The Prague Post - Studie: Ende der "Rente mit 63" entlastet Staat - Linke warnt vor Einschnitten

EUR -
AED 4.238505
AFN 75.605955
ALL 93.059976
AMD 422.303928
AOA 1059.48236
ARS 1723.637154
AUD 1.632008
AWG 2.080303
AZN 1.956019
BAM 1.956657
BBD 2.324219
BDT 142.113511
BHD 0.435194
BIF 3449.941799
BMD 1.154121
BND 1.476534
BOB 13.611083
BRL 5.986885
BSD 1.154006
BTN 109.951138
BWP 15.534673
BYN 3.446481
BYR 22620.767352
BZD 2.320937
CAD 1.606646
CDF 2625.624645
CHF 0.936644
CLF 0.026772
CLP 1053.504801
CNY 7.784893
CNH 7.784239
COP 3619.06887
CRC 524.229739
CUC 1.154121
CUP 30.584201
CVE 110.3143
CZK 24.236999
DJF 205.50184
DKK 7.476025
DOP 67.378944
DZD 153.379268
EGP 57.838791
ERN 17.311812
ETB 186.665822
FJD 2.551186
FKP 0.854105
GBP 0.854459
GEL 3.01798
GGP 0.854105
GHS 13.212905
GIP 0.854105
GMD 84.829873
GNF 10137.530521
GTQ 8.804782
GYD 241.477918
HKD 9.056819
HNL 30.931287
HRK 7.533526
HTG 150.944842
HUF 364.580973
IDR 20611.789304
ILS 3.438243
IMP 0.854105
INR 110.106759
IQD 1511.749412
IRR 1586569.840741
ISK 142.015164
JEP 0.854105
JMD 182.691646
JOD 0.818256
JPY 183.763152
KES 149.170362
KGS 100.928043
KHR 4673.007414
KMF 492.809227
KRW 1634.990935
KWD 0.356716
KYD 0.961713
KZT 537.32082
LAK 26037.63637
LBP 103340.983682
LKR 385.749051
LRD 209.453606
LSL 18.64611
LTL 3.407819
LVL 0.698116
LYD 7.360289
MAD 10.71909
MDL 20.004594
MGA 4966.219432
MKD 61.556977
MMK 2423.580719
MNT 4150.986256
MOP 9.327569
MRU 46.125614
MUR 54.324368
MVR 17.830915
MWK 2001.094301
MXN 19.688902
MYR 4.715046
MZN 73.172527
NAD 18.64611
NGN 1571.866375
NIO 42.46898
NOK 10.929697
NPR 175.91857
NZD 1.967216
OMR 0.44378
PAB 1.154016
PEN 3.900143
PGK 5.104281
PHP 70.693939
PKR 320.550478
PLN 4.306151
PYG 6886.077428
QAR 4.20728
RON 5.23879
RSD 117.322191
RUB 95.677011
RWF 1699.830207
SAR 4.328364
SBD 9.308031
SCR 16.013388
SDG 693.042857
SEK 11.011524
SGD 1.476599
SLE 28.278953
SOS 659.483299
SRD 43.47588
STD 23887.970053
STN 24.510742
SVC 10.097513
SZL 18.628002
THB 38.179427
TJS 10.674571
TMT 4.050964
TND 3.388485
TRY 55.118201
TTD 7.826498
TWD 37.218662
TZS 3058.417798
UAH 51.563751
UGX 4280.876056
USD 1.154121
UYU 46.450759
UZS 13799.166927
VES 877.437874
VND 30070.039947
VUV 136.697302
WST 3.150738
XAF 656.238905
XAG 0.017531
XAU 0.000261
XCD 3.119069
XCG 2.079811
XDR 0.815854
XOF 656.250282
XPF 119.331742
YER 273.760469
ZAR 18.627377
ZMK 10388.47156
ZMW 21.718706
ZWL 371.626421
  • DAX

    -60.3500

    26331.07

    -0.23%

  • SDAX

    -68.5000

    18502.64

    -0.37%

  • MDAX

    110.2800

    32335.17

    +0.34%

  • Euro STOXX 50

    -17.2300

    6533.99

    -0.26%

  • Goldpreis

    22.8000

    4463.9

    +0.51%

  • TecDAX

    -22.5600

    4067.62

    -0.55%

  • EUR/USD

    -0.0016

    1.153

    -0.14%

Studie: Ende der "Rente mit 63" entlastet Staat - Linke warnt vor Einschnitten
Studie: Ende der "Rente mit 63" entlastet Staat - Linke warnt vor Einschnitten / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Studie: Ende der "Rente mit 63" entlastet Staat - Linke warnt vor Einschnitten

Eine Abschaffung der "Rente mit 63" würde einer Studie zufolge nicht nur die Staatskasse entlasten, sondern auch rund 125.000 Arbeitskräfte erhalten. Sollte es so kommen, seien aber Ausnahmen nötig, um Härtefälle zu vermeiden, heißt es in einer am Mittwoch vorgestellten Studie des DIW Berlin im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Die Linke warnte vor Einschnitten auf Kosten von Menschen, die besonders lang gearbeitet und in die Rentenkassen eingezahlt haben.

Textgröße:

Wer mindestens 45 Beitragsjahre angesammelt hat, kann zwei Jahre vor dem Regeleintrittsalter ohne Abschläge in den Vorruhestand gehen. Diese Rente für besonders langjährig Versicherte wird umgangssprachlich noch "Rente mit 63" genannt. Derzeit liegt das Regelrentenalter bei 66 Jahren und vier Monaten, die abschlagsfreie Frührente ist aktuell also ab 64 Jahren und vier Monaten möglich. Jährlich nehmen rund 250.000 bis 280.000 Erwerbstätige diese Möglichkeit neu in Anspruch.

Anlässlich der geplanten Rentenreform werden derzeit zahlreiche Möglichkeiten diskutiert, um die Rentenkassen zu stabilisieren - auch Änderungen bei der Frührente. Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums verwies auf die Rentenkommission, die bis zum Sommer Vorschläge für eine umfassende Reform des Altersvorsorgesystems erarbeiten soll. "In der Rentenkommission werden alle diese Fragen auch diskutiert, aber ich kann jetzt da nicht vorgreifen", sagte sie.

Würde die "Rente mit 63" gestrichen, dürfte der Staat pro Rentnerjahrgang 9,5 Milliarden Euro sparen, wie das DIW errechnete. Das Wirtschaftsforschungsinstitut zog dafür Erfahrungen aus früheren Reformen heran und stellte eine Modellrechnung für den Jahrgang 1957 an, den aktuell jüngsten, der vollständig im Ruhestand ist.

Die Wissenschaftler gingen in ihren Rechnungen davon aus, dass die Betroffenen ihren Rentenbeginn beim Wegfall der abschlagsfreien Frührente um rund zehn Monate verschieben und dann mit Abschlägen in Rente gehen. Sie müssten also trotz des späteren Rentenbeginns dann zusätzliche Einkommensverluste im Alter in Kauf nehmen.

Die Rentenversicherung würde in diesem Szenario um 10,4 Milliarden Euro entlastet - unter Berücksichtigung der Ausfälle etwa bei Kranken- und Arbeitslosenversicherung blieben 9,5 Milliarden Euro übrig. Die Möglichkeit der Frühverrentung gehöre daher "auf den Prüfstand", erklärte André Schleiter, Arbeitsmarktexperte der Bertelsmann Stiftung.

Die rentenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Sarah Vollath, erklärte dazu, die potentiellen Einsparungen in Höhe von 9,5 Milliarden bezögen sich nicht auf ein Jahr, sondern auf das gesamte Rentenleben eines Jahrgangs. "Pro Jahrgang sind das somit lediglich 3 Prozent aller Rentenausgaben - und damit wesentlich weniger, als von den Kürzungsfanatikern der Union zuletzt oft behauptet".

Der Vorschlag, die "Rente mit 63" abzuschaffen, gehe daher "völlig an der Realität vorbei", betonte Vollath. "Denn gerade Beschäftigte, die nach einem harten Arbeitsleben körperlich und mental am Ende sind, können nicht länger weiterarbeiten. Sie würden dennoch früher in Rente gehen und Abschläge in Kauf nehmen müssen." Wer "45 Jahre lang hart gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt" habe, sollte auch in Zukunft frei über seinen Ruhestand entscheiden dürfen.

Einen positiven Effekt sieht das DIW auch darin, dass durch das Hinauszögern der Rente "zusätzlich Arbeitskräfte im Umfang von rund 125.000 Vollzeitkräften zur Verfügung" stünden. Das seien häufig "erfahrene, gut qualifizierte Beschäftigte".

Wenn nun der abschlagsfreie Vorruhestand abgeschafft würde, seien allerdings Sonderregeln nötig, heißt es in der Studie. Denn vor allem Menschen mit eingeschränkter Gesundheit oder geringer Beschäftigungsstabilität könnten nicht ohne weiteres verlängern und müssten dann mit Abschlägen in Rente.

Denkbar seien etwa individuelle Gesundheitsprüfungen, Änderungen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung, Nachweise über belastende Tätigkeiten oder die Berücksichtigung des durchschnittlichen Einkommens.

M.Soucek--TPP