The Prague Post - Maradona-Prozess nach Rückzug von Richterin auf der Kippe

EUR -
AED 4.180374
AFN 71.711977
ALL 91.57518
AMD 413.700667
ANG 2.037958
AOA 1044.951773
ARS 1725.654833
AUD 1.618087
AWG 2.048925
AZN 1.928584
BAM 1.94985
BBD 2.292315
BDT 139.933005
BGN 1.916247
BHD 0.429079
BIF 3414.874778
BMD 1.138292
BND 1.454275
BOB 12.369992
BRL 5.880984
BSD 1.138132
BTN 108.909628
BWP 15.475622
BYN 3.4461
BYR 22310.515215
BZD 2.289025
CAD 1.605077
CDF 2629.453661
CHF 0.93917
CLF 0.027771
CLP 1096.550404
CNY 7.639473
CNH 7.638552
COP 3743.61339
CRC 516.426434
CUC 1.138292
CUP 30.164727
CVE 110.699024
CZK 24.415614
DJF 202.297171
DKK 7.475787
DOP 67.67152
DZD 152.462168
EGP 58.533688
ERN 17.074374
ETB 183.264993
FJD 2.560871
FKP 0.85432
GBP 0.859848
GEL 2.976572
GGP 0.85432
GHS 13.187134
GIP 0.85432
GMD 84.233352
GNF 9960.0518
GTQ 8.687567
GYD 238.115501
HKD 8.927308
HNL 30.637087
HRK 7.5347
HTG 148.756082
HUF 365.313629
IDR 20334.213352
ILS 3.453497
IMP 0.85432
INR 108.981687
IQD 1491.731132
IRR 1564667.165979
ISK 138.006677
JEP 0.85432
JMD 179.324381
JOD 0.807035
JPY 180.205239
KES 147.416035
KGS 99.543373
KHR 4618.620154
KMF 492.880372
KPW 1024.462795
KRW 1555.566774
KWD 0.352005
KYD 0.948435
KZT 506.107875
LAK 25526.189196
LBP 101934.011775
LKR 374.447403
LRD 196.725276
LSL 18.622279
LTL 3.361079
LVL 0.688541
LYD 7.256576
MAD 10.928453
MDL 20.143031
MGA 5008.483502
MKD 61.522113
MMK 2389.931262
MNT 4095.486141
MOP 9.194059
MRU 45.600024
MUR 54.501362
MVR 17.586169
MWK 1977.212186
MXN 19.971377
MYR 4.655786
MZN 72.747809
NAD 18.622333
NGN 1508.771536
NIO 41.72995
NOK 10.797856
NPR 174.25504
NZD 2.005926
OMR 0.437675
PAB 1.138132
PEN 3.844582
PGK 5.063691
PHP 71.442032
PKR 315.932462
PLN 4.377556
PYG 6745.41689
QAR 4.146814
RON 5.274728
RSD 117.470529
RUB 96.499059
RWF 1676.703516
SAR 4.274362
SBD 9.106916
SCR 15.803981
SDG 684.685345
SEK 11.289752
SGD 1.457263
SHP 0.859412
SLE 28.058718
SLL 23869.39631
SOS 650.531335
SRD 43.053035
STD 23560.337766
STN 24.67247
SVC 9.958656
SYP 14800.067577
SZL 18.622518
THB 38.064316
TJS 10.533451
TMT 3.995403
TND 3.356258
TOP 2.740733
TRY 55.618295
TTD 7.73543
TWD 36.201999
TZS 3016.470402
UAH 51.084668
UGX 4427.509251
USD 1.138292
UYU 45.621191
UZS 13474.52968
VES 970.315553
VND 29607.53347
VUV 134.714963
WST 3.133178
XAF 655.957
XAG 0.017709
XAU 0.000265
XCD 3.07629
XCG 2.05115
XDR 0.804831
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 269.376427
ZAR 18.628734
ZMK 10245.994134
ZMW 22.165558
ZWL 366.529428
SSP 6502.593741
MXV 2.26348
  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1386

    -0.02%

  • DAX

    -168.1700

    25410.63

    -0.66%

  • Euro STOXX 50

    -24.9000

    6299.82

    -0.4%

  • MDAX

    -314.1300

    31215.77

    -1.01%

  • TecDAX

    -19.1900

    4011.82

    -0.48%

  • SDAX

    -65.0800

    18345.72

    -0.35%

  • Goldpreis

    3.7000

    4322.1

    +0.09%

Maradona-Prozess nach Rückzug von Richterin auf der Kippe
Maradona-Prozess nach Rückzug von Richterin auf der Kippe / Foto: TOMAS CUESTA - AFP

Maradona-Prozess nach Rückzug von Richterin auf der Kippe

Der Prozess um den Tod des argentinischen Fußball-Idols Diego Maradona steht mehr als zwei Monate nach seinem Beginn auf der Kippe: Eine Richterin legte am Dienstag (Ortszeit) ihre Arbeit an dem Verfahren nieder, nachdem der Vorsitzende Richter sie für befangen erklärt hatte. Grund sind Zweifel an der Unparteilichkeit von Richterin Julieta Makintach, weil diese sich an einer Dokumentarserie zu dem Fall beteiligt hatte.

Textgröße:

Es lägen ausreichende Hinweise vor, die Zweifel an Makintachs Unparteilichkeit stützten, sagte der Vorsitzende Richter Maximiliano Savarino bei der Verhandlung im Gericht von San Isidro bei Buenos Aires. Zuvor beschlagnahmte Videoaufnahmen belegten, dass die 47-Jährige aktiv an den Arbeiten zu einer Dokumentarserie zu dem Prozess mit ihr selbst als Hauptfigur beteiligt war.

Im Gerichtssaal wurde am Dienstag ein Trailer für die Miniserie "Göttliche Justiz" abgespielt. Darin war Makintach zu sehen, wie sie auf High Heels durch die Gänge des Gerichtsgebäudes eilt, während eine Erzählerstimme düstere Details von Maradonas Tod schildert. Laut Drehbuch sollte die Dokumentarserie Makintach dabei begleiten, wie sie "Maradonas Tod und schmerzhafte Wegmarken seines Lebens rekonstruiert".

Makintach benehme sich "wie eine Schauspielerin und nicht wie eine Richterin", hielt Staatsanwalt Patricio Ferrari der Juristin vor. Maradonas Tochter Giannina und seine Ex-Freundin Veronica Ojeda brachen beim Anschauen des Videomaterials im Gerichtssaal in Tränen aus. Währenddessen saß Richterin Makintach mit gesenktem Kopf am Richterpult. Ihr bleibe "keine andere Wahl", als sich von dem Verfahren zurückzuziehen, sagte sie schließlich.

Makintachs Rückzug könnte den von Fußballfans in aller Welt verfolgten Prozess kippen. Am Donnerstag soll laut Gericht entschieden werden, ob die Richterin durch einen Nachfolger ersetzt werden kann oder das Gerichtsverfahren mit drei neu zu bestimmenden Richtern neu aufgerollt werden muss. Die meisten der Prozessparteien sprachen sich am Dienstag für eine Neuauflage des Verfahrens aus.

Maradona war am 25. November 2020 im Alter von 60 Jahren an Herzversagen und einem Lungenödem gestorben, nachdem er sich nach einer Hirn-OP in einer eigens dazu angemieteten Wohnung in einer schicken Gegend nördlich von Buenos Aires hatte pflegen lassen.

Die Staatsanwaltschaft wirft seinen Ärzten und Pflegern vor, Maradona mangelhaft betreut und damit seinen Tod in Kauf genommen zu haben. Maradonas Tochter Gianinna beschuldigt die Angeklagten, sie hätten ihren Vater an einem "dunklen, hässlichen und einsamen" Ort untergebracht und seien mehr an Maradonas Geld als an seinem Wohlergehen interessiert gewesen.

Im Falle einer Verurteilung drohen den sieben Angeklagten zwischen acht und 25 Jahren Gefängnis. Alle Angeklagten weisen jede Verantwortung für Maradonas Tod zurück.

Maradona wird in Argentinien leidenschaftlich verehrt, sein Tod inmitten der Corona-Krise hatte in dem südamerikanischen Land sowie bei Fußball-Fans in aller Welt tiefe Trauer ausgelöst. Die Fußball-Ikone soll dieses Jahr ein Mausoleum auf einem Tausend-Quadratmeter-Grundstück in Puerto Madero, einem Touristenviertel von Buenos Aires, erhalten. Es wird damit gerechnet, dass jährlich bis zu eine Million Menschen die Gedenkstätte besuchen.

S.Danek--TPP