The Prague Post - Proteste im Iran: Führung in Teheran will nicht zurückweichen

EUR -
AED 4.231544
AFN 75.461931
ALL 95.701743
AMD 434.289094
ANG 2.062212
AOA 1056.403079
ARS 1603.925444
AUD 1.671064
AWG 2.073925
AZN 1.963008
BAM 1.952758
BBD 2.315114
BDT 141.040283
BGN 1.969159
BHD 0.438349
BIF 3421.500424
BMD 1.15202
BND 1.480462
BOB 7.942627
BRL 5.93913
BSD 1.149419
BTN 107.068206
BWP 15.769502
BYN 3.405953
BYR 22579.598756
BZD 2.311719
CAD 1.606781
CDF 2655.407311
CHF 0.921477
CLF 0.02682
CLP 1058.995158
CNY 7.928953
CNH 7.933071
COP 4226.094473
CRC 534.859814
CUC 1.15202
CUP 30.528539
CVE 110.594367
CZK 24.524559
DJF 204.737509
DKK 7.474082
DOP 70.100891
DZD 153.120831
EGP 62.594955
ERN 17.280305
ETB 179.485717
FJD 2.596428
FKP 0.870234
GBP 0.87261
GEL 3.093221
GGP 0.870234
GHS 12.67803
GIP 0.870234
GMD 85.249915
GNF 10114.739035
GTQ 8.793302
GYD 240.575224
HKD 9.029248
HNL 30.533639
HRK 7.533181
HTG 150.860401
HUF 384.6946
IDR 19578.12495
ILS 3.606256
IMP 0.870234
INR 106.83831
IQD 1505.854131
IRR 1519716.438584
ISK 144.440755
JEP 0.870234
JMD 181.216908
JOD 0.816828
JPY 183.924702
KES 149.53662
KGS 100.744622
KHR 4596.719375
KMF 491.913091
KPW 1036.80099
KRW 1741.002708
KWD 0.356366
KYD 0.957908
KZT 544.681477
LAK 25310.339681
LBP 103108.170116
LKR 362.66133
LRD 210.92142
LSL 19.532595
LTL 3.401617
LVL 0.696846
LYD 7.350613
MAD 10.799077
MDL 20.225019
MGA 4805.472163
MKD 61.544125
MMK 2418.926503
MNT 4122.814473
MOP 9.279644
MRU 45.662874
MUR 54.076271
MVR 17.81067
MWK 1993.077817
MXN 20.611607
MYR 4.643839
MZN 73.672136
NAD 19.532172
NGN 1587.634232
NIO 42.293196
NOK 11.258292
NPR 171.306902
NZD 2.023929
OMR 0.443004
PAB 1.149409
PEN 3.976705
PGK 4.972168
PHP 69.592978
PKR 320.72236
PLN 4.278316
PYG 7435.481305
QAR 4.191071
RON 5.100038
RSD 117.243815
RUB 92.536885
RWF 1678.770184
SAR 4.324971
SBD 9.260829
SCR 16.618822
SDG 692.364618
SEK 10.925305
SGD 1.482309
SHP 0.864314
SLE 28.397729
SLL 24157.303089
SOS 656.873849
SRD 43.029156
STD 23844.495215
STN 24.461468
SVC 10.057332
SYP 128.230529
SZL 19.524669
THB 37.64845
TJS 11.017337
TMT 4.043591
TND 3.388621
TOP 2.773788
TRY 51.364023
TTD 7.797954
TWD 36.858934
TZS 2995.253282
UAH 50.34114
UGX 4312.282184
USD 1.15202
UYU 46.547487
UZS 13965.244481
VES 545.355491
VND 30344.215879
VUV 137.494623
WST 3.195544
XAF 654.931042
XAG 0.015774
XAU 0.000247
XCD 3.113393
XCG 2.071573
XDR 0.814524
XOF 654.942394
XPF 119.331742
YER 274.930073
ZAR 19.553086
ZMK 10369.569656
ZMW 22.212589
ZWL 370.950081
  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • DAX

    -130.8100

    23168.08

    -0.56%

  • MDAX

    -289.5800

    28916.26

    -1%

  • Goldpreis

    23.0000

    4702.7

    +0.49%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • SDAX

    -78.6400

    16724.07

    -0.47%

  • EUR/USD

    -0.0023

    1.1522

    -0.2%

Proteste im Iran: Führung in Teheran will nicht zurückweichen
Proteste im Iran: Führung in Teheran will nicht zurückweichen / Foto: - - UGC/AFP

Proteste im Iran: Führung in Teheran will nicht zurückweichen

Die Führung in Teheran will trotz der Protestwelle im Iran nicht zurückweichen: Die islamische Republik werde nicht vor "Saboteuren" kapitulieren, sagte das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei am Freitag. Außenminister Abbas Araghtschi warf den USA und Israel eine direkte Einflussnahme auf die seit Tagen wachsende Protestbewegung vor.

Textgröße:

In der Hauptstadt Teheran strömten in der Nacht zu Freitag zahlreiche Menschen auf den weitläufigen Ajatollah-Kaschani-Boulevard, wie auf von der Nachrichtenagentur AFP verifizierten Aufnahmen in Onlinenetzwerken zu sehen war. Sie skandierten Slogans wie "Tod dem Diktator". Auf anderen Bildern war eine protestierende Menschenmenge in der westiranischen Großstadt Abadan zu sehen.

Auch aus weiteren iranischen Städten, darunter Täbris im Norden des Landes und Maschhad im Zentrum, übertrugen persischsprachige Exilsender Aufnahmen größerer Proteste. Auch im von vielen Kurden bewohnten Westen des Landes, einschließlich der Stadt Kermanschah, gingen die Menschen auf die Straße.

Die Demonstranten riefen wiederholt Parolen, mit denen sie den Sturz der Machthaber in Teheran forderten, darunter "Pahlavi wird zurückkehren" - unter Bezugnahme auf Reza Pahlavi, den Sohn des 1979 im Zuge der islamischen Revolution gestürzten Schahs Mohammad Reza Pahlavi.

In mehreren Videos war zu sehen, wie Protestteilnehmer in der zentraliranischen Stadt Isfahan den Eingang zum Regionalstudio des Staatsfernsehens in Brand setzten. Auch auf anderen Aufnahmen waren brennende Regierungsgebäude zu sehen: In Schasand, der Hauptstadt der zentraliranischen Provinz Markasi, stand der Sitz des Gouverneurs in Flammen.

Am Freitag erklärte eine Menschenrechtsgruppe im Südosten des Landes, Sicherheitskräfte hätten nach dem Freitagsgebet in der Hauptstadt der an Pakistan und Afghanistan grenzenden Unruhe-Provinz Sistan-Balutschistan auf Demonstrierende geschossen. Dabei habe es in Sahedan eine nicht näher genannte Zahl von Opfern gegeben.

Die Proteste im Iran dauern seit mittlerweile fast zwei Wochen an. Sie hatten sich am Zorn über die hohen Lebenshaltungskosten und die schlechte Wirtschaftslage entzündet. Seit Beginn der Protestwelle am 28. Dezember gab es Demonstrationen in mindestens 50 Ortschaften und Städten vor allem im Westen des Landes.

Seit Beginn der Proteste wurden nach jüngsten Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen mindestens 51 Demonstranten getötet, darunter neun Minderjährige. Iranische Behörden und Medien meldeten bislang 21 Tote, darunter auch Sicherheitskräfte.

Der Leiter der Justizbehörden im Iran, Gholamhossein Mohseni Edschei kündigte am Freitag im Staatsfernsehen an, gegen "Randalierer" ohne "jegliche rechtliche Nachsicht" vorzugehen.

Derweil meldete sich der in der iranischen Exil-Opposition aktive Pahlavi mit einer weiteren Online-Botschaft zu Wort. Die Proteste am Donnerstag, zu denen er aufgerufen hatte, hätten gezeigt, wie "eine riesige Menschenmenge die repressiven Kräfte zum Rückzug zwingt". Am Freitag sollten nun noch mehr Menschen auf die Straße gehen, "damit die repressive Macht des Regimes noch schwächer wird", erklärte er. Die USA forderte er zu einer Intervention auf, "um dem iranischen Volk zu helfen".

Ayatollah Chamenei sagte in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede vor Anhängern an US-Präsident Donald Trump gerichtet, dessen Hände seien "mit dem Blut von mehr als tausend Iranern befleckt". Wie die bis 1979 im Iran herrschende Schah-Dynastie sei Trump "arrogant" und werde "gestürzt".

Trump hatte zuvor seine Drohungen gegen die Führung in Teheran bekräftigt. "Ich habe ihnen klargemacht, dass wir hart durchgreifen werden, wenn sie anfangen, Menschen zu töten, was sie bei ihren Unruhen - und sie haben viele Unruhen - häufig tun", sagte er in einem Radiointerview.

"Die Amerikaner und Israelis haben selbst gesagt, dass sie direkt in die Proteste im Iran eingreifen", sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Freitag während eines Besuchs im Libanon. "Sie versuchen, die friedlichen Proteste in spaltende und gewalttätige Proteste zu verwandeln."

Das iranische Staatsfernsehen zeigte am Freitag Bilder von tausenden Menschen, die an Gegenkundgebungen teilnahmen und in einigen iranischen Städten Slogans zugunsten der Behörden skandierten.

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk forderte am Freitag eine "rasche", "unabhängige" und "transparente" Ermittlung zu den Todesopfern. Das Recht auf friedliche Demonstrationen müsse gewährleistet werden. Auch die Unterbrechung des Internets durch die iranischen Behörden verurteilte er.

"Jegliche Gewalt gegen friedliche Demonstranten ist unannehmbar", sagte auch EU-Kommissionssprecher Anouar El Anouni in Brüssel. "Wir fordern die iranischen Behörden nachdrücklich auf, die Rechte auf Meinungsfreiheit und friedliche Versammlung zu wahren und den Internetzugang für alle wiederherzustellen", fügte er hinzu. Laut der in London ansässigen Organisation NetBlocks war das Internet am Freitag landesweit seit mindestens 24 Stunden unterbrochen.

Auch die Bundesregierung kritisierte die anhaltende Gewalt von Sicherheitskräften gegen Demonstrierende. Das Demonstrations- und Versammlungsrecht müsse gewährleistet werden und die Medien müssten frei darüber berichten können.

O.Holub--TPP