The Prague Post - Goldene Palme von Cannes für US-Regisseur Baker und Jury-Preis für Iraner Rasoulof

EUR -
AED 4.308783
AFN 76.840025
ALL 96.437705
AMD 444.847258
ANG 2.099923
AOA 1074.54967
ARS 1682.545874
AUD 1.74054
AWG 2.11156
AZN 1.989149
BAM 1.954224
BBD 2.361595
BDT 143.434325
BGN 1.970051
BHD 0.442337
BIF 3471.837311
BMD 1.173089
BND 1.503468
BOB 8.102155
BRL 6.304645
BSD 1.172554
BTN 106.607027
BWP 15.668763
BYN 3.380031
BYR 22992.543335
BZD 2.358088
CAD 1.622271
CDF 2551.468204
CHF 0.926269
CLF 0.026255
CLP 1036.682466
CNY 8.17508
CNH 8.159672
COP 4297.787316
CRC 571.714565
CUC 1.173089
CUP 31.086857
CVE 110.176147
CZK 24.332387
DJF 208.481279
DKK 7.471047
DOP 74.350039
DZD 152.194051
EGP 55.685244
ERN 17.596334
ETB 182.976957
FJD 2.666199
FKP 0.873616
GBP 0.871898
GEL 3.155684
GGP 0.873616
GHS 12.721253
GIP 0.873616
GMD 86.808529
GNF 10268.718645
GTQ 8.990749
GYD 245.300673
HKD 9.148393
HNL 30.923062
HRK 7.533342
HTG 153.496211
HUF 384.746783
IDR 19900.280875
ILS 3.71065
IMP 0.873616
INR 106.804468
IQD 1536.061222
IRR 49416.372022
ISK 146.20221
JEP 0.873616
JMD 184.631102
JOD 0.831754
JPY 185.329873
KES 151.257923
KGS 102.586408
KHR 4722.01073
KMF 498.562646
KPW 1055.76742
KRW 1734.359241
KWD 0.360678
KYD 0.977075
KZT 595.631718
LAK 25355.363026
LBP 104998.19495
LKR 363.121678
LRD 215.16556
LSL 19.270559
LTL 3.463826
LVL 0.709589
LYD 6.372861
MAD 10.744435
MDL 19.974125
MGA 5333.448707
MKD 61.570346
MMK 2463.52906
MNT 4180.365225
MOP 9.417265
MRU 46.867203
MUR 54.18532
MVR 18.136148
MWK 2033.165001
MXN 20.650118
MYR 4.756291
MZN 74.952645
NAD 19.270559
NGN 1663.897815
NIO 43.145205
NOK 11.709621
NPR 170.571443
NZD 2.008082
OMR 0.451076
PAB 1.172499
PEN 3.936525
PGK 5.011958
PHP 69.632802
PKR 328.037468
PLN 4.224082
PYG 7830.684833
QAR 4.274952
RON 5.092264
RSD 117.414907
RUB 91.561198
RWF 1710.055303
SAR 4.399052
SBD 9.529718
SCR 16.883898
SDG 705.611929
SEK 10.697891
SGD 1.505759
SHP 0.880121
SLE 28.330281
SLL 24599.087787
SOS 668.92917
SRD 44.942185
STD 24280.572719
STN 24.479215
SVC 10.259726
SYP 12973.865053
SZL 19.273553
THB 36.399192
TJS 10.94526
TMT 4.117542
TND 3.425138
TOP 2.824516
TRY 50.761433
TTD 7.94522
TWD 37.117117
TZS 2962.049246
UAH 50.749173
UGX 4056.728394
USD 1.173089
UYU 45.063658
UZS 14131.603367
VES 400.393203
VND 30811.181158
VUV 142.124856
WST 3.276772
XAF 655.403299
XAG 0.012385
XAU 0.000246
XCD 3.170332
XCG 2.113106
XDR 0.821874
XOF 655.42842
XPF 119.331742
YER 279.752457
ZAR 19.25649
ZMK 10559.206366
ZMW 23.478964
ZWL 377.734162
  • Goldpreis

    170.6000

    4766

    +3.58%

  • MDAX

    -582.3400

    30803.23

    -1.89%

  • Euro STOXX 50

    -33.7400

    5892.08

    -0.57%

  • TecDAX

    -27.0700

    3646.83

    -0.74%

  • EUR/USD

    0.0065

    1.1715

    +0.55%

  • DAX

    -255.9400

    24703.12

    -1.04%

  • SDAX

    -378.4800

    17632.41

    -2.15%

Goldene Palme von Cannes für US-Regisseur Baker und Jury-Preis für Iraner Rasoulof
Goldene Palme von Cannes für US-Regisseur Baker und Jury-Preis für Iraner Rasoulof / Foto: Valery HACHE - AFP

Goldene Palme von Cannes für US-Regisseur Baker und Jury-Preis für Iraner Rasoulof

Zum Abschluss des Filmfestivals in Cannes hat der US-Regisseur Sean Baker für seinen Film "Anora" über die Beziehung einer Prostituierten zu einem russischen Oligarchensohn die Goldene Palme bekommen. Baker widmete den Preis am Samstagabend "allen Sex-Arbeiterinnen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft". Die Spanierin Karla Sofía Gascón wurde als erste Transsexuelle als beste Darstellerin ausgezeichnet. Auch der aus dem Iran geflohene Filmemacher Mohammad Rasoulof bekam einen Preis.

Textgröße:

"Anora" erzählt die Geschichte einer Prostituierten in New York, die sich mit einem russischen Oligarchensohn einlässt. Kritiker bezeichneten den Film mit Schauspielerin Mikey Madison in der Hauptrolle als eine moderne Version von "Pretty Woman". Die Jury-Vorsitzende, US-Regisseurin Greta Gerwig, sprach von einem "großartigen Film voller Menschlichkeit", der "uns mitgerissen hat".

Vor seiner Auszeichnung in Cannes hatte Baker in einem Gespräch mit AFP gesagt, er halte es für eine schlechte Idee, wenn Regierungen versuchten, Prostitution einzuschränken. Bei der Preisverleihung sagte der 53-Jährige, er wolle sich dafür einsetzen, dass Filme weiter auf die große Kinoleinwand kommen. "Ein Film auf dem Mobiltelefon oder zu Hause zu sehen, das ist nicht dasselbe", sagte Baker.

Der zuvor als Favorit gehandelte iranische Filmemacher Mohammad Rasoulof wurde mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet. Rasoulof war kurz vor Beginn des Festivals die gefährliche Flucht auf dem Landweg aus seiner Heimat gelungen. Er war dort nach Kritik an der iranischen Führung zu acht Jahren Haft sowie Peitschenhieben verurteilt worden.

Der 51-Jährige, der 2020 den Goldenen Bären in Berlin erhalten hatte, präsentierte in Cannes seinen heimlich gedrehten Film "Der Samen der heiligen Feige". Dieser erzählt die Geschichte eines iranischen Richters, der sich als Handlanger der Regierung fühlt und zunehmend unter Gewissenskonflikten leidet.

Es ist ein zweischneidiger Erfolg für Rasoulof, denn er markiert zugleich den Beginn eines dauerhaften Lebens im Exil. "Ich habe im Moment keine Pläne, in den Iran zurückzugehen", hatte Rasoulof in Cannes in einem AFP-Gespräch gesagt.

Der Preis für die beste Schauspielerin ging in an die Darstellerinnen der originellen Musikkomödie "Emilia Perez" des französischen Filmemachers Jacques Audiard. Zu ihnen zählen Selena Gomez und die 52-jährige transsexuelle Schauspielerin Gascón, die die Hauptrolle spielte. Der Film über einen mexikanischen Drogenboss, der sich zu einer Geschlechtsumwandlung entscheidet, wurde zudem mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. Den Preis als bester Darsteller bekam der US-Schauspieler Jesse Plemons.

Eine Ehrenpalme für sein Lebenswerk erhielt während der Abschlussgala "Star Wars"-Erfinder George Lucas. Zu Tränen gerührt nahm der 80-jährige den Preis von seinem Kollegen und langjährigen Freund Ford Francis Coppola entgegen. Coppola hatte selber seinen Monumentalfilm "Megalopolis" im Wettbewerb, der bei Kritikern aber weitgehend durchgefallen war.

Das zwölf Tage dauernde Festival an der Côte d'Azur hatte anfangs im Zeichen von Metoo gestanden. Die Schauspielerin Judith Godrèche hatte für einen in Cannes gezeigten Kurzfilm tausend Menschen versammelt, die sich als Opfer sexueller Gewalt sehen. Im Lauf des Festivals wurden jedoch keine neuen mutmaßlichen Skandale mit Prominenten aus der Filmwelt bekannt.

Lediglich vier der 22 Filme im Wettbewerb wurden von Frauen gemacht: Zwei von ihnen bekamen Auszeichnungen. Die Französin Coralie Fargeat wurde für ihren Horrorfilm "The Substance" mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Die indische Regisseurin Payal Kapadia erhielt den Großen Preis der Jury für "All we imagine as light".

Deutsche Filme waren in diesem Jahr nicht in Cannes vertreten. Der Film von Rasoulof war jedoch eine iranisch-französisch-deutsche Koproduktion. Einen Starttermin in Deutschland gibt es noch nicht.

Deutsche Schauspieler waren in mehreren Wettbewerbsfilmen zu sehen, etwa Diane Kruger in David Cronenbergs Film "The Shrouds" (Das Leichentuch) und Franz Rogowski in dem Film "Bird" der britischen Filmemacherin Andrea Arnold. Ansonsten flanierten in diesem Jahr besonders viele Hollywood-Altstars wie Richard Gere, Demi Moore und Kevin Costner in Cannes über den roten Teppich.

W.Urban--TPP