The Prague Post - Amnesty wirft Russland Menschenhandel bei Rekrutierung von Ausländern für Ukraine-Krieg vor

EUR -
AED 4.266085
AFN 75.506165
ALL 91.914133
AMD 423.035589
ANG 2.079064
AOA 1066.375587
ARS 1758.412676
AUD 1.616494
AWG 2.090932
AZN 1.962587
BAM 1.954604
BBD 2.340467
BDT 143.402221
BGN 1.970548
BHD 0.438122
BIF 3473.329053
BMD 1.161629
BND 1.471106
BOB 14.705808
BRL 5.951961
BSD 1.162089
BTN 110.849761
BWP 15.622504
BYN 3.530139
BYR 22767.92728
BZD 2.337119
CAD 1.604866
CDF 2683.362971
CHF 0.943051
CLF 0.027335
CLP 1080.175855
CNY 7.795169
CNH 7.794222
COP 3612.851873
CRC 527.377181
CUC 1.161629
CUP 30.783167
CVE 110.196124
CZK 24.24645
DJF 206.933332
DKK 7.47507
DOP 68.348163
DZD 154.679328
EGP 59.66347
ERN 17.424434
ETB 189.819456
FJD 2.574637
FKP 0.857457
GBP 0.858926
GEL 3.018585
GGP 0.857457
GHS 13.305855
GIP 0.857457
GMD 85.375536
GNF 10214.351893
GTQ 8.872225
GYD 243.12118
HKD 9.108396
HNL 31.183509
HRK 7.531302
HTG 151.877033
HUF 364.696307
IDR 20417.951929
ILS 3.520573
IMP 0.857457
INR 110.932602
IQD 1522.368127
IRR 1596746.1038
ISK 139.998883
JEP 0.857457
JMD 183.8443
JOD 0.823566
JPY 179.078466
KES 150.350081
KGS 101.584014
KHR 4709.137709
KMF 492.531337
KPW 1045.46639
KRW 1560.874974
KWD 0.358223
KYD 0.968386
KZT 523.258441
LAK 25997.750532
LBP 104061.45809
LKR 381.506472
LRD 202.77326
LSL 18.712304
LTL 3.429989
LVL 0.702658
LYD 7.352373
MAD 10.906083
MDL 20.086791
MGA 4986.88303
MKD 61.489979
MMK 2438.966138
MNT 4180.595965
MOP 9.385834
MRU 46.504933
MUR 54.399107
MVR 17.947524
MWK 2015.066536
MXN 19.680437
MYR 4.722718
MZN 74.240376
NAD 18.712787
NGN 1537.207084
NIO 42.763823
NOK 10.757213
NPR 177.363432
NZD 1.99375
OMR 0.446651
PAB 1.162074
PEN 3.892317
PGK 5.243722
PHP 72.7232
PKR 322.211168
PLN 4.321509
PYG 6844.839594
QAR 4.236025
RON 5.253463
RSD 117.301112
RUB 97.861781
RWF 1714.013928
SAR 4.358458
SBD 9.286084
SCR 15.903602
SDG 698.717212
SEK 11.199236
SGD 1.47118
SHP 0.857766
SLE 28.577809
SLL 24358.777219
SOS 664.093495
SRD 43.835196
STD 24043.373798
STN 24.485012
SVC 10.167382
SYP 15103.499406
SZL 18.700312
THB 38.337818
TJS 10.731677
TMT 4.077318
TND 3.384029
TOP 2.796924
TRY 56.333082
TTD 7.889001
TWD 36.751845
TZS 3075.416126
UAH 51.764123
UGX 4462.095803
USD 1.161629
UYU 46.751584
UZS 13700.672506
VES 945.185468
VND 30114.649529
VUV 137.237609
WST 3.159895
XAF 655.957
XAG 0.017687
XAU 0.000266
XCD 3.139361
XCG 2.094273
XDR 0.821332
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 275.364494
ZAR 18.75573
ZMK 10456.054919
ZMW 22.398
ZWL 374.044046
SSP 6573.796574
MXV 2.23234
  • Euro STOXX 50

    -29.4400

    6282.12

    -0.47%

  • SDAX

    -344.8900

    18446.31

    -1.87%

  • TecDAX

    -46.3200

    3948.39

    -1.17%

  • Goldpreis

    -54.0000

    4406.7

    -1.23%

  • DAX

    -552.1400

    25455.46

    -2.17%

  • MDAX

    -868.9800

    31675.32

    -2.74%

  • EUR/USD

    -0.0010

    1.1629

    -0.09%

Amnesty wirft Russland Menschenhandel bei Rekrutierung von Ausländern für Ukraine-Krieg vor
Amnesty wirft Russland Menschenhandel bei Rekrutierung von Ausländern für Ukraine-Krieg vor / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Amnesty wirft Russland Menschenhandel bei Rekrutierung von Ausländern für Ukraine-Krieg vor

Russland rekrutiert nach Angaben von Amnesty International mit Täuschung, Zwang und Ausbeutung Menschen aus dem Ausland für seine Streitkräfte und schickt sie in den Krieg gegen die Ukraine. In vielen Fällen erfülle dies den Tatbestand des Menschenhandels, sagte die Generalsekretärin der Menschenrechtsorganisation, Agnès Callamard, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Kiew. Ins Visier der russischen Anwerber geraten demnach vor allem Menschen aus einkommensschwachen Ländern des Globalen Südens.

Textgröße:

Für die Recherche nahm Amnesty nach eigenen Angaben zwischen 2024 und 2026 in zwei ukrainischen Kriegsgefangenenlagern Aussagen von Betroffenen aus Brasilien, Kolumbien, Kuba, Ägypten, Sierra Leone, Sri Lanka, Somalia und Südafrika auf. Weitere Informationen stammen demnach von Ausländern, die derzeit bei den russischen Streitkräften dienen, von Angehörigen sowie von Rechtsanwälten, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten.

Die "Internationalisierung" des Ukraine-Kriegs betreffe "vulnerable Bevölkerungsgruppen und Einzelpersonen auf der ganzen Welt", sagte Callamard AFP. "Die russische Armee füllt ihre Reihen mit ausländischen Staatsangehörigen auf, die in wirtschaftlicher Not sind, und verheizt sie als Kanonenfutter im Angriffskrieg gegen die Ukraine", erklärte die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Julia Duchrow.

Seit Beginn der russischen Vollinvasion im Jahr 2022 werfen Moskau und Kiew sich gegenseitig vor, ausländische Kämpfer für den Krieg anzuwerben. Die ukrainischen Behörden hatten im April erklärt, sie hätten mehr als 28.000 Staatsangehörige aus 136 Ländern in den Reihen der russischen Streitkräfte identifiziert. Hinzu kommen demnach 14.000 nordkoreanische Soldaten.

Die Ukraine setzt ebenfalls ausländische Kämpfer ein, unter anderem aus Kolumbien. In Russland kann Amnesty nach eigenen Angaben aber nicht mit Kriegsgefangenen aus den Reihen der ukrainischen Armee sprechen, weil die Organisation dort als "ausländischer Agent" eingestuft und verboten ist.

Das Vorgehen der russischen Anwerber läuft nach Angaben von Amnesty immer nach einem ähnlichen Schema ab: Sie locken ihre Opfer häufig mit der Aussicht auf einen zivilen Job nach Russland – als Fahrer, Koch, Wachmann oder als Fachkraft für Logistik, Bau und IT. Oft werden hohe Gehälter und eine schnelle Einbürgerung in Aussicht gestellt.

So ging ein Mann aus Sri Lanka laut Amnesty davon aus, einen zivilen Job als Sicherheitsmann anzutreten; stattdessen wurde er bei der Ankunft in Moskau gedrängt, einen auf Russisch verfassten Vertrag zu unterschreiben. Er kam unmittelbar an die Front und geriet nach knapp zwei Wochen in Gefangenschaft. Ein Südafrikaner erhielt den Auftrag, in Moskau einen Lkw abzuholen und nach Polen zu bringen. In Russland wurde ihm dann mitgeteilt, dass er Soldat werde.

Nach der Unterzeichnung eines Vertrags, dessen Inhalt die meisten Betroffenen laut Amnesty nicht verstehen können, werden ihnen Pässe und Mobiltelefone abgenommen. Für den Fall eines Fluchtversuchs wird ihnen Gefängnis oder Tod angedroht. Die meisten kommen nach nur zwei Wochen Ausbildung an die Front.

Auch die Not von Migranten und Geflüchteten in Russland wird nach Angaben von Amnesty ausgenutzt: Menschen, deren Visum abgelaufen ist oder die in Haft sitzen, wird ein Militärvertrag – oft für eine angeblich nichtkämpfende Unterstützungsaufgabe fern von der Front – als Ausweg angeboten.

Bei einem Besuch in einem Kriegsgefangenenlager in der Ukraine hatte AFP im Februar ähnliche Aussagen von Ausländern gesammelt, die in den Reihen der russischen Armee gekämpft hatten. Viele gaben an, mit für sie unverständlichen Verträgen auf Russisch getäuscht worden zu sein. Sie klagten zudem über eine unzureichende Ausbildung und Ausrüstung sowie Verständigungsschwierigkeiten mit ihren Vorgesetzten.

Amnesty stuft die Anwerbepraxis Russlands als Menschenhandel im Sinne des Palermo-Protokolls der UNO ein. Callamard verweist insbesondere auf die Anwendung von "Zwang, falsche Versprechungen und Gewalt" sowie die "Ausbeutung" vieler Betroffener. Amnesty forderte Russland auf, die Praxis sofort zu beenden. Um die Verantwortlichen strafrechtlich zu verfolgen, sollen die Ukraine und die Herkunftsländer der Betroffenen zudem Beweise erheben.

I.Horak--TPP