The Prague Post - Chamenei kündigt Rache für Tötung seines Vaters an - Trump droht Iran mit Vernichtung

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Chamenei kündigt Rache für Tötung seines Vaters an - Trump droht Iran mit Vernichtung

Chamenei kündigt Rache für Tötung seines Vaters an - Trump droht Iran mit Vernichtung

Trotz weiter geplanter Gespräche rücken Washington und Teheran nicht von ihrem Konfrontationskurs ab. Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei kündigte am Samstag "Rache" an für die Tötung seines Vaters Ali Chamenei bei den US-israelischen Angriffen Ende Februar. US-Präsident Donald Trump drohte seinerseits dem Iran für den Fall eines auf ihn verübten Mordanschlags mit der "vollständigen" Vernichtung. Washington setzte Teheran zudem laut Berichten ein Ultimatum für die Öffnung der Straße von Hormus.

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Modschtaba Chamenei erklärte in einer schriftlichen Botschaft, die Vergeltung für die Tötung seines Vaters Ali Chamenei sei "der Wille unserer Nation und muss unweigerlich vollzogen werden". Er kündigte an, das "Blut" seines Vaters und Vorgängers und aller "Märtyrer" der "beiden Kriege" gegen Israel und die USA zu rächen. Es gebe eine Liste mit den Namen der Zielpersonen. Der Brief war seine erste öffentliche Wortmeldung seit der Beisetzung seines Vaters am Freitag.

Ayatollah Ali Chamenei war am ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran am 28. Februar bei einem Luftangriff auf seine Residenz in Teheran getötet worden. Sein Sohn Modschtaba wurde iranischen Angaben zufolge bei dem Angriff verletzt. Er wurde später zum Nachfolger seines Vaters ausgerufen, trat bislang aber nicht öffentlich auf.

Trump drohte dem Iran für den Fall, dass die Regierung ihre Drohung wahr mache, den US-Präsidenten "zu ermorden oder einen entsprechenden Versuch zu unternehmen". Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: "Das US-Militär ist bereit, willens und in der Lage, über einen Zeitraum von einem Jahr - mit der Option auf Verlängerung - sämtliche Gebiete des Iran vollständig zu vernichten und zu zerstören."

US-Medien hatten am Freitag berichtet, dass der israelische Geheimdienst Washington über einen neuen "konkreten" iranischen Plan zur Ermordung Trumps informiert habe. Die US-Regierung habe zwar schon länger Geheimdiensthinweise auf mögliche Attentatspläne gegen Trump bekommen, berichtete der Fernsehsender CNN. "Doch die Warnung aus Israel war neu und bezog sich auf ein konkretes Komplott."

Die Warnung aus Israel sei in dieser Woche eingegangen, berichtete CNN weiter. Trump selbst hatte am Mittwoch gesagt, der Iran trachte ihm nach dem Leben. "Ich bin Nummer eins auf der Todesliste", sagte er.

Im Streit um die Straße von Hormus erhöhten die USA derweil den Druck auf den Iran. Washington habe Teheran eine Frist bis diesen Samstag gesetzt, um öffentlich ein Ende der Attacken in der Meerenge zu erklären und zuzusichern, dass die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr geöffnet sei, berichteten die US-Nachrichtenportale "Axios" und "Politico".

Nach Angaben des Außenministeriums in Teheran wollte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Samstag zu Gesprächen über die Straße von Hormus in den Oman reisen. In den vergangenen Tagen war der Schiffsverkehr in der für den Welthandel wichtigen Meerenge wieder stark zurückgegangen.

Auslöser war das erneute Aufflammen des Konflikts durch Angriffe auf Schiffe, die Washington Teheran zuschreibt. Die USA griffen daraufhin dutzende iranische Ziele nahe der Straße von Hormus an. Der Iran reagierte nach eigenen Angaben mit dutzenden Angriffen auf US-Stützpunkte in Kuwait, Katar und Bahrain.

Trotz der Eskalation erklärte Trump am Freitag, dass die Verhandlungen mit dem Iran fortgesetzt werden sollten. Die USA hätten der Bitte des Iran um neue Gespräche zugestimmt, teilte der US-Präsident mit. Er bekräftigte allerdings auch, dass die Mitte Juni vereinbarte Waffenruhe mit Teheran "beendet" sei.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi warf den USA vor, gegen das am 17. Juni unterzeichnete Rahmenabkommen über ein Ende des Krieges verstoßen zu haben. "Der Iran hat bislang sein Wort gehalten, im Gegensatz zum sogenannten US-Finanzminister", erklärte Araghtschi.

Er bezog sich dabei auf Absatz 9 des Abkommens, wonach die USA bis zum Abschluss eines Friedensabkommens "keine neuen Sanktionen erlassen und keine zusätzlichen Streitkräfte in der Region einsetzen". Die USA hatten nach den Angriffen auf drei Tanker im Bereich der Straße von Hormus ihre Ölsanktionen gegen den Iran wieder eingesetzt.

Katar und Ägypten hatten den Iran und die USA am Freitag aufgerufen, die Verhandlungen wiederaufzunehmen. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim reiste eine Delegation aus dem Vermittlerland Katar nach Teheran.

E.Soukup--TPP