The Prague Post - "Falsches Signal": Grünen-Spitze kritisiert Mercosur-Abstimmung im Europaparlament

EUR -
AED 4.23684
AFN 73.258527
ALL 95.838462
AMD 433.344075
ANG 2.065158
AOA 1057.911887
ARS 1604.128314
AUD 1.670527
AWG 2.076599
AZN 1.959151
BAM 1.955548
BBD 2.318421
BDT 141.241772
BGN 1.971972
BHD 0.435634
BIF 3420.284476
BMD 1.153666
BND 1.482577
BOB 7.953973
BRL 5.948991
BSD 1.151061
BTN 107.221163
BWP 15.79203
BYN 3.410819
BYR 22611.855815
BZD 2.315021
CAD 1.606336
CDF 2648.817116
CHF 0.921197
CLF 0.026792
CLP 1057.911795
CNY 7.943683
CNH 7.941456
COP 4225.255992
CRC 535.623911
CUC 1.153666
CUP 30.572152
CVE 110.250772
CZK 24.508822
DJF 204.975324
DKK 7.472353
DOP 69.580116
DZD 153.509527
EGP 62.599883
ERN 17.304992
ETB 179.742129
FJD 2.600133
FKP 0.865432
GBP 0.87182
GEL 3.097601
GGP 0.865432
GHS 12.656367
GIP 0.865432
GMD 85.371517
GNF 10097.478052
GTQ 8.805864
GYD 240.918908
HKD 9.042729
HNL 30.577259
HRK 7.53448
HTG 151.075919
HUF 384.366366
IDR 19607.709256
ILS 3.619218
IMP 0.865432
INR 106.830979
IQD 1508.005384
IRR 1521829.810952
ISK 144.393205
JEP 0.865432
JMD 181.475793
JOD 0.817946
JPY 184.149329
KES 149.750687
KGS 100.886714
KHR 4603.286216
KMF 492.615449
KPW 1038.293091
KRW 1738.56902
KWD 0.356875
KYD 0.959276
KZT 545.459605
LAK 25346.497858
LBP 103255.469737
LKR 363.179426
LRD 211.222741
LSL 19.560499
LTL 3.406476
LVL 0.697841
LYD 7.361114
MAD 10.814504
MDL 20.253913
MGA 4812.337228
MKD 61.632046
MMK 2422.261668
MNT 4121.25829
MOP 9.292901
MRU 45.728108
MUR 54.15275
MVR 17.835334
MWK 1995.925114
MXN 20.602602
MYR 4.653933
MZN 73.777295
NAD 19.560076
NGN 1590.05237
NIO 42.353616
NOK 11.232486
NPR 171.55163
NZD 2.020878
OMR 0.443637
PAB 1.151051
PEN 3.982386
PGK 4.979271
PHP 69.759309
PKR 321.180542
PLN 4.277621
PYG 7446.103582
QAR 4.197058
RON 5.096204
RSD 117.411308
RUB 92.544582
RWF 1681.168463
SAR 4.33115
SBD 9.274059
SCR 16.642564
SDG 693.353347
SEK 10.882181
SGD 1.483003
SHP 0.865548
SLE 28.438388
SLL 24191.814045
SOS 657.812255
SRD 43.090546
STD 23878.559296
STN 24.496414
SVC 10.0717
SYP 127.536544
SZL 19.552561
THB 37.655656
TJS 11.033076
TMT 4.049368
TND 3.393462
TOP 2.777751
TRY 51.434185
TTD 7.809094
TWD 36.892278
TZS 2999.53243
UAH 50.413057
UGX 4318.442681
USD 1.153666
UYU 46.613984
UZS 13985.195133
VES 546.134581
VND 30390.449581
VUV 138.592809
WST 3.196665
XAF 655.866672
XAG 0.015795
XAU 0.000247
XCD 3.117841
XCG 2.074532
XDR 0.815688
XOF 655.87804
XPF 119.331742
YER 275.322369
ZAR 19.555338
ZMK 10384.377309
ZMW 22.244322
ZWL 371.480018
  • EUR/USD

    0.0002

    1.1547

    +0.02%

  • DAX

    -130.8100

    23168.08

    -0.56%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • Goldpreis

    107.7000

    4910.1

    +2.19%

  • SDAX

    -78.6400

    16724.07

    -0.47%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • MDAX

    -289.5800

    28916.26

    -1%

"Falsches Signal": Grünen-Spitze kritisiert Mercosur-Abstimmung im Europaparlament

"Falsches Signal": Grünen-Spitze kritisiert Mercosur-Abstimmung im Europaparlament

Das Votum der Grünen im Europaparlament für eine juristische Überprüfung des Mercosur-Handelsabkommens stößt auf deutliche Kritik in den eigenen Reihen. "Die Abstimmung im Europaparlament gestern war ein Fehler", sagte Grünen-Chefin Franziska Brantner dem Portal t-online. Auch die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, kritisierte die Entscheidung ihrer Parteikollegen im Europaparlament.

Textgröße:

Dort hatte eine Mehrheit der Abgeordneten am Mittwoch dafür gestimmt, den Vertrag mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorzulegen, wodurch sich die Ratifizierung des Handelsabkommens erheblich verzögern könnte. Dafür stimmten neben den Abgeordneten der Linken sowie der großen Mehrheit der Rechtsaußen-Abgeordneten auch eine Mehrheit der Grünen. Konservative, Sozialdemokraten und Liberale votierten mehrheitlich dagegen, in ihren Reihen gab es aber viele Abweichler.

Grünen-Ko-Chefin Brantner kritisierte: An einem Tag, an dem gegenüber US-Präsident Donald Trump "europäische Geschlossenheit gefragt gewesen wäre, war das ein völlig falsches Signal". Zudem dürfe es "nicht mehr passieren, dass am Ende Mehrheiten mit Rechtsaußen und Rechtsradikalen zustande kommen", sagte sie t-online.

Auch Ko-Parteichef Felix Banaszak gab am Donnerstag im Deutschlandfunk zu, er sei "nicht happy über das Ergebnis". Es sende nicht das "Signal der europäischen Entschlossenheit und Stärke, das ich mir auch gewünscht hätte".

Gleichzeitig betonte Banaszak, es sei keine Abstimmung über das Abkommen selbst, sondern über die Prüfung durch den EuGH gewesen. Wenn der Gerichtshof "am Ende zu dem Ergebnis kommt, das ist alles rechtskonform, dann beruhigt das im Zweifel eher und die Mehrheiten werden größer".

Die Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Katharina Dröge, hob gegenüber dem "Handelsblatt" hervor, dass eine Zusammenarbeit mit den Mercosur-Staaten gerade jetzt relevant sei. "Aus diesen Gründen ist geopolitisch eine Unterstützung des Abkommens notwendig."

Auch Ko-Fraktionschefin Britta Haßelmann übte Kritik: "Die Welt ist unsicherer geworden. Daher brauchen wir gute, verlässliche Partner und regelbasierte Kooperation", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung". Umso wichtiger sei es, "dass das Abkommen jetzt sehr schnell zur vorläufigen Anwendung kommt".

Der baden-württembergische Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir sagte, offensichtlich hätten "noch immer zu viele den Ernst der Lage nicht verstanden". Das Mercosur-Abkommen sei "gut verhandelt", Europa brauche es für die Zukunft "mehr denn je", sagte er dem "Tagesspiegel".

Das Mercosur-Abkommen mit Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay soll eine der weltweit größten Freihandelszonen schaffen. Während die Europäer unter anderem Autos und chemische Produkte über den Atlantik exportieren, liefern die Mercosur-Länder hauptsächlich landwirtschaftliche Erzeugnisse und Rohstoffe nach Europa. Die deutsche Wirtschaft erhofft sich von dem Abkommen deutliche Exportsteigerungen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bekräftigte in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, das Europaparlament werde das Abkommen nicht stoppen. Das Abkommen sei "fair und ausgewogen", es gebe keine Alternative, "wenn wir höheres Wachstum in Europa wollen". Er hatte sich bereits am Mittwoch dafür ausgesprochen, das Abkommen vorläufig anzuwenden.

Frankreichs Regierung warnte am Donnerstag mit scharfen Worten davor: Sollte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen eine vorläufige Anwendung erzwingen, komme dies angesichts des Votums des EU-Parlaments einer Form der "Vergewaltigung" der Demokratie gleich, sagte Regierungssprecherin Maud Bregeon den Sendern Europe1 und Cnews. Zu befürchten seien "äußerst schädliche" Folgen für das Verhältnis der Bevölkerung zur Europäischen Union.

Q.Pilar--TPP