The Prague Post - Bundesregierung sucht nach Scheitern von FCAS Kampfjet-Alternative

EUR -
AED 4.239194
AFN 75.60405
ALL 95.242309
AMD 422.557556
AOA 1059.654259
ARS 1721.077125
AUD 1.634013
AWG 2.080639
AZN 1.948851
BAM 1.956296
BBD 2.324189
BDT 142.456096
BHD 0.435286
BIF 3453.687998
BMD 1.154307
BND 1.477974
BOB 13.703472
BRL 5.973507
BSD 1.153892
BTN 110.074275
BWP 15.575947
BYN 3.421141
BYR 22624.426725
BZD 2.320838
CAD 1.606877
CDF 2626.049287
CHF 0.936362
CLF 0.026807
CLP 1055.060252
CNY 7.786148
CNH 7.787847
COP 3621.097213
CRC 523.243915
CUC 1.154307
CUP 30.589148
CVE 110.640018
CZK 24.256329
DJF 205.143573
DKK 7.475705
DOP 67.3535
DZD 153.391268
EGP 57.921075
ERN 17.314612
ETB 184.631527
FJD 2.552131
FKP 0.853468
GBP 0.854436
GEL 3.018527
GGP 0.853468
GHS 13.387136
GIP 0.853468
GMD 84.847368
GNF 10129.048773
GTQ 8.803231
GYD 241.671236
HKD 9.057216
HNL 31.035292
HRK 7.534393
HTG 150.878231
HUF 365.528203
IDR 20583.61109
ILS 3.459804
IMP 0.853468
INR 110.098136
IQD 1512.71996
IRR 1586826.500978
ISK 142.003336
JEP 0.853468
JMD 182.56626
JOD 0.818389
JPY 183.780732
KES 149.297733
KGS 100.943968
KHR 4680.716808
KMF 492.889713
KRW 1631.532841
KWD 0.356554
KYD 0.961644
KZT 538.16802
LAK 26041.176799
LBP 103368.235653
LKR 385.877776
LRD 209.680409
LSL 18.711419
LTL 3.40837
LVL 0.698229
LYD 7.341308
MAD 10.747769
MDL 20.044079
MGA 4973.298268
MKD 61.533928
MMK 2423.396678
MNT 4149.50541
MOP 9.326063
MRU 46.29057
MUR 54.298482
MVR 17.833737
MWK 2003.877414
MXN 19.71174
MYR 4.723543
MZN 73.18395
NAD 18.711469
NGN 1573.62136
NIO 42.460759
NOK 10.958653
NPR 176.114625
NZD 1.963529
OMR 0.443826
PAB 1.153892
PEN 3.90214
PGK 5.088476
PHP 70.642134
PKR 320.637794
PLN 4.302982
PYG 6870.740953
QAR 4.206256
RON 5.240791
RSD 117.359625
RUB 95.173031
RWF 1695.677697
SAR 4.324447
SBD 9.309537
SCR 15.976787
SDG 693.164769
SEK 10.99101
SGD 1.4773
SLE 28.27985
SOS 693.162246
SRD 43.801359
STD 23891.834422
STN 24.70218
SVC 10.096558
SZL 18.711761
THB 38.264754
TJS 10.633594
TMT 4.051619
TND 3.360766
TRY 55.127073
TTD 7.81515
TWD 37.19652
TZS 3064.528223
UAH 51.774919
UGX 4293.087811
USD 1.154307
UYU 46.461773
UZS 13750.68738
VES 877.579815
VND 30167.826146
VUV 137.186882
WST 3.155568
XAF 656.123253
XAG 0.017823
XAU 0.000264
XCD 3.119574
XCG 2.079772
XDR 0.815618
XOF 655.073143
XPF 119.331742
YER 273.793232
ZAR 18.692659
ZMK 10390.148578
ZMW 21.636482
ZWL 371.68654
  • EUR/USD

    -0.0003

    1.1543

    -0.03%

  • TecDAX

    22.7600

    4090.18

    +0.56%

  • DAX

    67.5400

    26391.42

    +0.26%

  • MDAX

    -26.2500

    32224.89

    -0.08%

  • SDAX

    30.6000

    18571.14

    +0.16%

  • Euro STOXX 50

    15.6000

    6551.22

    +0.24%

  • Goldpreis

    6.1000

    4447.2

    +0.14%

Bundesregierung sucht nach Scheitern von FCAS Kampfjet-Alternative

Bundesregierung sucht nach Scheitern von FCAS Kampfjet-Alternative

Nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS sucht die Bundesregierung nach einer Alternative. Eine der Optionen könnte eine neue Allianz aus acht Rüstungsunternehmen um den Hersteller Airbus sein, die gemeinsam einen europäischen Kampfjet entwickeln wollen. Ein entsprechendes Positionspapier reichte das Bündnis "Team Gen 6" nach Angaben eines Sprechers vom Dienstag beim Bundesverteidigungsministerium ein. Das Scheitern von FCAS stieß derweil auch am Dienstag auf teils heftige Kritik.

Textgröße:

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zeigte sich offen für den Vorstoß der acht Unternehmen. "Das ist denkbar und ist eine der Möglichkeiten", sagte er. Sein Ministerium prüfe nach dem Aus von FCAS "mehrere Optionen". Eine davon sei, weitere F35 US-Kampfjets zu bestellen.

"Die zweite Option ist, wir steigen in ein bestehendes, schon laufendes, anderes internationales Projekt ein. Oder wir machen selber eins unter deutscher Führung durch Airbus und andere Partner", führte Pistorius aus. Und möglicherweise gebe es noch eine vierte Option, "über die ich jetzt nicht reden will".

Das Bündnis "Team Gen 6" ist ein Zusammenschluss von Airbus Defence and Space, Autoflug, Diehl Defence, Hensoldt, Liebherr, MBDA, MTU Aero Engines sowie Rohde und Schwarz. Weitere Informationen würden die Bündnispartner "im Rahmen einer offiziellen Unterzeichnung des Positionspapiers" am Donnerstag auf der Luftfahrtmesse ILA bekanntgeben, erklärte ein Sprecher von Hensoldt. Das Projekt trage den Namen "Next Generation Weapon System" (NGWS).

Der Inspekteur der deutschen Luftwaffe ließ am Dienstag Sympathie für die Anschaffung weiterer F-35-Jets aus US-Produktion erkennen. Zwischen der Auslieferung der letzten Eurofighter im Jahr 2035 "und der Verfügbarkeit eines zukünftigen europäischen Kampfflugzeugs entsteht eine Lücke, die wir überbrücken müssen", sagte Generalleutnant Holger Neumann dem "Handelsblatt".

Kampfflugzeuge der Zukunft müssten über Tarnkappen-Fähigkeiten verfügen und mit unbemannten Systemen zusammenwirken können - Eigenschaften, die aktuell am ehesten der F-35 erfülle. Ohne solche Fähigkeiten stoße die Luftwaffe an "operationelle Grenzen", sagte Neumann.

Neun Jahre nach der Ankündigung des gemeinsamen Kampfjets hatten Deutschland und Frankreich am Montag nach langen Streitigkeiten das Ende des Vorhabens beschlossen - wobei die Initiative offenbar von Deutschland ausging. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe Präsident Emmanuel Macron "nahegelegt, den Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht weiter zu verfolgen", hieß es am Montag von Seiten der Bundesregierung.

Spaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles nannte das FCAS-Aus am Dienstag "sehr besorgniserregend" für Europa. Spanien war neben Deutschland und Frankreich ebenfalls an dem Projekt beteiligt.

Belgiens Ministerpräsident Bart De Wever kritisierte die Einstellung als "komplette Dummheit". "Was für eine Zeitverschwendung! Was für eine Arroganz!", sagte er. Sein Land hatte seit 2023 eine Art Beobachterstatus bei dem Projekt.

Der Chef von Airbus Defence and Space, Michael Schöllhorn, zeigte sich am Dienstag in Berlin enttäuscht über das Scheitern von FCAS. Das große Ganze müsse jedoch weiterverfolgt werden.

Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), pochte derweil auf neue internationale Kooperationen. "Deutschland verfügt mit Großbritannien, Spanien und auch Schweden über starke europäische Partner, die ein großes Interesse an der Entwicklung der nächsten Generation von Luftkampfsystemen haben", sagte Röwekamp der "Rheinischen Post". "Jetzt sollten wir die Chance nutzen, neue und tragfähige Kooperationen auf Augenhöhe zu schmieden, die technologischen Fortschritt und industrielle Souveränität Europas stärken."

Die Grünen kritisierten das Scheitern von FCAS als Versagen der Bundesregierung. "Wenn es schlecht läuft, steht am Ende gar kein europäisches modernes Kampfflugzeug, oder nur eines mit einem amerikanischen Motor", sagte Grünen-Chefin Franziska Brantner dem "Handelsblatt". Das sei "fahrlässig".

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) verteidigte das Vorgehen der Bundesregierung. Es sei nötig gewesen, "den Stecker zu ziehen", sagte Spahn. "Wenn man sieht, so geht es nicht, weil auch die Anforderungen und Erwartungen zu unterschiedlich sind, dann sagt man eben an der Stelle: keine Zusammenarbeit möglich."

FCAS war als Rückgrat der deutsch-französischen Luftverteidigung ab den 2040er Jahren geplant. Die Abkürzung steht für Future Combat Air System. Ein mit Tarnkappentechnik ausgestatteter Kampfjet sollte dem Projekt zufolge bei der deutschen Luftwaffe langfristig den Eurofighter Tycoon und bei den französischen Luftstreitkräften das Kampfflugzeug Rafale ablösen.

Für die französische Luftwaffe galten dabei jedoch andere Anforderungen als für die deutsche. So sollen französische Jets auch auf einem Flugzeugträger landen oder Atomwaffen tragen können. Die deutsche Luftwaffe braucht hingegen eher ein schnelles Jagdflugzeug. Zudem verzögerte ein Führungsstreit zwischen den beteiligten Konzernen Dassault und Airbus das Projekt seit Monaten.

Q.Fiala--TPP