The Prague Post - Entscheidung des Supreme Court zu Abtreibung vertieft Spaltung der US-Gesellschaft

EUR -
AED 4.358018
AFN 77.132992
ALL 96.884496
AMD 446.352327
ANG 2.12422
AOA 1088.169239
ARS 1699.072234
AUD 1.68554
AWG 2.138958
AZN 2.010902
BAM 1.962601
BBD 2.382937
BDT 144.69138
BGN 1.992845
BHD 0.447374
BIF 3506.149392
BMD 1.186662
BND 1.506621
BOB 8.175433
BRL 6.189986
BSD 1.183085
BTN 107.167709
BWP 15.663077
BYN 3.398935
BYR 23258.574838
BZD 2.379415
CAD 1.618137
CDF 2610.656063
CHF 0.916311
CLF 0.025737
CLP 1016.233506
CNY 8.234188
CNH 8.210942
COP 4375.578725
CRC 586.524993
CUC 1.186662
CUP 31.446543
CVE 110.649819
CZK 24.208497
DJF 210.67826
DKK 7.469254
DOP 74.667793
DZD 153.856632
EGP 55.655907
ERN 17.79993
ETB 183.923501
FJD 2.608698
FKP 0.871734
GBP 0.872024
GEL 3.198089
GGP 0.871734
GHS 13.002219
GIP 0.871734
GMD 86.626149
GNF 10384.985706
GTQ 9.07456
GYD 247.530865
HKD 9.274837
HNL 31.251898
HRK 7.533646
HTG 154.987056
HUF 377.107534
IDR 19960.900525
ILS 3.676985
IMP 0.871734
INR 107.637388
IQD 1549.890219
IRR 49988.136159
ISK 145.015072
JEP 0.871734
JMD 185.169302
JOD 0.841395
JPY 185.806354
KES 153.079598
KGS 103.773422
KHR 4774.544593
KMF 497.211581
KPW 1067.983923
KRW 1735.066512
KWD 0.36459
KYD 0.985929
KZT 585.375824
LAK 25423.991243
LBP 105951.299634
LKR 366.026802
LRD 222.423546
LSL 19.086898
LTL 3.503905
LVL 0.7178
LYD 7.491866
MAD 10.861474
MDL 20.171643
MGA 5252.133127
MKD 61.716355
MMK 2491.545026
MNT 4233.852913
MOP 9.521012
MRU 46.780511
MUR 54.56286
MVR 18.334692
MWK 2051.482798
MXN 20.448382
MYR 4.66892
MZN 75.649642
NAD 19.087382
NGN 1617.586231
NIO 43.540876
NOK 11.456925
NPR 171.463984
NZD 1.97295
OMR 0.456264
PAB 1.183115
PEN 3.980845
PGK 5.073602
PHP 69.451739
PKR 330.823577
PLN 4.21198
PYG 7817.021408
QAR 4.312398
RON 5.092208
RSD 117.367962
RUB 91.679731
RWF 1726.76169
SAR 4.450564
SBD 9.562299
SCR 17.367956
SDG 713.771294
SEK 10.66923
SGD 1.505198
SHP 0.890304
SLE 29.013839
SLL 24883.707552
SOS 674.930214
SRD 44.877191
STD 24561.507157
STN 24.585296
SVC 10.352002
SYP 13123.97706
SZL 19.082884
THB 37.0262
TJS 11.085854
TMT 4.15925
TND 3.431334
TOP 2.857197
TRY 51.736802
TTD 8.011864
TWD 37.463747
TZS 3056.95637
UAH 50.817549
UGX 4209.640317
USD 1.186662
UYU 45.729037
UZS 14528.527417
VES 448.540577
VND 30752.938583
VUV 141.429735
WST 3.24043
XAF 658.229555
XAG 0.014481
XAU 0.000236
XCD 3.207014
XCG 2.132316
XDR 0.818626
XOF 658.229555
XPF 119.331742
YER 282.899221
ZAR 18.961082
ZMK 10681.383233
ZMW 22.035077
ZWL 382.104674
  • Euro STOXX 50

    14.1000

    6012.5

    +0.23%

  • TecDAX

    -11.0100

    3608.59

    -0.31%

  • EUR/USD

    0.0052

    1.1872

    +0.44%

  • Goldpreis

    46.2000

    5026

    +0.92%

  • MDAX

    127.5200

    31790.35

    +0.4%

  • SDAX

    145.4000

    18039.12

    +0.81%

  • DAX

    67.9600

    24789.42

    +0.27%

Entscheidung des Supreme Court zu Abtreibung vertieft Spaltung der US-Gesellschaft
Entscheidung des Supreme Court zu Abtreibung vertieft Spaltung der US-Gesellschaft / Foto: ROBERTO SCHMIDT - AFP

Entscheidung des Supreme Court zu Abtreibung vertieft Spaltung der US-Gesellschaft

Während zehntausende Menschen überall in den USA am Wochenende gegen die Abtreibungs-Entscheidung des Obersten Gerichtes protestierten, haben erste Bundesstaaten bereits harte Tatsachen geschaffen: In mindestens acht US-Bundesstaaten sind Schwangerschaftsabbrüche nun de facto verboten - selbst bei Vergewaltigung. Dagegen gab es heftige Proteste unter anderem vor dem Supreme Court in Washington. Die Spenden an Pro-Abtreibungsorganisationen schnellten in die Höhe.

Textgröße:

Der Supreme Court hatte am Freitag das verfassungsmäßige landesweite Recht auf Abtreibung gekippt. Die Richter hoben das entsprechende Grundsatzurteil aus dem Jahr 1973 auf, das mit der Bezeichnung "Roe v. Wade" Geschichte geschrieben hatte. Schwangerschaftsabbrüche sind damit zwar nicht automatisch illegal, den einzelnen US-Bundesstaaten steht es jedoch frei, diese zu erlauben, einzuschränken oder gänzlich zu verbieten.

"Was gestern passiert ist, ist unbeschreiblich und ekelhaft", sagte die 19-jährige Demonstrantin Mia Stagner am Samstag in Washington. "Keine Frau sollte dazu gezwungen werden, Mutter zu werden." Die Demonstranten schwenkten unter anderem Schilder mit Aufschriften wie "Krieg gegen Frauen, wer ist als nächster dran?". Damit gaben sie auch ihrer Angst Ausdruck, dass der von konservativen Richtern dominierte Supreme Court auch andere Freiheitsrechte kippen könnte.

Auch in Los Angeles und dutzenden anderen Städten quer durchs Land fanden am Wochenende Demonstrationen gegen die Entscheidung statt. Zudem schnellten die Spenden an Organisationen in die Höhe, die Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen unterstützen. Es seien innerhalb von 24 Stunden 40 Mal mehr Spendenbeträge eingegangen als normalerweise an einem Tag, teilte die Organisation Planned Parenthood (geplante Elternschaft) mit.

Zeitgleich gab es landesweit aber auch Jubel-Feiern von Befürwortern der Entscheidung des Obersten Gerichtes. Abtreibungsgegnerin Gwen Charles sagte in Washington: "Auf diesen Tag haben wir lange gewartet." Auch Savannah Craven fühlte sich in ihrer Haltung bestätigt: "Es ist keine persönliche Entscheidung, ob man eine Abtreibung hat. Es betrifft vielmehr immer zwei Menschen - und die Entscheidung dafür endet mit dem Tod des einen."

Die Spaltung der US-Gesellschaft zeigte sich nicht nur auf den Straßen, sondern auch im politischen Handeln unmittelbar nach der Gerichtsentscheidung: Missouri, Alabama, Arkansas, Kentucky, Louisiana, Oklahoma, South Dakota and Utah verboten Abtreibungen beziehungsweise schränkten sie massiv ein. Es wird erwartet, dass in den kommenden Tagen weitere von den Republikanern regierte Bundesstaaten folgen.

Von den Demokraten regierte Bundesstaaten ihrerseits trafen erste Vorkehrungen, um mehr potenzielle Patientinnen zu versorgen. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul versprach, gemeinsam mit anderen liberalen Bundesstaaten ein "sicherer Hafen" für alle zu sein, die in ihren eigenen Staaten keine Abtreibungen vornehmen lassen können.

US-Präsident Joe Biden hatte sofort nach der Gerichtsentscheidung von einem "tragischen Fehler" des Supreme Court gesprochen und davor gewarnt, dass weitere hart erkämpfte Rechte wie das auf Verhütungsmittel oder die Homo-Ehe als nächstes gekippt werden könnten. Der Präsident forderte den US-Kongress auf, das allgemeine Recht auf Abtreibung per Bundesgesetz wiederherzustellen.

Die Entscheidung des Obersten Gerichtes ist eine Folge der Amtszeit des Republikaners Donald Trump als US-Präsident: Dieser hatte drei neue Verfassungsrichter ernannt, sodass konservative Juristen am Supreme Court nun eine klare Mehrheit von sechs der neun Richter stellen. Trump selbst feierte das Urteil als Entscheidung Gottes.

International kam Kritik von US-Verbündeten wie Großbritannien, Kanada und Frankreich. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erklärte auf Twitter, es sei noch ein langer Weg bis zur Geschlechtergerechtigkeit - "bei uns - und in vielen anderen Teilen der Welt".

A.Stransky--TPP