The Prague Post - Angst vor brutaler Unterdrückung der Protestbewegung im Iran wächst - Wieder Demos in Teheran

EUR -
AED 4.172533
AFN 72.147498
ALL 94.446414
AMD 416.184199
ANG 2.034179
AOA 1042.422579
ARS 1680.653568
AUD 1.647772
AWG 2.046503
AZN 1.94392
BAM 1.955726
BBD 2.283813
BDT 139.474705
BGN 1.921105
BHD 0.427682
BIF 3384.726811
BMD 1.136157
BND 1.473025
BOB 7.835703
BRL 5.898359
BSD 1.133957
BTN 107.303926
BWP 15.513343
BYN 3.195765
BYR 22268.674564
BZD 2.280513
CAD 1.618018
CDF 2577.93958
CHF 0.92244
CLF 0.026512
CLP 1043.424184
CNY 7.715077
CNH 7.737728
COP 3912.924245
CRC 516.17586
CUC 1.136157
CUP 30.108157
CVE 110.260814
CZK 24.23576
DJF 201.922334
DKK 7.475582
DOP 66.466892
DZD 151.638316
EGP 56.387922
ERN 17.042353
ETB 182.81205
FJD 2.549762
FKP 0.863423
GBP 0.862287
GEL 2.999539
GGP 0.863423
GHS 12.700518
GIP 0.863423
GMD 82.315257
GNF 9935.491624
GTQ 8.649672
GYD 237.190995
HKD 8.907186
HNL 30.341581
HRK 7.53283
HTG 148.262414
HUF 355.156486
IDR 20372.428755
ILS 3.386037
IMP 0.863423
INR 107.388181
IQD 1485.443605
IRR 1562272.497635
ISK 144.201475
JEP 0.863423
JMD 178.592434
JOD 0.805539
JPY 183.862032
KES 147.133961
KGS 99.356303
KHR 4555.766892
KMF 493.092633
KPW 1022.541577
KRW 1752.283149
KWD 0.351572
KYD 0.944964
KZT 551.82905
LAK 24890.055042
LBP 101555.797479
LKR 382.555476
LRD 206.542159
LSL 18.852084
LTL 3.354776
LVL 0.68725
LYD 7.292723
MAD 10.661295
MDL 20.082149
MGA 4736.79932
MKD 61.61368
MMK 2385.400948
MNT 4071.785272
MOP 9.158352
MRU 45.340079
MUR 54.75128
MVR 17.553658
MWK 1966.216699
MXN 20.011357
MYR 4.672335
MZN 72.612193
NAD 18.852084
NGN 1557.212948
NIO 41.727865
NOK 11.203075
NPR 171.684971
NZD 2.012912
OMR 0.43686
PAB 1.133957
PEN 3.845754
PGK 4.974745
PHP 69.666849
PKR 315.373439
PLN 4.286618
PYG 6916.737404
QAR 4.122343
RON 5.235068
RSD 117.349115
RUB 85.096665
RWF 1665.72943
SAR 4.25752
SBD 9.148281
SCR 16.823661
SDG 681.693902
SEK 11.076051
SGD 1.473794
SHP 0.848256
SLE 28.173786
SLL 23824.645554
SOS 648.072544
SRD 42.560928
STD 23516.153224
STN 24.498746
SVC 9.921623
SYP 125.581802
SZL 18.849201
THB 37.950477
TJS 10.5286
TMT 3.976549
TND 3.370872
TOP 2.735594
TRY 52.848676
TTD 7.688708
TWD 36.145468
TZS 2977.510374
UAH 50.898944
UGX 4183.841159
USD 1.136157
UYU 45.268281
UZS 13635.482325
VES 705.272766
VND 29915.578347
VUV 136.135153
WST 3.155989
XAF 655.929211
XAG 0.019883
XAU 0.000285
XCD 3.070521
XCG 2.043622
XDR 0.815765
XOF 655.932097
XPF 119.331742
YER 271.115476
ZAR 18.81311
ZMK 10226.774941
ZMW 20.439224
ZWL 365.842047
  • TecDAX

    30.0500

    3913.07

    +0.77%

  • DAX

    129.4500

    24869.81

    +0.52%

  • Goldpreis

    -6.2000

    4002.6

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    40.1100

    6254.81

    +0.64%

  • SDAX

    -19.1800

    17944.53

    -0.11%

  • MDAX

    87.5800

    32006.83

    +0.27%

  • EUR/USD

    0.0009

    1.137

    +0.08%

Angst vor brutaler Unterdrückung der Protestbewegung im Iran wächst - Wieder Demos in Teheran
Angst vor brutaler Unterdrückung der Protestbewegung im Iran wächst - Wieder Demos in Teheran / Foto: - - UGC/AFP

Angst vor brutaler Unterdrückung der Protestbewegung im Iran wächst - Wieder Demos in Teheran

Angesichts der neuerlichen Massendemonstrationen im Iran wächst die Angst vor einer brutalen Unterdrückung der Protestbewegung durch die Regierung in Teheran. Weil das Internet am Samstag weiterhin durch die iranischen Behörden blockiert war, drangen nur wenige Informationen aus dem Land nach draußen. In der Hauptstadt Teheran hatten am Freitagabend aber erneut zahlreiche Menschen demonstriert, wie Videos zeigten, die von der Nachrichtenagentur AFP verifiziert werden konnten.

Textgröße:

Bei dem Protest in Teheran schlugen die Demonstrierenden im Stadtteil Sadatabad auf Töpfe und riefen Sprechchöre wie "Tod Chamenei", die sich gegen das geistliche Oberhaupt des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, richteten. Auch in anderen Stadtteilen gab es am Freitagabend wieder Proteste, wie auf Aufnahmen in Onlinenetzwerken zu sehen war.

Andere Bilder, die über persischsprachige Exilsender und in Onlinenetzwerken verbreitet wurden, zeigten Proteste in weiteren iranischen Städten, darunter Maschhad im Osten des Landes, Täbris im Norden, in Hamedan im Westen und Kom südlich von Teheran. Bilder aus der westiranischen Stadt Hamedan zeigten einen Mann, der zwischen Feuern und tanzenden Menschen eine Flagge aus der Zeit des Schahs mit einem Löwen und einer Sonne hält.

Der in den USA lebende Sohn des früheren Schah rief die Demonstranten auf, die Stadtzentren des Landes zu besetzen. Im Onlinedienst X appellierte der Exil-Oppositionelle an die Iraner, am Samstag und Sonntag abends "alle auf die Straße zu gehen". Ziel sei es, die Stadtzentren dauerhaft einzunehmen. Er bereite sich darauf vor, "sehr bald" in sein Land zurückzukehren, erklärte Reza Pahlavi.

Die wegen der Proteste im Iran verhängte landesweite Internetsperre dauerte unterdessen nach Angaben von Beobachtern an. Messungen zeigten, dass die Internetblockade 36 Stunden nach deren Beginn weiterhin in Kraft sei, erklärte die Organisation Netblocks am Samstagmorgen.

Die iranischen Filmemacher Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof prangerten eine "unverhohlenen Repression" gegen die Protestbewegung im Schatten der Internetsperre an. Sie riefen die internationale Gemeinschaft in einer gemeinsamen Botschaft im Onlinedienst Instagram dazu auf, "Kommunikationsmittel einzurichten, um zu überwachen, was in dem Land passiert". Zuvor hatte auch bereits Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi vor einem "Massaker im Schutz einer umfassenden Kommunikationssperre" gewarnt.

Sie habe Informationen erhalten, wonach am Donnerstag hunderte Menschen mit "schweren Augenverletzungen" in ein Krankenhaus in Teheran eingeliefert worden seien, schrieb Ebadi. Bereits 2023, bei der Niederschlagung der Proteste wegen des Todes der jungen Kurdin Mahsa Amini, hatten Sicherheitskräfte nach Angaben von Aktivisten absichtlich auf die Augen von Demonstrierenden gezielt und dadurch Erblindungen ausgelöst.

Die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch hatten am Freitag den Einsatz von Gewehren, Schrotflinten, Wasserwerfern und Tränengas durch die Sicherheitskräfte im Iran angeprangert. Amnesty erklärte nun, es prüfe Berichte, dass die Behörden ihren "unrechtmäßigen Einsatz von tödlicher Gewalt" seit Donnerstag verstärkt hätten. Menschenrechtsaktivisten hatten den Behörden zuvor bereits die Tötung von Demonstranten wie auch Passanten sowie Razzien in Krankenhäusern vorgeworfen, um dort verletzte Demonstranten festzunehmen.

Die Proteste im Iran hatten sich am Zorn über die schlechte Wirtschaftslage entzündet. Nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen wurden in den knapp zwei Wochen seit Beginn der Proteste mehr als 50 Demonstrierende getötet, darunter neun Minderjährige, und hunderte weitere verletzt.

Den Behörden zufolge wurden auch mehrere Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet. Das Staatsfernsehen zeigte am Samstag Bilder von Beerdigungen von Sicherheitskräften sowie von brennenden Gebäuden, darunter eine Moschee.

In der Nacht zum Freitag hatte es im Iran die bisher größten Demonstrationen seit Beginn der Protestwelle gegeben. In mehreren Städten richteten Demonstrierende wütende Slogans gegen die religiöse und politische Führung des Landes. Die Behörden schaltete daraufhin landesweit das Internet ab.

Teheran warf den USA und Israel eine direkte Einflussnahme auf die wachsenden Proteste vor. Die Islamische Republik werde nicht kapitulieren, unterstrich Chamenei am Freitag. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, sagte am Freitagabend, das Land befinde sich "mitten in einem Krieg".

US-Präsident Donald Trump drohte der iranischen Führung seinerseits erneut mit einem Militäreinsatz. Seine Botschaft an Teheran laute: "Fangt besser nicht an zu schießen, denn dann werden wir auch anfangen zu schießen."

"Wenn sie anfangen, Menschen zu töten, wie sie es in der Vergangenheit getan haben, werden wir uns einmischen", warnte der US-Präsident. Das bedeute nicht, US-Bodentruppen in den Iran zu schicken, "sondern dass wir sie dort, wo es weh tut, sehr, sehr hart treffen".

US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete das iranische Volk im Onlinedienst X als "mutig" und sagte ihm die Unterstützung der Vereinigten Staaten zu.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer hatten am Freitag "die Tötung von Demonstranten auf das Schärfste" verurteilt. "Wir fordern die iranischen Behörden nachdrücklich dazu auf, Zurückhaltung zu üben, von Gewalt abzusehen und die Grundrechte der iranischen Bürgerinnen und Bürger zu wahren", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

F.Prochazka--TPP