The Prague Post - UNO: Keine Anzeichen für Deeskalation im Sudan trotz RSF-Zustimmung zu Waffenruhe

EUR -
AED 4.302068
AFN 74.971067
ALL 95.715424
AMD 440.340932
AOA 1074.198692
ARS 1618.829067
AUD 1.656265
AWG 2.110033
AZN 1.984292
BAM 1.955327
BBD 2.35853
BDT 143.865224
BHD 0.441838
BIF 3480.342769
BMD 1.171427
BND 1.492139
BOB 8.091077
BRL 5.98423
BSD 1.171017
BTN 108.619762
BWP 15.719322
BYN 3.360988
BYR 22959.965994
BZD 2.354849
CAD 1.618812
CDF 2694.281538
CHF 0.924016
CLF 0.026515
CLP 1043.588736
CNY 8.003012
CNH 7.996001
COP 4281.377659
CRC 541.968992
CUC 1.171427
CUP 31.042811
CVE 110.238353
CZK 24.364331
DJF 208.50468
DKK 7.472591
DOP 70.512955
DZD 154.897846
EGP 62.18555
ERN 17.571403
ETB 183.726931
FJD 2.589239
FKP 0.871474
GBP 0.871121
GEL 3.151232
GGP 0.871474
GHS 12.885345
GIP 0.871474
GMD 86.685389
GNF 10274.516389
GTQ 8.957835
GYD 244.961511
HKD 9.175781
HNL 31.100482
HRK 7.534033
HTG 153.542885
HUF 377.105842
IDR 20026.244625
ILS 3.571165
IMP 0.871474
INR 108.825143
IQD 1534.029186
IRR 1541597.716834
ISK 143.194975
JEP 0.871474
JMD 185.145246
JOD 0.830506
JPY 186.448971
KES 151.500785
KGS 102.441601
KHR 4687.306768
KMF 493.170589
KPW 1054.299841
KRW 1736.593707
KWD 0.361748
KYD 0.975748
KZT 553.310124
LAK 25820.672599
LBP 104855.922087
LKR 369.560668
LRD 215.442174
LSL 19.212656
LTL 3.458919
LVL 0.708584
LYD 7.444201
MAD 10.884269
MDL 20.173712
MGA 4859.244658
MKD 61.622209
MMK 2460.581451
MNT 4211.673632
MOP 9.445588
MRU 46.805686
MUR 54.4949
MVR 18.098422
MWK 2030.266591
MXN 20.31851
MYR 4.644748
MZN 74.913273
NAD 19.212656
NGN 1592.894267
NIO 43.089584
NOK 11.115868
NPR 173.79122
NZD 2.00348
OMR 0.450407
PAB 1.170877
PEN 3.952145
PGK 5.068775
PHP 70.111076
PKR 326.622447
PLN 4.243833
PYG 7573.169373
QAR 4.269168
RON 5.090553
RSD 117.371122
RUB 89.608863
RWF 1709.882326
SAR 4.396088
SBD 9.428326
SCR 15.744732
SDG 704.027841
SEK 10.834501
SGD 1.492111
SLE 28.793323
SOS 669.158275
SRD 44.016951
STD 24246.170413
STN 24.494079
SVC 10.246523
SYP 129.499042
SZL 19.215059
THB 37.594634
TJS 11.12908
TMT 4.105851
TND 3.421773
TRY 52.329664
TTD 7.947079
TWD 37.209786
TZS 3039.852369
UAH 50.877202
UGX 4332.952616
USD 1.171427
UYU 47.248579
UZS 14239.557938
VES 556.501957
VND 30849.525738
VUV 139.646357
WST 3.215517
XAF 655.720129
XAG 0.015493
XAU 0.000246
XCD 3.165839
XCG 2.11049
XDR 0.817787
XOF 655.798477
XPF 119.331742
YER 279.444044
ZAR 19.237178
ZMK 10544.247731
ZMW 22.275953
ZWL 377.198963
  • SDAX

    259.5900

    17293.16

    +1.5%

  • MDAX

    360.2300

    30412.59

    +1.18%

  • TecDAX

    18.5500

    3535.47

    +0.52%

  • Goldpreis

    -17.4000

    4800.6

    -0.36%

  • DAX

    55.4700

    23862.46

    +0.23%

  • Euro STOXX 50

    38.1800

    5934.47

    +0.64%

  • EUR/USD

    0.0035

    1.1738

    +0.3%

UNO: Keine Anzeichen für Deeskalation im Sudan trotz RSF-Zustimmung zu Waffenruhe
UNO: Keine Anzeichen für Deeskalation im Sudan trotz RSF-Zustimmung zu Waffenruhe / Foto: - - AFP

UNO: Keine Anzeichen für Deeskalation im Sudan trotz RSF-Zustimmung zu Waffenruhe

Trotz der offiziellen Zustimmung der RSF-Miliz zu einem Waffenruhe-Vorschlag fürchten die Vereinten Nationen weitere schwere Kämpfe und Gewalt im Sudan. "Es gibt kein Anzeichen einer Deeskalation", warnte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Freitag. Stattdessen seien vor Ort Vorbereitungen für "intensivierte Kampfhandlungen" zu beobachten.

Textgröße:

Die gegen die Armee kämpfende paramilitärische Gruppe Rapid Support Forces (RSF) hatte am Donnerstag einem von internationalen Vermittlern vorgelegten Plan für eine Waffenruhe zugestimmt. Die von der Armee unterstützte Regierung reagierte dagegen bis Freitag nicht auf den Waffenruhe-Vorschlag. Beobachter zweifeln zudem an der Ernsthaftigkeit der Zustimmung der RSF zu der Feuerpause.

Der Miliz wird vorgeworfen, nach der Einnahme der Großstadt Al-Faschir in der Region Darfur vor rund zwei Wochen Massenhinrichtungen, Vergewaltigungen und weitere Gräueltaten verübt zu haben. Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag spricht von mutmaßlichen Handlungen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) erklärte, nach der Eroberung von Al-Faschir durch die RSF sei das Schicksal von hunderttausenden Menschen unklar. Bisher seien nur etwa 5000 Bewohner der Stadt in den Ort Tawila geflohen, sagte MSF-Präsident Javid Abdelmoneim am Freitag. "Wir wissen nicht, wohin die anderen hunderttausenden Bewohner gegangen sind". Dies sei angesichts der ethnisch motivierten Verfolgung der Bevölkerung durch die RSF äußerst beunruhigend.

Ein Forschungslabor der US-Universität Yale hatte am Donnerstag nach Auswertung von Satellitenbildern von Anzeichen für das Ausheben von Massengräbern in Al-Faschir gesprochen.

Seit der Einnahme von Al-Faschir durch die RSF verlagern sich die Kämpfe zudem in die weiter östlich gelegene Region Kordofan. Die Zahl der zivilen Opfer, Zerstörungen und Massen-Flucht in Kordofan nähmen zu, warnte UN-Menschenrechtskommissar Türk am Freitag.

Nach Mediziner-Angaben griff die RSF am Donnerstag ein Krankenhaus in der belagerten Stadt Dilling in Süd-Kordofan an. Dabei seien fünf Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Dilling wird bereits seit Juni 2023 von der RSF-Miliz belagert und liegt etwa 150 Kilometer südlich von Al-Obeid, der Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Kordofan.

Die Region der sudanesischen Hauptstadt Khartum wurde unterdessen am Freitag von Explosionen erschüttert. Auch in der 300 Kilometer nördlich gelegenen und ebenso wie Khartum von der Regierungsarmee kontrollierten Stadt Atbara waren Explosionen zu hören. Berichte über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor, Regierungsarmee und RSF äußerten sich nicht zu den Vorfällen.

Seit 2023 kämpfen die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die aus der berüchtigten arabischen Dschandschawid-Miliz hervorgegangene RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo um die Macht im Sudan.

In dem nordostafrikanischen Land herrscht nach Einschätzung der UNO die schwerste humanitäre Krise der Welt. Bei den Kämpfen wurden zehntausende Menschen getötet, rund zwölf Millionen Menschen wurden vertrieben. Zudem löste der Konflikte eine Hungerkrise aus.

Die sudanesische Regierungsarmee wird laut Beobachtern von Ägypten, Saudi-Arabien, der Türkei und dem Iran unterstützt. Den Vereinigten Arabischen Emiraten wird vorgeworfen, die RSF-Miliz mit Waffen zu versorgen, was die Regierung in Abu Dhabi zurückweist.

L.Bartos--TPP