
QAR 4.219895
RON 5.240931
RSD 117.39255
RUB 98.708832
RWF 1702.213223
SAR 4.345775
SBD 9.336036
SCR 16.086232
SDG 696.556813
SEK 11.008852
SGD 1.479923
SHP 0.859375
SLE 28.421968
SLL 24323.784383
SOS 661.532168
SRD 44.048911
STD 24008.834058
STN 24.54232
SVC 10.128334
SYP 15081.802329
SZL 18.72453
THB 38.272307
TJS 10.69018
TMT 4.07146
TND 3.393733
TOP 2.792906
TRY 55.561161
TTD 7.84249
TWD 36.895902
TZS 3073.892177
UAH 51.784665
UGX 4300.434051
USD 1.15996
UYU 46.380176
UZS 13780.703548
VES 893.295899
VND 30396.756874
VUV 136.096358
WST 3.171901
XAF 657.081551
XAG 0.017701
XAU 0.000264
XCD 3.134851
XCG 2.08617
XDR 0.820152
XOF 657.087225
XPF 119.331742
YER 275.13883
ZAR 18.75952
ZMK 10440.977973
ZMW 21.877631
ZWL 373.506709
  • Euro STOXX 50

    22.9600

    6562.55

    +0.35%

  • DAX

    23.0000

    26463.31

    +0.09%

  • Goldpreis

    17.6000

    4454.9

    +0.4%

  • TecDAX

    -9.8600

    4096.01

    -0.24%

  • MDAX

    58.6500

    32523.04

    +0.18%

  • SDAX

    -34.7700

    18598.74

    -0.19%

  • EUR/USD

    0.0021

    1.1594

    +0.18%

Studie: Hälfte der Ukraine-Geflüchteten in Arbeit - aber strukturelle Grenzen
Studie: Hälfte der Ukraine-Geflüchteten in Arbeit - aber strukturelle Grenzen / Foto: Tobias Schwarz - AFP/Archiv

Studie: Hälfte der Ukraine-Geflüchteten in Arbeit - aber strukturelle Grenzen

Die Hälfte der zu Beginn vor dem Krieg aus der Ukraine Geflüchteten hat Arbeit in Deutschland gefunden - trotzdem liegt das Beschäftigungsniveau unter dem tatsächlichen Potenzial. Dabei geraten die Betroffenen zudem rasch an strukturelle Grenzen, vor allem Frauen, wie eine am Dienstag vorgestellte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab. Das betrifft unter anderem die Art der Berufe und den Lohn.

Textgröße:

Für die IAB-Analyse wurden Ukrainerinnen und Ukrainer im erwerbsfähigen Alter befragt, die zwischen Februar 2022 mit Ausbruch des Krieges und Ende August 2022 nach Deutschland flohen. So kamen Angaben von 2746 Menschen zusammen. Den Ergebnissen zufolge stiegen die Beschäftigungsquoten deutlich mit der Aufenthaltsdauer: Sechs Monate nach der Flucht waren zwölf Prozent abhängig beschäftigt, nach einem Jahr 15 Prozent, nach zwei Jahren 25 Prozent und nach dreieinhalb Jahren dann 50 Prozent.

Damit lag die Beschäftigung zwar deutlich unter dem Niveau der Gesamtbevölkerung im erwerbsfähigen Alter - diese betrug im Juni 2025 rund 68 Prozent. Zugleich gelang den ukrainischen Geflüchteten der Zugang zum Arbeitsmarkt schneller als den Menschen aus der Migrationswelle von 2015. Denn sie unterlagen keinen Beschäftigungsverboten, hatten einen gesicherten Aufenthaltsstatus und waren in die Grundsicherung integriert. Besonders jene, die seit Juni 2022 kamen, profitierten von der Integration in die Systeme.

Yuliya Kosyakova vom IAB verwies daher auf ein "ambivalentes Gesamtbild" und verwies vor allem auf die schwierige Lage von Frauen. Es seien ganz überwiegend Frauen und viele Kinder nach Deutschland gekommen und der Betreuungsaufwand sei hoch. Dabei gehe es nicht nur um die Betreuung durch Kitas und Schulen, sondern auch um die psychologische Begleitung zu Hause.

So waren der Studie zufolge im September 2025 nur 21 Prozent der Ukrainerinnen mit Kleinkindern unter drei Jahren und ohne Partner abhängig beschäftigt. Deutlich höher war der Wert bei Frauen mit Partnern oder ohne Kleinkinder.

Frauen arbeiteten zudem häufig in Teilzeit und in einfachen Tätigkeiten, was zu strukturell niedrigeren Verdiensten führe. Noch immer seien daher eine bessere Kinderbetreuung, die gezielte Förderung von Beschäftigung passend zu Berufsabschlüssen sowie weiterführende Sprach- und Fortbildungsangebote nötig, hieß es.

Das IAB fürchtet zudem, dass sich der sogenannte Rechtskreiswechsel "integrationspolitisch kontraproduktiv" auswirken wird. Die Tatsache, dass ukrainische Geflüchtete, die nach dem 1. April 2025 nach Deutschland gekommen sind, künftig nur noch die deutlich niedrigeren Asylleistungen erhalten sollen, "dürfte dazu führen, dass arbeitsmarktpolitische Unterstützung später und weniger koordiniert einsetzt", heißt es in der Studie.

Kritisch sehen die Autorin und die Autoren zudem jedwede Einschränkung beim frühzeitigen Zugang zu Integrations- und Sprachkursen, die bereits aus dem Rechtskreiswechsel resultiert. Sprachförderung sei ein "zentraler Faktor für schnelle und stabile Arbeitsmarktübergänge", heißt es in der Studie. Zusätzlich erschwert wird das Ganze durch die kürzlich aus finanziellen Gründen teilweise gestoppten Integrationskurse für Migrantinnen und Migranten.

L.Hajek--TPP