The Prague Post - Friedensnobelpreis geht an Aktivisten in Belarus, Russland und Ukraine

EUR -
AED 4.276817
AFN 76.261554
ALL 96.613338
AMD 441.236772
ANG 2.084639
AOA 1066.728755
ARS 1672.281238
AUD 1.734254
AWG 2.096192
AZN 1.983283
BAM 1.958072
BBD 2.344741
BDT 142.389091
BGN 1.955712
BHD 0.439053
BIF 3446.443057
BMD 1.164551
BND 1.496355
BOB 8.073471
BRL 6.249678
BSD 1.164161
BTN 105.740045
BWP 15.5993
BYN 3.351031
BYR 22825.202471
BZD 2.341347
CAD 1.615145
CDF 2532.898715
CHF 0.928665
CLF 0.026184
CLP 1033.877085
CNY 8.115583
CNH 8.101923
COP 4280.074829
CRC 567.365582
CUC 1.164551
CUP 30.860605
CVE 110.388336
CZK 24.298709
DJF 206.964134
DKK 7.471452
DOP 74.086594
DZD 151.531667
EGP 55.211218
ERN 17.468267
ETB 181.674624
FJD 2.646795
FKP 0.871026
GBP 0.867294
GEL 3.132493
GGP 0.871026
GHS 12.578756
GIP 0.871026
GMD 86.176534
GNF 10191.38678
GTQ 8.926433
GYD 243.558858
HKD 9.079615
HNL 30.701885
HRK 7.535227
HTG 152.448839
HUF 385.352345
IDR 19751.719085
ILS 3.674567
IMP 0.871026
INR 105.863287
IQD 1525.082542
IRR 49056.717229
ISK 146.209214
JEP 0.871026
JMD 183.713149
JOD 0.825672
JPY 184.146952
KES 150.180339
KGS 101.839675
KHR 4688.500126
KMF 494.934006
KPW 1048.094979
KRW 1715.744746
KWD 0.358658
KYD 0.970138
KZT 592.174686
LAK 25174.532494
LBP 104249.896587
LKR 360.593015
LRD 210.707183
LSL 19.182821
LTL 3.438617
LVL 0.704425
LYD 6.326068
MAD 10.730589
MDL 19.883325
MGA 5278.191899
MKD 61.55246
MMK 2445.242919
MNT 4150.500968
MOP 9.350289
MRU 46.471918
MUR 53.895033
MVR 18.003437
MWK 2018.66812
MXN 20.469251
MYR 4.722231
MZN 74.411824
NAD 19.182821
NGN 1653.010703
NIO 42.840072
NOK 11.716043
NPR 169.184472
NZD 2.00958
OMR 0.447764
PAB 1.164166
PEN 3.91027
PGK 4.973557
PHP 69.222069
PKR 325.759151
PLN 4.224066
PYG 7761.004546
QAR 4.255755
RON 5.092462
RSD 117.333135
RUB 90.253151
RWF 1697.913709
SAR 4.367073
SBD 9.46036
SCR 15.532883
SDG 700.479703
SEK 10.721283
SGD 1.496466
SHP 0.873715
SLE 28.124261
SLL 24420.054413
SOS 664.179155
SRD 44.592416
STD 24103.857513
STN 24.52867
SVC 10.18538
SYP 12879.440623
SZL 19.176496
THB 36.392326
TJS 10.850068
TMT 4.087575
TND 3.410186
TOP 2.803959
TRY 50.381924
TTD 7.901269
TWD 36.750323
TZS 2940.849131
UAH 50.377782
UGX 4056.741586
USD 1.164551
UYU 44.950223
UZS 13926.157538
VES 397.479125
VND 30586.935863
VUV 140.136426
WST 3.249318
XAF 656.727413
XAG 0.012346
XAU 0.000249
XCD 3.147257
XCG 2.098061
XDR 0.817461
XOF 656.690717
XPF 119.331742
YER 277.716351
ZAR 19.074131
ZMK 10482.333354
ZMW 23.312348
ZWL 374.984994
  • DAX

    -338.0700

    24959.06

    -1.35%

  • TecDAX

    -77.2000

    3673.9

    -2.1%

  • Euro STOXX 50

    -103.6300

    5925.82

    -1.75%

  • MDAX

    -513.6900

    31385.57

    -1.64%

  • SDAX

    -318.4600

    18010.89

    -1.77%

  • EUR/USD

    0.0047

    1.1651

    +0.4%

  • Goldpreis

    81.3000

    4676.7

    +1.74%

Friedensnobelpreis geht an Aktivisten in Belarus, Russland und Ukraine
Friedensnobelpreis geht an Aktivisten in Belarus, Russland und Ukraine / Foto: Anders WIKLUND - TT News Agency/AFP/Archiv

Friedensnobelpreis geht an Aktivisten in Belarus, Russland und Ukraine

Der Friedensnobelpreis 2022 steht im Zeichen des Ukraine-Krieges: Die renommierte Auszeichnung geht an den belarussischen Politiker und Menschenrechtsaktivisten Ales Bjaljazki, die russische Menschenrechtsorganisation Memorial und die ukrainische Menschenrechtsorganisation Zentrum für bürgerliche Freiheiten (CCL), wie das Nobelkomitee am Freitag in Oslo mitteilte. Die Preisträger hätten einen "außergewöhnlichen Beitrag" dazu geleistet, Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverletzungen und Machtmissbrauch zu dokumentieren, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, in ihrer Begründung.

Textgröße:

Das Komitee wolle mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis "drei herausragende Vorkämpfer für Menschenrechte, Demokratie und friedliche Koexistenz in den drei Nachbarländern Belarus, Russland und der Ukraine ehren", sagte Reiss-Andersen weiter. Bjaljazki und die in Russland seit Ende 2021 verbotene Organisationen Memorial sowie das CCL bewiesen gemeinsam "die Bedeutung der Zivilgesellschaft für Frieden und Demokratie".

Mit direkter Kritik an den russischen Präsidenten Wladimir Putin hielt sich die Komitee-Vorsitzende Reiss-Andersen indes zurück. Auf die Frage eines Journalisten, ob der Preis ein vergiftetes Geschenk an den russischen Präsidenten Wladimir Putin sei, der am Freitag 70 Jahre alt wurde, sagte Reiss-Andersen, der Preis sei "nicht an Präsident Putin gerichtet". Allerdings unterdrücke seine "autoritäre" Regierung - wie jene in Belarus - Menschenrechtsaktivisten.

Preisträger Bjaljazki ist derzeit in Belarus wegen des Vorwurfs des Steuerbetrugs inhaftiert. Reiss-Andersen forderte die Behörden in dem autoritär regierten Land auf, den 60-Jährigen freizulassen. "Wir hoffen inständig, dass das geschehen wird und dass er nach Oslo kommen kann, um seine Ehrung entgegen zu nehmen", sagte die Vorsitzende des Nobelkomitees.

Die Frau des belarussischen Preisträgers, Natalja Pintschuk, sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie sei "überwältigt von ihren Gefühlen" und "dankbar". Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter von einer "Anerkennung für alle Belarussen, die für Freiheit und Demokratie kämpfen".

Bjaljazki gehörte 1996 zu den Mitbegründern von Wjasna (zu Deutsch: Frühling), einer der wichtigsten Nichtregierungsorganisationen in Belarus. Sie dokumentiert Menschenrechtsverletzungen und beobachtet Wahlen; seit dem Beginn der Proteste nach der international weitgehend nicht anerkannten Wiederwahl von Machthaber Alexander Lukaschenko vom August 2020 spielte Wjasna in Belarus eine wichtige Rolle in der Demokratiebewegung.

Die 1989 gegründete russische Organisation Memorial ist die älteste und wichtigste Menschenrechtsorganisation in Russland. Sie setzt sich für die Aufarbeitung der stalinistischen Verbrechen in der Sowjetunion ein, untersucht aber auch Menschenrechtsverstöße russischer Soldaten und Milizionäre in Tschetschenien und Syrien und informiert über die Haftbedingungen politischer Gefangener.

Ende 2021 verfügte zunächst das Oberste Gericht Russlands ein Verbot von Memorial, später ordnete ein Moskauer Gericht ihre Auflösung an. Das Menschenrechtszentrum von Memorial erklärte am Freitag, dass "im selben Moment, in dem uns die ganze Welt zum Nobelpreis gratuliert" in Moskau ein Prozess stattfinde, in dem es um die Beschlagnahme der Räumlichkeiten von Memorial gehe.

Das ebenfalls ausgezeichnete ukrainische Zentrum für bürgerliche Freiheiten (CCL) wurde 2007 gegründet. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar war es unter anderem daran beteiligt, russische Kriegsverbrechen gegen die ukrainische Zivilbevölkerung zu dokumentieren. "Wir sind glücklich", erklärte CCL-Vertreterin Oleksandra Romanzowa, nach der Bekanntgabe des Nobelpreises für ihre Organisation. Es gebe aber noch "einen Haufen Arbeit bis zum Sieg".

Ende September war die CCL-Vorsitzende Oleksandra Matwijtschuk bereits von der in Stockholm ansässigen Right-Livelihood-Stiftung mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. Memorial hatte diese Auszeichnung bereits 2004 erhalten, 2020 wurden Bjaljazki und seine Organisation Wjasna damit gewürdigt.

Die Träger des Friedensnobelpreises werden mit einer goldenen Medaille, einer Urkunde und einem Preisgeld in Höhe von 10 Millionen schwedischen Kronen (umgerechnet rund 920.000 Euro) ausgezeichnet. Die offizielle Verleihung findet am 10. Dezember in Oslo statt.

Im vergangenen Jahr waren die Journalisten Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Diese Woche wurden in Stockholm bereits die Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie und Literatur verkündet. Am Montag folgt die Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften.

Z.Marek--TPP